PRESSE
Im Schongang ins Halbfinale
 

27.07.2005

Auch der zweite Auftritt beim diesjährigen Kirmes-Cup hatte für Oberliga-Aufsteiger Westfalia Herne nur Testspielcharakter. Wie schon gegen Mengede siegte der SCW auch gegen den TSK Herne mit 5:0 (3:0) und trifft am Freitag im ersten Halbfinale auf den Sieger der Partie SV Sodingen - TuS Hordel.

"Sicher haben wir die leichteste Gruppe erwischt. Aber auch solche Gegner muss man erstmal mit 5:0 wegtun", war Frank Schulz, braun gebrannt aus dem Urlaub zurück, mit dem Auftritt seiner Truppe sehr zufrieden. Aus gutem Grund, wie der SCW-Trainer betonte: "Jetzt haben wir noch zwei weitere Spiele gegen gute Mannschaften und brauchen uns keine anderen Gegner zu suchen."

Starke Gegner kann der SCW in der Tat noch gebrauchen. Denn der türkische Fusionsklub wirkte gestern doch noch wie ein zusammen gewürfelter Haufen - eine Kirmestruppe eben. Zwar bemühten sich Illi Gülcebi und Ali Demir um Ordnung, inszenierten auch einige gut angelegte Spielzüge, doch ihre überwiegend neuen Kameraden gingen noch zu wenig auf die Ideen ein. Zudem fehlten vorne Zielstrebigkeit und Durchschlagskraft, so dass SCW-Keeper Andreas Scarale kaum einmal ernsthaft geprüft wurde.

Noch mehr Sorgen dürfte sich TSK-Trainer Zole Jankovic aber über seine Abwehr machen. Hier herrschte zuweilen das blanke Chaos. Für Stürmer vom Kaliber eines Sami El-Nounou oder eines Michael Erzen war es ein Leichtes, das Runde ins Eckige zu befördern. Erzen, El-Nounou - El Nounou, Erzen: Nach diesem in der Meistersaison oft erprobten Schema beulten die Herner das Netz aus, ehe der junge Neuzugang Dominik Teske in letzter Sekunde mit seinem ersten Treffer im SCW-Dress den Schlusspunkt setzte. Dass zwischenzeitlich noch die eine oder andere Großchance verbaselt wurde, interessierte niemanden unter den knapp 300 Zuschauern.

Auch wenn er das Spiel sicher nicht überbewerten wird, konnte Frank Schulz doch einige Erkenntnisse mitnehmen. Zum Beispiel die, dass der junge Ümit Celik durchaus das Zeug hat, eine Alternative für die Manndeckerposition zu werden. Auch Edin Terzic, der im Vorjahr nicht so recht Fuß fasste, drängt ins Team und konnte auf der rechten Außenbahn viele Akzente setzen. Sein Pendant auf der linken Seite, der junge Hasan Beganovic, zeigte bis zu seinem verletzungsbedingten Ausscheiden ebenfalls gute Ansätze.

TSK Herne: Öztürk - Balci, Özer, Gümüstekin - Feledyk, Gülcebi, Demir, Demirkaya, Selcuk Can - Alemdar, Serdar Can (55. Kalfa). SCW: Scarale - Neumann (79. Makarchuk) - Celik, Kaup - Terzic, Hallerbach (70. Kohl), Sürgit, Beganovic (37. D. Degenhard) - Dohm (74. Bednarski) - El-Nounou (57. Teske), Erzen (57. A. Degenhardt). Tore: 0:1 (3.) Erzen, 0:2, 0:3 (21., 32.) El-Nounou, 0:4 (56.) Erzen, 0:5 (90.) Teske.

 
Quelle: WAZ Herne

 

 

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