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PRESSE |
Klassenunterschied kaum zu sehen
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18.01.06 |
Oberligist Westfalia Herne setzt sich
im ersten Testspiel mit 1:0 gegen den Verbandsliga-Spitzrnreiter DSC
Wanne-Eickel durch
Einen erfolgreichen Testspielauftakt hatten der SC Westfalia Herne
und der DSC Wanne-Eickel, die sich bei Regen auf rutschigem
Kunstrasen an der Forellstraße vor 120 Zuschauern gegenüber standen.
Ein Klassenunterschied wurde beim knappen 1:0 (1:0)-Erfolg der
Platzherren jedoch nur selten sichtbar, obwohl SCW-Coach Frank
Schulz im Gegensatz zu DSC-Teamchef Willi Koppmann aus dem Vollen
schöpfen konnte. Nur die Topstürmer Sami El-Nounou und Michael Erzen
kamen nicht zum Einsatz.
Davon konnte Koppmann nur träumen. Mit elf Feldspielern und einem
Torwart war der Spielraum auf Seiten des Wanners begrenzt. Einige
mussten arbeiten, andere sind noch verletzt, und Christoph
Dannhausen, dessen Wechsel vom SCW zu den Schwarz-Gelben inzwischen
perfekt ist, war noch nicht spielberichtigt. Wer unter diesen
Umständen mit Einbahnstraßenfußball der Strünkeder gerechnet hatte,
wurde eines Besseren belehrt. Zwar zeigten die Gastgeber
zweifelsfrei die reifere Spielanlage, doch der
Verbandsliga-Spitzenreiter hielt mit großem Einsatz dagegen und
hatte gute Chancen.
Der entscheidende Treffer gelang dem SCW nach einem schnellen
Angriff über die rechte Seite. Dort hatte Sven Barton den Turbo
gezündet, ging bis zur Grundlinie durch und bediente Hasan Beganovic
mit einem Rückpass, den der Youngster aus 16 Metern mit einem
Flachschuss unhaltbar unterbrachte (30.). Bis zur Pause vergab der
DSC drei dicke Chancen, und in der 65. Minute wurde Hakan Cimsit
elfmeterreif gehalten, worauf der Schiri den Wanner Stürmer mit Gelb
verwarnte. Beide Trainer zogen ein positives Fazit. "Das Spiel war
fair, es gab keine Rivalitäten, ein schöner Aufgalopp", erklärte
Schulz. "Wir haben gut gearbeitet. Das wird mit Platztraining
belohnt", lobte Koppmann. jes
18.01.2006
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Quelle: WAZ Herne
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Adrian Cetera kommt zur
Westfalia
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06.01.06 |
Dritter Neuzugang für Frank Schulz:
Nach den Verpflichtungen von Anthony Yeboah und Arben Tahiri hat
Fußball-Oberligist SC Westfalia Herne seinen Kader noch einmal
verstärkt. Adrian Cetera vom Ligarivalen SpVg. Erkenschwick
unterschrieb bei den Strünkedern einen Vertrag für anderthalb Jahre.
"Ich wollte ihn schon mal nach Herne holen und freue mich, dass es
jetzt geklappt hat. Adrian ist ein junger und sehr talentierter
Mann", sagte Frank Schulz. Für den 24-Jährigen hat der SCW-Trainer
eine Rolle im Sturm oder im offensiven Mittelfeld vorgesehen.
Ob Schulz selbst am Schloss Strünkede bleibt, ist allerdings noch
nicht endgültig geklärt. "Es gibt Anfragen von anderen Vereinen, und
das hört man sich natürlich auch an", erklärte der Ex-Profi. Aber
auch mit Westfalias Vorsitzendem Jürgen Stieneke hat er schon
Gespräche geführt. Schulz: "Von der Tendenz her sieht es gut aus.
Vom Herzen her möchte ich gerne in Herne bleiben. Im Februar will
der Boss alles unter Dach und Fach bringen."
ur
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Quelle: WAZ Herne
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Erzen-Wechsel nur ein Gerücht
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03.01.06 |
Die Meldung am Montag stand in einer
Zeitung im Sauerland: Michael Erzen, Top-Torjäger des
Fußball-Oberligisten SC Westfalia Herne, würde den Verein in der
Winterpause verlassen. Interessenten seien der 1. FC Kaiserslautern
und Roda Kerkrade aus der niederländische Ehrendivision. "Wenn da
etwas dran wäre, würde ich das wissen", weist Trainer Frank Schulz
die Information zurück in die Gerüchteküche.
Klar ist aber auch, dass der rasante Aufstieg des nur 1,70 Meter
großen Wirbelwindes in Fußballkreisen nicht unbemerkt geblieben ist.
Innerhalb von nur zwei Jahren gelang Erzen der Sprung vom
sauerländischen Kreisligisten SSV Allendorf mit einer einjährigen
Zwischenstation beim Verbandsligisten TuS Sundern bis in die
Oberliga.
"Natürlich sind andere Vereine an ihm Interessiert. Und vor allem
viele Vermittler wollen sich an ihn ´ranhängen", weiß Ex-Profi
Schulz natürlich bestens, wie es in diesem Geschäft zugeht. "Ich
habe Michael gesagt, dass ich ihm jederzeit weiterhelfen werde, wenn
er denn meinen Rat will. Und er hat mir gesagt, dass ich der Erste
bin, der es erfährt, wenn er einen Wechsel plant. Bis zum Sommer hat
er jedenfalls noch einen Vertrag in Herne", erklärte der SCW-Trainer.
Solche Gerüchte, wie auch um eine mögliche Rückkehr von Yakup Köse
zum SV Schermbeck, schmecken Schulz natürlich gar nicht. Auch aus
dem Grund wünscht sich der Coach, dass SCW-Boss Jürgen Stieneke
jetzt schnell ein Zeichen setzt. "Wenn man erst Anfang März
Gespräche führt, ist es manchmal schon zu spät. Mir geht es dabei
nicht unbedingt um meine Person, aber auch die Spieler wollen
Klarheit haben. Der Verein sollte schnell den Weg suchen, um die
Weichen für die nächste Saison zu stellen", fordert Schulz, der
gleichzeitig klar macht, dass er sich in Herne sehr wohl fühlt: "Wir
hatten hier in den letzten zweieinhalb Jahren sehr schöne Erfolge.
Jetzt sollten wir aber darauf achten, dass es vernünftig weitergeht
und wir jegliche Unruhe aus der Rückrunde heraushalten."
Im letzten Jahr stand Frank Schulz schon kurz vor dem Absprung zu
Kickers Emden, auch diesmal gab es schon Anfragen beim Ex-Profi.
Jetzt ist die Vereinsführung des SC Westfalia gefordert, schnell
Nägel mit Köpfen zu machen.
03.01.2006 Von Uwe Ross
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Quelle: WAZ Herne
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Bistrich überprüft die Fitness
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28.12.05 |
Mit einem Termin, der selbst bei
einigen Profis für Unbehagen sorgt, steigen die Kicker des SC
Westfalia Herne am 7. Januar in die Vorbereitung auf die Rückrunde
ein. Dann nämlich findet im eigenen Sportstudio von Co-Trainer Horst
Bistrich die Fitnessüberprüfung statt. "Dabei werden wir schnell
sehen, wer noch Nachholbedarf hat und können so gezielt Gruppen für
das Vorbereitungstraining hat", erläuterte Bistrich.
Das erste Freilufttraining findet einen Tag später um 10.30 Uhr im
Stadion oder an der Forellstraße statt. Der Ball rollt für die
Westfalia erstmals im neuen Jahr beim Hallenturnier des SV Sodingen
(14./15. Januar), wenn es um die inoffizielle Stadtmeisterschaft
geht.
Auch der vorläufige Plan für die Vorbereitungsspiele steht für die
Mannschaft von Frank Schulz inzwischen fest. Am Samstag, 21. Januar,
geht es um 14.15 Uhr zu Hause gegen den Verbandsligisten Germania
Gladbeck. Am Sonntag darauf steht das Hallenturnier in Ratingen mit
u. a. Fortuna Düsseldorf und dem MSV Duisburg II an. Weitere
Heimspiele bestreitet der SCW am Mittwoch, 25. Januar, um 19 Uhr
gegen den Nordrhein-Oberligisten 1. FC Kleve und am Sonntag, 29.
Januar, um 14.15 Uhr gegen den Lokalrivalen SV Sodingen.
28.12.2005
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Quelle: WAZ Herne
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Klassenerhalt bleibt das Ziel
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27.12.05 |
Halbzeitbilanz mit Trainer Frank
Schulz: "Wir haben eine gute Hinrunde gespielt". Schwächen in der
Chancenverwertung verhinderten weitere Siege. "Man muss versuchen,
noch mehr herauszukitzeln"
Halbzeit in der Fußball-Oberliga: Nach 17 von 34 Spielen befragte
Wolfgang Volmer Westfalias Trainer Frank Schulz nach seinen
Einschätzungen.
Im Sommer haben Sie mit Westfalia Herne in der Oberliga Neuland
betreten, jetzt ist die erste Hälfte der Saison gelaufen. Wie sehen
Sie die Hinrunde?
Schulz: Ich denke, dass wir eine gute Hinrunde gespielt haben, auch
wenn noch das eine oder andere mehr drin gewesen wäre. Intern habe
ich das der Mannschaft schon zugetraut. Aber ich bin vorsichtig und
weiß, wie schnell man zum Beispiel durch Verletzungen in eine
Schieflage geraten kann. Insgesamt aber bin ich sehr zufrieden.
Besonders gefreut hat mich, dass die Mannschaft immer, wenn es mal
knisterte wie nach den Niederlagen in Gütersloh oder Dortmund, eine
Reaktion gezeigt hat und wiedergekommen ist. Das ist es, was diese
Mannschaft auszeichnet und weshalb es mir Spaß macht, mit dieser
Mannschaft zu arbeiten.
Fünf der ersten sieben Spiele wurden gewonnen, danach gelang in zehn
Spielen nur noch ein Dreier. Wie erklären Sie das?
Schulz: Na ja, wie soll ich das erklären? Wir haben danach sehr oft
unentschieden gespielt, auch dann, wenn wir eigentlich gewinnen
mussten wie in Emsdetten oder zuletzt in Erkenschwick. Der
Hauptgrund war wohl, dass sich beide Stürmer, El-Nounou und Erzen,
mal eine Auszeit genommen und nicht so getroffen haben, und zwar zu
getrennten Zeiten. Chancen hatten wir nämlich auch in vielen anderen
Spielen. Nur haben wir sie nicht mehr so verwertet wie zu Beginn und
wie wir es im letzten Jahr in der Verbandsliga gewohnt waren.
Also kein Kräfteverschleiß oder Auswirkung davon, dass euch die
Gegner ernster genommen haben als noch in den ersten Spielen?
Schulz: Das glaube ich nicht, nein. Viele haben uns auch vorher
schon sehr gut eingeschätzt, haben gesagt, das ist eine sehr
kompakte Mannschaft, die sich gefunden hat. Diesen Respekt hatten
wir von Anfang an. Nein, ich denke, es war wirklich die fehlende
Konstanz im Offensivbereich, die sich in diesem Saisonverlauf
ausdrückt.
Westfalia steht mit sechs Siegen, sechs Unentschieden und fünf
Niederlagen recht gut da. Zudem habt ihr erst siebenmal zu Hause,
aber schon zehnmal auswärts gespielt. Und das neue Jahr beginnt mit
Heimspielen gegen Lippstadt und Schermbeck.
Schulz: Richtig, ich habe den Spielplan auch genau vor Augen. Diese
ersten Spiele sind enorm wichtig, auch die danach bei Fichte
Bielefeld und zuhause gegen Ahlen. Da können wir schon so viele
Punkte holen, dass wir gar nicht erst nach unten rutschen. Gerade
zuhause spielen wir ja nun schon seit zwei Jahren sehr gut und
konstant, haben nur ganz wenige Punkte abgegeben. Daran haben
natürlich auch unsere tollen Fans ihren Anteil. Das heißt natürlich
nicht, dass wir die Punkte schon haben, aber es ist schon einfacher,
sie zuhause einzufahren. Deshalb ist auch nach der Winterpause der
Start wieder sehr wichtig.
Wie im letzten Jahr haben Sie auch diesmal eine ganz klare
Stammformation gefunden. Rotation gibt es im Grunde nur auf der
linken Außenbahn, oder wenn Sie aus taktischen Gründen die
Mittelfeldzentrale mit einem Offensivmann besetzen. Soll die
Verpflichtung von Tahiri und Yeboah den Konkurrenzkampf anheizen?
Schulz: Ich denke schon, dass die Leistungsdichte im Kader noch
enger wird. Sicher, wenn alle fit sind, ist es für Spieler im
Defensivbereich schwer, in die Mannschaft hineinzukommen. Hallerbach
und Sürgit machen ihren Job in der Defensive schon verdammt gut.
Tahiri hat in Hagen auf der linken Seite oder auch als Manndecker
gespielt. Mit ihm haben wir eine Variationsmöglichkeit, auch von der
Schnelligkeit her. Yeboah kenne ich schon so lange, er kann im Sturm
oder auch auf der linken Seite spielen, trifft da natürlich auf
starke Konkurrenz. In der Vorbereitung werden wir sehen, wer sich da
durchsetzt. Aber es ist auch wichtig, dass das Gefälle nicht so groß
ist.
Welcher Spieler hat Sie in der Hinrunde überrascht, positiv wie
negativ?
Schulz: Wenn mich einer negativ überrascht hätte, würde ich das
öffentlich nicht sagen. Ich will auch keinen hervorheben. Sicher
freut mich die Entwicklung bei jungen Leuten wie Ümit Celik. Der hat
zwar noch nicht oft gespielt, aber ich sehe ihn ja im Training, er
kommt immer näher heran. Makarchuk hat Riesenpotenzial. Ihn will ich
weiter nach vorne bringen. Auch ein Sven Barton, der schon
abgestempelt war als einer, der nur auf der Außenbahn rennen kann,
hat sich weiter entwickelt und gezeigt, dass er auch andere
Positionen spielen kann.
Viele positive Aspekte also. Grund genug, das Saisonziel neu zu
definieren?
Schulz: Absolut nicht. Noch ist keine Mannschaft abgeschlagen, man
muss gewaltig aufpassen, nicht unten reinzurutschen. Wenn wir das
Polster von sechs, sieben Punkten halten, so dass wir uns auch mal
eine Niederlage erlauben können, haben wir eine gute Saison
gespielt. Sollte es ein einstelliger Tabellenplatz werden, wäre es
eine super Saison.
Und wie beurteilen Sie die mittelfristige Perspektive des Vereins?
Schulz: Schwierige Frage. Das ist es, worüber ich mir Gedanken
mache. Die handelnden Personen hier tun alles, was in ihren
Möglichkeiten steht. Aber man kann nicht Jahr für Jahr eine gute
Rolle spielen mit mittelmäßigen Möglichkeiten. Es wird darauf
ankommen, ob auch mal andere Wege eröffnet werden. Man kann nicht
jede Saison von vorne anfangen, man muss versuchen, noch mehr
rauszukitzeln. Es ist einfach so, dass die Arbeit am meisten Spaß
macht, wenn der Blick nach oben geht. Ich versuche immer, nach vorne
zu pushen. Aber wenn man das nicht weiter entwickelt, fällt man
irgendwann runter. Herr Stieneke macht wirklich alles, aber ich habe
Zweifel, ob das auf Dauer gut geht.
27.12.2005
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Quelle: WAZ Herne
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Schulz verhandelt mit
Cloppenburg
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23.12.05 |
Nord-Oberligist buhlt um Westfalias
Trainer. Frank Schulz: "Entschieden ist noch gar nichts". Ex-Profi
fühlt sich nach eigenem Bekunden in Herne weiter sauwohl, zweifelt
aber an der langfristigen Perspektive
Diese Nachricht dürfte unter Herner Weihnachtsbäumen für
Diskussionsstoff sorgen: Frank Schulz, Trainer des SC Westfalia,
spielt ernsthaft mit dem Gedanken, den Fußball-Oberligisten zu
verlassen.
Aus dem Norden der Republik verlautete, Schulz habe sich über einen
Vermittler beim BV Cloppenburg, derzeit Tabellenfünfter in der
Oberliga Nord, als neuer Trainer ins Spiel gebracht. Ein erstes
Gespräch sei geführt worden, Schulz habe erklärt, Herne in der
Winterpause verlassen zu wollen. Zwar gebe es noch Gespräche mit
einem weiteren Kandidaten, doch Schulz habe einen sehr guten
Eindruck gemacht und gelte als Favorit für den Posten, den
Geschäftsstellenleiter Alexander Woloschin nach der Trennung vom
belgischen Trainer Tom Saintfiet ausgefüllt habe, und zwar befristet
bis zur Winterpause.
Frank Schulz bestätigte sein Interesse. "Ja, ich war in Cloppenburg
und habe ein erstes Gespräch geführt. Aber entschieden ist noch gar
nichts, es gibt auch kein konkretes Angebot. Und einen Vermittler
habe ich noch nie eingeschaltet." Im Übrigen habe er dem
Cloppenburger Vorstand Stillschweigen zugesichert. Zu einem weiteren
Gespräch, so der 44-Jährige weiter, habe man sich für den gestrigen
Freitagabend verabredet.
Für den Ex-Profi, der seine Spielerlaufbahn in Osnabrück, unweit von
Cloppenburg, beendet hatte, ist das ein ganz normaler Vorgang. "Es
gibt immer mal wieder Anfragen. Mich freut es, wenn ich irgendwo im
Gespräch bin. Das zeigt doch, dass meine Arbeit positiv gesehen
wird."
Schulz empfindet es als absolut legitim, sich die Vorstellungen
anderer Vereine anzuhören. Auch wenn er sich in Herne weiter
"sauwohl" fühle. "Aber mein Vertrag läuft zum Saisonende aus, und
ich habe schon im Vorjahr bemängelt, dass die Gespräche viel zu spät
aufgenommen wurden. So kurzfristig kann man nicht planen", vermisst
er eine längerfristige Perspektive.
Man darf gespannt sein, ob SCW-Boss Jürgen Stieneke diesen Ball
annimmt und als Doppelpass zurückspielt.
23.12.2005 Von Wolfgang Volmer
Jörg Goslar neuer Trainer beim BV
Cloppenburg
Punktgenau zum Weihnachtsfest
liegt das Präsent unterm Tannenbaum: Fußball-Oberligist BV
Cloppenburg ist auf der Suche nach einem neuen Trainer fündig
geworden. Jörg Goslar kommt vom Staffel-Konkurrenten Hannover 96 II
und unterzeichnete gestern einen bis zum Juli 2007 laufenden
Vertrag.
Die Verpflichtung des am 29. Dezember 42 Jahre alt werdenden Goslar
ging ausgesprochen kurzfristig, nämlich erst in den letzten Tagen,
über die Bühne. „Am Mittwoch hatte ich mit der sportlichen Leitung
von Hannover 96 ein Gespräch, in dem ich für mich keine Perspektive
mehr gesehen habe“, meint der zweifache Familienvater, der dann
telefonischen Kontakt mit Cloppenburgs Ex-Coach und
Geschäftsstellenleiter Alexander Woloschin aufnahm und sich am
Donnerstag in der Kreisstadt mit BVC-Klubchef Professor Dr. Joachim
Schrader traf.
„Jörg Goslar hat exzellente Kontakte speziell im Jugendbereich. Dass
wir einen solchen Mann, der von einem Bundesligisten kommt und mit
der Oberliga-Mannschaft bei nur zwei Punkten Rückstand auf
Spitzenreiter Wilhelmshaven Meister werden kann, für uns gewinnen,
ist ein Signal für Cloppenburg und für die Liga“, freut sich
Schrader auf die Zusammenarbeit mit dem bereits dritten Übungsleiter
nach Tom Saintfiet und Alexander Woloschin. Vor der ersten
Trainingseinheit des neuen Jahres am Montag, 2. Januar, soll Goslar
zunächst der Presse und dann den Spielern vorgestellt werden.
Mit der Verpflichtung von Jörg Goslar, der im fünften Jahr Hannover
96 II trainiert und davor erfolgreich beim Stadtrivalen SF
Ricklingen wirkte, war ein Mitbewerber aus dem Rennen, dessen
Engagement an der Friesoyther Straße fast schon beschlossene Sache
war: Frank Schulz, der ehemalige Bundesliga-Profi von VfL Bochum,
Eintracht Frankfurt und Borussia Mönchengladbach sowie aktuelle
Coach des Oberligisten Westfalia Herne, hatte in einem
Vorstellungsgespräch ebenfalls einen guten Eindruck hinterlassen.
Beide Parteien baten sich jedoch noch einige Tage Bedenkzeit aus.
Just in dieser Phase erreichte Cloppenburg dann die Bewerbung von
Jörg Goslar, der nun den Zuschlag erhielt.
Der künftige BVC-Coach kennt die Oberliga Nord bestens und freut
sich vor allem auf die Duelle mit seinem Ex-Klub Arminia Hannover.
„Denn eigentlich“, schmunzelt der langjährige 96-Trainer,
„eigentlich bin ich ja ein Blauer“.
Quelle : Münsterländische Tageszeitung vom 24.12.2005
Ein Flirt und seine Botschaft
KOMMENTAR:
Heute gefeiert, morgen
gefeuert - das ist das Schicksal des Fußballtrainers. Scheinbar
unabwendbar, wie unzählige Beispiele lehren. Denn Erfolg ist im
Sport nur ganz selten ein treuer Begleiter. Und Freiburg ist nicht
überall.
Dass viele Trainer dieser Passivrolle überdrüssig sind und den
stereotypen Ablauf durchbrechen wollen, ist so verständlich wie
verstörend. Ralf Rangnick hat es jüngst auf Schalke gewagt - und
jede Menge Ratlosigkeit hinterlassen. Ganz so außergewöhnlich ist
das Verhalten von Frank Schulz nicht. Er hört sich an, was andere
ihm anzubieten haben. Das ist nicht ehrenrührig. Ob die Initiative
dazu von ihm oder vom Verein ausging, spielt allenfalls eine
untergeordnete Rolle. Es ist so wie in jedem anderen Job: Mit einem
Arbeitsplatz im Rücken, den man zur Zufriedenheit aller ausfüllt,
verhandelt es sich besser als nach einem Rausschmiss.
Langzeitarbeitslose werden es bestätigen.
So wenig man den in Herne allseits beliebten Trainer jetzt verdammen
sollte, weil die Verhandlung in Cloppenburg durchsickerte, so viel
sagen seine Überlegungen über die Situation in Herne aus. Der SC
Westfalia hat mit dem Gespann Stieneke/Schulz an der Spitze eine
ganze Menge erreicht. Vielleicht sogar das Optimum. Wenn es mehr
werden soll - und nach oben richtet sich der Blick jedes Trainers -
müssen neue Impulse kommen. Von der heimischen Wirtschaft, von
potenziellen Sponsoren, von kompetenten Mitarbeitern. Geschieht das
nicht, bleibt Oberliga-Mittelmaß am Schloss das höchste der Gefühle.
Das ist die Botschaft, die von Schulz´ Flirt mit Cloppenburg
ausgeht.
23.12.2005 Von Wolfgang Volmer
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Quelle: WAZ Herne
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Degenhardt nach Herten,
Dannhausen zum DSC Wanne-Eickel
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21.12.05 |
Die freie Zeit, die
durch den erneuten Spielausfall am Samstag gegen Lippstadt zu Stande
gekommen ist, hat Westfalia Herne genutzt. Der SCW sicherte sich
endgültig die Dienste von Hagens Arben Tahiri sowie dem ehemaligen
SSVer Tony Yeboah. "Wir haben beide unter Vertrag genommen",
bestätigt Trainer Frank Schulz.
Beim Blick auf Tahiri gerät Schulz ins Schwärmen: "Arben macht nicht
nur sportlich, sondern auch menschlich einen tollen Eindruck. Ich
wollte ihn schon im Sommer haben und freue mich über sein
Engagement." Die Komplimente kann der Defensiv-Spieler nur zurück
geben: "Ich bin auf die neue Herausforderung heiß. Herne ist ein
toller Traditions-Verein. Ich habe ein super Gespräch mit den
Verantwortlichen und ganz besonders mit Herrn Schulz geführt. Es ist
alles sehr familiär und ich kann endlich wieder in Ruhe Fußball
spielen."
Zu Yeboah meint der ehemalige Bochumer Profi Schulz: "Tony kenne ich
schon seit meiner Zeit in Lünen. Er ist nicht der
Trainings-Weltmeister, ruft sein Potenzial nicht immer ab. Wenn ich
ihn aber unter Druck setze, kann er uns im Spiel auf jeden Fall
weiter helfen."
Durch die beiden Aufrüstungen haben die wechselwilligen Christoph
Dannhausen und André Degenhardt natürlich bessere Karten, die
Westfalia zu verlassen. "Christoph wird zum DSC Wanne-Eickel gehen,
es ist eigentlich alles geklärt", gibt Schulz seinem Schützling
grünes Licht. Auch für den Youngster Degenhardt hat Schulz klare
Vorstellungen. "Die SG Herten will ihn haben, es wäre doch toll,
wenn er dort Spielpraxis sammeln würde." Keine Bestätigung gibt der
Coach im Fall von Yakub Köse, der sich am heutigen Sonntag in die
Türkei zu einem Probe-Training bei einem Zweitligisten verabschieden
soll.
Die Match-Absage kann Schulz indes verstehen: "Der Platz steht unter
Wasser, es wäre Quatsch gewesen, zu spielen. Aber dadurch haben wir
einen Nachteil, denn der SVL wird sich in der Pause mit Sicherheit
ordentlich verstärken." Aber auch den "Schloss Herren" dürfte der
Ausfall gelegen kommen sein, denn mit Torwart Olli Bautz, Manndecker
Christian Kaup (beide Leistenoperation), Thomas Wienroth
(Schultereckgelenk-Sprengung), Michael Erzen (Knie) und Norman
Seidel (Sprunggelenk) hätten gleich fünf Stammkräfte gefehlt. Die
Absage tat der Stimmung auf der gestrigen Weihnachtsfeier keinen
Abbruch. Der SCW zauberte bis in die frühen Morgenstunden in der
Herner Eishalle und ließ das erfolgreiche Sportjahr 2005 Revue
passieren.
tr
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Quelle:
www.reviersport.de
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Westfalia sagt Spiel ab
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17.12.05 |
Vor drei Wochen waren es
die Schneeberge, jetzt sind es die Wassermassen, vor denen König
Fußball kapitulieren muss. Zumindest teilweise. Der Rasen am Schloss
stand gestern nachmittag fast zur Hälfte unter Wasser, so dass sich
der SC Westfalia zur erneuten Absage des Oberligaspiels gegen den SV
Lippstadt genötigt sah.
Die Stadt verzichtete bislang auf eine Platzsperre. Doch wenn sich
die Wetterprognose bestätigt, werden am Sonntag auch andere Anlagen
"Land unter" melden.
Auch wenn er das Aufstiegsjahr gern mit einem weiteren Erfolg
beendet hätte, kommt Frank Schulz die neuerliche Absage nicht
wirklich ungelegen. "Es sind doch einige Blessuren auszukurieren",
verweist der Herner Trainer auf die Verletztenliste. So hat sich
nach Torwart Olli Bautz auch Manndecker Kiki Kaup einer
Leistenoperation unterzogen. Wegen einer Schultereckgelenkssprengung
muss Thomas Wienroth noch einige Zeit pausieren. Mit Michael Erzen
(Knie) und Norman Seidel (Sprunggelenk) sind zwei weitere
Leistungsträger angeschlagen. "Da ist es schon ganz gut, dass sie
bei diesem tiefen Boden nicht spielen müssen", denkt Schulz auch an
die Gesundheit seiner Schützlinge.
So werden sich die Spieler heute erst zur Weihnachtsfeier in der
Eishalle treffen. Für zwei heißt es dann wohl Abschied nehmen. Neben
Christoph Dannhausen, den es zum DSC Wanne-Eickel zieht, steht auch
Eigengewächs Andre? Degenhardt vor dem Absprung. "Er möchte sich zur
SG Langenbochum ausleihen lassen, um dort Spielpraxis zu sammeln",
hat Schulz Verständnis für den jungen Angreifer, dem er künftig noch
eine Menge zutraut. "Deshalb ist es ja gut, dass Andre? später
wieder zurück will."
Zwar sind beide Abgänge noch nicht perfekt, doch der SCW ist bereits
dabei, die Lücken zu füllen. Fündig wurden die Herner beim
letztjährigen Aufstiegsrivalen SSV Hagen, der vollends
auseinanderzufallen droht. Auf Arben Tahiri, der im defensiven
Mittelfeld, aber auch auf der linken Seite und in der Abwehr
einsetzbar ist, hält Schulz große Stücke: "Er passt super zu uns",
ist der Coach überzeugt. Gestern Abend kam der frühere Oestricher
nach Herne, um im Gespräch mit Jürgen Stieneke letzte Details zu
regeln. Zweiter Neuer im Kader dürfte Anthony Yeboah werden, der
seit Wochen beim SCW mittrainiert. Ihn kennt Schulz aus gemeinsamen
Lüner Zeiten.
16.12.2005 Von Wolfgang Volmer
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Quelle: WAZ Herne
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Schulz-Elf beweist Nehmerqualitäten
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12.12.05 |
Hut ab, SC Westfalia.
Diese Mannschaft hat Nehmerqualitäten. Unbeeindruckt steckte die
Schulz-Elf die Prügel von Dortmund weg und rappelte sich nur eine
Woche später zu einer glänzenden Leistung auf, die mit dem 1:1 (0:0)
in Erkenschwick aber nur unzureichend honoriert wurde.
"Ganz klar, Herne war heute besser und hätte einen Sieg verdient
gehabt", gab auch Spvgg-Trainer Ingo Anderbrügge unumwunden zu. Sein
Gegenüber hatte allen Grund, den zahllos vergebenen Chancen
hinterherzutrauern. "Vor dem Spiel wäre ich mit einem Punkt
zufrieden gewesen. Jetzt kann ich es nicht mehr sein", fasste Frank
Schulz die 90 Minuten im Stimbergstadion zusammen. Hören konnte die
Trainer kaum einer. Sie wurden übertönt von einer Erkenschwicker
Fangruppe, die meinte, ihre Wut über die jüngste Entwicklung am
Stimberg während der Pressekonferenz lauthals hinausschreien zu
müssen. Doch das sind Erkenschwicker Probleme.
Die Gäste aus Herne konnten sich dagegen auch gestern der vollen
Rückendeckung ihrer Fans sicher sein. Und sie bedankten sich mit
einer ungemein engagierten Partie. Von Beginn an wirkte Westfalia
schneller, entschlossener, zielstrebiger, und schon nach 16 Minuten
hätte sie mit 2:0 führen können. Doch Hasan Sürgits Direktabnahme
aus acht Metern nach einer Ecke von Andre? Dohm landete direkt in
den Armen von Tobias Ritz, und auch als Michael Erzen nach
El-Nounous Gassenpass frei aufs Tor zulief, behielt der Spvgg-Keeper
die Oberhand. "Anderthalb Wochen haben wir das eins gegen eins
geübt", schüttelte Frank Schulz den lichten Schopf. "Und was hab´
ich gepredigt? Ausspielen, ausspielen, ausspielen."
Erzen hätte die Partie gestern allein entscheiden können, doch
irgendwie bekam er die Kugel nicht rein. "Wir haben die Herner
Stürmer und auch die Nummer elf (gemeint war Edin Terzic) nie in den
Griff gekriegt", gab auch Anderbrügge zu. Er hätte diese Liste
locker erweitern können. Zumindest um Sven Barton. Der leistete
nicht nur defensiv gute Arbeit, sondern ließ mit unwiderstehlichen
Sprints mehrfach auch die halbe Erkenschwicker Elf aussteigen.
Aber auch das verpuffte. Und so ging es nach einer noch halbwegs
ausgeglichenen ersten Hälfte ohne Tore in die Kabine. Kaum wieder
auf dem Platz, klingelte es. Und zwar im Herner Kasten. Niemand
griff Grallert an, dessen Hereingabe lenkte Woidtke mit etwas Dussel
über die Linie. Ganze 35 Sekunden waren im zweiten Abschnitt
gespielt.
Der Schock saß, aber nur zehn Minuten. Dann rappelte sich der SCW
auf und drängte auf den Ausgleich. Zur Hilfe kam ihm Thomas Magga,
der Sürgits Kopfball per Hand abwehrte. Den Elfmeter verwandelte
Sami El-Nounou eiskalt. Drei Minuten später hätte er erneut zum
Punkt schreiten können, wenn Schiedsrichter Moritz nach Maggas
klarem Foul an Erzen Mumm besessen hätte. Doch Moritz´ Pfeife blieb
stumm. Dafür schrillte sie in der 74. Minute, als Erzen frei vor
Ritz auftauchte und endlich einlochte. Hier auf Abseits zu
entscheiden, obwohl Erzen mit Ball am Fuß hinter dem Rücken des
Abwehrspielers nach innen kreuzte, war schon ein starkes Stück.
Es wäre der Erwähnung nicht wert gewesen, hätte der SCW aus seinem
Powerplay in der Schlussviertelstunde noch Kapital schlagen können.
Aber irgendwie wollte die Kugel nicht mehr rein. Schade.
Tore: 1:0 (46.)
Woidtke, 1:1 (65.) El-Nounou (11m, Hand Magga).
Spvgg: Ritz - Magga, Falkowski, Kasperidus - Grallert, Damnitz (69.
Knößl), Fischer-Riepe, Woidtke, Yavuzaslan - Bendig, Wood (82.
Lenz).
SCW: Bautz - Neumann - Seidel (84. Kaup), Celik - Terzic, Barton,
Dohm (62. Köse), Sürgit, Makarchuk - El-Nounou, Erzen.
SR: Sebastian Moritz (Bielefeld).
Zuschauer: 1200.
Gelb/Rot: Yavuzaslan (84.).
11.12.2005 Von Wolfgang Volmer
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Quelle: WAZ Herne
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Ruhrpottknaller der Kultklubs
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10.12.05 |
Erkenschwick gegen
Herne. Mehr als diese drei Worte braucht es nicht, um die Fans zu
elektrisieren. Es ist der Ruhrpott-Knaller im Amateurfußball.
Dortmund gegen Schalke für Arme, sozusagen.
Dass man am Stimberg dennoch seit fast zwei Wochen heftigst die
Werbetrommel für die werweißwievielte Auflage dieses Evergreens
schlägt, verdeutlicht die Probleme beider Traditionsklubs. Obwohl
sie Kultstatus in der Szene genießen, müssen sie um jeden einzelnen
Zuschauer werben, finanzieren sie sich doch zu einem weit größeren
Teil über Zuschauereinahmen als die meisten Ligakonkurrenten. Und
bewegen sich damit auch viel näher an der Basis.
Schon deshalb freut sich Frank Schulz auf die morgige Partie (14.15
Uhr) im Stimbergstadion. "Es waren immer interessante Spiele.
Spiele, die auf Messers Schneide stehen, auch in der Verbandsliga",
blickt der SCW-Coach zurück.
Besonders gern erinnert er sich an das letzte Aufeinandertreffen. Im
Auftaktspiel dieser Saison fertigte Aufsteiger SC Westfalia die als
Titelanwärter gehandelte Spielvereinigung mit 3:0 ab - und leitete
damit eine höchst durchwachsene Erkenschwicker Phase ein, die
letztlich zur Trennung von Trainer Pannebecker führte.
Doch das ist Schnee von vorgestern. Inzwischen hat am Stimberg Ingo
Anderbrügge das Sagen. In Datteln geboren und in Oer-Erkenschwick
seit langem sesshaft, hat der frühere Schalker "Eurofighter" vor
wenigen Wochen seinen ersten Trainerjob im Seniorenbereich
übernommen. Mit Erfolg, wie man hört. Ohne den ganz großen Glanz zu
versprühen, hat sich die Spielvereinigung stabilisiert, rangiert auf
dem Weg in die höheren Tabellengefilde nur vier Punkte hinter Herne
auf Platz neun.
Zwar fehlen den Gastgebern mit Setzke, Cetera und Kapica drei
Offensivkräfte, dennoch sieht Schulz hier die größte Stärke des
Gegners. "Für Oberligaverhältnisse ist da eine Menge Potenzial",
meint der Herner Coach, ohne in Schreckensstarre zu verfallen. "Wir
haben zwar einige Angeschlagene und müssen auf Wienroth und
Hallerbach verzichten, aber wir werden gegenhalten", sagt er dem
Erzivalen den Kampf an.
09.12.2005 Von Wolfgang Volmer
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Quelle: WAZ Herne
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Vorgeführt wie die Tanzbären
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05.12.05 |
Als selbstbewusster
Außenseiter wollten sie im Stadion Rote Erde antreten, wie begossene
Pudel schlichen sie nach 90 Minuten vom Platz: Hernes
Oberligafußballern wurden gestern von der Borussen-Reserve
schonungslos die Grenzen aufgezeigt. "Die Dortmunder Übermacht war
für uns zu stark. Das war eine Klasse, gegen die wir mit unserem
Kader nicht gegenhalten können", hakte Frank Schulz die einseitige
Partie schnell ab.
Seine Spieler mussten sich zeitweise wie Tanzbären vorkommen, die
von den leichtfüßigen, technisch perfekten Borussen auf dem
glitschigen und zugleich tiefen Boden regelrecht vorgeführt wurden.
Vor allem das Mittelfeldspiel, das der überragende Caliskan, Saka
und Gambino aufzogen, war eine Augenweide. "Das war eine unserer
stärksten Leistungen in dieser Saison. Wir waren sehr aggressiv und
haben den Ball schön und geradlinig laufen lassen", war auch Theo
Schneider sehr angetan von seinen Talenten. Einzig die nachlassende
Konzentration in der Schlussphase und das nicht gerade optimale
Verwerten der Torchancen hatte der Borussen-Coach zu bemängeln. Mit
Recht. Denn mit fünf Gegentoren waren die Herner noch gut bedient.
Dabei begannen sie ausgesprochen forsch. Doch drei, vier ordentliche
Offensivaktionen in den Anfangsminuten entpuppten sich schnell als
Strohfeuer, ausgetreten durch eigene Unzulänglichkeiten. Ein
Abspielfehler in der eigenen Hälfte führte zum 1:0 durch Salvatore
Gambino, der Heitmeiers Schuss noch eine andere Richtung gab (9.).
Und nur sechs Minuten später hieß es bereits 2:0. Erneut hatte
Heitmeier auf der rechten Seite Platz ohne Ende, und Steegmann
wuchtete seine Maßflanke unhaltbar für Bautz in die Maschen. Der SCW
konnte das Thema Dortmund bereits getrost abhaken.
Tat er auch. Von Aufbäumen war in der Folge nämlich nichts zu
spüren. Die meisten Herner begnügten sich mit Statistenrollen, kamen
stets einen Schritt zu spät und konnten dem Dortmunder
Kombinationsfluss nur staunend zusehen. Nur Sven Barton war seinem
Gegenspieler mindestens ebenbürtig, und auch die beiden Stürmer
arbeiteten unverdrossen weiter, obgleich ihnen jede Unterstützung
fehlte.
So war es nur eine Frage der Zeit, bis weitere Tore fielen. Es
dauerte bis zur 42. Minute. Da vernaschte Pollok seinen Bewacher
Norman Seidel und ließ auch Bautz keine Chance. Dass Barton Sekunden
zuvor elfmeterreif gefoult wurde, ließ sogar Frank Schulz kalt.
"Gewonnen hätten wir hier sowieso nicht", wollte der Herner Coach
nicht nachkarten.
Auch nach der Pause änderte sich wenig. Die Borussen konnten weiter
nahezu ungestört kombinieren und erzielten durch Gambino noch zwei
Tore, gestatteten dem unermüdlich rackernden Sami El-Nounou aber
zumindest das Ehrentor. Was die kreativen SCW-Fans gleich wieder zu
spöttischen Liedern animierte. "Ihr werdet nie 100 Jahre..."
04.12.2005 Von Wolfgang Volmer
Tore: 1:0 (8.)
Gambino, 2:0 (15.) Steegmann, 3:0 (42.) Pollok, 4:0 (56.) Gambino,
4:1 (73.) El-Nounou, 5:1 (85.) Gambino.
SR: Hagen (Oer-Erkenschwick).
Zuschauer: 616.
BVB: Pirson - Heitmeier, Hünemeier, Parensen, Kohlmann - Neumeister
- Saka, Caliskan (81. Rammel), Gambino - Steegmann (75. Seggewiß),
Pollok (63. Solga).
SCW: Bautz - Neumann - Seidel, Kaup - Barton, Sürgit, Makarchuk (68.
Kohl), Hallerbach (21. Terzic), Degenhard (77. Beganovic) -
El-Nounou, Erzen.
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Quelle: WAZ Herne
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Frank Schulz´ liebste Rolle
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02.12.05 |
Die Ansage war klar.
"Wir wollen aus den beiden letzten Spielen der Hinrunde drei Punkte
holen, dann war es ein rundum gelungenes Jahr", hatte Westfalia
Hernes Trainer Frank Schulz vor Wochenfrist formuliert. Daran hat
sich auch durch den Ausfall des Lippstadt-Spiels nichts geändert.
Geändert hat sich nur die Reihenfolge. Nun ist es eben nicht das
Schloss Strünkede, sondern das ebenso ehrwürdige Dortmunder Stadion
Rote Erde, wo der Oberliga-Aufsteiger seinen ersten Matchball
verwandeln kann. Ein schwieriges, aber kein unmögliches Unterfangen,
wie Schulz meint. "Dass Borussia Dortmund eine Riesenhürde ist,
darüber müssen wir nicht reden. Wir fahren da mit großem Respekt
hin. Aber auch sehr selbstbewusst. Wir haben schon einige
Überraschungen geschafft. Warum soll uns das nicht in Dortmund
gelingen?"
Eine berechtigte Frage, zumal seine Herner Truppe beim
Tabellenzweiten locker aufspielen kann. "In der Bundesliga freuen
sich auch alle auf Bayern München", übernimmt Schulz gern die
Außenseiterrolle. "Wir haben überhaupt nichts zu verlieren."
Aber viel zu gewinnen. Dafür hat die Mannschaft in den letzten Tagen
hart gearbeitet. "Wir konnten auf unserem Kunstrasen ziemlich viel
machen. Die Jungs haben prima mitgezogen, gerade die, die meist auf
der Bank sitzen", lobt Schulz.
Und heizt damit den internen Konkurrenzkampf an. Mit Bedacht, wie
man annehmen darf. Denn die Konkurrenz im Nacken macht jedem
Fußballer Beine. Genau darauf setzt der SCW-Coach, wenn er von jedem
Spieler 100 Prozent fordert. "Wenn wir das schaffen, müssen die
Borussen schon etwas zeigen", sieht Schulz seine Elf nicht
chancenlos.
Dabei ist ihm schnuppe, ob sein Kollege Theo Schneider auf Spieler
aus dem Bundesligakader zurückgreifen kann. "Das Dortmunder
Potenzial ist so groß, da ist es wurscht, wer da spielt", macht sich
Schulz keine Gedanken über Namen. Auf einen aber freut er sich. "Den
David Solga habe ich damals von Brambauer nach Lünen geholt. Das ist
ein Riesenfußballer, der ohne seinen Kreuzbandriss sicher auch schon
ein paar Bundesligaspiele gemacht hätte."
Gute Fußballer aber hat der SCW ebenfalls im Kader. Unter der Woche
mussten einige vergrippte Spieler kürzer treten, aber bislang steht
nur der verletzte Wienroth als Ausfall fest. Somit kann Schulz seine
Stammformation mit den bekannten Variablen (linke Seite,
Mittelfeldzentrale, zweiter Manndecker) aufbieten.
02.12.2005 Von Wolfgang Volmer
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Quelle: WAZ Herne
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Respekt vor dem Schlusslicht
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26.11.05 |
Klare Sache: Das Jahr
2005 wird als ein besonders schönes und erfolgreiches in die lange
Vereinsgeschichte von Westfalia Herne eingehen. Das Aufstiegsjahr
mit einem Sieg im letzten Heimspiel zu krönen, ist das Ziel von
Trainer Frank Schulz und seiner Truppe, die morgen um 14.15 Uhr den
SV Lippstadt 08 empfängt.
Ein undankbarer Gegner, wie Schulz meint. "Es ist schwierig, nach
einem sehr guten Spiel wie gegen Gütersloh zur Tagesordnung
überzugehen, erst recht, wenn man aufgrund der Tabelle als Favorit
ins Spiel geht", betrachtet der SCW-Coach die Partie gegen das
Schlusslicht nicht als Selbstläufer: "Lippstadt steht zwar ganz
unten drin, hat sich aber nicht aufgegeben." Im Gegenteil, meint
Schulz: "Die letzten Nachrichten aus Lippstadt zeigen, dass es da
einen Aufschwung gibt. Beim Test gegen Paderborn soll der SVL ebenso
wie zuletzt gegen Schalke gut gespielt haben."
Dass in der Start-Elf von SV-Trainer Hundertmark kaum bekannte Namen
stehen, kann Schulz nicht blenden. "Es ist eine junge Mannschaft,
die sich entwickelt. Immerhin können es sich die Lippstädter
leisten, einen Mann wie Torjäger Ulf Raschke meistens auf der Bank
zu lassen."
Größere Probleme als im Angriff hat der Gast ohnehin in der Abwehr,
mit 35 Gegentoren bislang das Scheunentor der Liga.
Gut möglich, dass der SVL deshalb morgen mit Mann und Maus
verteidigt. Doch mit El-Nounou, Erzen und Makarchuk hat der SCW ein
Angriffstrio, das jede Oberligaabwehr knacken kann. Weniger gut
sieht es in der Abwehr aus. Hallerbach muss mit Kreislaufproblemen
noch eine Woche pausieren, und Thomas Wienroth zog sich bei einem
Trainingssturz eine schwere Schulteroperation zu und fällt bis zur
Rückrunde aus.
25.11.2005 Von Wolfgang Volmer
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Quelle: WAZ Herne
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Ein Traum mit acht Toren
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21.11.05 |
Mykola Makarchuk schießt
Westfalia in den Fußballhimmel. Nach 5:3 über den FC Gütersloh geht
es jetzt zum VfL Bochum. Gäste gleichen dreimal aus. Sami El-Nounou
findet zur Glanzform zurück.
Was für ein geiles Spiel! Noch eine Stunde nach Abpfiff standen
Dutzende SCW-Fans zusammen und ließen den Spielfilm dieses
denkwürdigen Pokalfights immer und immer wieder ablaufen. 90 Minuten
zwischen Himmel und Hölle, die dank zweier später Kunstschüsse von
Mykola Makarchuk in einen einzigen Jubelsturm mündeten. Westfalia
hatte sich eindrucksvoll für die 2:6 Schlappe in Gütersloh
revanchiert - und darf so langsam von der Teilnahme an der
DFB-Hauptpokalrunde träumen. Als vorletzte Hürde wartet des
Viertelfinalspiel beim Ligarivalen VfL Bochum II (Termin steht noch
nicht fest).Im Halbfinale hätte der SCW dann wieder Heimrecht und
träfe auf den Sieger der Partie FC Bad Oeynhausen - SF Oestrich.
Der Knaller vom Samstag aber dürfte kaum noch zu toppen sein. Das
war Fußball, so wie ihn die Fans mögen. Temporeich und rasant,
spannend und kampfbetont - anderthalb Stunden mit höchstem
Unterhaltungswert. Für die Trainer aber war es eine nervliche
Tortur. Zu oft ließen kapitale Abwehrböcke den Blutdruck gefährlich
anschwellen. Das war kein Tag für Herzkranke.
Gleich mit dem Anstoß gab Sven Barton die die Richtung vor. Mit dem
Ball am Fuß sprintete er über 40 Meter und zog ab - nach gut zehn
Sekunden hatte FCG-Keeper Grüger erstmals Ballkontakt. Fünf Minuten
später musste er schon hinter sich greifen. Der ständig
attackierende Michael Erzen jagte Heinrich den Ball ab und legte auf
Sami El-Nounou. Dessen halbherziger Abschluss wurde von der Linie
geschlagen, im Nachsetzen aber versenkte Erzen die Kugel im langen
Eck. Gütersloh reagierte prompt, griff wütend an. Brandy ging auf
der linken Seite durch, doch sein Rückpass war zu unpräzise (7.).
Sekunden später strich Miletics 28m-Hammer knapp über den Kasten.
Noch bevor sich die von Frank Schulz auf zwei Positionen umgebaute
SCW-Abwehr richtig sortiert hatte, hieß es 1:1. Brandy flankte in
den Starfraum, ein Herner verließ sich auf den anderen, und mit der
Hacke zauberte der aufgerückte Eckel die Kugel über die Linie.
Besonders Christoph Dannhausen sah in dieser Szene schlecht aus. Ihm
war die fehlende Spielpraxis auch in der Folge anzumerken, so dass
Schulz ihn schon zur Halbzeitpause aus dem Spiel nahm.
Bis dahin hatte Erzen mit einem Kopfball (17.) und der bärenstarke
Sami El-Nounou mit einem Schlenzer (20.) weitere Chancen, während
die Gäste aus ihrer spielerischen Überlegenheit kein Kapital
schlagen konnten. Marcus Fischer, im Ligaspiel dreifacher
Torschütze, war bei Normen Seidel abgemeldet, und Kopfballmonster
Antwerpen biss bei Ümit Celik auf Granit.
Seinen großen Auftritt hatte der junge Manndecker nach der Pause.
Mit einem 40m-Diagonalpass bereitete Celik das 2:1 vor, bei dem
El-Nounou Torwart Grüger auf dem falschen Bein erwischte.
Doch auch diesmal fiel in den Herner Jubel hinein der Ausgleich
durch den überragenden Nadj. Damit waren die Weichen für eine
packende Schlussphase gestellt. Nach El-Nounous 3:2 machte Gütersloh
enormen Druck. Olli Bautz hielt, was zu halten war, doch nach
Antwerpens Abstauber musste auch er zum dritten Mal das Leder aus
dem Netz klauben.
Die Verlängerung bahnte sich an, mancher Herzschrittmacher drohte
den Geist aufzugeben. Bis Makarchuk zuschlug. Nach toller Vorarbeit
von Sven Barton und El-Nounou traf er mit dem rechten Außenspann zum
4:3, fast mit dem Schlusspfiff legte er mit einem linken Hammer aus
unmöglichen Winkel noch eins nach. Und versetzte Herne in einen
Siegesrausch.
Zuschauer: 913.
Herne: Bautz - Neumann,
Seidel, Celik - Hallerbach (46. Degenhardt), Dannhausen (46.
Wienroth), Barton, Sürgit - Makarchuk - El Nounou, Erzen
Gütersloh: Grüger - Eckel, Heinrich, Sahin - Brandy (76. Kaba),
Behrens, Flock, Miletic, Nadj - Fischer, Antwerpen
Schiedsrichter: Steenebrügge (Bochum)
Tore:
1:0 Erzen (6.),
1:1 Eckel (16.),
2:1 El Nounou (48.),
2:2 Nadj (52.),
3:2 El Nounou (60.),
3:3 Antwerpen (81.),
4:3 Makarchuk (89.),
5:3 Makarchuk (90.)
20.11.2005 Von Wolfgang
Volmer
Trainerstimmen:
Frank Schulz (SCW): "Wir haben aus der Niederlage gelernt, die wir
vor drei Wochen einstecken mussten. Meine Mannschaft hat alles
gegeben, dieses Spiel zu gewinnen, da war viel Leidenschaft drin.
Wer Herne abschreibt, der hat schon verloren."
Dr. Jörg Weber (FCG): "Es war ein rassiges Pokalspiel. Die
Niederlage ist bitter für uns, weil wir dreimal einen Rückstand
aufgeholt haben und nicht die schlechtere Mannschaft waren."
Angestossen: Hoffnung auf
weiteren Festtag
Die Feiertage stehen vor der Tür, für viele Herner Fußballfans aber
liegt der schönste Festtag schon 48 Stunden zurück. Der triumphale
Pokalsieg des SC Westfalia sorgte rund ums Schloss Strünkede für
beste Partylaune. Alles stimmte am Samstag, fast alles. Die Herner
Mannschaft spielte und kämpfte mit der selben Leidenschaft, mit der
zuvor Didi Schmey seine
Westfalia-Hymne intonierte, die tanzenden Mädels ihre Hüften kreisen
ließen und die Rapper ihre Verse in die Mikros schmetterten. Viel
Aufwand wurde betrieben, um rund um den Fußball noch mehr
Unterhaltung zu bieten.
Schade nur, dass sich nicht einmal 1000 Zuschauer im Stadionrund
verloren. Dieser Tag hatte deutlich mehr verdient. Aber noch ist ja
nicht aller Tage Abend. Beim VfL Bochum II hat der SCW vor wenigen
Wochen schon einmal gewonnen. Gelingt das erneut, wartet auf die
Herner Fans ein weiterer Festtag.
21.11.2005, von Wolfgang Vollmer
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Quelle: WAZ Herne
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SCW dürstet nach Revanche
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19.11.05 |
Drei Siege noch, dann
ein bisschen Losglück, und Westfalia Herne ist finanziell fürs erste
saniert. In diese Richtung gehen die Träume mancher Fans, die schon
vor dem heutigen Spiel der dritten Runde im Verbandspokal an ein
Fußballfest vor 30 000 Zuschauern gegen Bayern, Schalke oder den BVB
denken.
Doch gemach. So sehr dem Traditionsklub, den Machern wie den treuen
Fans, ein solcher Coup zu gönnen wäre - Fußball ist kein
Wunschkonzert. Frank Schulz weiß das. Hernes Trainer stand noch nie
im Verdacht, ein Traumtänzer zu sein. Für ihn zählt nur die heutige
Partie, und die ist schwer genug. Denn mit dem Oberligarivalen FC
Gütersloh 2000 taucht um 14 Uhr ausgerechnet die Mannschaft am
Schloss Strünkede auf, gegen die der SCW vor drei Wochen die höchste
Niederlage der Schulz-Ära bezog. Mit 2:6 gingen die Herner
bekanntlich im Heidewald unter. Es gibt also einiges gutzumachen.
"Natürlich wollen wir uns diesmal besser präsentieren und versuchen,
eine Runde weiter zu kommen", formuliert Frank Schulz eine
Selbstverständlichkeit. Und gibt sich optimistisch: "Wir haben gut
trainiert und keine Verletzten. Nur Andre? Dohm fehlt aus
beruflichen Gründen." Ein Verlust, der durchaus zu kompensieren ist.
Zwar stand Dohm zuletzt in Emsdetten in der Startformation, doch für
seine Position im zentralen Mittelfeld gibt es im Herner Kader
genügend Alternativen.
Ohnehin macht die Offensive dem Herner Trainer weniger
Kopfschmerzen. Michael Erzen und Sami El-Nounou waren zuletzt zwar
nicht in allerbester Form, sind im Angriff aber weiterhin gesetzt
und immer für das eine oder andere Tor gut. Und mit Mykola Makarchuk,
der in Emsdetten eine Halbzeit lang groß aufspielte, agiert dahinter
ein ideen- und trickreicher Spieler, der ebenfalls Torgefahr
ausstrahlt.
Sein Hauptaugenmerk muss Schulz diesmal auf das Deckungsverhalten
richten. "Es darf nicht passieren, dass wir noch einmal so
vorgeführt werden wie in Gütersloh in der letzten halben Stunde",
hämmert Schulz seinen Jungs ein. Und nimmt dabei die ganze
Mannschaft in die Pflicht. "Wir dürfen das Spielfeld nicht 70,
sondern maximal 40 Meter groß machen", mahnt er einen kompakten
Auftritt an. "Nur so kann man richtig draufgehen und den Gegner zu
Fehlern zwingen."
Namen sind dabei weniger wichtig als das Konzept. "Es ist gut
möglich, dass es die eine oder andere Überraschung bei der
Aufstellung geben wird´, hält Schulz seine Karten bedeckt. "Ich
werde mir genau überlegen, wer zu wem passt." Seinen anhänglichsten
Spieler, Norman Seidel, wird er vermutlich auf Marcus Fischer
ansetzen, der beim 6:2 drei Tore erzielte.
18.11.2005 Von Wolfgang Volmer
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Quelle: WAZ Herne
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Revanche gegen Gütersloh
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17.11.05 |
Es steht wieder ein
Fußballfest auf Herner Boden vor der Tür. Am Samstag kommt es im
Achtelfinale des DFB-Verbandspokals zum Oberliga-Duell zwischen dem
SC Westfalia Herne und dem FC Gütersloh 2000 (14 Uhr, Schloss
Strünkede). Für die heimischen Kicker wäre es gut, wenn die Regel
"Der Pokal hat seinen eigenen Gesetze" dabei zur Geltung kommen
würde. Vor drei Wochen kassierte der Aufsteiger im Heidewaldstadion
nämlich eine deftige 2:6-Klatsche. Auch deshalb überlässt SCW-Coach
Frank Schulz den Gästen freimütig die Favoritenrolle. "Gütersloh hat
eine tolle Mannschaft und ein tolles Umfeld. Ich hoffe, dass das 2:6
bei meinen Spielern nicht mehr in den Köpfen steckt. Der Favorit
sind wir jedenfalls nicht", so Schulz.
Trotz eines kleinen Hängers in der Meisterschaft, den der Coach
aufgrund der bescheidenen Mittel und des dementsprechend dünnen
Kaders auch auf den kraftraubenden Fußball seiner Mannschaft
zurückführt, wollen sich Herner natürlich revanchieren. "Wir wollen
wieder alles abrufen, um besser auszusehen als beim letzten Mal. Das
Pokal-Achtelfinale ist eine tolle Sache. Wir wollen unsere Chance
natürlich nutzen", geht der SCW-Coach motiviert an die Sache heran.
In der letzten Runde hat der SCW in Wattenscheid auf jeden Fall
seine grimmigste Pokalmaske aufgesetzt und den Topfavoriten aus der
Regionalliga in der Verlängerung mit 2:1 ausgeschaltet.
Für die Revanche gegen Gütersloh haben die Strünkeder auch personell
wieder alle Alternativen. Dazu zählt vor allem der in Gütersloh noch
gesperrte Verteidiger Norman Seidel. Er könnte sich zum Beispiel um
FC-Angreifer Marcus Fischer kümmern, der drei Treffer zum 6:2-Erfolg
beigesteuert hatte. "Wir dürfen uns aber nicht nur auf Fischer
konzentrieren. Gütersloh hat mit Brandy und Antwerpen noch mehr
Hochkaräter in der Offensive", erklärte Schulz.
Dass sich seine Mannschaft am Samstag von einer ganz anderen Seite
präsentieren muss, ist dem Coach völlig bewusst. "Wir stehen mit 23
Zählern punktgleich in der Tabelle. Ich wollte hier in Herne etwas
verändern. Dieser Zwischenstand macht deutlich, was wir schon
erreicht haben", blickt Schulz stolz auf die Arbeit der letzten zwei
Jahre zurück. Dazu gehört auch, dass sich das Umfeld positiv
entwickelt hat. "Es gibt viel mehr Leute, die im Hintergrund sehr
gute Arbeit leisten", lobte der Coach die Hintermänner.
Für das Pokal-Highlight haben die Verantwortlichen einige besondere
Leckerbissen für die Fans vorbereitet. Bereits ab 12.30 Uhr geht am
Schloss musikalisch die Post ab. Mit von der Partie ist dann
Schlagersänger Sandro de Ville, der unter anderem seine neue
Ruhrgebietshymne "1000 Feuer" präsentieren wird. Garantiert gut wird
auch die Unplugged-Session der Rock-Ladies "Why Amnesia". Im Gepäck
hat das Trio sein brandneues Album "Something to Rememember". Wenn
das nicht mal ein passendes Motto für dieses Pokalspiel ist.
Schmissige Cover-Beats bringen "Los Gerlachos" und "P-Moll" mit.
Einlass ist übrigens schon ab 12 Uhr. Dauerkarten sind im Pokal
allerdings nicht gültig. Nur Kinder bis 14 Jahre haben freien
Eintritt. jes
16.11.2005
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Quelle: WAZ Herne
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Rassiges Spiel bleibt ohne
Sieger
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14.11.05 |
Westfalias
Oberligafußballer mussten die weite Heimreise aus dem Münsterland
nicht mit leeren Händen antreten. Nach einer rassigen, temporeichen
Partie entführten sie einen Punkt aus dem Salvus-Stadion. Auch wenn
der letzte Sieg nun schon vier Wochen zurückliegt und mancher
besorgte Fan die Ausbeute von acht Punkten aus den letzten acht
Spielen als zu mager ansieht: Die Schulz-Elf konnte Emsdetten
zufrieden verlassen. Sie hatte sich wieder einmal prächtig verkauft
und da angeknüpft, wo sie in der zweiten Hälfte gegen Lotte
aufhörte. Die Mannschaft machte einen stabilen, kompakten Eindruck,
das 2:6 in Gütersloh scheint wirklich nur ein Ausrutscher gewesen zu
sein.
Die gestrige Partie erinnerte über weite Strecken an das Spiel in
Bochum, wo die Herner Mitte Oktober ihren letzten Sieg feierten. Wie
damals brachte Sami El-Nounou sein Team früh in Führung (11.),
diesmal nach toller Vorarbeit von Mykola Makarchuk und Sven Barton.
Aber erneut schaffte es der SCW nicht, einen seiner Konter zum
zweiten Tor zu nutzen. Doch anders als in Bochum leistete sich die
ansonsten sehr sattelfeste Abwehr gestern eine Unkonzentriertheit,
die Emsdetten mit dem ohne Frage verdienten Ausgleich bestrafte.
Gut 500 zahlende Zuschauer sahen ein ziemlich verrücktes Spiel. In
der ersten Hälfte hatte Herne leichte Vorteile, die besseren Chancen
aber lagen auf Seiten der Emsdettener. So klatschte Kols Schuss vor
die Latte (13.), beim 25m-Hammer des 05-Scharfschützen
Böwing-Schmalenbrock (32.) und bei zwei, drei anderen Szenen bewies
SCW-Keeper Olli Bautz seine Extraklasse. Kurz vor der Pause aber
hätte auch das 2:0 fallen können, als Andre? Dohms Eckball durch den
Torraum rollte, ohne dass ein Herner den Fuß heran bekam (43.). Kurz
darauf schloss Christian Hallerbach einen Konter zu spät ab. Auch
ein Pass auf den durchstartenden El-Nounou wäre erfolgversprechender
gewesen als sein missglückter Versuch.
Nach der Pause geriet die Schulz-Elf immer stärker unter Druck. Vor
allem der spielstarke Makarchuk, im ersten Abschnitt bester Mann auf
dem Platz, tauchte nun ab. So hingen die Herner Spitzen in der Luft,
bekamen kaum verwertbare Bälle. Bis auf einen: Nach Bartons
Musterpass hatte Michael Erzen freie Bahn, doch er überließ für
El-Nounou, der im Abseits stand - dumm gelaufen (55.). Zumal
Logermann kurz darauf eine Ecke ungehindert zum 1:1 einköpfen
durfte. Dabei hätte es aber nicht bleiben müssen. Sekunden vor
Schluss verbaselte Hallerbach auch seine zweite dicke Chance.
Schade, aber irgendwie auch gerecht.
13.11.2005 Von Wolfgang Volmer
Tore: 0:1 (11.)
El-Nounou, 1:1 (66.) Logermann.
SV 05: Tepe - Kol - Scholtz, Gieseler - S. Roth, Bettmer (82.
Nowitzki), Langenstroer, Niemeier, A. Roth (59. Pielage) - Taurino
(59. Logermann), Böwing-Schmalenbrock.
SCW: Bautz - Neumann - Seidel, Wienroth - Barton, Sürgit, Dohm (70.
Köse), Hallerbach, Makarchuk - El-Nounou, Erzen.
SR: Frederick Assmuth (Köln).
Zuschauer: 515.
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Quelle: WAZ Herne
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Weltstars zu Gast am Schloss?
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12.11.05 |
Möglicherweise darf sich
Herne im kommenden Sommer auf hochkarätige Gäste freuen: auf die
brasilianische Nationalmannschaft. Das Westfalia-Stadion am Schloss
Strünkede ist als Trainingsstätte für Ronaldinho, Adriano und Co. im
Gespräch.
Noch ist alles nur ein Gerücht. "Doch das Gerücht verdichtet sich",
sagt Eduard Belker, Abteilungsleiter Sport der Stadt Herne. Sicher
ist so viel: Ende Oktober hat eine Delegation des brasilianischen
Fußballverbandes das Stadion des Oberligisten besichtigt. Zudem gibt
es eine Vereinbarung mit Castrop-Rauxel. Schlägt eine
Nationalmannschaft ihr WM-Quartier in der Nachbarstadt auf,
trainiert sie in Herne.
Einiges spricht dafür, dass das Castroper Nobelhotel Goldschmieding
die WM-Unterkunft der brasilianischen Nationalspieler wird. So
erklärte ein Sprecher des brasilianischen Fußballverbandes, dass das
Team während der WM definitiv in der Nähe von Dortmund Quartier
beziehen werde. Auch der WM-Beauftragte für Nordrhein-Westfalen,
Reiner Calmund, gibt Castrop-Rauxel - und damit auch Herne - mit
Blick auf den Spielplan große Chancen. Der fünffache Weltmeister
absolviert in jedem Fall ein Gruppenspiel in Dortmund. Werden die
Brasilianer Gruppensieger, würden sie im Achtel- und später
eventuell auch im Halbfinale dort antreten.
Bis die Kicker vom Zuckerhut aber in Herne trainieren, dürfte es
noch einiges zu tun geben. So bemängelten die brasilianischen
Funktionäre gegenüber dem Vorsitzenden des SC Westfalia Herne,
Jürgen Stieneke, den Zustand des Rasens und der sanitären Anlagen.
Abteilungsleiter Belker liegt ein Anforderungskatalog des
Fußballweltverbandes FIFA vor. Inwieweit dieser umgesetzt werden
muss und welche Kosten damit verbunden wären, ist unklar. Welche
Vorstellungen die brasilianische Delegation hat, weiß Belker nicht:
"Es hat noch keinen Kontakt gegeben. Wir warten voller Spannung die
Gruppenauslosung am 9. Dezember ab." Erst dann wollen die
Brasilianer ihre Entscheidung offiziell bekannt geben. jw
11.11.2005
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Quelle: WAZ Herne
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Der Abstandhalter
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12.11.05 |
Nach drei Spielen ohne
Sieg gerät es langsam wieder ins Blickfeld, das Saisonziel von
Oberliga-Aufsteiger SC Westfalia: Es heißt Klassenerhalt. Nach wie
vor. Daran ändert auch der sechste Platz nach 14 von 34 Spielen
nicht. Und genau deshalb hat die morgige Partie beim SV Emsdetten 05
(14.15 Uhr) für Frank Schulz einen immens hohen Stellenwert. "In
dieser Phase ist es wichtig, einen Gegner, der fünf Punkte hinter
uns liegt, nicht näher herankommen zu lassen", meint der SCW-Trainer.
"Deshalb ist es unser Minimalziel, in Emsdetten nicht zu verlieren."
Noch kann Schulz in Ruhe arbeiten, das Polster ist dick genug, dass
die Mannschaft ohne Nervenflattern ins Salvus-Stadion einlaufen
kann. Und das soll nach Möglichkeit auch so bleiben. "Unser Ziel
muss es sein, immer genügend Abstand zu halten, um in der ganzen
Saison mit unten nichts zu tun zu haben", lautet des Trainers
Strategie.
In Emsdetten wird die Westfalia aber nur erfolgreich sein, wenn sie
ihre kämpferischen Qualitäten voll einbringt. "Da auf dem Land wird
Fußball gearbeitet. Wenn man da nicht gegenhält, kann man nicht
bestehen", trichtert Schulz seinen Jungs ein - und ist
zuversichtlich, sie auch zu erreichen: "Ich bin froh, dass wir nach
zwei schwächeren Spielen gegen Lotte in der zweiten Halbzeit wieder
alles gezeigt haben, was uns sehr, sehr lange ausgezeichnet hat."
Und weiter auszeichnen soll.
Emsdetten, im Vorjahr lange an der Spitze, hat sich nach schwachem
Saisonstart gefangen und klettert seit Wochen die Tabelle hoch.
Dabei profitieren die 05er vor allem von der Formsteigerung ihres
jungen Kapitäns Philipp Böwing-Schmalenbrock, den viele Experten für
den besten Oberligaspieler halten. "Ein herausragender Mann, den
viele Vereine aus Emsdetten weglocken wollen", meint Frank Schulz.
"Aber wir dürfen uns nicht nur auf ihn konzentrieren."
Dennoch: Gelingt es, den Regie führenden Torjäger zu neutralisieren,
ist viel gewonnen. Wen Schulz mit dieser Aufgabe betraut, ließ er
noch offen. Auswahl hat er genug, steht ihm doch der komplette Kader
zur Verfügung, nachdem Makarchuk wieder voll ins Training
eingestiegen ist.
Der Fanbus fährt um 12 Uhr ab Stadion. Treffen 11.30 Uhr, Fahrpreis
10 E.
11.11.2005 Von Wolfgang Volmer
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Quelle: WAZ Herne
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Yeboah trainiert in Herne mit - Zweiter
Trainer muss seinen Stuhl räumen
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08.11.05 |
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Seit einigen Wochen
nimmt Anthony Yeboah regelmäßig am Training des SC Westfalia Herne
teil. Der dunkelhäutige Offensivspieler kickte zuletzt für den von
einer Finanz- und Vorstandskrise geschüttelten Verbandsligisten SSV
Hagen, arbeitete früher aber schon beim Lüner SV mit dem Herner
Trainer Frank Schulz zusammen. Auch Yeboahs letztjähriger Hagener
Mitspieler Dimitrios Pappas war bereits Gast beim Herner Training.
Ob sich der SCW in der Winterpause mit einem oder gar beiden
Spielern verstärkt, ist nach Aussage von Trainer Schulz noch offen.
wv
Nach Michael
Pannenbecker, der vor knapp zwei Wochen in Erkenschwick seinen
Trainerjob verlor und durch den Ex-Schalker Ingo Anderbrüggeersetzt
wurde, musste jetzt ein zweiter Oberliga-Coach seinen Stuhl räumen.
Schlusslicht VfB Fichte Bielefeld trennte sich von Holger Wortmann.
Schon beim 1:0 gegen Siegen am Sonntag saß dessen vormaliger
Assistent Sven Moning als Verantwortlicher auf der Bank. Als
"externer Berater" ohne feste Vertragslaufzeit unterstützt ihn der
frühere Gütersloher Trainer Maik Walpurgis. wv
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Quelle: WAZ Herne
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Westfalias Torjäger außer
Dienst
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07.11.05 |
Eine halbe Stunde lang
schien es, als säße der Schock von Gütersloh den Herner Spielern
noch in den Gliedern. Da klappte wenig bis gar nichts, und die
Westfalia-Fans mussten Schlimmes befürchten. Dank ihrer
vorbildlichen Unterstützung aber arbeitete sich der SCW aus dem
Sumpf, gewann von Minute zu Minute mehr Sicherheit und war dem Sieg
am Ende näher als die spieltechnisch deutlich überlegenen Gäste aus
Lotte.
Der Anfang aber machte wenig Hoffnung. Die Schulz-Elf mühte sich
zwar, in die Zweikämpfe zu kommen, stand defensiv auch recht sicher,
doch kaum war der Ball erobert, wurde er leichtfertig wieder
hergegeben. Einfache Pässe, ja selbst Einwürfe landeten beim Gegner,
die Herner Verunsicherung war fast mit den Händen zu greifen. Zum
Glück konnte Lotte das nicht wirklich nutzen. Hübsche Tricks, wie
sie vor allem Ali Vural des öfteren zeigte, blieben brotlose Kunst,
weil dem Lotter Spiel die Zielstrebigkeit fehlte - ein Verdienst
auch von Thomas Wienroth, der Torjäger Lüttmann keinen Stich ließ.
Und den umtriebigen Pahlig legte Norman Seidel an die Kette.
Nicht zufällig war es ein Freistoß, der den Gästen die Führung
bescherte. Hozjak legte auf für Yarar, der traf mit dem linken Fuß
flach und unhaltbar ins Eck (29.). Keine zwei Minuten später hätte
bereits der Ausgleich fallen können, doch Michael Erzens Kopfball
nach einer Degenhard-Ecke wurde von der Linie geschlagen.
Von da an ging es bergauf. André Dohm, schon früh für den schwachen
Terzic gekommen, bemühte sich, dem Herner Spiel Linie zu geben. Mit
zunehmendem Erfolg. Zwar klappte noch längst nicht alles, doch der
SCW kam jetzt wenigstens ab und an mal in die Nähe des Lotter Tores.
Der Lohn ließ nicht lange auf sich warten. Zischte Sven Bartons
25m-Freistoß noch knapp über die Latte (39.), so hatte Dohm zwei
Minuten später mehr Glück. Seine scharfe Freistoß-Hereingabe
beförderte Mirco Heger mit der Stiefelspitze ins eigene Netz.
War das 1:1 zur Halbzeit für Herne noch sehr schmeichelhaft, so
verdiente sich die Schulz-Elf den Punkt nach der Pause redlich.
Lotte spielte weiter nett, aber harmlos und hatte bis auf eine
Yarar-Flanke, die über dem verdutzten Bautz an die Latte klatschte,
keine gefährliche Szene. Anders die Herner. Drei dicke Chancen boten
sich allein Sami El-Nounou, doch der Torjäger ist zur Zeit ein
Schatten seiner selbst, kam nicht einmal zum Abschluss. Besser
machte es Michael Erzen. Aber weder sein Schuss aus halblinker
Position noch sein Kopfball nach Neumanns Flanke waren präzise
genug, um Wilmsmeier zu überwinden. Und Erzen vergab auch die letzte
Chance. Als Schieri Joerend in der Nachspielzeit wegen eines
Rückpasses höchst umstritten einen indirekten Freistoß im Lotter
Strafraum verhängte, fand Erzen die Lücke nicht. Schade, aber doch
irgendwie gerecht.
06.11.2005 Von Wolfgang Volmer
Westfalia Herne : SF Lotte 1:1 (1:1) Tore: 0:1 (29.) Yarar, 1:1
(41.) Dohm
Zuschauer: 700
SR: Thorsten Joerend (Lübbecke)
SCW: Bautz - Neumann - Wienroth, Hallerbach - Terzic (21. Dohm),
Barton, Seidel, Sürgit, Degenhard (69. Köse) - El-Nounou, Erzen
SF Lotte: Wilmsmeier - Leimbrink, Marek, Lodter - Heger, Hozjak,
Pahlig, Yarar, Otto (75. Rehers) - Vural (85. Celik), Lüttmann (70.
Herdin)
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Quelle: WAZ Herne
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Lotte flößt Respekt ein
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04.11.05 |
Der 2:6-Schock von
Gütersloh ist verdaut, Westfalia Herne brennt darauf,
Wiedergutmachung zu betreiben. Da kommt der morgige Gast gerade
recht. Denn die Sportfreunde Lotte stehen nicht von ungefähr vier
Punkte vor Herne auf Platz drei. "Das ist eine bärenstarke Truppe,
die ich auch vor der Saison schon auf dem Zettel hatte", erinnert
SCW-Trainer Frank Schulz an seinen Tipp.
Erst zweimal musste die Elf von Klaus Bienemann bislang gratulieren.
Und das ist kein Zufall, wie Schulz weiß: "Lotte ist im Mittelfeld
sehr gut besetzt, mit schnellen und wendigen Spielern, die viel
Drang nach vorn entwickeln", warnt der Herner Coach. "Dieser Gegner
ist schwer zu spielen."
Auch wenn die Namen der meisten Lotter Akteure hierzulande wenig
bekannt sind, bürgen sie für Qualität. Viele haben schon in der
Regionalliga gespielt, in Münster oder Osnabrück. Mit Jörg Pahlig,
dem Mann hinter den Spitzen, Mirco Heger und Sebastian Lodter bildet
ein ehemaliges Osnabrücker Trio ein stabiles Gerüst, auf dem Trainer
Bienemann je nach taktischen Erfordernissen sein Team aufbaut.
Hinten räumen erfahrene Leute wie die Ex-Schalker Rohleder und
Herdin oder der frühere Rheinenser Thorsten Schütte auf, und vorne
steht mit dem kopfballstarken Julian Lüttmann einer der besten
Torjäger der Oberliga.
Frank Schulz weiß genau, was da auf seine Elf zukommt. "Nachdem wir
jetzt in zwei Spielen nicht so gearbeitet haben wie gewohnt, müssen
wir wieder unsere Tugenden in die Waagschale werfen. Sonst haben wir
keine Chance", setzt der Coach wieder auf dem Teamgeist und die
Kampfkraft des Aufsteigers. Da Norman Seidel seine Sperre abgesessen
hat, kann Schulz aus dem Vollen schöpfen. Ein Fragezeichen steht
noch hinter Mykola Makarchuk, der nur Lauftraining absolvieren
konnte.
04.11.2005 Von Wolfgang Volmer
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Quelle: WAZ Herne
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Debakel im Heidewald
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31.10.05 |
Was für ein herrlicher
Tag für fast 2000 Fußballfreunde: Die Herbstsonne lachte, zauberte
beste Bedingungen aufs satte Grün des Heidewaldstadions und
inspirierte die Spieler zu einer großartigen Leistung. Allerdings
nur die der gastgebenden Mannschaft. Mit 6:2 (2:0) demontierte ein
nach der Pause wie entfesselt aufspielender FC Gütersloh 2000 den
bislang so erfolgreichen Aufsteiger Westfalia Herne.
"You´ll never walk alone" - trotzig schallte es aus dem Herner
Fanblock, der erstmals in dieser Saison klar in der Minderheit war.
Beistand dieser Art benötigte die Westfalia bitter. Denn eine solche
Klatsche hat die Mannschaft unter der Ägide von Frank Schulz noch
nie einstecken müssen. Entsprechend gefrustet waren die Spieler auch
beim Auslaufen. Besonders Olli Bautz, der sich einen heftigen
Wortwechsel mit Co-Trainer Horst Bistrich lieferte. Obwohl er hielt,
was zu halten war, musste der ehrgeizige Keeper sechs Mal hinter
sich greifen. Das nagt.
Dabei sah es anfangs gar nicht so schlecht aus, was die Gäste
zeigten. Gleich zwei gute Möglichkeiten erspielten sich die Herner
in den ersten zehn Minuten. Zunächst ließ FC-Keeper Kuschmann einen
Sürgit-Schuss so abprallen, dass ihn Sami El-Nounou fast erwischt
hätte (5.), dann tauchte Christian Hallerbach nach Köse-Pass frei im
Strafraum auf. Doch statt mit dem linken Fuß aus zwölf Metern
draufzuhalten, versuchte es Hallerbach mit der rechten Innenseite
und versiebte kläglich. "Es war trotz allem ein irgendwie komisches
Spiel", hatte Frank Schulz bei seiner späteren Analyse genau diese
Szenen in Erinnerung. "Machen wir hier das 1:0, wer weiß, wie dieses
Spiel gelaufen wäre."
Machten sie aber nicht. Stattdessen fiel das Tor auf der Gegenseite.
Inmitten einer Spielertraube stieg Miletic nach einer Ecke am
höchsten und köpfte ein (13.), unhaltbar für Bautz, der zuvor einen
Flock-Freistoß mit Panthersprung aus dem Winkel gefischt hatte.
Sechs Minuten nach dem 1:0 wäre Bautz erneut machtlos gewesen, doch
Antwerpens Kopfstoß prallte von der Lattenunterkante ins Feld
zurück.
Auch in der Folgezeit ging es auf und ab. Herne kämpfte, kam aber
nicht wie gewohnt in die Zweikämpfe. Weil Terzic gegen Brinkmann
wenig zustande brachte und Hallerbach mit Köse den Raum auf der
linken Seite nicht nutzen konnte, ging über die Außenbahnen wenig.
Dem 2:0 ging ein Herner Ballverlust auf der linken Seite voraus. Der
Konter mündete in eine Ecke, und die nutzte Fischer zur
Vorentscheidung (40.). Mit dem Doppelschlag durch Antwerpen und
Fischer zu Beginn der zweiten Hälfte nahm das Fiasko seinen Lauf.
Fast nach Belieben spielten Flock, Brandy, Fischer und Co. die
SCW-Abwehr schwindelig. Der FC spielte sich in einen Rausch, den
Kater aber badeten die Herner aus. Selbst die von Barton und
Hallerbach verabreichten Aspirin-Pillen in Torform halfen da nur
wenig.
30.10.2005 Von Wolfgang Volmer
FC Gütersloh 2000 SC Westfalia Herne 6:2 Tore: 1:0 (13.) Miletic,
2:0 (40.) Fischer, 3:0 (51.) Antwerpen, 4:0 (55.) Fischer, 4:1 (57.)
Barton, 5:1 (61.) Fischer, 5:2 (89.) Hallerbach, 6:2 (90.) Flock
FCG: Kuschmann - Eckel, Sagin, Heinrich, Brinkmann - Flock, Miletic,
Nadj (46. Kollmeier), Brandy (80. Behrens) - Antwerpen, Fischer (88.
Kaba)
SCW: Bautz - Neumann - Kaup, Wienroth - Terzic (72. D. Degenhard),
Barton, Sürgit, Köse (58. Dohm), Hallerbach - El-Nounou (80. A.
Degenhardt), Erzen
SR: Martin Pier (Hamm)
Zuschauer: 1913
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Quelle: WAZ Herne
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Westfalia
freut sich auf Gütersloh
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28.10.05 |
Die Rivalität zwischen
beiden Klubs ist alt, die Freude auf den immergrünen Vergleich
riesengroß: Das morgige Spiel im Heidewaldstadion beim FC Gütersloh
2000 (15 Uhr) gehört für Westfalia Herne ohne Zweifel zu den
Höhepunkten dieser Oberligasaison.
"Da spielt man einfach gerne Fußball", meint auch SCW-Trainer Frank
Schulz. "Schönes Stadion, guter Rasen und tolle Stimmung. Wir freuen
uns auf dieses Spiel vor sicher wieder 1500 Zuschauern."
Und dieses positive Gefühl wollen die Herner auch mit auf den Rasen
nehmen. Deshalb hat sich der Coach auch nicht lange mit der
Aufarbeitung des dürftigen 0:0 gegen Bielefeld am letzten Sonntag
aufgehalten. "Ich habe die Fehler am Dienstag klar angesprochen,
aber damit war das Thema auch abgehakt. Jetzt gilt unsere ganze
Konzentration Gütersloh", richtet Schulz seinen Blick nach vorn.
Schließlich wartet da nicht irgendwer, wie der Herner Trainer
betont: "Gütersloh hat schon eine starke Mannschaft. Ohnehin hat der
Verein sehr gute Möglichkeiten, peilt jedes Jahr den Aufstieg an.
Aber aus irgendeinem Grund klappt es nie. Auch diesmal hinken die
Gütersloher wieder den Erwartungen hinterher."
Was noch freundlich ausgedrückt ist. Zwar liegt der Luxuskader von
Trainer Dr. Jörg Weber immerhin auf Rang sechs, zur Spitze mit
Dortmund II und Verl aber klafft schon ein Loch von 15 bzw. elf
Punkten. "Ich kann mir nicht vorstellen, dass diese Lücke noch zu
schließen ist", meint auch Frank Schulz, der dennoch einen hoch
motivierten Gegner erwartet. "Die wollen schon noch so weit wie
möglich nach oben kommen."
Morgen aber steht dem FC ein selbstbewusster Gegner im Weg. "Wer
hätte gedacht, dass Gütersloh uns am 13. Spieltag selbst mit einem
Heimsieg nicht überflügeln könnte", verweist Frank Schulz durchaus
ein wenig stolz auf die Tabelle. "Das zeigt doch, was unsere
Mannschaft bisher geleistet hat." Und auch aus Gütersloh will der
SCW etwas mitnehmen, obwohl mit Sürgit (krank), Makarchuk, Köse,
Kaup und Neumann (alle angeschlagen) etliche Stammspieler fraglich
sind.
28.10.2005 Von Wolfgang Volmer
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Quelle: WAZ Herne
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Ein Spiel zum Vergessen
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24.10.05 |
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Von diesem Spiel wird
wohl keiner der 650 Zuschauer noch seinen Enkeln etwas erzählen.
Westfalia Herne und Arminia Bielefeld II lieferten sich gestern eine
Oberligapartie auf überaus bescheidenem Niveau, die mit dem einzig
richtigen Ergebnis endete: Einem torlosen Unentschieden. Mehr hatten
beide Mannschaften auch nicht verdient.

