24. September 2006

RW Ahlen II - SCW  0:3 (0:2)

 





























 

 
Fotos: Cib, InfoSchlumpf, Blank, Toto                                                                         Fenster schließen

Erzen macht den Unterschied - Westfalia Hernes Stürmer erzielt beim 3:0-Erfolg bei RW Ahlen II zwei Tore selbst und bereit das dritte vor. Rote Karte gegen Stephan Urbainski kurz vor Schluss trübt die Stimmung. SCW will Einspruch einlegen. Einen Michael Erzen kann Westfalia Herne nicht ersetzen. Das zeigte sich bereits beim 0:2 in Verl und beim 1:1 gegen Delbrück, als der Stürmer dem Oberligisten fehlte. Gestern bewies der genesene 24-Jährige seine außergewöhnliche Klasse wieder auf dem Rasen. Beim 3:0-Erfolg bei Rot-Weiß Ahlen II erzielte Erzen zwei Tore selbst und bereitete das dritte mustergültig vor. "Erzen war der entscheidende Mann", sagte Westfalias Co-Trainer André Dohm. Und Coach Frank Schulz freute sich über den ersten Auswärts-erfolg der Saison: "Das war ein wichtiger und verdienter Sieg", so Schulz. Dreimal geriet er sogar ins Schwärmen: "Besser kann man die Tore nicht herausspielen." Nummer eins fiel nach zehn Minuten, als Erzen allein aufs Ahlener Tor stürmte und eiskalt vollstreckte. Danach allerdings überließen die Herner den Gastgebern die Spielgestaltung, Ahlen aber kam zu keiner großen Chance. Anders Westfalia: Nach Traumpass von Hasan Sürgit tanzte Erzen in Ahlens Strafraum seinen Gegner aus und passte quer zu Sami El-Nounou, der locker zum 2:0 einschob (43.).
Nach dem Wechsel ließ sich die Westfalia etwas zu weit fallen und hatte Glück bei einem Lattentreffer (70.). Mehr Chancen aber hatte Rot-Weiß nicht - im Gegensatz zum clever aufspielenden SCW. In der 82. Minute die Entscheidung: Nun düpierte El-Nounou seinen Gegner und bediente Erzen, der zum 3:0 traf. Fast eine Kopie des 2:0, nur mit umgekehrter Rollenverteilung. Doch das Schiedsrichter-Gespann schaffte es, die Stimmung der Herner zu drücken. Zweimal habe ein Ahlener Urbainski angespuckt, erklärte Andre Dohm. Hernes Verteidiger habe ihn daraufhin geschubst - und der Schiedsrichter zückte nach Absprache mit seinem Assistenten Rot gegen Urbainski, während Ahlen ungeschoren davon kam. "Spucken ist mit das Schlimmste überhaupt", hatte Schulz kein Verständnis für die Entscheidungen. Im Spielbericht, so der Trainer, notierte der Schiedsrichter, dass Urbainski durch Spucken des Gegners provoziert worden sei. Westfalia wird Protest einlegen und hofft zumindest, dass die Sperre nur zwei Wochen betragen wird. "Die Krönung" der Schiri-Leistung, so Dohm, war das nicht gegebene 4:0 von Dominik Behrend (90.) - wegen Abseits, obwohl Behrend einen Rückpass des Gegners abgefangen hatte. Schulz: "Eine absolute Frechheit".

RW Ahlen II - Westfalia Herne 0:3

Tore: 0:1 (10.) Erzen, 0:2 (43.) El-Nounou, 0:3 Erzen (82.).

Westfalia: Bautz - Neumann - Seidle, Urbainski - Barton, Tahiri, Sürgit, Urban - Köse - El-Nounou (87. Kohl), Erzen (84. Grüterich)

Rote Karte: Urbainski (85.)

24.09.2006

Quelle: WAZ Herne