9. Dezember 2006

Hammer SpVg - SCW  0:2 (0:1)

 





































Fotos: Froese, InfoSchlumpf, Cib, Blank, Muckel                                                                                       Fenster schließen

Verdienter Arbeitssieg
Solide Leistung reicht Schulz-Elf gegen biedere Hammer. Behrend und El-Nounou treffen zum 2:0. Schwächephase in der zweiten Hälfte bleibt ohne negative Folgen.
Kompakt, kampfstark, solide: So stellte sich Westfalia Herne am Samstag im Mahlbergstadion vor. Das reichte, um gegen eine biedere Hammer Elf einen ungefährdeten 2:0-Sieg und die Punkte 28 bis 30 einzufahren. Schon vor dem letzten Spiel des Jahres gegen Oestrich ist somit klar, dass der SCW in der Spitzengruppe der Oberliga überwintern wird.
Entsprechend gelöst wirkte nach Spielschluss auch Frank Schulz: "30 Punkte, das ist doch was. Ich bin sehr zufrieden", zog der SCW-Trainer ein erstes Hinrunden-Fazit.
Dass seine Mannschaft in den letzten Monaten viel Substanz gelassen hat, blieb auch Schulz nicht verborgen. Wie schon in den letzten Wochen nahm sie sich zu Beginn der zweiten Hälfte eine kleine Auszeit, die diesmal allerdings ohne negative Folgen blieb.
Über weite Strecken aber dominierte der SCW Spiel und Gegner, attackierte früh und spielte druckvoll nach vorne. Den Lohn strichen die Gäste bereits in der 23. Minute ein, als Dominik Behrend den Ball aus fünf Metern über die Linie stocherte. Weitere klare Chancen folgten, doch die kaum zu bändigenden Herner Torjäger Sami El-Nounou und Michael Erzen hatten diesmal kein Glück im Abschluss. Auf der Gegenseite musste sich Oliver Bautz nur einmal lang machen, um Werners Freistoßflanke aus dem Eck zu kratzen (19.) - fast eine Neuauflage des ersten Lippstädter Treffers aus der letzten Woche.
Zur Pause hätte die Partie längst entschieden sein können. So aber fing nach Wiederbeginn das große Flattern an. Die Hausherren wirkten nun viel entschlossener, nutzten die Räume, die der SCW ihnen im Mittelfeld ließ. Mehrfach nahm der schussgewaltige Sven Heinze Maß - Bautz holte sich heiße Hände, bestand aber alle Proben. Machtlos war der Herner Keeper nur in der 55. Minute, doch diesmal stand der Pfosten einem Heinze-Tor im Weg. Der Ausgleich wäre zu diesem Zeitpunkt nicht unverdient gewesen.
Langsam aber bekamen die Herner das Geschehen wieder in den Griff und erspielten sich eigene Möglichkeiten. Zum entscheidenden Mann wurde schließlich Sami El-Nounou. Nach einer Verletzungsbehandlung gerade wieder auf dem Platz, ließ er mit einem fulminanten Kopfball nach einer der diesmal ungewöhnlich präzisen Barton-Flanken das Lattenkreuz erzittern (71.), um Sekunden später vom Elfmeterpunkt aus kaltblütig sein Werk zu verrichten. HSV-Innenverteidiger Gruszka hatte zuvor den wuseligen Erzen von den Beinen geholt.
Damit war das Hammer Strohfeuer gelöscht, die Begegnung dümpelte ihrem Ende entgegen. HSV-Trainer Wolfgang Sandhowe wechselte zwar noch zwei weitere Stürmer ein, aber auch die stellten die von Charly Neumann erneut gut organisierte Herner Abwehr vor wenig Probleme.

Hammer SpVg - SC Westfalia Herne 0:2

Tore: 0:1 (23.) Behrend, 0:2 (72.) El-Nounou (Foulelfmeter).

HSV: Rott - Aktas, Gruszka, Hulboj - Kunze (79. Placzek), Werner (75. Melkam), Hrubesch, Stein, Moor (59. Ugur) - Heinze, Courtoglou.

SCW: Bautz - Neumann - Seidel, Baum - Barton, Sürgit, Tahiri, Gebauer (89. Kohl) - Behrend (68. Köse) - El-Nounou, Erzen (85. Grüterich).

SR: Christian Kloppenburg (Essen).

Zuschauer: 250.

10.12.2006 Von Wolfgang Volmer