Der heftige Platzregen, der eine Stunde vor Spielbeginn über Herne
niederging, hielt nicht nur viele Fußballfreunde vom Stadionbesuch
ab, er sorgte auch für tiefen, enorm schwer bespielbaren Boden.
Gutwillige werden das als Entschuldigung nehmen für eine selten
gesehene Vielzahl von peinlichen Stockfehlern, die vor allem den
Hernern unterliefen. Schwamm drüber.
Mehr als Bemühen war gestern im Grunde nicht erkennbar. Im gesamten
Spielverlauf gab es auf beiden Seiten jeweils eine "halbe"
Torchance, ansonsten herrschte statt Sturm die große Flaute. Mexiko
würde sich freuen.
Dabei hatte Frank Schulz durchaus etwas riskiert, mit Kaup einen
Zerstörer geopfert und dafür den spielerisch stärkeren Yakup Köse
eingebaut. "Ich wusste, dass Bielefeld mit einem Fünfer-Mittelfeld
und nur einer Spitze kommt", begründete der SCW-Trainer seinen
Schachzug, der aber wirkungslos blieb. Denn das Matt drohte den
Gästen erst, als sie binnen fünf Minuten zwei Figuren aus eigener
Dummheit einbüßten. Erst trat Yildiz gegen Wienroth nach (71.), dann
ließ sich Wieczorek an der Eckfahne zu einem Schubser hinreißen
(76.) - zweimal zückte Marc Frömel Rot. Und zwar zurecht, wie auch
Bielefelds Nachwuchskoordinator Peter Krobbach einräumte. "Beide
Platzverweise gingen völlig in Ordnung. Das waren Dummheiten, die
wir uns nicht gefallen lassen", kündigte er ein Nachspiel an.
Die Strafe hätten die Herner besser gleich auf dem Fuße folgen
lassen sollen. Doch sie waren dazu nicht im Stande. Selbst gegen
acht Mann hatten sie Mühe, den Ball zu behaupten, geschweige denn
ein Powerplay aufzuziehen. Dabei hatte Schulz sofort reagiert und
Beganovic für Thomas Wienroth eingewechselt, den neben Charly
Neumann besten Herner. Ein klares Zeichen, das Spiel breit zu machen
und die Arminen über die Flügel zu knacken. Ein guter Plan, den die
Mannschaft jedoch nicht umsetzen konnte.

