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Fotos: Cib, InfoSchlumpf,
Jürgen A., Froese, Blank
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Grüterich rettet einen Punkt -
Vier Minuten vor
Schluss fällt der Ausgleich gegen Delbrück. Gäste haben mehr Chancen
und größere Spielanteile. Westfalia kämpft engagiert, bleibt im
Spiel nach vorn aber harmlos. Michael Erzen nicht zu ersetzen.
Es gibt Tage, da muss man auch mit einem Punkt gegen einen
Tabellennachbarn zufrieden sein. Gestern war so ein Tag. So sehr
sich die durch fünf verletzte Stammspieler geschwächten Herner
bemühten, so verbissen sie sich in die Zweikämpfe stürzten,
letztlich fehlten ihnen die Mittel, um eine kompakte und vor allem
bei Standards gefährliche Delbrücker Mannschaft wirklich in
Verlegenheit zu bringen. Und so atmete nicht nur SCW-Trainer Frank
Schulz erleichtert auf, als der eingewechselte Christian Grüterich
eine der wenigen Herner Chancen nutzte und kurz vor Schluss noch zum
1:1 ausglich.
Weniger zufrieden konnte Schulz´ Delbrücker Kollege Roger Schmidt
sein. Denn seine Elf hatte nicht nur mehr Spielanteile, sie besaß
auch ein Chancen-Plus und hätte durchaus einen Dreier vom Schloss
entführen können.
Vor allem in der ersten Halbzeit hatten die Gäste Vorteile. Ganze
Serien von Eckbällen und Freistößen senkten sich in den Herner
Strafraum, obwohl Frank Schulz genau davor gewarnt hatte. Aber mit
etwas Glück, einem starken Olli Bautz und Kapitän Charly Neumann als
ruhendem Pol überstanden die Herner alle brenzligen Situationen. So
boxte Bautz eine Direktabnahme von DSC-Kapitän Capretti aus dem
Winkel (34.), und Berhorst verfehlte per Kopf ebenso knapp das Ziel
wie Capretti mit dem Fuß (45.).
Dennoch stand die umformierte Herner Abwehr recht gut, leistete sich
auch nicht so viele individuelle Fehler wie in manchen anderen
Partien. Sebastian Kohl, der für den im Abschlusstraining verletzten
Urbainski verteidigte, meldete DSC-Torjäger Ulf Raschke ab, und
Norman Seidel lieferte sich erbitterte Duelle mit dem flinken Rafael
Wiebusch. Auch das defensive Mittelfeld mit Hasan Sürgit und Tobias
Urban lieferte ganze Arbeit.
Nach vorne hin fand Herne allerdings kaum statt. Sami El-Nounou war
zu sehr auf sich allein gestellt, zumal er bei Standards hinten
aushelfen und weite Wege gehen musste. Dominik Behrend zeigte gute
Ansätze, konnte den schmerzlich vermissten Michael Erzen aber nicht
ersetzen. Aus dem Mittelfeld kam wenig nach, so dass DSC-Keeper
Thiel eine ruhige erste Hälfte verlebte.
Ein wenig änderte sich das Bild nach der Pause, die gleich mit der
besten Herner Chance begann. El-Nounou hielt den Fuß in einen
Urban-Schuss, doch Thiel wehrte mit tollem Reflex ab. Als der
baumlange Hansjürgen eine Kuhn-Ecke per Kopf zum 0:1 verwandelte,
verstärkte der SCW seine Offensivbemühungen, hatte aber Glück, dass
Welker frei vor Bautz die Riesenchance zum 0:2 vergab (80.). Sechs
Minuten später doch noch die Erlösung. Dohm und Barton hatten den
Ball erkämpft, Behrend zog aus 16 Metern wuchtig ab, und den von
Thiel abgewehrten Ball köpfte Grüterich zum schmeichelhaften 1:1
ein.
SC Westfalia Herne -
Delbrücker SC 1:1
Tore: 0:1 (66.)
Hansjürgen, 1:1 (86.) Grüterich.
SCW: Bautz - Neumann (83. Dohm), Seidel, Kohl - Barton, Sürgit,
Urban, Tahiri - Köse (73. Grüterich), Behrend - El-Nounou.
Delbrück: Thiel - Fulland, Berkemeier, Hansjürgen, Kuhn - Berhorst,
Cirivello, Capretti (75. Plucinski), Welker - Raschke (59. Radtke),
Wiebusch (46. Fulhorst).
SR: Achim Möller (Bonn).
Zuschauer: 494 (Tageskasse).
17.09.2006 Von Wolfgang Volmer |
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