19. November 2006
FC Gütersloh 2000 - SCW 1:0 (0:0)
Fotos: Froese, InfoSchlumpf, Kuehnewo, Cib Fenster schließen Westfalia Herne kehrt mit leeren Händen vom Heidewald zurück. Nach starker erster Halbzeit wird Schulz-Elf zu passiv. Klares Kopfballtor von Michael Baum nicht anerkannt. Irgendwann musste Westfalias Serie ja reißen. Aber nicht unbedingt in Gütersloh. Dass die Schulz-Elf nach sieben Siegen in Folge mit leeren Händen vom Spitzenspiel der Oberliga zurück kehrte, hatte mit Pech zu tun, auch mit Unvermögen, aber auch mit Schiedsrichter Bastian Keil, der den Gästen gleich in der dritten Minute ein klares Tor von Michael Baum aberkannte und damit eine Serie von Fehlpfiffen einleitete. Es hat schon größere Sportler aus Kerpen gegeben... Frank Schulz, nicht eben moderat, wenn es um die Leistung von Unparteiischen geht, musste zwar fünf Minuten vor Schluss seine Trainerbank räumen, verlor aber hernach kaum ein Wort über die strittigen Szenen. "Stimmt, es hätte zur Pause 1:1 statt 0:0 heißen müssen", bestätigte er nur die Aussage seines Kollegen Thomas Stratos, dem die Aberkennung des Baum-Tores ebenfalls schleierhaft blieb. "Ich hatte mich schon abgedreht und wartete auf den Wiederanstoß", bekannte Stratos freimütig. Als eine Art "Konzessionsentscheidung" werteten es beide Trainer, dass wenig später Keils Pfeife stumm blieb, als Marco Antwerpen im Herner Strafraum elfmeterreif umgerissen wurde. Sei´s drum. Fehler passieren. Von allen Akteuren, auch den kickenden. Gestern gab es sie reichlich. Die Gütersloher begannen arg nervös, leisteten sich zahllose Stockfehler, vor allem durch die unsicheren Innenverteidiger Leenemann und Miletic. Allerdings konnte der SCW daraus kaum Kapital schlagen, weil auch seine Pässe zu häufig im Nirvana landeten. Ein schwaches Spiel war es dennoch nicht. Vom Tempo her, vom Einsatz und von der Dramatik war es auf dem trotz des Dauerregens gut bespielbaren Boden sogar eine hochklassige Partie, welche die Besucher prima unterhielt. In der ersten Hälfte hatten die Herner Vorteile. Sie standen besser in der Abwehr und kombinierten flüssiger, was sich auch in der Zahl der Chancen niederschlug. So konnte Kuschmann einen weiteren Baum-Kopfball mit einem Reflex von der Linie kratzen (19.), und in der 29. Minute hatte Tobias Urban nach toller Vorarbeit von Michael Erzen und Sami El-Nounou nicht den Nerv, frei vor dem FCG-Keeper einzulochen. Auf der Gegenseite musste sich Olli Bautz bei Cömerts 22m-Knaller ganz lang machen (17.), und Norman Seidel grätschte dem frei gespielten Bauer im letzten Moment in die Schussbahn (30.). Im zweiten Abschnitt änderte sich das Bild. Der FCG wurde aggressiver, die Schulz-Elf passiver - und schon verlagerte sich das Geschehen in die Herner Hälfte. Bauers 1:0 fiel mit Vorankündigung, hatte der SCW doch vorher schon zwei, drei heikle Situationen mit Glück überstanden. Nach dem Rückstand löste Schulz den Libero auf - doch die totale Offensive verpuffte wirkungslos. "Die Pässe in die Spitze kamen nicht mehr an", erkannte der SCW-Coach. Eher als der Ausgleich lag das zweite FCG-Tor in der Luft. Doch die Platzherren spielten ihre Konter nicht konsequent zu Ende, und Antwerpen scheiterte selbst mit einem fragwürdigen Elfmeter am glänzend reagierenden Bautz (88.).Sein nächstes Spiel bestreitet der SCW am 3. Dezember, wenn Spitzenreiter Lippstadt am Schloss gastiert. Das kommende Wochenende ist wegen des Totensonntags spielfrei. Das letzte Heimspiel gegen SF Oestrich hat der SCW auf Samstag, 16. Dezember, um 14.15 Uhr vorverlegt. bertelsmann
FC Gütersloh 2000 - SC Westfalia
Herne 1:0 |
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