Eine abgeblockte Direktabnahme von Edin Terzic (64.), eine harte
Flanke von Sven Barton, die Formann mit den Fingerspitzen über
El-Nounou lenkte (72.): Das waren schon die gefährlichsten
Situationen vor dem Tor der Gäste, die eine Stunde lang die klar
stärkere Mannschaft waren. Aber auch ihre Besten standen in der
Abwehr: Kapitän Leenemann und der abgeklärte Janjic standen wie eine
Eins, ließen nichts anbrennen, zumal es die Herner viel zu oft mit
hohen Bällen versuchten.
Westfalia Herne: Bautz - Neumann - Wienroth (78. Beganovic) - Terzic,
Barton, Köse (87. Dohm), Sürgit, Hallerbach, Makarchuk (34. Kaup) -
El-Nounou, Erzen
Arminia Bielefeld II: Formann - Schmidt, Leenemann, Janjic, Duda -
Hoffmann, Wieczorek, Backhaus, Sansa (32. Jürgens), Röber (88.
Ornatelli) - Bauer (46. Yildiz). SR: Marc Frömel (Ibbenbüren)
Zuschauer: 650
Rote Karten: Yildiz (71.), Wieczorek (76.)
23.10.2005 Von Wolfgang Volmer
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Quelle: WAZ Herne
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Verkehrte Fußballwelt
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21.10.05 |
Im Vorjahr klafften
noch zwei Klassen zwischen Westfalia Herne und dem damaligen
Regionalligisten Arminia Bielefeld II, in der aktuellen
Momentaufnahme aber sind die Strünkeder an ihrem morgigen Gast (15
Uhr) vorbeigezogen. Als Tabellenvierter müssen die Herner gegen den
Vierzehnten wohl oder übel die Favoritenrolle annehmen - eindeutiges
Indiz für die positive Entwicklung, welche die Schulz-Elf zuletzt
genommen hat.
Große Töne zu spucken aber ist Frank Schulz ´ Sache nicht. Ruhig und
beharrlich arbeitet Westfalias Trainer weiter. "Unser System ist auf
aggressives Zweikampfverhalten aufgebaut, darauf, im Mittelfeld eng
zu stehen. Damit sind wir bisher in der Oberliga erfolgreich
gewesen, und so werden wir es auch weiter versuchen", setzt der
Coach weiter auf die Herner Stärken. Eine Philosophie, die sich auch
in der Aufstellung spiegelt. "Natürlich denke ich immer darüber
nach, wie ich Köse oder Dohm einbinden kann. Aber mit unserem System
waren wir bisher in der Oberliga recht erfolgreich, und das will ich
auch ohne Not nicht ändern."
Auch wenn der Coach die ein, zwei offenen Personalfragen erst
kurzfristig "aus dem Bauch" entscheidet, eines ist klar: Die
Mannschaft steht, große Änderungen wird es nicht geben, zumal es bis
auf Seidel (gesperrt) keine Ausfälle gibt. Taktisch bedingte
Umstellungen verbieten sich schon deshalb, weil Schulz die Arminen
kaum kennt. "Mit Sicherheit haben sie gute Fußballer. Und wir wissen
ja auch, dass wir Probleme kriegen, wenn wir einen Gang runter
schalten." Vollgas geben, drei Punkte einstreichen, Bierchen trinken
- das also ist die Agenda für die morgige Partie.
21.10.2005 Von Wolfgang Volmer
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Quelle: WAZ Herne
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Der frühe Vogel fängt den Wurm
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17.10.05 |
Bochum bleibt für die
Oberliga-Fußballer des SC Westfalia ein prima Pflaster. Eine Woche
nach dem Pokaltriumph in Wattenscheid beendete die Schulz-Elf mit
einem nicht unverdienten 1:0 (1:0)-Sieg auch den Höhenflug des VfL
Bochum II, der aus den letzten sechs Spielen 16 Punkte geholt hatte.
Gestern kam keiner hinzu. Dennoch wollte VfL-Trainer Manni Wölpper
mit seiner jungen Truppe nicht hart ins Gericht gehen: "Das einzige,
womit ich unzufrieden sein muss, war die Chancenauswertung", meinte
er, ohne sonderlich viele klare Gelegenheiten aufzählen zu können.
Genau das durfte der Gast als Kompliment verstehen. Denn nach der
frühen und, zugegeben, glücklichen Führung durch Sami El-Nounou, dem
Torwart Renno eine Makarchuk-Ecke direkt vors Schienbein faustete
(4.), gestatteten die Herner den gut zur Hälfte mit einem
Profivertrag ausgestatteten Bochumern nicht mehr viel. Vor allem in
der zweiten Hälfte zeigte Westfalia wieder ihre Stärke, hielt die
spielstarken VfL-Jungspunde mit Teamgeist und aggressivem
Zweikampfverhalten in Schach. Den einzigen Leichtsinnsfehler von
Charly Neumann, der ansonsten eine einwandfreie Liberopartie
ablieferte, bügelte Olli Bautz mit tollkühnem Einsatz im Nachfassen
gegen Hille aus (58.).
Und auch bei diversen Standardsituationen, die vor allem in der
Schlussphase auf sein Tor segelten, stand der SCW-Keeper
goldrichtig. Ihm fielen sie am Ende alle um den Hals - vor allem
sein Vertreter Andreas Scarale. Der war mit dem Schlusspfiff um
satte zwei Mille reicher. 100 Euro hatte er gemeinsam mit einem
Arbeitskollegen riskiert, zwei Zweitligaspiele, die Partie Lotte -
Delbrück und das Herner Spiel getippt. "Jetzt gibt es für uns beide
4350 Euro", jubelte Scarale. "Und für mich sitzt ja wohl ne Cola
drin", flachste Bautz. Vielleicht spendiert Scarales Kollege dazu
noch die Currywurst.
Dass es so kommen würde, war zur Pause allerdings noch sehr
zweifelhaft. Denn nach El-Nounous frühem Tor taten sich die Gäste
schwer. Vor allem Kiki Kaup hatte seine liebe Mühe mit dem
antrittsschnellen Sebastian Hille. Mehrfach drang der Toptorjäger
der Liga in den Strafraum ein, doch Bautz oder ein Abwehrbein
verhinderten den Einschlag. Und auch Thamms Schlenzer, aus dem
Liegen abgefeuert, fischte Bautz aus dem Eck (7.).
Mit Mühe und Massel retteten die Herner ihren Vorsprung in die
Halbzeit. Und allen war klar: Weitere 45 Minuten würden sie nicht
schadlos überstehen, wenn sie das Mittelfeld preisgeben würden.
Doch Frank Schulz fand in der Pause die richtigen Worte. Fortan
griffen seine Jungs wieder eher an, standen enger am Mann und
suchten die Zweikämpfe, so dass sich das Geschehen weiter ins
Mittelfeld verlagerte. Und beinahe hätten sie gleich nach
Wiederanpfiff das 2:0 nachgelegt. Mit feinem Pass auf El-Nounou
hebelte der starke Edin Terzic die Bochumer Abseitsfalle aus, doch
der Herner Torjäger drosch die Kugel freistehend über das Tor (53.).
"Das war die klarste Chance des Spiels. Machen wir hier das 2:0,
hätten wir eher Ruhe gehabt", blickte Frank Schulz zurück.
So mussten er und rund 500 Herner Fans noch fast 40 Minuten zittern,
bis sie den Sieg und den Sprung auf Platz vier feiern konnten.
VfL Bochum II: Renno - Zajas, Klinger (55. Mustroph), Nimptsch -
Könemann (55. Türkeri), Gordon, Costa, Ucar (72. Gülcü), Oppermann -
Hille, Thamm
SCW: Bautz - Neumann - Wienroth, Kaup - Terzic (65. Köse), Barton,
Sürgit, Hallerbach, Makarchuk - El-Nounou, Erzen (90. Dohm)
SR: Marcel Pelgrim
Tor: El-Nounou (4.)
16.10.2005, von Wolfgang Volmer
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Quelle: WAZ Herne
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Schulz: "Das wird eine enge
Kiste"
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15.10.05 |
Eine Woche nach dem
Triumph von Wattenscheid tritt Fußball-Oberligist Westfalia Herne
erneut in der Nachbarstadt an. Gastgeber ist morgen um 15 Uhr auf
dem Nebenplatz des Ruhrstadions der Tabellenvierte VfL Bochum II.
Jahr für Jahr spielt die Elf von Manni Wölpper an der Oberligaspitze
mit, zum Aufstieg allerdings hat es noch nie gereicht. In der
letzten Saison mussten die VfL-Buben auf den letzten Metern
ausgerechnet den Lokalrivalen aus Wattenscheid an sich vorbeiziehen
lassen. "Der VfL hat immer eine starke Mannschaft. Warum es
letztlich nie reicht, weiß ich auch nicht", zollt SCW-Trainer Frank
Schulz dem Gegner Respekt. Auch in diesem Jahr hat er die Bochumer
im Titelkampf mit auf der Rechnung. "Die haben viele Spieler, die im
letzten Jahr erst im Halbfinale der Deutschen Jugendmeisterschaft
durch Elfmeterschießen ausgeschieden sind. Diese Spieler gehören zu
den Besten ihres Jahrgangs in Deutschland." Noch wichtiger für die
Mannschaft aber sind die "Korsettstangen", an denen sich die jungen
Leute orientieren können. Dazu zählen Abwehrchef David Czysczon,
Mittelfeldantreiber Claus Costa, Allrounder Alexander Thamm und der
pfeilschnelle Ex-Gütersloher Sebastian Hille, der mit neun Toren vor
Hernes Michael Erzen die Torjägerliste der Oberliga anführt.
"Schade, dass Norman Seidel bis zum 30. Oktober gesperrt ist. Er
wäre der richtige Mann für Hille", ärgert sich Frank Schulz noch
heute über den Platzverweis, den sich sein Manndecker in Siegen
einhandelte. Nun muss Kiki Kaup diesen Job übernehmen. "Vielleicht
ziehe ich auch Sven Barton zurück. Das würde von der Schnelligkeit
gut passen", lässt sich Schulz nicht in die Karten blicken.
Großartige Änderungen dürfte es in seiner Formation aber nicht
geben. Ob Sami El-Nounou, der einen riesigen Bluterguss aus der
Lohrheide mitbrachte, oder Christian Hallerbach, dessen "Andenken"
mit sechs Stichen genäht werden musste - wer eben kann, will morgen
auflaufen. "So sind sie, meine Jungs", lobt Schulz den Charakter
seiner Elf. "Da läuft keiner weg. Und deshalb wird es auch in Bochum
eine ganz enge Kiste."
14.10.2005 Von Wolfgang Volmer
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Quelle: WAZ Herne
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Auf dem Zahnfleisch zum Sieg
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11.10.05 |
Pokaltriumph in
Wattenscheid verlangt Westfalias Spielern alles ab. Frank Schulz
schwärmt: "Wen soll ich draußen lassen?" Am Sonntag geht´s beim VfL
Bochum II wieder um Punkte
Mit Krämpfen in beiden Beinen musste Laufwunder Jakup Köse nach 82
Minuten raus, Sami El-Nounou schleppte sich nach einem Pferdekuss so
lange über den Platz, bis ihm in der Verlängerung das Siegtor
gelang, über das auch Christian Hallerbach jubelte: gerade aus dem
Krankenhaus, wo seine klaffende Kopfwunde mit sechs Stichen geflickt
worden war. Drei Namen, drei Pokalhelden, eine Aussage: Wir sind ein
Team. Alle, auch die, die draußen sitzen.
Als die völlig ausgepumpten Westfalia-Spieler nach dem 2:1 in
Wattenscheid den Rasen verließen, standen 200 Herner klatschend
Spalier: Gänsehaut-Feeling auch bei Michael Erzen, dessen Kreislauf
gerade noch verrückt gespielt hatte. Ein Check in die Rippen raubte
selbst diesem Naturburschen die Luft, nachdem er zwei Stunden wie
aufgezogen gerannt war. "Mir ist der kalte Schweiß ausgebrochen",
sagte Erzen nur, träufelte sich ein paar Tropfen japanisches
Heilpflanzenöl auf die Zunge. Und weiter ging´s.
Kein Wunder, dass Trainer Frank Schulz nach dem Triumph vom
Teamgeist seiner Truppe schwärmte. "Wen soll ich draußen lassen?
Jeder, den ich bringe, gibt alles, jeder hat es verdient, zu
spielen. Aber ich kann ja nur elf Mann aufstellen."
Am Sonntag hat er wieder die Qual der Wahl. Beim VfL Bochum II, mit
dem es vielleicht schon im Februar ein Wiedersehen gibt. Wenn
nämlich der SCW am 19. November zuhause gegen den FC Gütersloh 2000
die dritte Pokalrunde übersteht, müsste er in der vierten Runde beim
Sieger der Partie Westfalia Wickede - VfL Bochum II antreten. In der
fünften Runde gäbe es dann wieder ein Heimspiel. Es wäre die letzte
Hürde auf dem Weg in die Hauptrunde.
11.10.2005, WAZ Herne, von Wolfgang Vollmer
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Quelle: WAZ Herne
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Pokalkrimi mit Happy-End
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10.10.05 |
Herner Sternstunde an
der Lohrheide: El-Nounou macht in der 116. Minute die Überraschung
perfekt. 2:1-Sieg einer bärenstarken Mannschaft. Erzen spielt
Wattenscheid schwindelig.
Gäbe es den DFB-Pokal nicht, man müsste ihn erfinden. Allein schon
wegen des denkwürdigen Spiels. Nach 120 Minuten, die allemal
interessanter waren als das Gegurke der Klinsmänner, feierte im
Lohrheidestadion auch die richtige Mannschaft: Mit 2:1 (1:1, 0:1)
nach Verlängerung setzte sich Westfalia Herne beim Regionalligisten
Wattenscheid 09 durch - völlig verdient, wie auch 09-Trainer Georg
Kreß einräumte.
Es war eine kleine Sternstunde für die Herner Oberligatruppe, die
sich mit Leidenschaft, bedingungslosem Einsatz und Teamgeist schon
in die Herzen vieler Fußballfreunde gespielt hat. Und als die
09-Fans bedröppelt nach Hause gestiefelt waren, feierten die
SCW-Spieler mit ihren Anhängern noch immer den Triumph: "Herne ist
die geilste Club die Welt", schallte es aus dem Block ganz weit
draußen in der Kurve, in den die Herner Hardcore-Fans eingesperrt
wurden - argwöhnisch beäugt von vier Hundeführern nebst ihrer
bissigen Freunde.
Statt Angst vor den Fans hätten die Hausherren besser Respekt vor
den Herner Spielern gezeigt. Aufreizend lässig begannen die 09er,
nicht ahnend, dass sie zu einem echten Pokalfight gezwungen werden
würden. Fast eine halbe Stunde lang dauerte das Abtasten. Dann war
klar, dass Terranova bei Thomas Wienroth ebenso abgemeldet war wie
der frühere Zweitliga-Profi Lars Toborg bei Kiki Kaup, und dass sich
das Wattenscheider Mittelfeld schwer tat, überhaupt Druck zu
entwickeln. Herne war galliger, wollte mehr, ging energischer in die
Zweikämpfe, kontrollierte das Geschehen. Und hatte Michael Erzen.
Unglaublich, was der Straßenfußballer aus dem Sauerland gestern
wieder leistete. 120 Minuten wie gedopt, rennen, bis die Socken
qualmen. Dazu unberechenbar, torgeil, aber mannschaftsdienlich:
Erzen war der beste Mann auf dem Platz. Die erste klare Torchance
bereitete er vor, doch Sami El-Nounou rutschte knapp am Glück vorbei
(32.). Die zweite nutzte er dann selbst: Mit dem Hinterkopf lenkte
er Makarchuks Freistoßflanke Sekunden vor der Pause unhaltbar in den
Winkel.
Kreß reagierte, zog Ex-Profi Baumann vor und ließ Pereira und
Terranova die Positionen tauschen. Damit wurde 09 zwar gefährlicher,
doch die klareren Torchancen lagen auch nach der Pause beim SCW. Als
Erzen sich durchdribbelte und uneigennützig auf den besser
postierten El-Nounou passte, jubelte die Herner Bank zu früh:
Westfalias Torjäger zielte um Zentimeter vorbei (65.).
So kam es, wie kommen mußte. Wattenscheid warf alles nach vorn,
versiebte durch Baumann die klarste Chance (67.), ehe Pereira in
einer turbulenten Szene der Ball zum 1:1 vor die Füße prallte (79.).
Westfalia schien kurz vor Schluß um den verdienten Lohn gebracht.
Doch dann zeigte sich, was Frank Schulz da für eine Truppe
hingestellt hatte: Statt die Ohren hängen zu lassen, kämpften die
Herner auch in der Verlängerung wie die Berserker. Einer für alle,
alle für einen - oft eine Floskel, hier Realität.
Bei Baumanns Knaller knapp über das Tor und Pereiras Lattenkopfball
musste der SCW zweimal zittern, dann hatten auch El-Nounou und Hasan
Sürgit dicke Dinger auf dem Fuß. So richtete sich alles auf ein
Elfmeterschießen ein. Bis El-Nounou dann doch noch zuschlug. Im
Nachstochern versenkte er Erzens wunderbare Vorarbeit - und Herne
war im siebten Fußballhimmel.
"Was soll ich sagen? Die Mannschaft hat toll gespielt und verdient
gewonnen", war Trainer Frank Schulz ganz gerührt.
10.10.2005, WAZ Herne, von Wolfgang Vollmer
Angestossen: Erntezeit
am Schloss
Der Auftritt der Wattenscheider Regionalligakicker grenzte in der
ersten Hälfte schon fast an Arroganz. Sie vermittelten den Eindruck,
als meinten sie, den kleinen Nachbarn aus Herne mal eben vor dem
Kaffeeklatsch aus dem Pokal kegeln zu können.
Die Quittung stellte die Westfalia aus: Sie zeigte den 09ern, was
Wille im Fußball wert ist. Einen höherklassigen Club aus dem Pokal
zu werfen, ist immer eine Riesensache. Es auswärts zu schaffen,
macht daraus eine Sensation. Eine Sensation, die sich die
Wattenscheider noch lange unter die Nasen reiben lassen müssen.
Denn auch in der Lohrheide wären die Einnahmen aus weiteren Runden
hochwillkommen, könnte der Einzug in die DFB-Pokal-Hauptrunde,
verbunden mit etwas Losglück, den Etat einer halben Saison decken.
Diese Chance haben die Halbprofis vertan.
Die Identifikation mit dem eigenen Verein und seinen finanziellen
Nöten war beim SCW offenbar größer. Deshalb dürfen die Herner nun
zurecht die Ernte einfahren. Hoffen wir, dass sie üppig ausfällt.
Gütersloh (19.11.2005, Stadion am Schloss Strünkede) muß noch nicht
das Ende sein.
10.10.2005, WAZ Herne, von Wolfgang Vollmer
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Quelle: WAZ Herne
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Breite Brust statt voller
Hosen
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07.10.05 |
Der Weg nach Berlin
führt über Wattenscheid. Es wäre aber eine faustdicke Überraschung,
wenn die Oberligakicker des SC Westfalia die richtige Route finden
und ihre Fahrt Richtung DFB-Pokalhauptrunde auch nach dem morgigen
Spiel im Lohrheidestadion (15 Uhr) noch fortsetzen dürften. Als
nächster Gegner käme dann der FC Gütersloh nach Herne.
Auf die Schulz-Elf wartet diesmal aber nicht die Wattenscheider
Reserve, sondern das Regionalligateam der SG 09, ein schier
übermächtiger Gegner. "Zwischen Ober- und Regionalliga liegt mehr
als eine Klasse. Da wird ganz anderer Fußball gespielt", weist
Westfalia-Trainer Frank Schulz auf fundamentale Unterschiede dies-
und jenseits der Nahtstelle zum Profifußball hin.
Doch Bangemachen gilt nicht. "Wir sind zwar krasser Außenseiter,
aber die sorgen im Pokal ja doch häufiger mal für eine
Überraschung", hat Schulz die Partie noch lange nicht abgehakt.
Vielmehr redet er seine Mannschaft stark. "Wir haben da nichts zu
verlieren, können locker, aber mit breiter Brust auflaufen."
Anders jedenfalls als vor einem Dreivierteljahr, als der SCW im
eigenen Stadion gegen den späteren Zweitliga-Aufsteiger SF Siegen
sang- und klanglos unterging. "Damals hatten meine Jungs die Hosen
voll. So etwas will ich nicht noch mal sehen", reibt der Trainer
seinen Schützlingen das Negativbeispiel unter die Nase. Dass neben
Dannhausen und Dino Degenhard auch der gesperrte Norman Seidel
fehlt, schmerzt den Coach allerdings sehr. "Gerade gegen schnelle
Leute wie Iyodo oder in der nächsten Woche gegen den Bochumer Hille
wäre er der passende Gegenspieler."
Noch tüftelt Schulz an Alternativen. Ob Kiki Kaup in die Elf
rutscht, der junge Ümit Celik eine Chance bekommt oder Hallerbach
aus dem Mittelfeld zurückgezogen wird, so dass ein Platz für Köse
oder Dohm frei wird: viele Varianten sind denkbar. "Da warte ich mal
ab, wie die Wattenscheider auflaufen", so Schulz.DFB-Landespokal
07.10.2005 Von Wolfgang Volmer
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Quelle: WAZ Herne
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SCW setzt keine Busse mehr
ein
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04.10.05 |
Westfalia Herne zeigt
den Krawallmachern die Rote Karte. Nach den gewalttätigen
Zwischenfällen in Siegen (die WAZ berichtete) entschied der
Verwaltungsrat des SCW in Abstimmung mit dem Vorstand, sofort alle
organisierten Fanfahrten einzustellen.
"Wir mussten feststellen, dass vereinsfremde Chaoten mit zum Teil
bundesweitem Stadionverbot den Bus unter dem Vorwand betraten, das
anstehende Auswärtsspiel als SCW-Fan zu unterstützen", heißt es in
einer Pressemitteilung des Verwaltungsrats. "Stattdessen hat man
sich bereits Tage vorher via Internet zu einer gewaltsamen
Auseinandersetzung in Siegen verabredet und den Bus als
Transportmittel missbraucht."
Schon vor dem Anpfiff wunderten sich manche Besucher über das große
Aufgebot an Ordnern und Polizisten, das sich sogleich daran machte,
die Personalien der Besucher zu überprüfen. Trotzdem kam es während
des Spiels zu tätlichen Auseinandersetzungen zwischen zum Teil stark
alkoholisierten Schlägern beider Seiten, die dank des Eingreifens
der Polizei schnell beendet werden konnten. Nach Spielende flammte
die Gewalt aber wieder auf. Den Hauptübeltäter nahm die Polizei
sogar vorübergehend in Sicherheitsverwahrung. Genutzt hat es wenig.
Nach dem gut gemeinten Rücktransport im Fanbus zettelte er in Herne
gleich die nächste Schlägerei an, so dass die Organisatoren die
Polizei anfordern mussten.
Der Täter soll übrigens auch zum Sicherheitspersonal der Herner EG
gehören. "Wir werden den Vorstand des Eichockey-Vereins
kontaktieren. Auch in weiteren Fällen wird über Stadionverbote
nachgedacht. Einige beteiligte Personen sind schon öfter negativ bei
Fußballspielen aufgefallen. Auf diese Sorte selbst ernannter Fans
werden wir verzichten, da wir jederzeit die Sicherheit für alle
friedlichen Fußballfans garantieren wollen", kündigte
Verwaltungsratsmitglied Bernd Faust weitere Konsequenzen an.
In einem besonders schwerwiegenden Fall wird der SCW nach dem
schriftlichen Stadionverbot zusätzlich den Verfassungsschutz
informieren, weil sich ein Mitreisender durch sein Verhalten und das
Tragen einschlägiger Parolen auf seiner Kleidung als Rechtsradikaler
zu erkennen gab. "Auf diese Sorte selbst ernannter Fans werden wir
verzichten"
04.10.2005 Von Wolfgang Volmer
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Quelle: WAZ Herne
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Westfalia fühlt sich betrogen
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03.10.05 |
Fans und Spieler waren
hellauf empört, Frank Schulz witterte gar eine Verschwörung. "Jetzt
wurden uns in drei Tagen vier Punkte gestohlen", nahm der
Westfalia-Coach nach einem skandalösen 2:2 bei SF Siegen II kein
Blatt vor den Mund. "Man muss den Eindruck gewinnen, dass hier
irgendetwas gegen Westfalia Herne abgeht."
Abseits abwegiger Verschwörungstheorien war der Ärger im Herner
Lager nur allzu verständlich. Selbst Siegener Zuschauer wunderten
sich, mit welcher Chuzpe der zuvor eher unauffällig leitende Marco
Cremer in der Schlussphase der Partie Einfluss auf das Ergebnis nahm
- ob gewollt oder ungewollt. Die beiden krassesten
Fehlentscheidungen fällte Cremer in den allerletzten Minuten, als
die Sportfreunde alles nach vorne warfen, um die Herner 2:1-Führung
auszugleichen.

