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Fotos: Froese,
InfoSchlumpf, Tim H., Kuehnewo, Cib
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Herbstmärchen geht weiter
Spätes Tor des eingewechselten Dominik Behrend beschert SC Westfalia
den siebten Sieg in Serie. Abstiegskandidat aus Wattenscheid trägt
auf morastigem Boden zu einem rassigen Kampfspiel bei.
Das Herner Herbstmärchen will nicht enden. Durch ein spätes Tor von
Dominik Behrend entschied der SC Westfalia die intensive,
kampfbetonte Partie gegen die SG Wattenscheid 09 für sich, sprang
durch den siebten Sieg in Folge auf den dritten Tabellenplatz und
freut sich nun auf das Spitzenspiel beim punktgleichen FC Gütersloh.
Sicher, die unglaubliche Serie hätte gestern enden können. Erwiesen
sich die Wattenscheider doch als bissiger, unbequemer Gegner, dem
mit spielerischen Mitteln kaum beizukommen war, zumal der tiefe
Boden auch gut gemeinte Kombinationsversuche versumpfen ließ. Aber
die Schulz-Elf passte sich den Gegebenheiten an und warf ebenfalls
ihre enormen kämpferischen Qualitäten in die Waagschale. Als niemand
mehr ernsthaft damit rechnete, kassierte sie ihren verdienten Lohn -
neuerlicher Beleg für die These, dass solche Spiele nur gewinnt, wer
oben steht und bis zur letzten Minute an sich glaubt.
Mit breiter Brust waren die Herner auch ins Spiel gegangen, hatten
durch Sven Barton nach einem herrlichen Diagonalpass (8.) und einen
Kopfball von Michael Baum (11.) auch die ersten Möglichkeiten. Schon
bald aber geriet der Spielfluss ins Stocken. Pässe verendeten im
Morast, tiefe Löcher im Rasen ließen die Bälle verspringen.
Das Geschehen verlagerte sich ins Mittelfeld, wo sich beide Teams
zumeist fair beharkten. Die Gäste standen tief gestaffelt und
lauerten auf Herner Fehler. In der 23. Minute hatten sie mit dieser
Taktik fast Erfolg. Gleich zwei Herner patzten und ermöglichten Timo
Erdmann das Zuspiel auf den frei stehenden Selzuk Dede, der jedoch
aus bester Schussposition nur einen Roller zustande brachte. Von
mindestens gleicher Qualität war allerdings die Chance von Sami
El-Nounou, der fünf Meter vor dem leeren Tor in Bartons Hereingabe
rutschte, den Ball aber nicht voll erwischte (45.).
In der Kabine nahm Frank Schulz eine taktische Änderung vor, ließ
Tobias Urban und Yakup Köse die Positionen tauschen. Mit Vollgas
ging es weiter. Herne drückte, die Gäste hielten voll dagegen. Es
entwickelte sich eine rasante Partie mit Chancen auf beiden Seiten.
Zunächst schaufelte El-Nounou den Ball nach listigem Köse-Pass aus
kurzer Distanz über den Kasten, dann parierte der starke Olli Bautz
mit dem Fuß gegen den allein auf sein Tor zustrebenden Dede. Auch
bei etlichen Distanzschüssen waren beide Torhüter auf dem Posten.
In der 79. Minute hatte der Herner Anhang den Torschrei schon auf
den Lippen, als Urban in die Gasse zu Behrend spielte, der jedoch
den bereits auf dem Boden robbenden 09-Keeper Kunz anschoss. Beim
zweiten Versuch aber machte es Behrend besser. Neumanns Freistoß
wuchtete er per Kopf zum erlösenden 1:0 ins Netz. Ein paar
Turbulenzen im eigenen Strafraum waren noch zu überstehen, dann war
der siebte Dreier in Folge unter Dach und Fach.
SC Westfalia Herne - SG
Wattenscheid 09 1:0
Tor:
1:0 (87.) Behrend.
SCW: Bautz - Neumann - Seidel, Baum - Barton, Sürgit, Köse (71.
Behrend), Tahiri, Urban - El-Nounou (90.+2 Kohl), Erzen (88.
Grüterich).
SG 09: Kunz - Erdmann, Keller, Kushev, Luvuezo (87. Molinari) -
Höhle, Diaz, Stojkoski (89. Kuntz), Alkazli - Terzic, Dede (60.
Ropkas).
SR: Roland Inderhees (Brüggen).
Zuschauer: 1100.
12.11.2006 Von Wolfgang Volmer |
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