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Fotos: Cib, Blank, Froese,
InfoSchlumpf
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Der Zahn ist gezogen -
Westfalia macht´s kurz und schmerzhaft. Klarer 3:0-Sieg stoppt
Rheines Höhenflug. Nach Michael Baums Führungstor legt Sami
El-Nounou in der Schlussphase zweimal nach.
Zahnerhaltung hat sich die Haranni-Clinic auf ihre Fahnen
geschrieben. Ihr neuer Partner, der SC Westfalia, geht da deutlich
radikaler zur Sache. Ratzfatz und ohne jede Betäubung war der
Eintracht aus Rheine gestern der Zahn gezogen. Mit 3:0 fertigte die
Schulz-Elf den Gast ab, der sich nach zwei Siegen in Folge auch in
Herne etwas ausgerechnet hatte. Eine schmerzhafte Fehlkalkulation.
Denn die Westfalia hat sich zu einem stabilen Gefüge entwickelt, das
nicht so einfach ins Wanken zu bringen ist. Die Gäste versuchten es,
waren gut organisiert, beweglich und spielstark. Doch die mit der
Münster-Formation beginnenden Herner hielten von Beginn an dagegen.
So entwickelte sich eine flotte, ansehnliche Partie mit guten
Aktionen auf beiden Seiten. Die erste Chance bot sich Arben Tahiri,
der knapp verzog (6.). Sekunden später drosch Olli Bautz nach einem
Rückpass den Ball exakt auf Ali Göls Stirn, von der er zwei Meter
übers verwaiste Tor segelte. Kein übler Auftakt.
Die Herner Führung fiel trotzdem aus dem Nichts. Tobias Urban, der
immer mehr in die Taktgeber-Rolle schlüpft, zirkelte einen Freistoß
in den Sechzehner, wo Bäumchen zum Baum wuchs und ins lange Eck
einköpfte. So einfach ist Fußball.
Dachten wohl auch die Herner, die sich in der Folge manche
Nachlässigkeit gestatteten und Schmidt (18.) sowie Roling (21.)
dicke Chancen erlaubten, welche die Rheinenser allerdings nicht
nutzten. Kurz vor der Pause hatte der von Norman Seidel ansonsten
abgemeldete Ali Göl fast den Ausgleich auf dem Kopf, kam aber nicht
ganz an den Ball.
Etwas schmeichelhaft war die Herner Pausenführung also schon. Gleich
nach Wiederanpfiff aber machte sich der SCW daran, sich die Führung
zu verdienen. Fand Sven Bartons Flanke nach tollem Solo noch keinen
Abnehmer (47.), konnte FCE-Keeper Brink El-Nounous Kopfball noch so
eben per Fußabwehr parieren (48.). Im Gegenzug hatte Olli Bautz
Glück, als er Schmidts Schuss mit dem Oberschenkel abwehren konnte
und Norman Seidel den auf der Linie tanzenden Ball wegschlug.
Noch war also nichts entschieden. Erst als Rheine öffnete und Libero
Klein-Reesink ins Mittelfeld vorzog, ergaben sich Herner
Konterchancen, meist inszeniert durch Urbans blitzgescheite Pässe
oder Bartons unwiderstehliche Sprints. Dennoch war es erneut eine
Standardsituation, die das Spiel entschied. Bei Yakup Köses Ecke
reagierte El-Nounou am schnellsten und vollstreckte im Stile eines
Torjägers. Beinahe hätte der unermüdlich rackernde Herner
Sturmführer sogar noch ein Dreierpack geschnürt. Doch Sekunden nach
seinem von Barton vorbereiteten Kopfballtor zum 3:0 wehrte Brink
seinen Linksschuss mit einem Reflex zur Ecke ab. Aber da war der
Zahn längst gezogen.
SC Westfalia Herne - FC
Eintracht Rheine 3:0
Tore:
1:0 (17.) Baum, 2:0 (78.) El-Nounou, 3:0 (90.) El-Nounou.
SCW: Bautz - Neumann - Seidel, Baum - S. Barton (90. Kohl), Sürgit
(67. Gebauer), Tahiri, Makarchuk (61. Köse) - Urban - El-Nounou,
Erzen.
FCE: Brink - Klein-Reesink - Schneider, Kotzek - Berk - Felix (65.
Siedler), Schmidt, da Costa, M. Barton, Roling - Göl (84.
Fleddermann).
SR: Marcel Pelgrim (Bocholt) Zuschauer: 700.
29.10.2006 Von Wolfgang Volmer
Quelle:
WAZ Herne
Mehr Infos zur Haranni-Clinic:
Haranni Clinic
Akademie Herne
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