Mehrfach lag bei Herner Kontern die endgültige Entscheidung in der
Luft, endlich schien es soweit. Nach toller Vorarbeit des nie zu
bremsenden Michael Erzen hatte Yakup Köse das leere Tor vor sich,
doch noch ehe er das Leder einschieben konnte, stieß ihn ein
Siegener Abwehrspieler mit beiden Händen um. Alle im Stadion hatten
es gesehen, nur zwei nicht: Cremer und sein Assistent. Kein Pfiff,
kein Winken, stattdessen eine rigorose Geste: Weiterspielen.
Unfassbar. "Einen klareren Elfmeter gibt´s doch gar nicht",
ereiferte sich Frank Schulz. Und niemand widersprach.
90 Sekunden später zeigte Cremer zwei Minuten Nachspielzeit an -
Zeit genug, seiner Pfeife einen weiteren Misston zu entlocken. Über
die linke Seite stürmte Sönmez, legte sich den Ball zu weit vor und
hechtete über das Bein des grätschenden Sven Barton. Cremer zögerte
keinen Moment, pfiff und zeigte auf den Punkt: Strafstoß. Ralf
Schmitt lief an und verwandelte flach ins Eck. 2:2 - Zeit
abzupfeifen. Elf erregte Herner bestürmten Cremer, Seidel sah wegen
Reklamierens Rot, elf Siegener konnten ihre klammheimliche Freude
nicht verhehlen. "Und, war das einer?", fragte ein Siegener den vom
Platz kommenden Sönmez. "Nö", meinte der lapidar. Noch Fragen?
Danach wurde die Einöde Hofbachstadion zum Tollhaus. Wütende
Westfalia-Fans wollten dem Schieri an die Wäsche, pöbelten und
randalierten - Ordner und Polizei hatten Mühe, die Situation zu
deeskalieren. Unschöne Szenen, die auf keinem Sportplatz was zu
suchen haben. Selbst dann nicht, wenn man sich betrogen fühlt.
So wie Trainer Schulz, der auch eine andere Wahrheit offen ansprach:
"Wir hätten den Sack zumachen müssen, dann hätten wir uns darüber
nicht mehr aufzuregen brauchen", bemängelte er das Auslassen klarer
Torchancen. Die besten versiebten Christian Hallerbach (63.) und
Sami El-Nounou (77.), der momentan in einem kleinen Tief steckt.
Ganz anders sein Sturmpartner. Michael Erzen war nie zu halten und
brachte den SCW mit einem 18m-Schuss früh in Führung (22.). Als sich
Norman Seidels Bogenlampe aus gut 35 Metern im Tor verirrte (37.),
schien Herne klar auf der Siegerstraße. Doch zwei Minuten später
verkürzte Schmitt auf 1:2 und hielt so die Spannung aufrecht, die
sich am Ende in Tumulten entlud.

