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Fotos: Froese,
InfoSchlumpf, B. Faust, Marcel K., Cib
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Herner Höhenflüge - Die Spitze
ist nah
Grandiose zweite Halbzeit beschert Westfalia den sechsten Sieg in
Folge. El-Nounou, Erzen und Barton bestrafen die Blauäugigkeit der
Schalker Jungspunde. 3:0-Erfolg auch in der Höhe verdient. Der
goldene Oktober ist dem trüben November gewichen, über dem Schloss
Strünkede aber strahlt weiter die Sonne. Im Horster
Fürstenbergstadion spielte der SCW gestern die Schalker Reserve in
Grund und Boden und setzte seine Superserie dank einer grandiosen
zweiten Hälfte mit dem sechsten Sieg in Folge fort. Das nennt man
wohl einen "Lauf".
"Buyo" Büskens war jedenfalls bedient. "Wie alt ist der Charly
Neumann? 38 oder 37? Hat der in den ersten 80 Minuten auch nur
einmal kompliziert gespielt?", schüttelte er nach der Abfuhr sein
blondes Eurofighter-Haupt. "Fußball ist ein einfaches Spiel. Nur wir
komplizieren es ständig", gab er selbst die Antwort auf seine vielen
Fragen.
Ganz sicher traf der Schalker Coach mit dieser knappen Analyse ins
Schwarze. Aber es war nur eine Wahrheit, die andere lag auf Seiten
des SCW. Denn der agierte erneut enorm kompakt, aggressiv und
zweikampfstark und provozierte durch ständiges Nachsetzen Fehler der
Schalker Jungspunde, die meinten, auch bedrohliche Situationen
spielerisch lösen zu müssen. Die Quittung stellten die
quicklebendigen Herner Angreifer aus.
Bis zur Halbzeit sah es noch nicht nach einem derart klaren
Gästesieg aus. Der SCW erwischet zwar den besseren Start, kam in
einer schwungvollen Anfangsphase auch zu zwei, drei Halbchancen,
danach aber verlagerte sich das Geschehen ins Mittelfeld, wo sich
beide Teams heftig beharkten. "Da fehlte uns oft nur der letzte
Pass", sah Westfalias Trainer Frank Schulz schon da nur wenig
Ansatzpunkte zur Kritik, zumal die Deckung wie eine Eins stand und
nichts, aber auch gar nichts zuließ.
In der Kabine setzte seine Ansprache genau da an. "Setzt sie unter
Druck, rückt konsequenter nach", forderte er von seiner Truppe. Die
Umsetzung ließ nicht lange auf sich warten. Vom Wiederanpfiff an
spielte nur noch eine Mannschaft, und das war die Westfalia. Chancen
ergaben sich fast zwangsläufig. Neumanns pfiffigen Freistoß von der
Mittellinie konnte Lamczyk im Zurücklaufen noch so eben über die
Latte fingern (47.), Sekunden später versiebte Michael Erzen
freistehend aus sieben Metern eine Hundertprozentige. Und auch Sami
El-Nounous Direktabnahme aus 35 Metern (56.), die vor den Pfosten
klatschte, sahen die meisten Zuschauer schon im Tor.
Drei Minuten später war es so weit. Yakup Köse spritzte in einen
Querpass von Kisyna, El-Nounou brauchte nur noch den Fuß
hinzuhalten. Beim 0:2 übersah die Büskens-Elf, dass der abseits
stehende Köse zurücklief, El-Nounou startete durch und legte für
Erzen auf. Und weil´s so schön war, legte der SCW noch mal nach.
Diesmal war Erzen wacher als der Schalker Bayram, schnappte sich das
Leder und bediente den mitlaufenden Barton.So einfach ist Fußball. Buyo Büskens wird´s seinen Jungs schon noch
erklären.Bis auf zwei Punkte hat der SC Westfalia zum Spitzen-Duo
Verl/Gütersloh aufgeschlossen, gehört zu den sechs Mannschaften, die
sich oben festgesetzt haben. Sollte am Sonntag daheim gegen die SG
Wattenscheid 09 der siebte Sieg in Folge gelingen, käme es am 19.
November im Gütersloher Heidewaldstadion schon zu einem echten
Spitzenspiel.
FC Schalke 04 II - SC
Westfalia Herne 0:3
Tore:
0:1 (59.) El-Nounou, 0:2 (63.) Erzen, 0:3 (75.) Barton.
Schalke: Lamczyk - Steinmann, Bayram, Beckmann, T. Kilian - Heppke
(65. Loose), Kisyna (72. Dallevedove), Landgraf, Kunert - Lewejohann
(76. Öztürk), Erwig.
SCW: Bautz - Neumann - Seidel, Baum - Barton, Sürgit, Urban, Tahiri,
Makarchuk (21. Köse) - El-Nounou (87. Grüterich), Erzen (76. Behrend).
SR: Karsten Wix (Aachen).
Zuschauer: 700.
05.11.2006 Von Wolfgang Volmer |
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