Erst das 2:0 -
dann Rot in letzter Minute: Norman Seidel
Foto: Blank
SF Siegen II: Weiss - Richstein, Neumann, Wahl (65. Blecker),
Seelbach - Jung, Wurm, Ecker (76. Sönmez), Tahiri - Schmitt,
Waldrich (46. Sinaba).
SCW: Bautz - Neumann
- Seidel, Wienroth - Terzic (78. Köse), Barton, Sürgit, Hallerbach,
Makarchuk - El-Nounou (90. Celik), Erzen.
SR: Marco Cremer
(Lennestadt).
Tore: 0:1 (22.)
Erzen, 0:2 (37.) Seidel, 1:2 (39.) Schmitt, 2:2 (90.+2) Schmitt
(11m). Rote Karte: Seidel (SCW/90.+2).
03.10.2005 Von Wolfgang Volmer
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Quelle: WAZ Herne
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Westfalia fährt mit breiter
Brust ins Ungewisse
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01.10.05 |
Nur drei Tage nach dem
kräftezehrenden Spiel gegen Hüls muss der SC Westfalia schon wieder
ran. Heute um 16.30 Uhr wird im Hofbachstadion in Siegen-Geisweid (Hofbachstr.
120) die Oberligapartie zwischen SG Siegen II und dem Aufsteiger aus
Herne angepfiffen.
"Ich hoffe, dass wir im dritten Anlauf gegen eine Zweitvertretung
endlich mal Erfolg haben", will Westfalia-Trainer Frank Schulz die
weite Heimfahrt nicht mit leeren Händen antreten. In Ahlen und in
Schalke haben seine Jungs bislang eher unangenehme Erfahrungen mit
den Bundesliga-Reservisten gemacht. Doch daraus soll keine
Negativserie werden. "Einen Punkt wollen wir mindestens holen, am
liebsten natürlich drei", formuliert Schulz seine Erwartungen.
Die Siegener sind allerdings schwer auszurechnen. Nicht nur, dass
bis auf Tobias Wurm die meisten Spieler hierzulande nahezu unbekannt
sind; auch die bisherigen Ergebnisse lassen keine Schlüsse zu. 0:6
daheim gegen Schalke, nur 0:1 in Dortmund, dann sogar 2:1 in
Erkenschwick - allein die letzten Resultate sorgen für Rätselraten.
Die einzige Konstante scheint die Unberechenbarkeit zu sein. "Ich
gehe davon aus, dass dieser Gegner genau so schwer zu spielen ist
wie alle anderen. Also müssen wir uns auf uns selbst und auf unsere
eigenen Stärken besinnen", mahnt Schulz.
Größte Herner Stärke war und ist der Teamgeist, die Moral. Damit hat
der Aufsteiger bislang satte 16 Punkte gesammelt, drei mehr als der
morgigen Gastgeber. Kein Wunder, dass Schulz keine großen Änderungen
plant, zumal er seinen Grand erneut ohne Vier (Dohm, D. Degenhard,
A. Degenhardt, Kohl) reizen muss. Viel deutet sogar darauf hin, dass
er zum dritten Mal in Folge die gleiche Anfangsformation aufbietet,
auch wenn zumindest Kiki Kaup und Yakup Köse einen Einsatz verdient
hätten. "Aber wen soll ich raus nehmen? Alle haben 90 Minuten
gearbeitet und ihre Qualitäten bewiesen", lobt Schulz.
30.09.2005 Von Wolfgang Volmer
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Quelle: WAZ Herne
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Packendes Derby bleibt ohne
Sieger
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29.09.05 |
Der sechste Dreier war
zum Greifen nahe, letztlich aber musste sich der SC Westfalia
erstmals in dieser Oberligasaison mit einem Punkt zufrieden geben.
Mit dem 2:2 (1:0) gegen den VfB Hüls konnten am Ende alle leben,
nachdem sich die Aufregung der Schlussphase etwas gelegt hatte.
Es lief die 83. Minute, als Schiedsrichter Christian Peters die
Volksseele zum Kochen brachte. Michael Erzen war nach einem
Steilpass vor Rantzow am Ball, umspielte den Hülser Keeper und hätte
nur noch einzuschieben brauchen, kam aber zu Fall. 650 von 700
Zuschauern waren ganz sicher, und auch Erzen selbst schwor Stein und
Bein: Ein glasklarer Elfmeter. Doch Peters ließ weiterspielen,
zeigte Erzen auch nicht die gelbe Karte wegen einer Schwalbe. Die
ganze Herner Bank sprang auf, die Fans schrien sich die Seele aus
dem Leib. Einziger Erfolg: Frank Schulz und sein Co-Trainer Horst
Bistrich mussten auf die Tribüne. Und das Gespann bekam auf dem Weg
in die Kabine polizeilichen Geleitschutz.
Dabei bot die Partie auch ohne diesen Aufreger reichlich
Gesprächsstoff. Eine Stunde lang schien es, als sollte sich Hernes
Kampfkraft und Moral auch gegen die Spielkultur der im Vorjahr
auswärtsstärksten Oberligamannschaft durchsetzen. Bereits in der 16.
Minute grätschte Christian Hallerbach eine Makarchuk-Hereingabe ins
Tor, und drei Minuten nach Wiederbeginn konnte der starke Edin
Terzic seinen ersten Meisterschaftstreffer für den SCW bejubeln, als
er Makarchuks Eckball per Kopf ins Netz beförderte. Herne schien auf
der Siegerstraße, zumal Norman Seidel den gefürchteten Marco Schott
über weite Strecken neutralisierte und Kadir Mutluer als einzige
Hülser Spitze bei Thomas Wienroth gut aufgehoben war.
Doch plötzlich änderte sich das Bild. Mit Ercan Kacar (früher DSC
Wanne) und dem Ex-Sodinger Andreas Kluy kam mehr Qualität ins Hülser
Offensivspiel. Der SCW geriet unter Druck, ließ auch läuferisch
nach. Die Mannschaft stand nicht mehr so kompakt wie gewohnt, im
Mittelfeld taten sich Löcher auf, und schon ging es ratzfatz. Erst
traf Schott mit einem Schlenzer von der Strafraumgrenze (64.), dann
lief Beckmann ungehindert in Mutluers Kopfballvorlage und bezwang
Olli Bautz (69.). Alles war wieder offen, und auf den Rängen glaubte
mancher an ein böses Ende.
Bis die Westfalia ihre Fans eines Besseren belehrte. Mit
erstaunlicher Moral kämpfte sie sich ins Spiel zurück, hatte durch
Sürgits Drehschuss schon vor dem nicht gegebenen Elfmeter eine gute
Chance, die aber ebenso ungenutzt blieb wie die von Kluy auf der
Gegenseite (88.). "Wie sich die Mannschaft wieder aufgerappelt hat,
dafür muss ich ihr ein dickes Kompliment machen", meinte Frank
Schulz, bevor er doch ein paar Worte zum Schiedsrichter verlor. "Es
kotzt mich an, mit welcher Arroganz man hier behandelt wird. Ich
lasse es mir auch künftig nicht nehmen, mit Temperament dabei zu
sein. Selbst wenn ich noch zehnmal auf die Tribüne muss."
28.09.2005 Von Wolfgang Volmer
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Quelle: WAZ Herne
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Schulz erwartet eine enge
Kiste
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28.09.05 |
Nur drei Tage blieben
der Herner Westfalia Zeit, ihre Wunden zu lecken. Heute will sich
der Oberliga-Aufsteiger sein in Schalke vermisstes Glück zurück
erzwingen. Bereits um 17.15 Uhr kreuzt am Schloss der VfB Hüls auf -
für Fußballfreunde eine ideale Einstimmung auf den abendlichen
Champions-League-Knaller in der Veltins-Arena.
Die Hülser gehören zum Inventar der Oberliga Westfalen, führen die
"ewige Tabelle" mit fast 60 Punkten Vorsprung vor dem VfL Bochum II
an. Auch in dieser Saison zählt die Elf vom Badeweiher zu den
spielstärksten der Liga, zumal mit dem vor wenigen Wochen
verpflichteten Marco Schott der ideale Nachfolger von Miguel Pereira
gefunden wurde. Nicht nur als Antreiber und Passgeber, auch als
zweifacher Doppelpack-Torschütze ist der Ex-Hagener voll
eingeschlagen. Kein Wunder, wie SCW-Trainer Frank Schulz meint. Er
kennt Schott aus gemeinsamen Tagen in Lünen und weiß um seine
Qualitäten. "Ich hätte ihn auch gerne gehabt, aber leider ließ sich
das nicht realisieren", bedauert Schulz.
Ähnlich spielstark ist auch Kadir Mutluer, der nach langer
Verletzungspause jetzt wieder seine Topform erreicht hat. "Auch
Olschewski, Haxter und der Ex-Sodinger Kluy sind sehr gefährlich,
besonders bei Kontern", impft Schulz seinen Leuten höchste
Alarmbereitschaft ein. Er sieht jedoch keinen Grund, der
Auseinandersetzung mit Bammel entgegenzusehen. Schließlich hat seine
Mannschaft bislang noch nie enttäuscht, fünf von acht Partien
gewonnen und auch Topteams wie Verl oder Schalke alles abverlangt.
"Das wird bestimmt wieder eine enge Kiste", erwartet der SCW-Coach.
"Und ich hoffe, dass wir diesmal das Quäntchen Glück auf unserer
Seite haben."
Bis auf Dohm, Kohl, Andre? Degenhardt (alle verreist) und
Sportstudent Dino Degenhard, der sich beim Stabhochsprung die
Schulter ausgekugelt hat, ist der Herner Kader komplett. Größere
Änderungen wird es nicht geben. "Mal sehen, wie Hüls spielt. Die
haben zwei Systeme", lässt sich Schulz wie gewohnt nicht in die
Karten schauen.
27.09.2005 Von Wolfgang Volmer
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Quelle: WAZ Herne
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Großer Kampf bleibt ohne Lohn
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26.09.05 |
86 Minuten lief
Westfalia Herne der frühen Schalker Führung hinterher, rackerte und
drängte auf den Ausgleich, dann lag die Kugel endlich im Netz.
Leider im falschen. Mit 0:2 verlor der Oberliga-Aufsteiger eine
Partie, die er nicht unbedingt verlieren musste.
Dennoch sah Frank Schulz keinen Grund, Trübsal zu blasen. "Heute hat
nicht die bessere Mannschaft gewonnnen. Und das will etwas heißen,
schließlich haben wir hier gegen Schalke gespielt", zollte der
Westfalia-Trainer seinem Team größten Respekt.
Viel zu kritisieren gab es in der Tat nicht. Dass der eine oder
andere Fehler passiert, ist normal. Auch am frühen 1:0 durch einen
Kopfball von Lewejohann war wenig zu machen. Noch bevor sich der mit
Makarchuk für Degenhard (Schulter ausgekugelt), sonst aber
unverändert angetretene Gast richtig sortiert hatte, musste der
starke Olli Bautz schon hinter sich greifen. Bilal Aziz hatte mit
seinem linken Zauberfuß eine Ecke auf den ersten Pfosten gezirkelt,
der Wanne-Eickeler Rene? Lewejohann sprang einen Tick höher als sein
Bewacher Thomas Wienroth und lenkte das Leder so ins Netz. Fünf
Minuten später bewies Aziz noch einmal feines Ballgefühl, doch sein
Freistoß aus 18 Metern sprang vom Innenpfosten wieder ins Feld
zurück.
Das scheppernde Aluminium schien auch die Herner geweckt zu haben.
Vom Blitzstart der Büskens-Buben keineswegs geschockt, drückten sie
nun aufs Tempo und drängten die Schalker zurück. Makarchuks
Nachschuss blieb an einem Abwehrbein hängen (12.), eine Minute
später fabrizierte Kläsener fast ein Eigentor, als er in Terzics
flache Hereingabe lief - die ersten beiden Chancen waren dahin.
Doch Herne steckte nicht auf, setzte nach. Oft versuchte es die
Schulz-Elf mit langen Bällen in die Spitze. Dort hatten Sami
El-Nounou und Michael Erzen allerdings einen schweren Stand gegen
Kläsener und Klinger, die tags zuvor noch bei den Schalker Profis
auf der Bank saßen. Gefährlicher war es, wenn die Gäste über die
Flügel angriffen. Vor allem über die rechte Seite mit Sven Barton
und Edin Terzic ging einiges. Terzic bot sich auch die größte Chance
der ersten Halbzeit, als er nach Erzens Hereingabe freistehend aus
14 Metern knapp am langen Eck vorbei zielte (29.). Kurz darauf
sprintete Barton bis zur Grundlinie, doch der von Klinger hart
bedrängte Erzen bekam den Fuß nicht an den Ball.
Nach der Pause taten sich beide Mannschaften zunächst schwer, den
Faden wieder zu finden, zumal Schiedsrichter Steenebrügge mit
kleinlichen und oft falschen Entscheidungen den Spielfluss ständig
unterbrach. Herne versuchte es weiter mit langen Bällen - und hätte
in der 58. Minute fast Erfolg gehabt. Doch Erzen übersah, dass Neuer
weit aus seinem Tor geeilt war. Statt direkt einen Heber anzusetzen,
versuchte er es mit einem Pass auf El-Nounou, und schon war die
Chance vertan.
Vier Minuten später hatte El-Nounou nach Erzens Vorarbeit die beste
Möglichkeit auf dem Fuß, doch David Müller blockte ab. Nun lief
Herne die Zeit langsam davon. Mit Köse für Sürgit kam zwar noch
einmal frischer Wind, doch es reichte nicht, um die Schalker Abwehr
wirklich auszuhebeln. Schließlich setzte Schulz alles auf eine
Karte, löste den Libero auf - und wurde bestraft.
Mit dem Schlusspfiff nutzte Müller einen Konter über Lewejohann und
Aziz zum für Schalke schmeichelhaften 2:0.
25.09.2005 Von Wolfgang Volmer
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Quelle: WAZ Herne
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Mit Mut nach Schalke
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24.09.05 |
Passend zum Spätsommer
herrscht bei Westfalia Herne eitel Sonnenschein. Nichts trübt die
Laune von Trainer Frank Schulz, dessen Team dabei ist, die
Hierarchie in der Oberliga Westfalen durcheinander zu wirbeln. Mit
15 Punkte aus sieben Spielen hat sich der Aufsteiger auf Rang drei
festgebissen - weit vor vielen etablierten Teams. Wie zum Beispiel
dem FC Schalke 04 II, dem die Herner morgen (15 Uhr,
Glückaufkampfbahn) einen Besuch abstatten.
Die von Eurofighter Mike "Buyo" Büskens trainierten Jungknappen
haben bislang extrem schwankende Leistungen gezeigt. Zuletzt
trumpften sie mit 6:0 bei SF Siegen II auf, ein Auftritt, der am
Schalker Markt als eine Art Befreiungsschlag gewertet wurde. Als
dreifacher Torschütze glänzte dabei der Wanne-Eickeler Rene?
Lewejohann, der nach seiner Verletzung jetzt auf Schalke offenbar
richtig Fuß gefasst hat. Ihn hatte auch SCW-Trainer Frank Schulz vor
anderthalb Jahren auf seinem Zettel, als Lewejohann jedoch ein
Angebot des LR Ahlen vorzog.
Auch auf die zweite Top-Kraft in der Schalker Offensive hatte Schulz
damals ein Auge geworfen: Joseph Laumann hatte für Iserlohn gegen
Hernes Sven Barton starke Spiele gemacht. "Wir haben uns dreimal
getroffen. Aber Laumann ging nach Erkenschwick, weil die schon in
der Oberliga waren", erinnert sich Schulz. Dort kam er nicht so gut
zurecht. Umso besser dann auf Schalke, wo er in der Vorbereitung
auch für die Profis etliche Tore erzielte. "Scheinbar habe ich doch
ein ganz gutes Näschen", sieht sich Schulz in seinem Interesse
bestätigt.
Beiden S04-Stürmern wird er morgen "Schattenmänner" zuordnen. "Wen,
entscheide ich erst, wenn ich die Schalker Aufstellung kenne." In
jedem Fall müssen sich die Hausherren auf harten Widerstand
einstellen. "Wir versuchen, auch dort unser Spiel durchzuziehen,
also mit großer Moral und Kampfkraft dagegenzuhalten", kündigt
Schulz an. "Dann ist es gegen uns für jede Mannschaft schwer."
Personelle Sorgen gibt es beim SCW nicht. Zwar fehlen Andre? Dohm
(beruflich verreist), Andre? Degenhardt und Sebastian Kohl (Schule),
aber dafür brennt Mykola Makarchuk nach seiner Blinddarm-OP wieder
auf seinen Einsatz.
23.09.2005 Von Wolfgang Volmer
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Quelle: WAZ Herne
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Mit Maloche in den Spielrausch
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19.09.05 |
Westfalia Herne ist auf
dem besten Wege, sich als Markenname im Oberhaus des westfälischen
Fußballs zu etablieren. Ein Name, der steht für Maloche,
Leidenschaft, Hingabe. Diese Tugenden, die Trainer Frank Schulz
seiner Truppe förmlich eingeimpft hat, waren es letztlich, denen der
Aufsteiger den gestrigen 5:0 (1:0)-Triumph über eine keineswegs
schwache Eintracht aus Rheine zu verdanken hatte.
Noch zur Pause hätte niemand unter den gut 900 Zuschauern auf einen
derart klaren Herner Sieg gewettet. Zwar führte die Westfalia mit
1:0, was wegen der besseren Torchancen auch in Ordnung ging. Doch
der Ball zirkulierte meist in den Reihen der Gäste, die spielerische
Vorteile hatten und gepflegt kombinierten, ohne die beherzt
kämpfende Herner Mannschaft ernsthaft in Bedrängnis zu bringen.
Nach einer zehnminütigen Abtastphase nahm das Spiel richtig Fahrt
auf. Die ersten Chancen boten sich Sami El-Nounou, der nach Michael
Erzens Zuspiel im Strafraum zunächst ins Straucheln geriet und im
Anschluss an die folgende Ecke an Torwart Sandtel scheiterte. Zwei
Minuten später war es Wirbelwind Erzen, der nur um Haaresbreite eine
aus vollem Lauf geschlagene Flanke des agilen Edin Terzic verpasste.
Die Eintracht war also gewarnt. Und dennoch pennte die gesamte
FCE-Abwehr, als Dino Degenhard in der 22. Minute einen Freistoß aus
dem Halbfeld Richtung Elfmeterpunkt schlug. Niemand kümmerte sich um
Erzen, der mutterseelenallein im Sechzehner auftauchte und den Ball
per Kopf ins Tor verlängerte. Kurz darauf hätte Sven Barton nach
tollem Solo und Doppelpass mit El-Nounou das 2:0 nachlegen können,
doch Sandtel war auf dem Posten und parierte auch Terzics
Nachschuss.
Die Führung passte natürlich bestens ins Konzept von Frank Schulz.
Tief gestaffelt und mit einem enorm aggressiven Mittelfeld-Trio vor
der eigentlichen Abwehr, fingen die Herner die meisten Bälle weit
vor der gefährlichen Zone ab und bliesen dann blitzschnell zur
Attacke. Von außen machten Terzic und Degenhard Druck, und vorne
stürzten Erzen und El-Nounou die FC-Abwehr von einer Verlegenheit in
die andere. Bis das "Duo infernale" jedoch wieder zuschlug und die
Partie entschied, musste sich auch Olli Bautz zweimal auszeichnen.
Sekunden vor der Pause parierte er Schmidts Drehschuss aufs kurze
Eck, und in der 51. Minute wehrte er auch einen Schuss des von
Thomas Wienroth ansonsten völlig zugedeckten Ali Göl ab.
Keine zwei Minuten später lag die Kugel plötzlich im anderen Netz.
FC-Abwehrchef Röttger verschätzte sich bei einem eher harmlosen Pass
aus dem Herner Mittelfeld, El-Nounou roch den Braten und verlud
Torwart Sandtel im Stile eines Klasse-Torjägers. Ein Treffer, der
dem ganzen Team gut tat, vor allem aber El-Nounou selbst. Der war
überhaupt nicht mehr zu halten und legte nach Degenhards
fantastischem Diagonalpass gleich noch das 3:0 nach (63.).
Auch der gerade eingewechselte Yakup Köse ließ sich vom Spielrausch
gleich anstecken. Im Zusammenspiel mit Erzen und El-Nounou
vernaschte Köse die Gäste-Abwehr und lochte zum 4:0 ein, um sich
noch in derselben Minute mit einer Maßflanke auf Erzen zu bedanken,
die der Irrwisch aus dem Sauerland zu seinem siebten Saisontreffer
nutzte. "Das war super, das war Herne. So wird hier Fußball
gespielt", bedankte sich Trainer Schulz bei seinem gesamten Team.
18.09.2005 Von Wolfgang Volmer
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Quelle: WAZ Herne
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Schulz warnt vor Rheiner
Konterstärke
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16.09.05 |
Auf die
Oberligafußballer des SC Westfalia wartet am Sonntag ein weiteres
Spitzenspiel, wenn sich um 15 Uhr die Eintracht aus Rheine am
Schloss vorstellt.
Mit dem 1:0-Erfolg in Delbrück haben sich die Strünkeder mit zwölf
Punkten wieder auf den dritten Tabellenplatz vorgeschoben. Mit einem
Zähler Rückstand lauert Rheine dahinter auf Rang fünf. "Natürlich
wollen wir unserem Boss Stieneke ein Geschenk zu seinem Jubiläum
machen, aber es wird schwer genug werden. Rheine hatte mit elf
Punkten ebenfalls einen guten Start und gehört schon seit Jahren zu
den etablierten Mannschaften in der Oberliga", geht SCW-Trainer
Frank Schulz trotz des Heimvorteils keinesfalls von einem
Selbstläufer aus.
Für den Ex-Profi geht es in erster Linie darum, dass seine
Mannschaft die bisher gezeigten Leistung bestätigt. "Für mich ist
wichtig, dass das Team weiterhin so großartig mitzieht. Obwohl nicht
alle spielen können, gibt es keine Unruhe in der Mannschaft", freut
sich Schulz über die guten Voraussetzungen.
Auch gegen Rheine will der SCW nach vorne agieren, Tore erzielen und
den Fans ein gutes Spiel zeigen. Aber der Trainer warnt: "Rheine ist
eine gefährliche Kontermannschaft. Und mit Ali Göl hat ein
hervorragender Stürmer gerade gegen uns seine vierwöchige Rot-Sperre
abgesessen."
Optimismus bezieht Schulz aber aus der Tatsache, dass sein Team
bisher von keinem Gegner vorgeführt wurde. "Selbst gegen Verl haben
wir trotz der Niederlage hervorragend mitgehalten", erinnert Schulz,
der bis auf Mykola Makarchuk seinen kompletten Kader zur Verfügung
hat.
16.09.2005 Von Uwe Ross
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Quelle: WAZ Herne
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Erzen macht den SCW-Sieg in
Delbrück perfekt
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11.09.05 |
Die weiten
Busrückfahrten aus Ostwestfalen sind sind für die Fußballer ein
Gräuel. Da gibt es eigentlich nur ein Mittel - sie mit einem Dreier
zu versüßen. So machte es gestern Oberligist SC Westfalia Herne, der
sich im Duell der beiden Aufsteiger mit 1:0 (0:0) beim SC Delbrück
durchsetzte.
Am Ende war auch Trainer Frank Schulz zufrieden, der in der ersten
Halbzeit noch mit seinem Team gehadert hatte. "Da sind wir nicht so
gut ins Spiel gekommen. Meine Mannschaft hat zu wenig Leidenschaft
gezeigt", kritisierte der Ex-Profi.
Die rustikalen Gastgeber, bei denen gleich vier Akteure das Gardemaß
von über 1,90 Metern aufwiesen, hatten sich ganz auf
Standardsituationen eingestellt. "Und so haben die auch bestimmt 15
Ecken und Freistöße herausgeholt", fasste Schulz die ersten 45
Minuten zusammen. Allerdings hatte SCW-Keeper Oli Bautz dabei
lediglich eine gefährlich Situation zu überstehen.
Auf der anderen Seite scheiterte Westfalia-Goalgetter Sami El-Nounou
aus einem Meter an einem Super-Reflex des Delbrücker Keepers,
während Sven Barton mit einem Freistoß nur knapp scheiterte. Das
Remis zur Pause ging auf jeden Fall in Ordnung.
Im zweiten Durchgang einer jederzeit kampfbetonten Partie gewannen
die Strünkeder dann aber Oberwasser. "Da war dann auch die
Leidenschaft wieder da, die ich sehen möchte", so Schulz.
Die größte Möglichkeit hatten aber die Platzherren. Als Christian
Hallerbach in der 60. Minute ausrutschte, war Berhorst frei durch.
Aber mit Bautz hat der SCW zum Glück einen Meister seines Fachs
zwischen den Balken.
Nur wenig später bot sich El-Nounou auf der anderen Seite eine
ähnliche Situation, aber auch hier blieb der Schlussmann Sieger.
Nachdem Michael Erzen eine weitere Möglichkeit ausgelassen hatte,
durften die Strünkeder in der 70. Minute dann aber endlich jubeln.
Nach einem schönen Angriff über die linke Seite verlängerte
El-Nounou den Ball mit dem Kopf, und diesmal vollendete Erzen
abgeklärt zum 1:0.
Frank Schulz: "Weil wir uns im zweiten Durchgang stark gesteigert
haben, geht der Sieg für uns auch vollauf in Ordnung."
SCW: Bautz - Neumann - Wienroth, Seidel - Sürgit, Hallerbach, D.
Degenhard (88. Celik), Barton - El-Nounou, Erzen.
11.09.2005 Von Uwe Ross
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Quelle: WAZ Herne
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90
Minuten Vollgas für einen Punkt
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10.09.05 |
Völlig unbekanntes
Terrain betritt Oberligist SC Westfalia Herne morgen um 15 Uhr beim
Delbrücker SC. Wenn überhaupt, dann ist es lange her, dass die
Strünkeder mal im "Stadion Laumeskamp" an der Boker Straße
gastierten. Und auch die meisten Namen in der derzeitigen Delbrücker
Mannschaft sind hierzulande Schall und Rauch.
Auch Frank Schulz kann sich nicht erinnern, die Delbrücker je
gesehen zu haben. Doch der SCW-Coach weiß sich zu behelfen. "Ich
werde noch mit Mike Büskens sprechen, der mit Schalke letzte Woche
gegen Delbrück 1:1 gespielt hat", kündigte Schulz an. Mit einigen
Namen aber konnte er schon was anfangen. "Berkemeier, Kuhn und
Berhorst sind sehr starke Spieler, die alle aus Lippstadt kommen. Da
wartet in jedem Fall eine sehr starke Mannschaft auf uns", richtet
sich Schulz erneut auf einen ganz heißen Tanz ein. Ohnehin
interessieren ihn die Akteure der Gastgeber erst in zweiter Linie.
"Es geht darum, dass wir selbst wieder 90 Minuten Vollgas geben. Das
ist unsere Stärke, und deshalb gelten wir auch in der Oberliga als
unbequemer, schwer zu spielender Gegner."
Von daher ist klar, was er von seiner Truppe einfordert. "Wir müssen
von der ersten Minute an hellwach sein und dagegen halten. Unser
Minimalziel muss es sein, den Abstand zu Delbrück zu halten."
Konkret heißt das: Ein Punkt muss her, mindestens. Eine dritte
Niederlage in Folge wäre fatal. Auch für die Stimmung.
Da bis auf Mykola Makarchuk (Blinddarm-OP) keine Ausfälle zu
beklagen sind - das Thema Kamil Bednarski hat sich erledigt - wird
Schulz maximal eine oder zwei Änderungen vornehmen. Denn trotz eines
recht großen Kaders hat er momentan nicht gerade die Qual der Wahl.
"Im Pokal hat sich keiner aus dem zweiten Glied aufgedrängt", stellt
der Coach noch mal klar. "Das war zu wenig. Ich brauche Leute, die
90 Minuten marschieren und bis zum Umfallen kämpfen. Auch im Pokal."
Erst recht in Delbrück, wo die Weichen für die nächsten Wochen
gestellt werden. wv
09.09.2005
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Quelle: WAZ Herne
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Pflichtsieg in Holsterhausen
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07.09.05 |
SV Holsterhausen -
Westfalia Herne 0:3 (0:1).
Obwohl der Oberligist problemlos die vierte Runde erreichte und
letztendlich auch ein standesgemäßes Ergebnis einfuhr, haderte
Trainer Frank Schulz mit seiner Elf: "Mit diesem Auftreten kann ich
nicht zufrieden sein. In einem solchen Spiel muss man viel
dominanter auftreten." Die meisten der bisherigen "Bankdrücker"
hätten ihre Chance nicht genutzt und könnten aus diesem Spiel keine
Ansprüche auf weitere Einsätze ableiten. Womit Schulz keineswegs die
Leistung des A-Ligisten vor 200 Zuschauern schmälern wollte. "Der
Gegner hat klasse gegengehalten und auch sehr fair gespielt",
erkannte der Ex-Profi an.

Foto: InfoSchlumpf
Ähnlich sah es sein Gegenüber. "Wir haben uns super verkauft, haben
hinten sehr gut gestanden und sogar die eine oder andere
Offensivaktion gestartet", lobte Ralf Gregowski. Bis zur 77. Minute
lag sogar eine Verlängerung in der Luft. Erst dann musste
Holsterhausen, zehn Minuten zuvor durch eine fragwürdige Ampelkarte
gegen Bahadir Dernek dezimiert, das 0:2 durch einen Dohm-Kopfball
hinnehmen. Zuvor hatte nur Christoph Dannhausen nach einem
abgewehrten Köse-Schuss den starken "Flocki" Wlotzka überwinden
können. Den Schlusspunkt setzte Ümit Celik mit einem wuchtigen
Kopfball in der Nachspielzeit.
...
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Quelle: WAZ Herne
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Das Spiel des Jahrzehnts
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06.09.05 |
Mit drei Lokalderbys
beginnt heute das Achtelfinale des Kreispokals. Im Brennpunkt des
Interesses steht der Auftritt des SC Westfalia beim SV Holsterhausen.
SV Holsterhausen - Westfalia Herne (18.30, Wiesenstraße). Groß war
der Jubel beim SV Holsterhausen, als am letzten Montag der
Achtelfinalgegner des A-Ligisten aus dem Lostopf gefingert wurde.
"Für den SVH ist es das Spiel des Jahrzehnts", weiß
Kreisvorsitzender Reinhold Spohn. Ganz so hoch hängt Ralf Gregowski
die Partie nicht. "Das ist eine schöne Abwechslung vom
Alltagsgeschäft", meint der Holsterhauser Trainer. "Sportlich ist
das natürlich ein ziemlich schwerer Brocken". Unmögliches verlangt
er seinen Jungs aber nicht ab. "Gegen eine solche Mannschaft spielen
zu dürfen, muss Spaß machen. Und weil auch das Wetter gut werden
soll, könnte auch die Kulisse passen. Das wäre eine schöne Abrundung
dieser Geschichte." Da mit Martin Tegtmeier, Lars Ferchof, Nurettin
Dernek und Tuner Yalcin vier Leistungsträger fehlen, rechnet niemand
beim SVH wirklich mit einer Überraschung. "Wir wollen uns gut
präsentieren. Mal sehen, was dabei herauskommt", geht Gregowski die
Sache ganz entspannt an.
Wahrscheinlich wird ihm SCW-Trainer Frank Schulz den Wunsch erfüllen
und Andreas Scarale ins Tor stellen, mit dem Gregowski einst beim
SCR zusammenarbeitete. "Einige, die zuletzt nicht gespielt haben,
werden ihre Chance erhalten", kündigt Schulz an. So soll Thomas
Wienroth nach seiner Verletzung wieder Spielpraxis sammeln.
... wv, 05.09.05
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Quelle: WAZ Herne
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Jähes Ende eines schönen
Traums
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04.09.05 |
Knapp daneben ist auch
vorbei. Nur haarscharf verpasste der SC Westfalia eine dicke
Überraschung und musste sich am Ende dem SC Verl noch mit 2:4 (2:1)
beugen.
Frank Schulz wollte und konnte seiner Mannschaft keinen Vorwurf
machen. "Wir haben alles gegeben. Und es hat wirklich nur so viel
gefehlt", rieb Westfalias Trainer Daumen und Zeigefinger fast
gegeneinander. Das Fazit seines Assistenten klang etwas anders:
"Heute kann man wirklich sagen, dass uns die Grenzen aufgezeigt
wurden", meinte Horst Bistrich.
So paradox es klingt: Beide Aussagen trafen den Nagel auf den Kopf.
Denn dass Verl die bessere Mannschaft stellte, die spielerisch und
läuferisch richtig was drauf hatte, war von der ersten Minute an zu
sehen. Genau so offensichtlich aber war, dass der SCW dieses starke
Team ins Wanken brachte. Und es wäre wohl gestürzt und auch nicht
mehr aufgestanden, wenn die Herner eine ihrer drei klaren Chancen
zum 3:1 hätten nutzen können.
Doch Konjunktive haben im Fußball nichts zu suchen. Fakt ist, dass
die knapp 1500 Zuschauer am Schloss ein rassiges und temporeiches
Oberligaspiel sahen und voll auf ihre Kosten kamen. Einige Szenen
waren schon allein das Eintrittsgeld wert. Zum Beispiel Sven Bartons
Traumtor zur Herner 1:0-Führung (26.)
Stand die Schulz-Elf bis
dahin nur in der eigenen Hälfte und wehrte sich verbissen gegen die
Verler Angriffswellen, so wurde bereits die erste Offensivaktion mit
einem Tor belohnt. Konnte Gäste-Keeper Kirchhoff einen Erzen-Schuss
noch mit den Fingerkuppen zur Ecke lenken, so musste er Sekunden
später doch hinter sich greifen. Dohm schlug die Ecke herein, ein
Verler köpfte sie heraus, doch Barton stand 30 Meter vor dem Tor und
jagte die Kugel per Bogenlampe unhaltbar in den Knick. Ein Wahnsinn
- den Bartons direkter Gegenspieler Alexander Schiller fast noch
getoppt hätte. Aus spitzem Winkel und satten 25 Metern Entfernung
hielt der quirlige Linksfuß einfach drauf, und von der
Lattenunterkante sprang der Ball vor den Innenpfosten und in die
fangbereiten Hände von Oliver Bautz (32.). Unfassbar.
Drei Minuten später aber hieß es doch 1:1. Statt nur zu "löschen",
wollte Kiki Kaup den Ball im Fünfmeterraum erst annehmen, der
versprang - und Carlos Castilla lachte sich ins Fäustchen. Eine
Drehung, ein Schuss, Bautz streckte sich vergeblich. Dumm gelaufen.
Als alles mit dem Pausenpfiff rechnete und sich an Bier- und
Bratwurstbuden Schlangen bildeten, schlug Michael Erzen zu. Von
Yakup Köse, dem zuvor nicht viel gelang, prima eingesetzt,
entwischte der kleine Torjäger und ließ Kirchhoff keine Chance. 2:1
- Zeit zum Durchschnaufen.
Nach der Pause ging es im hohen Tempo weiter. Jetzt waren es die
Herner, die sich die besseren Chancen erspielten. Nach tollem Konter
über Köse und Erzen verfehlte Sami El-Nounous artistische
Direktabnahme knapp das Ziel (47.), dann scheiterte Köse aus spitzem
Winkel (68.), und zu schlechter Letzt zischte El-Nounous Kopfball um
Millimeter am Tor vorbei (71.) - der SC Verl war um den "Gnadenstoß"
herum gekommen.
Stattdessen das 2:2. Hallerbach verpasste eine Bode-Flanke, zwei
Meter hinter ihm hatte sich Özkara freigeschlichen und sagte Danke
(75.). Vier Minuten später konnte Kaup den wuchtigen Castilla nicht
am Schuss hindern, und es hieß 2:3. Herne war fix und foxi, mit den
Kräften und der Moral am Ende. Und konnte nur noch Spalier stehen,
als Özkara, von Castilla per Absatzkick bediente, die ganze Abwehr
vernaschte und zum Endstand einnetzte.
04.09.2005 Von Wolfgang Volmer
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Quelle: WAZ Herne
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Bereit zu neuen Taten
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03.09.2005 |
Das Wort "Spitzenspiel"
hört Frank Schulz gar nicht so gerne. Dennoch: Die Oberliga schaut
nach Herne, wo Aufsteiger SC Westfalia morgen den SC Verl empfängt.
Schließlich treffen um 15 Uhr am Schloss die beiden punktgleichen
Verfolger von Spitzenreiter Borussia Dortmund II aufeinander.
Während die Gäste aus Verl dort erwartet wurden und als einer der
ganz großen Titelanwärter gehandelt werden, gilt Aufsteiger
Westfalia Herne bisher als Überraschung dieser noch jungen
Spielzeit. Zumindest Trainer Schulz will das nicht überbewerten: "Es
bleibt dabei, unser Ziel ist der Klassenerhalt", wiederholt er fast
gebetsmühlenartig. Und die neun Punkte auf der Habenseite betrachtet
er als guten Start in eine schwere Saison.
Doch bei aller Bescheidenheit: Die Erfolge des Aufsteigers haben in
der Liga durchaus für Aufsehen gesorgt. So hat der SC Verl den
Herner Wunsch abgelehnt, die Partie auf den heutigen Samstag
vorzuziehen und so noch mehr Zuschauer ins Stadion zu locken. "Die
Verler haben das damit begründet, im Rhythmus bleiben zu wollen",
erläutert Schulz. "Und ich denke, das zeigt schon, wie ernst die uns
nehmen."
Dennoch schanzt Schulz den Gästen die Favoritenrolle zu. "Das ist
eine Mannschaft, die auf jeder Position top besetzt ist und ganz
andere Möglichkeiten hat als wir", weist der SCW-Coach auf Asse wie
Carlos Castilla oder den 36-jährigen früheren Bundesligaspieler Jörg
Bode (HSV, Arm. Bielefeld) hin. "Aber wir werden trotzdem versuchen,
das Spiel zu gewinnen. Und wir können auch jede Überraschung
schaffen, das haben wir oft genug bewiesen."
Auch die erste Saisonniederlage und die dürftige Offensivleistung
beim 0:2 in Ahlen hat dem Selbstvertrauen nicht geschadet. "Das ist
lange abgehakt, solche Spiele werden immer wieder passieren", hält
sich Schulz nicht lange mit der Ursachenforschung auf. Vielmehr hat
er zwei positive Erkenntnisse herausgefiltert: "Erstens haben wir
wie gegen Bielefeld kaum eine Chance zugelassen. Und zweitens haben
wir gesehen, dass wir in der Liga mithalten können, selbst wenn wir
mal nicht die optimale Leistung bringen."
Morgen aber will Schulz wieder alles aus seiner Truppe
herauskitzeln. Eventuell ist sogar Sami El-Nounou dabei, der keinen
Bänderanriss, sondern "nur" Meniskusprobleme hat und gestern einen
Belastungstest absolvieren wollte. Wieder im Kader ist
Abwehr-Routinier Thomas Wienroth, während Mykola Makarchuk nach
seiner Blinddarm-OP noch zuschauen muss. Fast schon erledigt hat
sich das Thema Kamil Bednarski, der sich seit dem Bielefeld-Spiel
nicht mehr gemeldet hat. "Ich versteh´ es einfach nicht. Es ist
schade für den Jungen", hält Schulz dem Nachwuchsmann immer noch
eine Tür offen."Wir haben gesehen, dass wir in der Liga mithalten
können"

Den Ball für das
Verl-Spiel spendete und signierte Bundesfinanzminister Hans Eichel
(links) bei seinem gestrigen Besuch
in Herne. Mit im Bild Georg Ortmann und Bernd Faust vom SC Westfalia
04 Herne.
02.09.2005 Von Wolfgang Volmer
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Quelle: WAZ Herne
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Westfalia
muss nach Wattenscheid
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02.09.2005 |
In der zweiten Runde des
Krombacher-Verbandspokals muss Fußball-Oberligist SC Westfalia Herne
ausgerechnet beim Regionalligisten SG Wattenscheid 09 antreten.
Die Glücksfee meinte es bei der Pokalauslosung, die unter der Regie
des Herner Pokalspielleiters Reinhold Spohn in Kaiserau durchgeführt
wurde, nicht gerade gut mit den Strünkedern. "Es hätte ja wohl
wenigstens ein Heimspiel sein dürfen. Die Auslosung ist für uns
nicht gerade günstig verlaufen", nahm SCW-Coach Frank Schulz das Los
etwas missmutig zur Kenntnis.
Fest steht unterdessen, dass die Partie nicht am offiziellen
Spieltag, dem 21. September, über die Bühne gehen wird.
"Wattenscheid hat heute morgen schon angerufen, um den Termin wegen
eines Meisterschaftspiels abzusagen. Bis jetzt haben wir uns noch
nicht geeinigt", musste Schulz die Fans vertrösten.
Von einem richtigen Knaller hat der SCW nach der jüngsten
Erfolgsgeschichte des Klubs schon seit Monaten geträumt. Der
Verbandsliga-Hit gegen den SSV Hagen mit rund 5000 Zuschauern hatte
in der letzten Saison den Appetit auf große Spiele am Schloss
Strünkede bestimmt genährt. "In Herne wären mit Sicherheit 3000
Leute gekommen, in Wattenscheid werden es höchstens 1000 sein",
konnte auch SCW-Pressesprecher Ralf Jelitto seine Enttäuschung nicht
verbergen. Ein kleiner Trost ist, dass die Einnahmen unter den
beiden Klubs aufgeteilt werden.
Sportlich gesehen hat Frank Schulz das Spiel trotz der klaren
Favoritenstellung der Wattenscheider allerdings längst noch nicht
abgehakt. Und das, obwohl er in rund drei Wochen wohl immer noch auf
Torjäger Sami El-Nounou (Bänderanriss) verzichten muss. "Wir können
nur gewinnen. Es gehört dann halt auch etwas Glück dazu", setzt
Schulz auf die eigentümlichen Gesetze im Pokal.
In der ersten Runde hat sich die Westfalia beim Dortmunder
Bezirksligisten Kemminghausen jedenfalls noch nicht mit Ruhm
bekleckert. Erst im Elfmeterschießen setzte sich der
Kreispokalsieger mit 5:3 durch. Dabei schickte Schulz jedoch nur
seinen zweiten Anzug ins Rennen. Diesen Luxus wird sich der Ex-Profi
gegen den mit Hochkarätern gespickten 09-Kader bestimmt nicht mehr
erlauben.
01.09.2005 Von Jens Schumann
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Quelle: WAZ Herne
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El-Nounou fällt für
einige Wochen aus
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01.09.2005 |
Sami El-Nounou vom
Fußball-Oberligisten SC Westfalia hat sich einen Bänderanriss
zugezogen. Die Ärzte haben dem 26-Jährigen - mit 32 Treffern
Torschützenkönig in der vergangenen Spielzeit - ein dreiwöchiges
Trainingsverbot auferlegt. Verzichten muss Trainer Frank Schulz
überdies auf Mykola Makarchuk. Der Neuzugang von Adler Osterfeld
fällt nach seiner Blinddarm-Operation noch zwei Wochen aus. Am
kommenden Sonntag gastiert mit dem langjährigen Regionalligisten SC
Verl nun einer der Top-Favoriten am Schloss Strünkede.
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Quelle: WAZ Herne
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Ein Sonntag zum Vergessen
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29.08.2005 |
Nein, das war wirklich
kein schieres Vergnügen. Die Fahrt nach Ahlen war für den SCW
gestern ein Schuss in den Ofen - nicht nur wegen der 0:2
(0:1)-Schlappe.
Schon der Anmarsch gestaltete sich für die ortsunkundigen Gäste zu
einer Tort(o)ur. Bis sie ihr Auto irgendwo im Parkverbot abgestellt
und die mitten in einem engen Wohngebiet gelegene Südenkampfbahn
erreicht hatten, waren viele SCW-Fans schon ziemlich bedient. Wer
dann noch den Nerv hatte, sich am einzigen Bratwurststand in die
Schlange zu stellen, konnte kurz vor dem Halbzeitpfiff dann
vielleicht doch schon einen kleinen Blick aufs Spielfeld erheischen.
Was sich da tat, sorgte ebenfalls nicht für die ganz große
Begeisterung. Die Partie wurde zwar von beiden Seiten mit hoher
Intensität geführt, doch Szenen zum Zungeschnalzen waren rar gesät.
Den besseren Start erwischten eigentlich die Herner, bei denen Yakup
Köse für den am Blinddarm operierten Makarchuk die linke Seite
beackerte. Der quirlige Ex-Schermbecker war auch Ausgangspunkt der
ersten gelungenen Aktionen. Beide Male bediente er Michael Erzen,
doch der war weder mit seinem Kopfball (4.) noch mit seinem Schuss
aus spitzem Winkel (6.) erfolgreich.
Sekunden später der Nackenschlag: Eigentlich schien der Ahlener
Konter schon abgefangen, hatte Norman Seidel dem explosiven
Omerbegovic das Leder schon abgejagt. Doch der LR-Stürmer
erstocherte sich zwischen Seidel und dem zur Hilfe eilenden Charly
Neumann das Leder und spitzelte es an Olli Bautz vorbei zur Ahlener
1:0-Führung ins Netz. "Ein dummes, ja ein saudummes Tor", wie auch
Bautz meinte.
Ein Tor zudem, das die Aufgabe für die Schulz-Elf extrem schwer
machte. Denn die gut geordnete, mit etlichen Spielern aus dem
Profi-Kader bestückte LR-Elf war auf dem engen Kunstrasenplatz kaum
auszuspielen. Mit läuferischen Mitteln allein war da wenig zu
machen. Dem Herner Mittelfeld fehlten Kreativität und Inspiration,
und vorne konnte sich Sami El-Nounou gegen die Ahlener Viererkette
nicht in Szene setzen. Nur Erzen versuchte es immer wieder, suchte
die 1:1-Situationen - rieb sich letztlich aber in vielen Zweikämpfen
auf.
Da die Ahlener Reserve vor allem nach der Ampelkarte gegen Julian
Schmidt (34.) wenig Anstalten machte, selbst nach vorne zu spielen,
plätscherte die Partie ereignisarm dahin. Bis zur 52. Minute. Da
flankte Hasan Beganovic maßgerecht auf Erzen, doch dessen Kopfball
aus zwei Metern prallte vom Rücken eines Abwehrspielers ins Feld
zurück.
Das sollte die dickste Chance des Spiels bleiben. Danach rannte der
SCW eher planlos an und kam kaum noch zum Abschluss. Dass Muwana aus
einer klaren Abseitsposition noch das 2:0 nachlegte (86.), ließ die
Gemüter zwar hochkochen, tat aber herzlich wenig zur Sache. Das Tor
hätte der SCW gestern ohnehin nicht mehr getroffen.
28.08.2005 Von Wolfgang Volmer
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Quelle: WAZ Herne
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Westfalia will den Höhenflug
fortsetzen
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27.08.2005 |
Noch hat die Konkurrenz
den Höhenflug von Westfalia Herne nur beiläufig zur Kenntnis
genommen. Das könnte sich mit einem Sieg bei LR Ahlen II ändern.
Neun Punkte hat der Oberliga-Aufsteiger bereits im Sack, hat bislang
die maximale Ausbeute eingefahren. Trainer Frank Schulz fällt es
immer schwerer, die Euphorie rund ums Schloss Strünkede auf
Normalmaß zu stutzen. Er nimmt es gern in Kauf - solange die
Ergebnisse stimmen.
Morgen wartet auf seine Elf in der Südenkampfbahn allerdings erneut
eine schwere Aufgabe. Nach holprigem Beginn trumpfte LR Ahlen II am
letzten Sonntag in Schalke groß auf, entführte durch ein hoch
verdientes 3:1 alle drei Punkte aus der Glückaufkampfbahn. Dabei
zeigte die Ahlener Reserve genau die Qualitäten, die auch den SC
Westfalia bislang auszeichneten: Geschlossenheit, Teamgeist,
Kampfkraft und eine kompakte, kaum zu knackende Defensive.
"Das wird eine ganz heiße Kiste. Wie alle Bundesliga-Reserven haben
auch die Ahlener sehr junge, schnelle und technisch starke Spieler
in ihren Reihen", weiß Frank Schulz. "Außerdem spielt das
Zweitliga-Team schon Freitag, so dass bestimmt einige Profis
runtergezogen werden."
Doch Bangemachen gilt für den SCW-Trainer nicht. Dazu hat seine
Mannschaft bislang viel zu stark gespielt. Das neue System mit einem
zweiten defensiven Mittelfeldmann hat die Abwehr weiter
stabilisiert. "Auch gegen Bielefeld haben wir kaum Chancen
zugelassen", vertraut Schulz auch morgen auf das Bollwerk um Kapitän
Charly Neumann.
Vorne sind Sami El-Nounou und Michael Erzen ohnehin immer für das
eine oder andere Tor gut. Einzig auf der linken Außenbahn ist Schulz
zu einer Änderung gezwungen. Mykola Makarchuk wurde am Blinddarm
operiert. Mit dem privat verhinderten Dino Degenhard und Kamil
Bednarski, der sich seit Sonntag nicht mehr gemeldet hat, fallen
zwei Alternativen aus. "Keine Ahnung, was mit Kamil ist. Ich würde
mich freuen, von ihm zu hören", hat Schulz den Nachwuchsspieler noch
nicht vollends abgeschrieben.
26.08.2005 Von Wolfgang Volmer Fußball Oberliga Westfalen
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Quelle: WAZ Herne
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Drei Tore für einen Stammplatz
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26.08.2005 |
Weit weniger Mühe als
befürchtet hatte Westfalia Herne in der zweiten Kreispokalrunde. Bei
Yeni Genclikspor siegte der Oberligist souverän mit 6:1 (3:0).
"So einfach hatte ich mir das auch nicht vorgestellt. Aber die
Mannschaft hat wirklich klasse gespielt", lobte Trainer Frank Schulz
seine gesamte Elf. Zu bemängeln hatte er allein die
Chancenverwertung. "Wir hätten durchaus noch das eine oder andere
Tor mehr erzielen können."
Einen Mann musste der Coach aber selbst von dieser kleinen Kritik
ausnehmen: Hassan Beganovic. Mit drei blitzsauberen Treffern (28.,
65., 74.) bewies der Linksfuß einen erstaunlichen Torriecher. "Er
macht mir sowieso viel Freude, ist sehr lernwillig und in jedem
Training mit vollem Einsatz dabei", stellte Schulz dem Neuzugang ein
gutes Zeugnis aus, der diesmal für Michael Erzen in der Spitze
spielen durfte. Sein Sturmpartner Sami El-Nounou hatte den SCW mit
zwei Treffern (12., 29.) früh in Führung gebracht und sämtliche
Hoffnungen der Gastgeber auf eine Sensation im Keim erstickt.
Erst zehn Minuten vor Schluss kam Yeni durch einen direkt
verwandelten Freistoß zum Ehrentor, ehe Yakub Köse das halbe Dutzend
vollmachte (85.). "Das war insgesamt eine runde Sache. Ich habe
einiges gemischt, und alle haben ihre Aufgabe voll erfüllt", war
Schulz zufrieden.
SCW: Bautz - Neumann (65. Kohl) - Celik, Kaup - Barton (46. Terzic),
Köse, Sürgit, Dohm, Dino Degenhard (70. Dannhausen) - El-Nounou,
Beganovic.
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wv, 25.08.2005 Fußball DFB-Kreispokal, 2. Runde
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Quelle: WAZ Herne
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Final-Revanche am Fuchsweg
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24.08.2005 |
Wiedersehen am
Merklinder Fuchsweg: Nur zwei Monate nach dem letzten
Kreispokalfinale stehen sich die damaligen Endspielgegner heute
Abend erneut gegenüber.
Der Auftritt des Oberliga-Aufsteigers und aktuellen Tabellenführers
Westfalia Herne beim SV Yeni Genclikspor ist zweifellos der
Höhepunkt der zweiten Kreispokalrunde, die heute aber noch vier
weitere Begegnungen bereit hält.
Yeni Genclikspor - Westfalia Herne (18.30 Uhr, Fuchsweg). Relativ
entspannt geht Frank Schulz die Neuauflage des Endspiels an: "Für
mich steht die Meisterschaft absolut im Vordergrund. Trotzdem wollen
wir natürlich gewinnen und eine Runde weiter kommen", macht der
Herner Trainer seine Prioritäten deutlich.
Er selbst war vor neun Wochen nicht dabei, als der frisch gebackene
Verbandsligameister, kaum aus Mallorca zurück, nach einem
0:1-Rückstand noch mit 3:1 gewann. Doch Schulz hat sich informiert.
"Ich weiß, dass Genclikspor ein schwerer Gegner ist und sich noch
weiter verstärkt hat", zollt er dem Gastgeber Respekt. Namhaftester
Neuzugang beim Bezirksliga-Aufsteiger ist Ergin Ersoy, ein genialer
Ballverteiler, der schon in der Ober- und Regionalliga (u.a. Bor.
Dortmund II, Erkenschwick) gekickt hat. Mit Erkan Gül steht zudem
ein gefürchteter Torjäger im Team von Zeki Terzioglu, das mit einem
2:2 gegen Titelanwärter Osmanlispor in die Saison startete. "Wir
wissen, was uns erwartet", zeigt sich Schulz gewappnet.
Bis auf Thomas Wienroth steht ihm der komplette Kader zur Verfügung.
"Es werden viele der Spieler zum Einsatz kommen, die zuletzt auf der
Bank saßen." Ohnehin sieht der Coach Köse, Dohm und Co. nicht als
Ersatzspieler. "Sie haben alle den Anspruch, in der Oberliga zu
spielen, und die meisten haben schon den Nachweis geliefert, dass
sie es können." Doch bislang gab es wenig Grund zu wechseln. Also
mahnt Schulz zur Geduld. "Die Saison ist noch lang, jeder wird seine
Chance erhalten." Vielleicht ja schon heute.
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wv, 23.08.05
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Quelle: WAZ Herne
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Westfalia setzt sich an die
Tabellenspitze
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22.08.2005 |
Der Traumstart ist
perfekt. Mit einem 3:0 (0:0) über den VfB Fichte Bielefeld, dem
dritten Sieg im dritten Spiel, setzte sich Westfalia Herne an die
Oberligaspitze.
Dass der Aufsteiger sich dort nicht dauerhaft festbeißen kann, ist
für Frank Schulz ausgemachte Sache. "Genießt den Blick auf die
Tabelle, das wird nicht lange so bleiben", holte der SCW-Coach die
zur Euphorie neigenden Fans wieder auf den Teppich.
Argumente für die Prognose ihres Trainers lieferten die
Westfalia-Spieler vor der Pause zur Genüge. Zwar gingen sie beherzt
in die Zweikämpfe und riegelten ihren Strafraum rigoros ab, doch
spielerisch lief wenig zusammen. Man pflegte den etwas rustikaleren
Stil - allen voran Kiki Kaup, der das Leder mehrfach unbedrängt in
die Walachei drosch. Als Sven Barton und Edin Terzic dem
nacheiferten, schien das Ganze zur Pölerei auszuarten. Auf den
Rängen regte sich Unmut. "Spielt doch mal Fußball", riefen die Fans,
und Schulz rannte an die Linie, forderte: "Ruhiger, Jungs, ruhiger!"
Offenbar kennt Schulz das Seelenleben seiner Schützlinge recht
genau. Denn kaum hatte er wieder Platz genommen, starteten die
Herner die ersten gefährlichen Aktionen. Zunächst prüfte Hasan
Sürgit Fichte-Keeper Bergenthal mit einem 25-m-Volley (31.).
Sekunden später parierte der VfB-Schlussmann gegen Sami El-Nounou
und Michael Erzen, ehe Sven Barton mit einem Schuss ans Außennetz
diese erste Herner Angriffslawine abschloss (34.).
Dennoch überwog zur Pause die Skepsis. "Ein Punkt, mehr geht nicht",
tippte etwa Werner Lappeneit. Doch der Ex-Trainer sollte bald eines
Besseren belehrt werden. Acht Minuten waren in der zweiten Hälfte
gespielt, da zeigte Sami El-Nounou, warum er in der Verbandsliga zum
Schrecken der Abwehrreihen wurde. Unnachahmlich schraubte er sich
bei Bartons Flanke in die Höhe, stand förmlich in der Luft, und als
sein Kopfball zurückprallte, drosch er den Nachschuss mit Lust ins
Netz (53.).
Damit war der Weg geebnet. Zwar gaben sich die "Fichten" noch nicht
geschlagen, doch sie waren nun gezwungen, den Druck zu erhöhen. Das
kam den Hernern entgegen. So sehr sich Robert Mainka und Kapitän
Reitemeier auch bemühten, die kompakte SCW-Deckung war nicht zu
knacken. Der frühere Herner Rafael Arlet lag bei Kaup ebenso an der
Kette wie Belombo beim unerbittlichen Norman Seidel, der erneut eine
ganz starke Partie zeigte. Und weil auch das Mittelfeld mit Barton,
Hallerbach und Sürgit viel abräumte und Charly Neumann die wenigen
Löcher "mit Auge" stopfte, verlebte Keeper Olli Bautz einen ruhigen
Nachmittag.
Mit zunehmender Spieldauer boten sich immer bessere Möglichkeiten,
Konter zu setzen. Dabei zeichnete sich vor allem Yakup Köse aus.
Kaum eingewechselt, zwang er Bergentahl zu einer Glanzparade und
servierte gleich darauf für El-Nounou, dessen spektakulärer
Seitfallschuss von der Linie geschlagen wurde (78.).
Fünf Minuten später leitete Köse das entscheidende 2:0 ein. Seine
Flanke köpfte Edin Terzic aufs Tor, den abgewehrten Ball stocherte
Michael Erzen über die Linie. Auch beim 3:0, von Mykola Makarchuk
ebenfalls im Nachsetzen erzielt, machte eines deutlich: Wenn schon
nicht die bessere, so hat zumindest die entschlossenere Mannschaft
gewonnen. Und das zu Recht.
21.08.2005 Von Wolfgang Volmer Fußball Oberliga Westfalen
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Quelle: WAZ Herne
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Sami El-Nounou hofft Sonntag
auf sein Comeback
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19.08.2005 |
So schnell kann es
gehen. Schon am dritten Spieltag der neuen Oberligasaison schlüpft
Aufsteiger SC Westfalia Herne plötzlich in die Favoritenrolle.
Zu Gast im Stadion am Schloss Strünkede ist am Sonntag um 15 Uhr der
VfB Fichte Bielefeld. Und da die Herner dem Traumauftakt mit dem 3:0
gegen Erkenschwick auch einen 2:1-Auswärtserfolg in Schermbeck
folgen ließen und die "Fichten" nur mit einem Pünktchen anreisen,
dürfte die Erwartungshaltung der Westfalia-Anhänger recht hoch sein.
Das weiß auch Frank Schulz, der zu diesem Thema seine ganz eigene
Meinung hat: "Wenn es nach unseren Fans geht, müsste der SCW ganz
schnell Deutscher Meister werden." Umso mehr betont der Trainer fast
gebetsmühlenartig, dass man auf dem Teppich bleiben müsse. "Wir
haben sechs Punkte auf dem Konto und wissen das richtig
einzuschätzen. Jetzt schon eine Prognose abzugeben, wäre sehr
verfrüht. Und genauso wenig kann man bei Fichte Bielefeld schon
jetzt von einem Fehlstart sprechen. Nach fünf, sechs Spieltagen kann
man den Saisonstart vielleicht beurteilen", baut Schulz verfrühten
Optimismus vor.
Den morgigen Gegner nimmt der SCW-Trainer jedenfalls nicht auf die
leichte Schulter: "Wir richten uns auf ein gefährliches Konterspiel
der Bielefelder ein und müssen dabei vor allem auf die Sturmspitzen
Rafael Arlet und Bayamba Belombo achten."
Im Team des SC Westfalia wird es auf jeden Fall eine Umstellung
geben, da der bereits zur Halbzeit in Schermbeck wegen einer Zerrung
ausgewechselte Thomas Wienroth ausfällt. Für ihn könnte Christian
Kaup erstmals in der Startelf stehen.
Und dann bleibt da noch die Frage nach Sami El-Nounou. Der
letztjährige Goalgetter der Strünkeder dazu: "Ich habe mich in
dieser Woche richtig reingekniet und werde das auch im
Abschlusstraining tun. Ob ich spielen werde, muss aber der Trainer
entscheiden."
19.08.2005 Von Uwe Ross Fußball Oberliga Westfalen
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Quelle: WAZ Herne
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Oberliga Westfalen: Herne
startet mit zwei Siegen optimal
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19.08.2005 |
Torjäger El-Nounou vor
Saisondebüt
Der SC Westfalia hat sich mit zwei Siegen gleich Respekt verschafft,
vor dem dritten Schlagabtausch gegen den VfB Fichte Bielefeld hält
Coach Frank Schulz den Ball aber gewohnt flach.
"Wir wissen das richtig einzuschätzen. Verlieren wir die nächsten
Spiele, haben wir immer noch sechs Punkte. Den Saisonstart kann man
erst nach fünf oder sechs Runden beurteilen. Unser Ziel ist der
Klassenerhalt. Den wollen wir so schnell wie möglich sicher
stellen“, bekräftigt der Ex-Profi die Zielsetzung.
Gleichwohl ist der Trainer des Aufsteigers offensichtlich auf dem
besten Weg, die gute Arbeit auch in der Oberliga fortzusetzen. "Bei
uns ging es in den letzten zwei Jahren immer weiter bergauf. Ich bin
mir sicher, dass ich bei einigen noch etwas rauskitzeln kann. Wir
haben viele junge Spieler, die genauso wie ich alle noch höher
spielen wollen. Am liebsten in Herne, aber das wird finanziell wohl
noch nicht machbar sein", prophezeit Schulz. Vor seinem Saisondebüt
steht Verbandsliga-Torschützenkönig Sami El-Nounou (32 Tore), der
sich nach Prüfungsstress noch einen entspannenden Kurzurlaub gönnen
durfte. "Das ist sicherlich noch ein Pluspunkt für uns", frohlockt
der Coach.
Jens Schumann
© Olympia-Verlag 2005
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Quelle:
www.kicker.de
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SC Westfalia feiert den
zweiten Dreier
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15.08.2005 |
Der SC Westfalia Herne
ist in der Oberliga angekommen. Mit dem 2:1 (1:0) beim SV Schermbeck
feierte der Aufsteiger im zweiten Saisonspiel den zweiten Sieg.
Nach dem Motto "Wir machen dem Gegner das Stadion voll und nehmen
dafür die Punkte mit" präsentierte sich der SCW auf dem Schermbecker
Waldsportplatz. 1 000 Zuschauer beobachteten die Partie, und von
denen waren gut 600 aus Herne angereist. "So spielt ein Aufsteiger",
sangen die Fans der Blau-Weißen Mitte der zweiten Spielhälfte, als
die Westfalia hoch verdient mit 2:0 führte und die Gastgeber durch
die Rote Karte für Markus Seyer nach einem Ellenbogencheck gegen
Sven Barton dezimiert waren.
SCW-Trainer Frank Schulz vertraute ganz auf die Mannschaft, die sich
zum Saisonstart mit 3:0 gegen Erkenschwick behauptet hatte. Zwar war
Goalgetter Sami El-Nounou aus dem Urlaub zurück, doch für ihn blieb
nicht einmal ein Platz auf der Bank. "Das hätte ich der Mannschaft
gegenüber nicht rechtfertigen können", sagte Schulz. El-Nounou hatte
dafür volles Verständnis: "Ich werde jetzt im Training richtig Gas
geben und will mir meinen Stammplatz zurück erkämpfen. Ich hoffe,
dass ich am nächsten Sonntag gegen Bielefeld spielen werde."
Gestern langte es auch ohne ihn für einen verdienten Sieg des SCW.
Taktisch hatte Frank Schulz die richtige Karte gezogen. Christian
Hallerbach lief als "Sonderbewachser" auf und degradierte
Schermbecks Spielgestalter Florian Dondorf trotz dessen
Anschlusstreffer in der Schlussminute fast zur Bedeutungslosigkeit,
und in der Defensive hatten ein überragender Libero Charly Neumann
sowie Thomas Wienroth und Norman Seidel alles im Griff. Als Wienroth
mit einer Zerrung vom Platz musste, fügte sich Christian Kaup
nahtlos in den souveränen Deckungsverband ein.

Die Abwehr um
Libero Charly Neumann spielte souverän
Foto: Bohrmann
Im ersten Durchgang hatte der SCW eigentlich nur zwei gefährliche
Situationen zu überstehen. Nach einem Ballverlust im Mittelfeld
konnte Kaul bereits nach drei Minuten gefährlich abziehen, der Ball
landete aber knapp neben dem Pfosten. Und als Hackenforth SCW-Keeper
Oli Bautz bereits überwunden hatte, kratzte Seidel den Ball noch von
der Linie (37.).
Zuvor hätten Barton mit einem gefährlichen Flatterball aus gut 30
Metern (6.) und Wienroth per Kopf nach einer Ecke von Mykola
Makarchuk bereits die Führung erzielen können.
Die fiel dann kurz vor der Pause. Nach einem indirekten Freistoß
hämmerte Barton das Leder aus 18 Metern unten links ins Eck (41.).
Ein wichtiger Treffer, der Auftrieb gab. Nur drei Minuten später
scheiterte Edin Terzic an einem tollen Reflex von SVS-Keeper Dirr,
und nach Wiederbeginn übernahm der SCW dann noch deutlicher das
Kommando. Als Hallerbach dann nach Makarchuk-Ecke per
Kopfballtorpedo zum 2:0 einnetzte (56.) und die Gastgeber sich durch
Seyers Foul selbst dezimierten, war der Weg zum zweiten Sieg der
Westfalia frei. Über ihre Konter hätten die Herner nachlegen müssen,
am Ende änderte aber auch der späte Anschluss nichts mehr an ihrem
verdienten Sieg.
14.08.2005 Von Uwe Ross Fußball Oberliga Westfalen
Jetzt nur nicht abheben !!!
Auch nach dem zweiten Spieltag werden die Fans des SC Westfalia mit
Stolz den Blick auf die Tabelle der Oberliga Westfalen richten. Zwar
ist der Aufsteiger die Spitzenposition wieder los. Aber zwei Siege
aus zwei Spielen weist neben den Strünkedern nur noch eine
Mannschaft auf: Der SC Verl, der vor Saisonbeginn von vielen
Trainern als ganz heißer Meisterschaftskandidat genannt wurde.
So, wie auch die zweiten Mannschaften der Bundesligisten aus
Dortmund, Schalke und Bochum, die allesamt hinter der Westfalia
rangieren.
Jetzt erwartet der SCW den VfB Fichte Bielefeld, der mit einem Punkt
den vorletzten Tabellenplatz einnimmt. Und plötzlich ist die
Westfalia in der Favoritenrolle. Frank Schulz wird in dieser Woche
mit Sicherheit stark auf die Euphoriebremse treten. Aber die
Mannschaft scheint reif genug, um jetzt nicht abzuheben.
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Quelle: WAZ Herne
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SCW fährt voll motiviert nach
Schermbeck
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12.08.2005 |
Die Kür ist mit dem 3:0
über Erkenschwick glänzend gelungen. Am Sonntag (15 Uhr) folgt für
den SC Westfalia Herne nun beim SV Schermbeck die Pflicht.
Als Spitzenreiter fahren die Strünkeder morgen zum Waldsportplatz.
Aber auf das Tabellenbild legt SCW-Trainer Frank Schulz nach einem
Spieltag absolut keinen Wert: "Das wird ein ganz schweres Spiel für
uns. Schermbeck ist ebenfalls gut gestartet. Das 1:1 in Schalke sagt
schon etwas über die Stärke der Mannschaft aus."
Allerdings hat sich der SV Schermbeck unter der Woche im Pokal beim
Landesligisten TuS Heven (4:3 n.V.) äußerst schwer getan - und das,
obwohl Trainer Martin Stroetzel dort die Elf auflaufen ließ, die
auch gegen die Westfalia starten soll.
"Wir müssen auf jeden Fall auf Florian Dondorf achten, der dort der
überragende Spielgestalter ist", kündigte Schulz an. Ob das wieder
eine Sonderaufgabe für Christian Hallerbach sein könnte, lässt der
SCW-Coach wie bei den meisten Personalspekulationen offen. So darf
auch Yakup Köse nicht selbstverständlich davon ausgehen, gegen
seinen alten Klub in der Startformation zu stehen.
Und dann ist da noch Goalgetter Sami El-Nounou, der sich
ausgerechnet zum Saisonstart nach seinem Studiumsstress einen
Erholungsurlaub gegönnt hatte und im Spiel gegen die SpVg.
Erkenschwick fehlte. "Er wird am Sonntag auf jeden Fall wieder bei
der Mannschaft sein. Ob er aber auch spielen wird, kann ich noch
nicht sagen", hielt sich Schulz auch in dieser Sache gestern noch
bedeckt.
Ernsthafte personelle Sorgen gibt es bei der Westfalia im Augenblick
aber nicht. Schlussmann Oli Bautz laborierte zuletzt zwar an einer
leichten Zerrung, sein Einsatz ist aber nicht gefährdet.
Frank Schulz gibt sich jedenfalls zuversichtlich. "Wir fahren voll
motiviert und mit guter Laune nach Schermbeck und hoffen, dass die
gute Laune auch auf der Rückfahrt noch vorhanden ist."
12.08.2005 Von Uwe Ross Fußball Oberliga Westfalen
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Quelle: WAZ Herne
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Elferschießen bringt SCW in
Runde zwei
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10.08.2005 |
Erst im Elfmeterschießen
machte der SC Westfalia Herne mit 5:3 (1:1, 1:0) beim VfL
Kemminghausen den Einzug in die zweite Verbandspokalrunde perfekt.
"Wir wollten eine Runde weiterkommen, und das ist uns gelungen.
Allerdings hätte ich mehr Dominanz von meiner Mannschaft erwartet.
Der eine oder andere konnte in dieser Partie seine Chance nicht
nutzen", erklärte Trainer Frank Schulz, der aus seiner
Anfangsformation beim 3:0-Oberligaauftakt gegen Erkenschwick diesmal
nur Sven Barton von Beginn an spielen ließ.
In einem typischen Pokalspiel überzeugte der VfL Kemminghausen, der
in der kommenden Saison unbedingt in die Landesliga will, mit viel
Einsatz. "Die haben wahnsinnig gekämpft", lobte Schulz den Gegner.
Sein Team tat sich dagegen auf dem total aufgewühlten Ascheplatz in
Dortmund-Eving recht schwer. Die Platzherren ließen sich auch durch
die Westfalia-Führung von Dominik Teske (25.) nicht aus dem Konzept
bringen und kamen in der 83. Minute nach einer Ecke zum
1:1-Ausgleich.
Nachdem Kamil Bednarski bereits nach 75 Minuten die Ampelkarte
gesehen hatte, musste in der Verlängerung auch Yakup Köse mit
Gelb-Rot vorzeitig unter die Dusche. "Beide Platzverweise waren für
mich nicht nachzuvollziehen", erklärte Schulz. Aber auch mit nur
noch acht Feldspielern rettete sich der SCW ins Elfmeterschießen.
"Wenigstens hier waren wir dann souverän", schmunzelte Schulz.
Mykola Makarchuk, Christoph Dannhausen, Sven Barton und Ümit Celik
verwandelten sicher, und da Andreas Scarale einen Elfer abwehrte und
ein weiterer das Ziel verfehlte, brauchte Andre Dohm nicht mehr
anzutreten.
SCW: Scarale - Dannhausen - Kaup, Celik - Kohl, Dohm, Köse, Barton,
D. Degenhard (63. Bednarski) - Teske (75. A. Degenhardt), Beganovic
(95. Makarchuk).
10.08.2005 Von Uwe Ross Fußball 1. Runde Verbandspokal
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Quelle: WAZ Herne
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SC Westfalia bleibt auf dem
Teppich
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07.08.2005 |
Nach dem tollen Start in
die Meisterschaftssaison will der SC Westfalia Herne heute Abend
auch im DFB-Pokal auf Verbandsebene eine Runde weiter kommen.
Um 18.30 Uhr gastieren die Strünkeder beim Bezirksligisten VfL
Kemminghausen (Gretelweg, Dortmund-Eving). Viel weiß Trainer Frank
Schulz über den Gegner nicht, aber das hat nicht viel zu bedeuten.
"Wir werden Kemminghausen nicht unterschätzen. Ansonsten gehen wir
in die Partie wie in alle Spiele - wir wollen gewinnen." Was dem
Ex-Profi nicht ganz schmeckt ist die Tatsache, dass seine Jungs sich
heute auf der ungeliebten roten Asche quälen müssen.
Nach dem "Feiertag" am Sonntag mit dem umjubelten 3:0-Erfolg über
die SpVg. Erkenschwick begibt sich der SCW heute also wieder in das
Alltagsgeschäft.
Dass die Euphoriewelle überschwappt, befürchtet Schulz nicht. "Dass
wir nach dem ersten Oberligaspieltag an der Tabellenspitze stehen,
ist eine sicherlich schöne Sache zum Angucken. Aber die Mannschaft
bleibt auf dem Teppich. Wir wissen alle, dass das nur eine
Momentaufnahme ist", bleibt Frank Schulz realistisch.
08.08.2005 Von Uwe Ross
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Quelle: WAZ Herne
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Westfalia sorgt für ersten
Paukenschlag
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07.08.2005 |
Mit Sicherheit weit mehr
als die offiziell angegebenen 2 000 Zuschauer sahen im Stadion am
Schloss Strünkede ein rassiges Derby der beiden Traditionsvereine,
das die Westfalia nicht unverdient gewann. Die SCW-Fans lauschten
zunächst irritiert der Aufstellung. Sami El-Nounou,
Verbandsliga-Torschützenkönig der letzten Saison, tauchte gar nicht
auf, war nicht einmal im Stadion. In der Pressekonferenz nach dem
Spiel gab SCW-Trainer Frank Schulz die Erklärung: "Nachdem er in der
letzten Woche seine Diplomarbeit abgeschlossen hat, fühlte er sich
seelisch und körperlich nicht in der Lage, heute zu spielen. Er hat
darum gebeten, eine Woche abschalten zu dürfen. Ich war zwar ein
bisschen enttäuscht, kann das aber auch verstehen. Und Andre
Degenhardt hat ja auch einen guten Ersatz abgegeben."
Nach einem unnachahmlichen Sololauf über 40 Meter, bei dem er den
routinierten Thomas Magga einfach stehen ließ, schloss der junge
Stürmer in der 59. Minute eiskalt ab und machte mit dem 3:0 den
Erfolg des Aufsteigers perfekt.
Danach hatte es in der ersten Halbzeit nicht unbedingt ausgesehen,
denn vor allem im Mittelfeld hatten die als "Geheimfavorit"
gehandelten Erkenschwicker Vorteile. Aber die SCW-Abwehr stand.
Charly Neumann gab einen umsichtigen Libero, Thomas Wienroth
behauptete klar die Lufthoheit im eigenen Strafraum, und Norman
Seidel kam mit zunehmender Spieldauer immer besser in die
Zweikämpfe.

Foto: Bohrmann
Allerdings musste sich Schlussmann Oliver Bautz bei Ceteras Kopfball
(9.) ganz schön lang machen, und bei weiteren guten Chancen von
Cetera (19.) und Woidke (20.) hatte die Westfalia auch das nötige
Quäntchen Glück.
Das galt aber auch für die Gäste, denn nach einem schönen Konter und
Doppelpass mit Michael Erzen hatte Sven Barton in der 9. Minute nur
knapp verzogen.
Nach einer Standardsituation in der 38. Minute war aber die Führung
der Schlossherren perfekt. Mykola Makarchuk hatte eine Ecke
hereingezirkelt, und Erzen setzte den Kopfball per Aufsetzer unter
die Latte. Und dass Erzen auch ohne seinen kongenialen Sturmpartner
El-Nonou groß auftrumpen kann, bewies er direkt nach Wiederbeginn.
Hasan Sürgit hatte den quirligen Stürmer mit einem Lupfer aus dem
Mittelfeld eingesetzt, Erzen wackelte auch noch Falkowski aus und
netzte abgeklärt zum 2:0 (47.) ein.
Vielleicht hätten die Gäste vom Stimberg noch eine Aufholjagd
starten können, wäre Damnitz´ Freistoß aus 20 Metern in der 53.
Minute nicht nur am Querbalken gelandet. So machte Andre? Degenhardt
sechs Minuten später alles klar. Edin Terzic hätte sogar noch einen
draufsetzen können (69.), aber des wäre des Guten wohl zu viel
gewesen. Auf jeden Fall hatte der SCW in den letzten 20 Minuten
keine Probleme, den Vorsprung mit einer konzentrierten
Defensivleistung souverän nach Hause zu schaukeln.
07.08.2005 Von Uwe Ross
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Quelle: WAZ Herne
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Erzen sorgt für arge Schmerzen
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07.08.2005 |
OBERLIGA: Erkenschwick
0:3 in Herne
Das saß! Mit 0:3 (0:1) ging für Oberligist Spvgg. Erkenschwick der
Saisonstart ausgerechnet im Traditionsderby bei Westfalia Herne
derbe in die Hose – die allerdings schon nach 45 Minuten randvoll
schien. Selten hat ein Rückstand eine Mannschaft derart aus der Bahn
geworfen, wie das gestrige 1:0 für die Westfalia.
Denn die Schwarz-Roten sind keineswegs in einem Westfalia-Feuerwerk
untergegangen, sondern schlicht an ihrer eigenen taktischen
Undiszipliniertheit gescheitert. Vor mehr als 2000 Zuschauern
besiegelte Michael Erzen mit einem Doppelschlag kurz vor und nach
der Halbzeit das Aus aller Erkenschwicker Hoffnungen (40., 47.) und
sorgte damit nicht nur bei Trainer Michael Pannenbecker für arge
Kopfschmerzen...
Dabei hatte das Derby aus Sicht der Gäste gar nicht einmal schlecht
begonnen. Über eine halbe Stunde hatten die Erkenschwicker alles im
Griff. Der Ball lief recht flüssig durch die Reihen, am Herner
Strafraum allerdings war Endstation. Der Aufsteiger zog sich weit
zurück und machte mit Erfolg die Räume eng. Norman Seidel hatte nach
anfänglichen Schwierigkeiten Martin Setzke den Schneid abgekauft,
wie es auch „Zwille“ Wienroth gelungen war, der sich um Bendig
kümmerte. Hasan Sürgit und selbst Mykola Makarchuk leisteten zudem
wertvolle Laufarbeit vor dem eigenen Sechzehner. An der mangelte es
zwar auch bei den Gästen nicht, wohl aber an zündenden Ideen. Bei
allem spielerischen Übergewicht blieben Torszenen nämlich
Mangelware. Zwei, drei „dicke“ Möglichkeiten waren angesichts des
deutlichen Übergewichts schlichtweg zu wenig.
Nach neun Minuten musste sich SCW-Keeper Oliver Bautz bei einem
Cetera-Kopfball ganz lang machen, und als nach 21 Minuten Damnitz
Danny Woidtke bediente, der völlig frei um Millimeter am Ball vorbei
rutschte, schien ein Erkenschwicker Torerfolg kurzzeitig sogar nur
eine Frage der Zeit. Das Schlimmste verhinderte zehn Minuten später
Wienroth, der einen sehenswerten Kasperidus-Schuss über das eigene
Tor ablenkte.
So rann die Zeit dahin, doch wer gemeint hatte, gegen die passiven
Herner, bei denen überraschend Samy El-Nounou fehlte (offizielle
Stellungnahme: Der Stürmer brauchte bedingt durch Prüfungsstress
Abstand zum Fußball), sei das 1:0 nur eine Frage der Zeit, der irrte
gewaltig. Beim ersten Herner Eckball in der 40. Minute irrte Danny
Woidtke orientierungslos durch den eigenen Strafraum, anstatt wie
vorgegeben Michel Erzen zu bewachen. Der ließ sich eine solche
Gelegenheit natürlich nicht nehmen – 1:0. Herne witterte Morgenluft,
und die Erkenschwicker Hosen waren plötzlich voll bis zum Rand.
Es wäre ja noch alles drin gewesen für die Gäste, hätte Erkenschwick
nach der Pause selbstbewusster und energischer agiert. Doch Angst
essen Seele auf, heißt es bekanntlich. Ein leichter Ballverlust von
Cetera ebnete Erzen gegen die unverständlicherweise bereits weit
aufgerückte Abwehr schon in der 47. Minute den Weg zum 2:0. Als
André Degenhardt nach einer Stunde den zu zögerlichen Thommy Magga
im Laufduell einfach stehen ließ und ebenso frei zum 3:0 traf, war
das Derby auch schon entschieden.
Die Spvgg. ergab sich nun vollends ihrem Schicksal. Ein
Lattentreffer von Damnitz (54.) hätte vielleicht noch einmal die
Wende bringen können, doch das alles war dann doch viel zu wenig.
Und als die große Mehrheit der über 2000 schon feierte, waren die
Schwarz-Roten nicht mehr als dankbare Statisten.
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Quelle:
Stimberg-Zeitung
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Schulz lässt sich nicht in die
Karten gucken
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05.08.2005 |
Als Aufsteiger empfangen
die Strünkeder den alten Rivalen SpVg. Erkenschwick, der mit vielen
Vorschusslorbeern überschüttet wurde und für einige Trainer gar als
Geheimfavorit auf die Meisterschaft gilt. "Alle freuen sich auf den
Start. Wir hoffen auf eine große Kulisse und sind froh darüber, dass
es mit der Partie gegen Erkenschwick für uns gleich zu einem
Highlight der Saison kommt", blickt auch SCW-Coach Frank Schulz dem
Auftakt mit einer gewissen Vorfreude entgegen.
Dass mit der Stimberg-Elf, die sich für die neue Spielzeit gleich
mit einer ganzen Reihe von gestandenen Oberligaakteuren verstärkt
hat, gleich ein dicker Brocken auf sein Team wartet, stört den
Ex-Profi wenig. "Natürlich wird das ein schweres Spiel, aber leichte
Spiele wird es für uns in dieser Saison ohnehin nicht geben", weiß
Schulz.
Auf jeden Fall hat sich die Westfalia auf den Auftakt optimal
vorbereitet. Im Training dieser Woche hat der Coach gespürt, wie
heiß und ehrgeizig seine Jungs sind. "Jeder will spielen. Aber unser
Kader ist in dieser Saison wesentlich größer als im letzten Jahr,
und die Unterschiede sind nicht so groß. Es wird mit Sicherheit so
sein, dass einige Leistungsträger zunächst nur auf der Bank sitzen",
kündigte Schulz an.
"Gesetzt" ist für Frank Schulz nur ein Spieler: "Keine andere
Position ist bei uns so eindeutig besetzt wie die des Torwarts. Oli
Bautz ist der einzige, der mit Sicherheit spielen wird", lässt sich
Schulz nicht weiter in die Karten gucken.
Über die restliche Aufstellung kann man nur spekulieren. Da Schulz
seine Top-Angreifer Michael Erzen und Sami El-Nounou im
Kirmes-Cup-Finale gegen Erkenschwick schonte, muss man schon davon
ausgehen, dass auch der "Zauber-Sturm" des SCW auflaufen wird. Die
größte Konkurrenz gibt es im Mittelfeld. "Wir werden in dieser
Saison sicherlich rotieren und uns auf den jeweiligen Gegner
einstellen", ist Schulz froh über seine Alternativen.
05.08.2005 Von Uwe Ross Fußball Oberliga Westfalen
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Quelle: WAZ Herne
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SCW müht sich in Runde zwei
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04.08.2005 |
Keineswegs im Schongang
löste der SC Westfalia Herne seine Pokalaufgabe bei BG Schwerin. Am
Ende siegte der Oberligist aber verdient mit 2:0 (1:0).
"Das war keine überragende Leistung von uns. Aber wir wissen, dass
wir besser spielen können", meinte Mittelfeldantreiber Andre Dohm
fünf Tage vor dem Oberligaauftakt gegen die SpVg. Erkenschwick.
Beim Castroper Bezirksligisten, der mit einer disziplinierten
Abwehrarbeit und großer Laufbereitschaft gefiel, wirkten die Herner
in ihren Angriffsbemühungen ein wenig schwerfällig und konnten auch
aus ihren vielen Standardsituationen bei Freistößen und Eckbällen
kein Kapital schlagen.
Bei den wenigen Chancen, die sich der SCW erspielte, zeigte sich
zudem BG-Keeper Michael Tams mit guten Reflexen auf dem Posten.
Chancenlos war er allerdings, als der Schuss von Dominik Teske in
der 28. Minute von der Schweriner Abwehr nicht geklärt werden konnte
und Sebastian Kohl das Leder aus dem Getümmel heraus mit der Brust
zur 1:0-Führung über die Linie bugsierte.
In der 70. Minute bot sich den Platzherren nach einem
Missverständnis in der SCW-Abwehr sogar die Möglichkeit zum
Ausgleich, aber Libero Charly Neumann konnte den Ball noch weit vor
der Linie klären. "Das war aber auch die einzige Chance, die wir
zugelassen haben. Ansonsten sind wir aber nie in Bedrängnis
geraten", erklärte Dohm.
Auf die endgültige Entscheidung musste die Westfalia aber bis kurz
vor Schluss warten. In der 88. Minute zog Christian Hallerbach aus
der Distanz ab, und als Bogenlampe senkte sich der abgefälschte
Schuss zum 2:0 ins Netz. ur
03.08.2005 Fußball 1. Runde Kreispokal
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Quelle: WAZ Herne
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Schulz nimmt auch den Pokal ernst
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02.08.2005 |
Der Countdown läuft.
Noch sechs Tage sind es bis zum mit Spannung erwarteten
Oberligastart gegen die SpVg. Erkenschwick. Aber heute steht für den
SC Westfalia Herne zunächst noch die Pflichtaufgabe im Pokal an.
In der ersten Runde auf Kreisebene gastiert der SCW um 18.30 Uhr
beim Castroper Bezirksligisten BG Schwerin. "Dort waren wir auch im
letzten Jahr und haben die Hürde locker mit 5:0 genommen. Ich hoffe,
dass es diesmal ähnlich wird. Denn wir wollen natürlich im Pokal
weiterkommen", denkt Trainer Frank Schulz nicht nur an Erkenschwick.
Nach dem Sieg im Cranger Kirmes-Cup, der neben dem großen WAZ-Pokal
zur Freude von Vereinsboss Jürgen Stieneke auch mit 4 000 E belohnt
wurde, ging der SCW bereits gestern mit dem Training wieder nahtlos
in die letzte Phase der Vorbereitung über. Nach dem Pokalspiel in
Schwerin können die Spieler am Mittwoch noch einmal verschnaufen,
ehe dann Donnerstag und Freitag die letzten Feineinstimmungen auf
den Meisterschaftsstart erfolgen.
Wie die Startformation gegen den alten Rivalen vom Stimberg dann
aussehen wird, steht noch lange nicht fest. "Der Kader ist ganz eng
zusammen. Einige Positionen sind noch offen, vor allem im Mittelfeld
gibt es viele Alternativen", erklärte Schulz nach dem
3:2-Finalerfolg über Erkenschwick im Kirmes-Cup. Auf jeden Fall
gesetzt ist aber das "Zauber-Duo" im Sturm, Sami El-Nounou und
Michael Erzen. Am Sonntag durften sich beide das Finale allerdings
von der Bank aus ansehen. "Das Risiko war mir dann doch zu groß.
Wenn da einem der beiden etwas passiert wäre, hätte ich dumm
ausgesehen", erklärte Schulz seine Entscheidung.
Gefreut hat den Trainer, dass seine Mannschaft konditionell topfit
zu sein scheint. "Wie wir im Halbfinale gegen Hordel die Partie noch
mit zehn Mann umgebogen haben, war schon beachtlich. Und auch heute
sind wir wieder ein sehr hohes Tempo gegangen", war Schulz angetan.
Im Endspiel verzichtete der Ex-Profi ganz auf Auswechslungen und
ließ die Startelf durchspielen. Auch dafür hatte Schulz eine seiner
typischen Begründungen: "Wir sind eben die Westfalia. Früher haben
die Leute im Schacht malocht, da können die Jungs heute auch mal
über 90 Minuten Gas geben."
Heute bietet sich für einige Spieler jedenfalls noch mal die Chance,
sich für die erste Elf zu empfehlen. Schulz: "Die Mannschaft wird
wieder anders aussehen als am Sonntag. Aber wir haben einen großen
Kader und das Glück, dass im Augenblick fast alle gesund sind." Die
einzige Ausnahme bildet da Hasan Sürgit, der sich in der Partie
gegen Hordel einen Nerv einklemmte und kurzfristig mit einer
Halskrause dekoriert wurde. Aber auch er soll bis zum
Meisterschaftsstart wieder fit sein.
01.08.2005 Von Uwe Ross Blickpunkt SC Westfalia Herne
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Quelle: WAZ Herne
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WAZ-Pokal geht verdient an den SCW
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01.08.2005 |
Nach 2003 sicherte sich
der SC Westfalia Herne im Cranger Kirmes-Cup zum zweiten Mal den
großen WAZ-Pokal. Im Finale bezwang die Elf von Frank Schulz gestern
die SpVg. Erkenschwick, die am kommenden Sonntag auch Auftaktgegner
der Strünkeder in der Oberligameisterschaft ist, mit 3:2 (2:0).
Knapp 600 Zuschauer lockte das Duell der beiden Traditionsvereine
ins Sodinger Glückauf-Stadion. Und obwohl beide Trainer eine Woche
vor dem Saisonstart mit verdecktem Visier agierten, boten die Teams
gute Fußballunterhaltung.
Beim SCW fiel als erstes ins Auge, dass Frank Schulz seinen
"Zaubersturm" Sami El-Nounou und Michael Erzen auf der Bank ließ.
Aber auch mit Christian Hallerbach, Hasan Sürgit, Thomas Wienroth
und Neuzugang Mykola Makarchuk erhielten Leute eine Pause, die in
einer Woche wohl zur Startelf zählen dürften.
Auch Erkenschwicks Coach Michael Pannenbecker hatte auf einige
gesetzte Kräfte verzichtet, dennoch entwickelte sich von Beginn an
eine ansehnliche Partie mit flottem Tempo. Dafür, dass alles im
fairen Rahmen blieb, sorgte Hernes Bundesliga-Schiedsrichter
Thorsten Kinhöfer. Er hatte keine Probleme und kam mit insgesamt
sieben gelben Karten aus, von denen Herne vier kassierte. Dass Roger
Schajor kurv vor Ende der Partie bei einem Zweikampf mit Andre?
Degenhardt zwei Schneidezähne verlor, war unglücklich, aber keine
Absicht des Herners.
Das Spiel bestimmte zunächst die Westfalia, die früh in Führung
ging. In der siebten Minute legte Barton nach Zuspiel von Terzic
quer auf Andre? Degenhardt, und der schob abgeklärt zum 1:0 ein. Das
Sturmduo mit Degenhardt bildete diesmal Neuzugang Hasan Beganovic,
und auch der kam zum Erfolg. Nach einem weiten Einwurf spitzelte er
in der 29. Minute zum 2:0 ein.
Hätte Sven Barton nach einem tollen Solo in der 31. Minute nicht in
Kozakowski seinen Meister gefunden, wäre die Partie wohl vorzeitig
entschieden gewesen. So aber startete Erkenschwick elanvoll in den
zweiten Durchgang und wurde in der 49. Minute durch Yildirims
schönen Schlenzer mit dem Anschluss belohnt. In der 57. Minute war
wieder alles offen. Nach einer Ecke hämmerte Grad volley zum
Ausgleich ein.
Aber obwohl Frank Schulz gar nicht ans Auswechseln dachte, ließ
seine Elf konditionell nicht nach und konnte sogar noch einmal das
Tempo anziehen. In der 66. Minute hatte Beganovich das richtige Auge
für den Steilpass, und Barton machte das 3:2 perfekt. Damit war die
Partie entschieden, denn die Stimberg-Elf hatte nicht mehr viel
entgegen zu setzen. Zum Schluss hätte der SCW das Ergebnis noch
höher schrauben können, aber Ümit Celiks Kopfball wurde noch auf der
Linie geklärt, Beganovic und Köse zielten etwas zu hoch, und bei
Dohms Schuss nach Köse-Zuspiel fischte Erkenschwicks junger
Schlussmann Kozakowski den Ball noch aus dem Eck. Am verdienten Sieg
der Westfalia gab es so jedenfalls keinen Zweifel.
SCW: Bautz - Neumann - Celik, Kaup - Barton, Terzic, Dohm, Köse, D.
Degenhard - A. Degenhardt, Beganovic.
SpVg.: Kozakowski - Althaus, Knoessel, Mireinski (58. Aljukic),
Schajor (84. Gorges) - Grallert, Kaczor, Sawatzki, Winter - Wood
(46. Yildirim), Grad.
31.07.2005 Von Uwe Ross Fußball 6. Cranger Kirmes-Cup
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Quelle: WAZ Herne
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Zehn Herner biegen die Partie
noch um
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30.07.2005 |
Das Hammer-Finale
ist perfekt: Am Sonntag (17 Uhr) stehen sich der SC Westfalia Herne
und die SpVg. Erkenschwick im Endspiel um den Cranger Kirmes-Cup
gegenüber. Eine Woche später treffen die beiden Traditionsvereine
zum Start der Oberligameisterschaft erneut aufeinander.
Bis ins Elfmeterschießen musste sich der SCW gestern Abend vor gut
300 Zuschauern im Sodinger Glückauf-Stadion quälen, um den
Verbandsligisten TuS Hordel am Ende mit 5:4 (2:2, 0:1) abzuhängen.
"Das war wieder meine Westfalia. Wer uns vorzeitig abschreibt, liegt
falsch", zeigte sich Frank Schulz richtig stolz auf seine
Mannschaft, die nach der Roten Karte für Kamil Bednarski (48.) mit
zehn Mann einen 0:2-Rückstand aufgeholt hatte. Aber ganz ohne Kritik
kamen seine Jungs nicht davon: "Was wir in der ersten Halbzeit im
Spiel nach hinten gezeigt haben, war ziemlich schwach", tadelte der
Ex-Profi.

Hordel gefiel im ersten Durchgang durch schnelle Konter, ging aber
erst durch ein Geschenk in Führung. Als Christoph Dannhausen, den
Schulz auf der Liberoposition testete, einen zu kurz geratenen
Rückpass auf Oliver Bautz spielte, sprintete Christian Risikat
dazwischen und markierte das 1:0. Der SCW ging mit seinen Chancen
fahrlässiger um. Sami El-Nounou hatte allerdings Pech, dass sein
Kopfball nur am Pfosten landete (19.). Michael Erzen hätte aber den
Ausgleich erzielen müssen, anstatt den Ball aus einem Meter über die
Latte zu setzen.
Als Kamil Bednarski kurz nach der Pause der Ball auf der Linie an
die Hand sprang und Uwe Sack den Strafstoß zum 2:0 verwandelte
(48.), wurde es eng für den SCW. Schulz löste nun die Liberoposition
auf und brachte mit Edin Terzic und Andre? Dohm frischen Wind für
die Offensivabteilung. Schon kurz nach seiner Einwechslung hatte
Dohm den Anschluss auf dem Fuß, doch Hordels Keeper Vilz lenkte den
Ball mit einem tollen Reflex an die Latte. Stark spielte auch Mykola
Makarchuk, der schließlich beide Treffer zum Ausgleich vorbereitete.
In der 73. Minute spielte er Erzen frei, der leitete weiter, und
El-Nounou vollstreckte mit dem Knie. Und als Terzic in der 82.
Minute eine Makurchak-Flanke volley einhämmerte, stand es 2:2.
Im Elfmeterschießen bügelte Oli Bautz die "Fahrkarten" von Köse und
Hallerbach aus, und nachdem Terzic und Makarchuk getroffen hatten,
machte Sami El-Nounou den Finaleinzug klar.

Der entscheidende Elfer: 5:4 durch
Sami El-Nounou

Sami wir danken Dir
SCW: Bautz - Dannhausen (62. Dohm) - Wienroth (64. Terzic), Seidel -
Barton, Köse, Sürgit (46. Hallerbach), Makarchuk, Bednarski -
El-Nounou, Erzen.
SpVg. Erkenschwick - Vorwärts Kornharpen 2:0 (1:0). Erkenschwick
erspielte sich vom Anpfiff weg eine Großzahl von Chancen und ging
durch Thomas Magga in der 34. Minute verdient in Führung. Nach dem
frühen 2:0 im zweiten Durchgang von Danny Woidtke (49.) schaukelte
der Oberligist den Sieg locker nach Hause.
Damit bestreiten Hordel und Kornharpen morgen um 15 Uhr das kleine
Finale.
29.07.2005 Von Uwe Ross Fußball 6. Cranger Kirmes-Cup, Fotos: Cib
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Quelle: WAZ Herne
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Schulz nimmt die
Favoritenrolle an
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29.07.2005 |
Der SC Westfalia Herne
muss mal wieder die Kohlen aus dem Feuer holen. Als einzige von vier
heimischen Mannschaft überstanden die Strünkeder die Vorrunde im
Kirmes-Cup und treffen heute im ersten Halbfinale (17.45 Uhr,
Sodinger Glückauf-Stadion) auf die DJK TuS Hordel.
Einmal, vor zwei Jahren, konnte sich der SCW bereits den großen
WAZ-Pokal und das dickste Preisgeld an Land ziehen. Im letzten Jahr
unterlag die Westfalia im Finale den Amateuren des VfL Bochum mit
0:2, jetzt wollen die Herner zumindest erneut ins Endspiel
einziehen.
SCW-Trainer Frank Schulz schätzt den Cranger Kirmes-Cup als
wichtigen Bestandteil seines Vorbereitungsprogramms: "Ich komme
immer gerne nach Sodingen. Die Anreise ist kurz, und auch in diesem
Jahr haben wir durch das Turnier wieder vier Spiele auf Rasen, und
das gegen hochwertige Gegner."
Auch am Mittwoch bemühte sich Schulz ins Glückauf-Stadion. In erster
Linie zwar, um Oberliga-Auftaktgegner SpVg. Erkenschwick unter die
Lupe zu nehmen, aber eine Halbzeit lang beobachtete er auch den TuS
Hordel bei dessen 1:0-Erfolg über Sodingen.
"Hordel hat eine gute Mannschaft, die gut auf Konter spielt.
Allerdings leistete Sodingen in den Zweikämpfen auch zu wenig
Gegenwehr. Ich weiß schon, wo wir da ansetzen müssen", zeigt Schulz
keinen übertriebenen Respekt und akzeptiert die Favoritenrolle für
seine Mannschaft, die heute in bester Besetzung auflaufen kann. Im
Vorbereitungsprogramm nimmt der Coach übrigens keine besondere
Rücksicht auf das Turnier. "Nachdem die Spieler am Mittwoch frei
hatten, werden wir heute Abend noch mal richtig hart trainieren",
kündigte Schulz gestern an. Trotzdem sollte es für die Strünkeder
zum dritten Finaleinzug in Folge reichen.
Im zweiten Halbfinale treffen um 19.45 Uhr Oberligist SpVg.
Erkenschwick und Oberligaabsteiger Vorwärts Kornharpen aufeinander.
28.07.2005 Von Uwe Ross Fußball 6. Cranger Kirmes-Cup
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Quelle: WAZ Herne
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Im Schongang ins Halbfinale
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27.07.2005 |
Auch der zweite Auftritt
beim diesjährigen Kirmes-Cup hatte für Oberliga-Aufsteiger Westfalia
Herne nur Testspielcharakter. Wie schon gegen Mengede siegte der SCW
auch gegen den TSK Herne mit 5:0 (3:0) und trifft am Freitag im
ersten Halbfinale auf den Sieger der Partie SV Sodingen - TuS Hordel.
"Sicher haben wir die leichteste Gruppe erwischt. Aber auch solche
Gegner muss man erstmal mit 5:0 wegtun", war Frank Schulz, braun
gebrannt aus dem Urlaub zurück, mit dem Auftritt seiner Truppe sehr
zufrieden. Aus gutem Grund, wie der SCW-Trainer betonte: "Jetzt
haben wir noch zwei weitere Spiele gegen gute Mannschaften und
brauchen uns keine anderen Gegner zu suchen."
Starke Gegner kann der SCW in der Tat noch gebrauchen. Denn der
türkische Fusionsklub wirkte gestern doch noch wie ein zusammen
gewürfelter Haufen - eine Kirmestruppe eben. Zwar bemühten sich Illi
Gülcebi und Ali Demir um Ordnung, inszenierten auch einige gut
angelegte Spielzüge, doch ihre überwiegend neuen Kameraden gingen
noch zu wenig auf die Ideen ein. Zudem fehlten vorne Zielstrebigkeit
und Durchschlagskraft, so dass SCW-Keeper Andreas Scarale kaum
einmal ernsthaft geprüft wurde.
Noch mehr Sorgen dürfte sich TSK-Trainer Zole Jankovic aber über
seine Abwehr machen. Hier herrschte zuweilen das blanke Chaos. Für
Stürmer vom Kaliber eines Sami El-Nounou oder eines Michael Erzen
war es ein Leichtes, das Runde ins Eckige zu befördern. Erzen,
El-Nounou - El Nounou, Erzen: Nach diesem in der Meistersaison oft
erprobten Schema beulten die Herner das Netz aus, ehe der junge
Neuzugang Dominik Teske in letzter Sekunde mit seinem ersten Treffer
im SCW-Dress den Schlusspunkt setzte. Dass zwischenzeitlich noch die
eine oder andere Großchance verbaselt wurde, interessierte niemanden
unter den knapp 300 Zuschauern.
Auch wenn er das Spiel sicher nicht überbewerten wird, konnte Frank
Schulz doch einige Erkenntnisse mitnehmen. Zum Beispiel die, dass
der junge Ümit Celik durchaus das Zeug hat, eine Alternative für die
Manndeckerposition zu werden. Auch Edin Terzic, der im Vorjahr nicht
so recht Fuß fasste, drängt ins Team und konnte auf der rechten
Außenbahn viele Akzente setzen. Sein Pendant auf der linken Seite,
der junge Hasan Beganovic, zeigte bis zu seinem verletzungsbedingten
Ausscheiden ebenfalls gute Ansätze.
TSK Herne: Öztürk - Balci, Özer, Gümüstekin - Feledyk, Gülcebi,
Demir, Demirkaya, Selcuk Can - Alemdar, Serdar Can (55. Kalfa). SCW:
Scarale - Neumann (79. Makarchuk) - Celik, Kaup - Terzic, Hallerbach
(70. Kohl), Sürgit, Beganovic (37. D. Degenhard) - Dohm (74.
Bednarski) - El-Nounou (57. Teske), Erzen (57. A. Degenhardt). Tore:
0:1 (3.) Erzen, 0:2, 0:3 (21., 32.) El-Nounou, 0:4 (56.) Erzen, 0:5
(90.) Teske.
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Quelle: WAZ Herne
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SCW ist haushoher Favorit für
den Einzug ins Halbfinale
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26.07.2005 |
Dass Oberligist SC
Westfalia Herne heute (17.45 Uhr, Glückauf-Stadion in Sodingen) in
der Partie gegen den TSK Herne als erste Mannschaft in das
Halbfinale des 6. Cranger Kirmes-Cups einziehen wird, bezweifelt
eigentlich niemand.
Nach dem glatten 5:0-Erfolg des SCW über den SV Mengede 08 und
dessen 2:0-Sieg über den türkischen Fusionsverein aus Herne könnten
sich die Strünkeder sogar eine Niederlage mit drei Toren Differenz
erlauben. Aber davon will Co-Trainer Horst Bistrich, der Chefcoach
Frank Schulz zum heutigen Spiel aus dem Urlaub zurück erwartet,
nichts wissen.
Gestern Abend wollte der "Co" die Truppe noch einmal auf die heutige
Partie einstimmen, auch wenn es ihm im Augenblick nicht besonders
gut geht. Nach einer Zahnbehandlung lösten Schmerzmittel eine
allergische Reaktion bei Bistrich aus, die ihm eine Nacht im
Krankenhaus bescherte. "Zähne zusammen beißen", hat er sich danach
selbst auferlegt, um Schulz heute eine Westfalia-Mannschaft in guter
Verfassung zu übergeben.
Personell sieht es beim SCW im Augenblick recht gut aus. Sami
El-Nounou hatte sich bereits gegen Mengede mit einer guten Leistung
und einem Tor zurück gemeldet. Sorgen bereitet Bistrich daher nur
Neuzugang Mykola Makarchuk, bei dem sich eine ältere Verletzung
wieder bemerkbar macht.
Ganz anders gestaltet sich die Situation für Zole Jankovic, der am
Sonntag aus dem Urlaub zurück kam und seinen neuen TSK-Kader bei der
0:2-Niederlage gegen Mengede erstmals begutachten konnte. Dabei
fehlte allerdings noch mehr als ein halbes Dutzend an Spielern. Da
die Saison in der Landesliga aber erst am 21. August gestartet wird,
bleibt Jankovic noch ein wenig Vorbereitungszeit. Gegen den SCW darf
er sich heute sicherlich keine großen Chancen für sein Team
ausrechnen.
In der zweiten Begegnung des Abends treffen um 19.30 Uhr
Verbandsligist Vorwärts Kornharpen und Nordrhein-Oberligist MSV
Duisburg II aufeinander. Nach dem Kornharpener 3:1 über Germania
Gladbeck können die "Zebras" nur mit einem Sieg noch den Sprung ins
Halbfinale schaffen. ur
25.07.2005 Kirmes-Cup
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Quelle: WAZ Herne
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SCW baut auf Teamgeist und
seine Fans
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25.07.2005 |
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Einigkeit macht stark.
Getreu dieser Einsicht suchte Fußball-Oberligist Westfalia Herne bei
der Mannschaftsvorstellung die Nähe zu seinen Fans, um gemeinsam die
hohen Anforderungen der Zukunft zu meistern.

Natürlich war sie auch am Samstag noch spürbar, die Euphorie des
Aufstiegs, die Freude über die Krönung zweier erfolgreicher und
harmonischer Spielzeiten in der Verbandsliga. Doch diese Freude ging
einher mit einem für Herner Verhältnisse fast schon erstaunlichen
Realitätssinn. "Wie peilen eine Position um Platz zehn an. Alles,
was darüber hinausgeht, wäre ein Bombenerfolg", gab SCW-Boss Jürgen
Stieneke die Richtung vor. Und alle 24 Spieler, die er anschließend
ans Mikro holte, um ihnen ein paar Worte zu entlocken, äußerten sich
ähnlich. "Es sind nicht viele besser als wir, aber auch nicht viele
schlechter. Alles ist möglich", meinte Kapitän Michael "Charly" Neumann mit der ganzen Erfahrung seiner 36 Jahre. Auf konkretere
Aussagen oder forschere Prognosen warteten die 200 Westfalia-Fans
vergeblich.

Neuzugänge der Saison 2005/06: Oben
von links: Hasan Beganovic, Andre Degenhardt, Sebastian Kohl, Ümit
Celik.
Vorne von links: Mykola Makarchuk, Timo Buchholz, Dominik Teske,
Yakup Köse Fotos: Cib
Zwei andere Aspekte
zogen sich aber wie ein roter Faden durch alle Äußerungen: der tolle
Teamgeist und die großartige Unterstützung durch die Fans, fast
unisono als wichtigste Bausteine des Aufstiegs ausgemacht, stehen
jetzt auf dem Prüfstand. "Ich hoffe, dass die Zuschauer auch dann
noch hinter uns stehen, wenn wir ein paar Spiele verlieren" - so wie
Andre? Dohm formulierten es viele seiner Kameraden. Und auch in der
anderen Frage waren sich alle einig. "Erst bei Misserfolgen wird
sich der Charakter der Mannschaft zeigen", schallte es mehrfach aus
dem Lautsprecher.
Und Misserfolge werden kommen, keine Frage. Denn so stark wie in der
kommenden Saison war die Oberliga lange nicht. Drei Erst- und drei
Zweitbundesligisten sind mit ihren Reserveteams dabei. Sie besitzen
alle genug Potenzial, zumindest nicht in den Abstiegskampf
verwickelt zu werden. Auch mit Mannschaften wie Gütersloh, Verl oder
Hüls kann sich der SCW nicht auf eine Stufe stellen - weder
finanziell noch von der Klasse seines Kaders. Erkenschwick und
Lotte, die Aufsteiger des Vorjahres, haben viel Qualität
hinzubekommen und werden allgemein recht hoch eingeschätzt. Was
bleibt, sind Klubs wie Rheine, seit Jahren eine Insitution in der
Liga, Emsdetten, zuletzt lange in der Spitzengruppe, Lippstadt,
Fichte Bielefeld oder Schermbeck.
Um gegen derart starke Konkurrenz gar nicht erst in den
Tabellenkeller zu geraten, dazu muss alles passen. Vor allem der
Start, wie Andre? Dohm aus seinem langen Fußballerleben weiß: "Holen
wir aus den ersten drei Spielen sieben Punkte, kriegen vielleicht
einen Lauf. Holen wir nur einen, und das ist genauso möglich,
stecken wir gleich unten drin."
Eine realistische Einschätzung, der sich auch Frank Schulz
anschließen wird. Der Trainer kehrte erst am Wochenende aus dem
Urlaub zurück und fehlte ebenso wie sein "Co" Horst Bistrich, der in
der Nacht zum Samstag ins Krankenhaus musste, weil nach einer
Zahnbehandlung Komplikationen auftraten. Doch wozu bedarf es eines
Trainers, wenn die Ergebnisse stimmen? Das 7:2 - andere zählten 8:3
- gegen die eigenen Fans war jedenfalls nie wirklich in Gefahr.

Das Team der
besten Fans die Welt ;-)
Foto: Froese
25.07.2005 Von Wolfgang Volmer
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Quelle: WAZ Herne
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SCW eröffnet Turnier mit
Paukenschlag
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23.07.2005 |
Mit einem Paukenschlag
eröffnete Vorjahrsfinalist und Lokalmatador SC Westfalia Herne
gestern den 6. Cranger-Kirmes-Cup des SV Sodingen. Nach 90 munteren
Minuten feierte die von Co-Trainer Horst Bistrich prima
eingestelllte Elf einen 5:0 (2:0)-Erfolg über den SV Mengede. Im
zweiten Spiel des Abends trennten sich Germania Gladbeck und MSV
Duisburg II mit 1:1.
Gruppe A: SV Mengede - Westfalia Herne 0:5 (0:2). Eine halbe Stunde
lang war auf dem Rasen kein Klassenunterschied erkennbar. Da zeigten
die Mengeder, warum ihnen der Ruf einer enorm spielstarken
Mannschaft vorauseilt. Wunderschön ließen sie das Leder zirkulieren,
und nach einer Traumkombination verlängerte der starke Azuka Ede
einen Kotlewski-Kopfball sogar ins Netz (13.). Zum Glück für den SCW
und Torwart Olli Bautz, der gestern seinen 24. Geburtstag feierte,
erkannte das Schiedsrichtergespann eine Abseitsposition, es blieb
beim 0:0. Kurz darauf musste sich Bautz lang machen, um einen
Ridder-Freistoß aus dem Winkel zu fischen. Damit war das Mengeder
Strohfeuer ausgetreten. Der SCW, mit sechs Offensivkräften
angetreten, übernahm das Kommando, und schon bald klingelte es. Sami
El-Nounou, nach diversen muskulären Problemen erstmals wieder dabei,
legte für seinen kongenialen Partner Michael Erzen zum 1:0 auf
(34.), das zweite Tor erzielte er nach einem Konter selbst (45.).
Damit war der Widerstand gebrochen. Auch konditionell ließen die
Dortmunder immer stärker nach, konnten den SCW kaum noch ernsthaft
fordern. In dessen Reihen blühte vor allem Andre? Dohm förmlich auf.
Der Routinier wurde zum Dreh- und Angelpunkt seiner Mannschaft. Ein
anderer glänzte durch ungewohnte Vollstreckerqualitätet: Sven Barton,
dessen Flankenläufe so häufig wirkungslos verpuffen, hatte gestern
sein Visier richtig eingestellt und traf zweimal aus fast
identischer Position (51., 62.).
Auch am fünften Tor war Barton beteiligt. Seinen Steilpass erlief
Edin Terzic, und dessen Maßflanke köpfte der junge Andre? Degenhard
zum 5:0 ins Netz (85.). "Das war eine runde Leistung. Obwohl auch
meine Jungs platt waren, hat man in der zweiten Hälfte deutlich
gesehen, dass wir schon wesentlich mehr drauf haben als Mengede",
schmunzelte Horst Bistrich zufrieden.
SCW: Bautz - Wienroth, Neumann, Dannhausen (46. Hallerbach), Seidel
- Makarchuk (46. Barton), Dohm, Köse (75. Terzic), Bednarski (46. D.
Degenhard) -El-Nounou (55. A. Degenhardt), Erzen (84. Kohl).
Gruppe B: Germania Gladbeck - MSV Duisburg II 1:1 (1:1). Die mit den
Ex-Herner Thorsten Sievert und Bahadir Polat angetretenen Germanen
gingen durch Spielertrainer Schiel (4.) früh in Führung und
lieferten den favorisierten Zebras auch nach dem 1:1 durch Peters
(21.) einen offenen Schlagabtausch mit Chancen auf beiden Seiten.
Erst als di Manna mit gelb/rot vom Platz musste (62.), wurde der MSV
überlegen, doch Gladbecks Torwart Vitolins war nicht mehr zu
überwinden.
Von Wolfgang Volmer Fußball 6. Cranger Kirmes-Cup
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Quelle: WAZ Herne
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Bistrich wartet noch auf
grünes Licht von El-Nounou
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22.07.2005 |
Das Warten hat ein Ende: Beim 6.
Cranger Kirmes-Cup des SV Sodingen werden die Fans ab heute wieder
mit regionaler Fußball-Feinkost versorgt. Zum Auftakt stehen sich
Oberliga-Aufsteiger SC Westfalia Herne und Landesligist SV Mengede
08 gegenüber (17.45 Uhr, Holzplatz).
Das größte Fußballturnier für Amteurteams im Ruhrpott erfreut sich
weiterhin großer Beliebtheit. Turnierchef Günter Stromberg ist es
diesmal zwar nicht gelungen, einen Regionalligisten zu präsentieren.
Dafür dürfen sich die Zuschauer mit vier Ober-, sechs Verbands- und
zwei Landesligisten auf eine ausgewogene Mischung und einen
spannenden Turnierverlauf freuen. Offene Schlagabtäusche und
spannende Derbys sind auch garantiert, weil sich der Veranstalter
mit seinen Sponsoren erneut nicht lumpen ließ und nette Preisgelder
in Aussicht gestellt hat. Der Sieger bekommt 4000, der Finalist
2500, der Dritte 1500 und der Vierte noch satte 1000 E. Außerdem
geht es wieder um den WAZ-Pokal.
Das Eröffnungsspiel bestreitet standesgemäß Vorjahresfinalist
Westfalia Herne. Anschließend trifft Turnier-Debütant und
Nordrhein-Oberligist MSV Duisburg II in der Gruppe B um 19.30 Uhr
auf Germania Gladbeck. Nach fünf Vorbereitungsspielen steht der SCW
bereits gut im Saft und will mit einem Sieg gegen den Dortmunder
Landesligisten SV Mengede 08 den Grundstein für den Erfolg in der
Gruppe A legen. "Man sagt, wir hätten die leichteste Gruppe. Ehrlich
gesagt, auch ich hätte lieber gleich etwas größere Brocken. Das ist
eine etwas undankbare, aber auch gefährliche Gruppe", stellte
SCW-Coach Horst Bistrich fest, der noch bis Dienstag die volle
Verantwortung für Chefcoach Frank Schulz trägt.
Mit dem aktuellen Leistungsstand seiner Jungs ist der 65-jährige
Altmeister aber schon ganz zufrieden. Lediglich Torschützenkönig
Sami El-Nounou, der wegen diverser Oberschenkelzerrungen nicht
richtig fit wird, und der starke Neuzugang Mykola Makarchuk
(Blockierung der Lendenwirbelsäule) machen Bistrich Sorgen. "Ich
hoffe, dass Sami mir heute grünes Licht gibt. Sein Einsatz ist nicht
ausgeschlossen."
Da die übrigen 22 Akteure im Vollbesitz ihrer Kräfte sind und der
Kampf um die Stammplätze bereits voll entfacht ist, wäre Bistrich
lieber erst später ins Turnier eingestiegen. "Ich hatte noch ein
paar harte Einheiten vorgesehen. Die Leute heulen mir schon die
Ohren voll, wenn ich sie im Spiel nur kurz einsetze, aber das sollen
sie dann nächste Woche mit Frank Schulz klären. Ich bin halt ein
harter Hund", bekannte der Bottroper.
Routinier Markus Hasecke, der in den letzten Einheiten voll
mittrainiert hat, wird bei der Teampräsentation am Samstag um 15.30
Uhr im Stadion am Schloss Strünkede definitiv nicht dabei sein. "Das
Thema ist durch, obwohl Markus einen sehr starken Eindruck gemacht
hat. Frank hat aber gesagt, dass würde nur Unruhe reinbringen, und
da gebe ich ihm Recht. Wenn, dann hätten wir schon viel früher alles
klar machen müssen", stellte Bistrich fest.
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Quelle: WAZ Herne
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SCW lässt in Tests kaum Chancen zu
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18.07.2005 |
Nach zwei 1:0-Siegen in den Wochenend-Tests sieht Co-Trainer Horst
Bistrich den SC Westfalia auf einem guten Weg.
"In beiden Spielen haben wir in der Abwehr sehr gut gestanden und
kaum eine Chance zugelassen", lobte der Vertreter des urlaubenden
Frank Schulz vor allem das Defensivverhalten der gesamten
Mannschaft. "Allerdings haben wir aus unseren eigenen Chancen viel
zu wenig gemacht."
Letzteres bezog Bistrich in erster Linie auf die Partie bei
Sterkrade 06/07, einen mittelprächtigen Landesligisten, welcher der
"zweiten Herner Garnitur" wenig abverlangte. "Da hätten wir
eigentlich 5:0 gewinnen müssen", fasste Bistrich die 90 Minuten vom
Samstag zusammen. Es blieb allerdings beim 1:0, das Mykola Makarchuk
nach einem von Andre? Dohm verlängerten Scarale-Abschlag bereits in
der 19. Minute erzielte. Der Torschütze musste wenig später wegen
einer Blockade im Lendenwirbelbereich das Feld räumen und war auch
am Sonntag nicht dabei.
Da hatte der Gegner schon ein anderes Kaliber. Doch auch Germania
Ratingen, ein Verbandsligist mit Aufstiegsambitionen, konnte den SCW
nicht in Verlegenheit bringen. Wenigstens nicht, solange die Kräfte
reichten. Da beherrschten die Herner Ball und Gegner und erspielten
sich auch nach Yakub Köses frühem 1:0 (16.) noch etliche
Möglichkeiten. So traf Köse Mitte der ersten Hälfte aus 20 Metern
nur den Pfosten, und Edin Terzic blieb der Lohn für seine starke
Leistung ebenfalls verwehrt. Als die Herner nach der Pause immer
stärker abbauten, wurde Ratingen optisch überlegen, ohne sich jedoch
klare Chancen zu erarbeiten. wv Die Anfangsformationen - Samstag:
Scarale - Dannhausen - Hallerbach, Celik - Terzic, Sürgit, Dohm,
Bednarski, Beganovic - Teske, Makarchuk. Sonntag: Bautz - Neumann -
Wienroth, Kaup - Barton, Sürgit, Köse, Hallerbach, D. Degenhard -
Erzen, Terzic.
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Quelle: WAZ Herne
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Bistrich: "Truppe zieht knallhart mit"
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16.07.2005 |
Nach einer harten
Trainingswoche freuen sich viele Fußballer, dass sie die Laufschuhe
am Wochenende in die Ecke stellen und die Stollen für Testspiele
einschrauben können.
Oberliga-Aufsteiger Westfalia Herne tritt zweimal an. Am Sonntag um
15 Uhr bei Germania Ratingen, einem Verbandsligisten mit
Aufstiegsambitionen, und heute zur gleichen Zeit bei Sterkrade
06/07.
Co-Trainer Horst Bistrich, der fast täglich mit Türkei-Urlauber
Frank Schulz telefoniert, wird heute vor allem den jungen Spielern
Gelegenheit geben, sich zu zeigen. "Dominik Teske, Ümit Celik und
Hassan Beganovic spielen von Anfang an, im Tor steht Scarale, und
Dannhausen wird erneut als Libero getestet", kündigte Bistrich an.
In Ratingen sollen morgen dann die Arrivierten zum Zuge kommen.
Nicht dabei ist Sami El-Nounou, der sich immer noch mit
Oberschenkelproblemen herumplagt. Grünes Licht hat dagegen Christian
Hallerbach nach Ausheilung einer leichten Gehirnerschütterung
bekommen. Auch Michael Erzen hat seine Fußverletzung auskuriert und
gehört ebenso zum Kader wie Andre? Dohm, der im Urlaub gut
gearbeitet hat. Ordentliche Fitness attestiert Bistrich auch Markus
Hasecke, für dessen Verpflichtung noch Sponsoren gesucht werden.
"Überhaupt bin ich sehr zufrieden. Die Truppe zieht knallhart mit",
zieht Bistrich zufrieden Bilanz einer Schweiß treibenden Woche.
Auf eigenem Platz stellen sich morgen beide Verbandsligisten vor.
Bereits um 13 Uhr empfängt der SV Sodingen zu seinem ersten
Testspiel den Bezirksligisten SV Holzwickede. Zur gleichen Zeit
beginnt im Stadion Wanne-Süd die offizielle Saisoneröffnung des DSC
Wanne-Eickel, der dann um 15 Uhr mit Adler Riemke ebenfalls ein
Bezirksliga-Team zu Gast hat. wv Weitere Begegnungen: SC Constantin
I/II - FC Wattenscheid-Ost I/II (So., 15/13.15 Uhr); SV
Holsterhausen - RW Bodelschwingh(So., 15); SF Stukenbusch - SpVgg
Horsthausen (So., 15); FC Herne 57 - Ruhrtal Witten (So., 15); FC 57
II - TV Brechten (So., 13.15); E. Ickern - RSV Wanne (So., 15).
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Quelle: WAZ Herne
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Meister SCW auch in der Fairness vorne
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15.07.2005 |
Die Staffeltage der
Fußball-Verbandsliga sollen für den SC Westfalia Herne erst einmal
der Vergangenheit angehören. Am Mittwochabend verabschiedete sich
der SCW als guter Gastgeber aus dem Kreis der ehemaligen Gefährten
in Richtung Oberliga.
Im Restaurant der
Eissporthalle am Gysenberg hatte der SCW als Meister traditionell
die Vereinsvertreter der Verbandsliga-Staffel 2 zu Gast. Zu den
bekannten Gesichtern gesellten sich dabei auch die beiden Neulinge
DSC Wanne-Eickel und TSV Weißtal sowie die Oberligaabsteiger SC
Hassel, Vorwärts Kornharpen und die TSG Sprockhövel. Nicht mehr
dabei war die DJK Germania Gladbeck, die in die Staffel 1
umgruppiert wurde.
Im Mittelpunkt des
Abends stand natürlich der Gastgeber. "Westfalia Herne ist ein
würdiger Meister. Ich gratuliere nochmals recht herzlich der
Mannschaft, dem Trainer und den Betreuern, dem Vorstand und allen,
die im Umfeld zu diesem Erfolg beigetragen haben", sagte
Staffelleiter Alfred Link, ehe er SCW-Boss Jürgen Stieneke die
Meisterurkunde übergab.
Mit Freude schilderte
Link anschließend die Entwicklung auf den Sportplätzen: "Die
Schiedsrichter haben nur 48 rote Karten (im Vorjahr 53) und 64
gelb-rote Karten (im Vorjahr 96) zeigen müssen. Das ist eine tolle
Verbesserung, wofür ich allen Akteuren einschließlich der
Schiedsrichter herzlich danke." Nur ein Verein blieb ohne "Rot", und
das war der Meister. Somit wurde der SCW auch mit dem
Oddset-Fairnesspreis ausgezeichnet.
Erfreulich war auch die
Zuschauerresonanz in der vergangenen Saison. Rund 72 000 Fans sahen
die Spiele, und Zuschauerkrösus war auch hier der Meister SCW mit
rund 15 000 Besuchern vor Vizemeister SSV Hagen (8 000). "Ich würde
mich freuen, wenn dieser Trend anhalten würde, obwohl die Vereine
mit den meisten Fans, Erkenschwick und Herne, nicht mehr bei uns
sind", sagte Alfred Link.
Am Rande des Treffens in
Herne wurde auch über die neue Abseitsregel gesprochen. "Auf dem
Staffeltag der Gruppe 1 wurde gesagt, dass die Regelung aus dem
Confed-Cup im Amateurbereich nicht gelten würde. Aber danach gab es
bereits andere Meldungen. Die Vereine und die Schiedsrichter sind
sehr verunsichert", hofft Alfred Link auf eine schnelle Klärung.
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Quelle: WAZ Herne
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Erste Tests liefern positive
Erkenntnisse
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10.07.2005 |

SCW-Neuzugang Dominik Teske schießt
aus 5 Metern über das Günnigfelder Tor Foto: Cib Mit
einem guten Gefühl konnte sich Trainer Frank Schulz gestern Abend in
den verdienten Familienurlaub verabschieden. Vom
Vorbereitungsturnier in Kornharpen nahm der SC Westfalia den dritten
Platz und die Gewissheit mit, sich im Rahmen der engen finanziellen
Möglichkeiten gut verstärkt zu haben.
"Das lief schon richtig klasse", freute sich Schulz nach dem
gestrigen 3:1 (1:0)-Sieg über die Elf des Ausrichters. "Dabei steckt
den Jungs eine knallharte Woche in den Beinen." Dass seine
Mannschaft tags zuvor nur mit zwei Last-Minute-Toren zum 3:3 gegen
Alemannia Aachen II und zum 1:1 gegen den VfB Günnigfeld das kleine
Finale des Jever-Cups erreicht und dabei enorme Abwehrschwächen
gezeigt hatte, spielte für Schulz keine große Rolle. "Das ist doch
bei diesem Stand der Vorbereitungen ganz normal."
Ganz oben auf der Positivliste stand die Erkenntnis, an
spielerischer Substanz deutlich hinzugewonnen zu haben. Vor allem
der quirlige, lauf- und dribbelstarke Yakub Köse sowie der technisch
ebenfalls sehr beschlagene und offenbar auch torgefährliche Mykola
Makarchuk meldeten bei ihren ersten Auftritten im SCW-Trikot gleich
Anspruch auf einen Stammplatz an. Als gelungen kann auch das
Experiment mit Christoph Dannhausen als Libero gelten, der Charly
Neumann gestern glänzend vertrat. Insgesamt bestätigte das Turnier
aber die Einschätzung, dass der SCW eher hinten als vorne Probleme
bekommen wird. Vielleicht kann sich ja Markus Hasecke Hoffnung auf
ein Angebot machen, der nicht in Bocholt bleiben will und bereits in
Herne mittrainiert.
Hier nun der Turnierverlauf aus Herner Sicht im Überblick:
Vorrunde: SCW - Alemannia Aachen II 3:3 (1:2). Dreimal lag der SCW
zurück, dreimal schaffte er den Ausgleich. Das 3:3 erzielte
Christian Hallerbach allerdings erst in der Nachspielzeit. Zuvor
hatten Makarchuk (16.) und Michael Erzen (29.) getroffen. Zwei
weitere dicke Möglichkeiten vergab der Ex-Osterfelder Makarchuk, der
in der Spitze neben Erzen begann, sich später aber mehr ins
Mittelfeld fallen ließ. Nach vorne hin spielte der SCW sehr
gefällig, hinten aber ging es drunter und drüber, obwohl der
komplette Abwehrblock der letzten Saison auf dem Feld stand. Drei
Gegentore in 50 Minuten sprechen eine deutliche Sprache.
SCW: Bautz - Neumann - Wienroth, Kaup - Barton (45. Terzic), Köse,
Sürgit (41. Beganovic), Hallerbach, D. Degenhard (48. Bednarski) -
Erzen, Makarchuk.
SCW - VfB Günnigfeld 1:1 (0:1). Nach dem frühen Rückstand durch Dag
(15.), bei dem die halbe Herner Deckung Pate stand, bestimmte der
Oberligist zwar das Spiel, scheiterte bei seinen Chancen aber immer
wieder am überragenden VfB-Keeper Pommer. Erst in letzter Sekunde
bewahrte Kapitän Neumann sein Team mit dem 1:1 vor dem drohenden
Turnier-Aus und einem harten Trainingssonntag.
SCW: Bautz - Neumann - Barton, Wienroth - Terzic (32. Dannhausen),
Köse, Seidel, Makarchuk (26. D. Degenhard), Bednarski - Erzen,
Beganovic (26. Teske).
Spiel um Platz 3: SCW - Vorw. Kornharpen 3:1 (1:0). Im kleinen
Finale über die volle Spielzeit wirkte der SCW wesentlich
konzentrierter als in der Vorrunde. Nach Erzens 1:0 (33.) nutzten
die Herner die Räume zu schnellen Kontern und hätten auch fünf Tore
erzielen können. Das 2:0 durch Hasan Sürgit bereitete Makarchuk mit
tollem Solo vor (55.), beim 3:0 köpfte Baum eine Köse-Flanke ins
eigene Netz. Kurz vor Schluss gelang Guido Silberbach per Elfmeter
das Kornharpener Ehrentor.
SCW: Bautz - Dannhausen (81. Celik) - Seidel, Kaup - Barton, Köse
(77. Bednarski), Sürgit, Makarchuk, Beganovic (46. D. Degenhard) -
A. Degenhardt (46. Teske), Erzen (72. Terzic).
06.07.2005 Von
Wolfgang Volmer Fußball Oberliga Westfalen
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Quelle: WAZ Herne
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Westfalia startet gegen Wunschgegner
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07.07.2005 |
Mit einem
Knaller startet der SC Westfalia Herne am 7. August in die
Oberliga-Saison. Staffelleiter Siegfried Hirche erfüllte den Wunsch
des Aufsteigers und schickt den Erzrivalen SpVg Erkenschwick als
Auftaktgegner zum Schloss Strünkede.
"Das ist ein echtes Highlight", freut sich SCW-Trainer Frank Schulz.
"Gerade erst ist der Aufstieg geschafft, die Euphorie ist immer noch
da, und jetzt kommt dieses Derby." Wie viele seiner Kollegen hat
auch Schulz die Stimberg-Elf als eine Art "Geheimfavorit" auf den
Titel auf seinem Zettel. "Erkenschwick hat sich super verstärkt. Das
wird ein sehr interessantes Spiel, das sicher viele Zuschauer
anlockt. Und eine große Kulisse beflügelt jeden Fußballer", fiebert
Schulz dieser ersten Standortbestimmung entgegen.
Auch das zweite Spiel hat es in sich. Am 14. August geht es zum SV
Schermbeck, der nach einem Durchmarsch aus der Bezirksliga vor zwei
Jahren in Westfalens Oberhaus ankam und sich dort etabliert hat. Übrigens mit Hilfe etlicher Fußballer, die einst in Herne kickten.
Mark Greine, Christian Röder und Dirk Cholewinski stehen noch im
Schermbecker Aufgebot. Dagegen ist Mittelfeld-Quirl Yakub Köse zum
SC Westfalia zurückgekehrt, wo er einst schon in der Jugend spielte.
Er wird seinem neuen Trainer für das Gastspiel auf dem
Waldsportplatz sicher gute Tipps geben können.
Als "schwierig, aber machbar" schätzt Schulz das Herner
Anfangsprogramm ein. "Aber leichte Gegner gibt es sowieso nicht. Die
Oberliga ist in diesem Jahr enorm stark und ausgeglichen. Ich gehe
davon aus, dass es eine sehr breite Spitzengruppe geben wird." Dazu
zählt er die Reserveteams aus Dortmund, Bochum, Schalke und
Bielefeld, aber auch finanzstarke Klubs wie Verl und Gütersloh.
"Auch Emsdetten, Hüls und Rheine können oben reinrutschen", zieht
der SCW-Coach den Kreis noch größer. Addiert man dazu Erkenschwick
und SF Lotte, einen Verein mit "exzellenten Möglichkeiten", wie
Frank Schulz meint, bleibt nicht mehr viel.
Entsprechend vorsichtig formuliert der Trainer die eigenen Ziele. "Wir wollen uns etablieren und nicht in den Abstiegskampf geraten.
Einen einstelligen Tabellenplatz zu erwarten, wäre ziemlich
blauäugig." Wichtig ist es ihm, dass sich seine eigene Mannschaft
weiterentwickelt. "Wir werden nicht mehr so oft gewinnen wie in den
letzten Jahren. Unser Kader ist größer, der Konkurrenzkampf härter
geworden. Mal sehen, wie die Mannschaft damit umgeht. Auch das ist
ein Lernprozess. Ich hoffe, dass es da einen Schritt voran geht."
Die bisherigen Trainingseinheiten stimmen ihn schon zuversichtlich. "Durch die Neuen ist viel frischer Wind drin, es ist viel Dynamik
hinzugekommen. Die meisten haben im Urlaub richtig was getan und
sind super fit und unheimlich heiß."
Bereits am Wochenende kommt der Ball ins Spiel. Beim "5. Jever-Cup"
von Vorwärts Kornharpen trifft der SCW am Samstag in verkürzten
Spielen (2x25 min) auf Alemannia Aachen II (14 Uhr) und den VfB
Günnigfeld (15 Uhr). Reicht es zu einem der beiden ersten Plätze,
folgt tags darauf ein Finalspiel. Mögliche Gegner sind VfB Hüls, FC
Bocholt und das Team des Ausrichters.
Dass der "Fall Slupek" in einem Fachblatt erneut hochgekocht wurde,
stört die Vorbereitungen wenig. Wie die WAZ berichtete, hat der SCW
gegen das erstinstanzliche Urteil Berufung eingelegt, die wohl im
Herbst vor dem LAG in Hamm verhandelt wird. Bis dahin ist das Urteil
nicht rechtskräftig, wohl aber vorläufig vollstreckbar. "Das wussten
wir nicht", räumt Jürgen Stieneke ein. Erfahren habe er davon erst
durch einen Anruf der Sparkasse, die zwecks Kontopfändung das Konto
sperrte. "Inzwischen haben wir gezahlt und das Konto ist wieder
frei", so der Vorsitzende. Nun hofft er, dass der SCW nach einem
rechtskräftigen Urteil auch seine möglichen Rückzahlungsforderungen
realisieren kann. "Es wäre natürlich bitter, wenn das Geld dann
ausgegeben und bei Herrn Slupek nichts mehr zu pfänden wäre."
06.07.2005 Von Wolfgang Volmer Fußball Oberliga Westfalen
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Quelle: WAZ Herne
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