PRESSE
Das Pokalfieber grassiert
 

12.04.06

Westfalia Herne will heute mit einem Sieg über SF Oestrich nach 27 Jahren wieder in die 1. DFB-Hauptrunde einziehen. Am Schloss werden über 3 000 Zuschauer erwartet.

Der SC Westfalia Herne hat als Neuling bisher eine überzeugende Saison in der Oberliga gespielt. Daran können auch die beiden letzten Niederlagen nichts ändern. Jetzt möchten die Strünkeder das Tüpfelchen auf das i setzen. Mit einem Sieg über die Sportfreunde Oestrich will der Traditionsclub heute (17.30 Uhr, Stadion Schloss Strünkede) nach 27 Jahren wieder in die 1. Hauptrunde des DFB-Pokals einziehen.

Das Pokalfieber grassiert in Herne. Auf der Straße oder am Tresen gibt es nur ein Thema: Wer wird der nächste Gegner des SCW sein? Schalke, Dortmund oder gar die großen Bayern? Solche Spekulationen sind nun gar nicht das Ding von Trainer Frank Schulz, der sich einzig und allein auf die heutigen Aufgabe gegen Oestrich konzentriert. "Meine Mannschaft hat in dieser Spielzeit schon sehr, sehr Großes geleistet. In der Meisterschaft oder auch im Pokal, wo wir Wattenscheid, Bochum und Gütersloh ausgeschaltet haben. Aber jetzt ist es ein völlig neues, und zwar ein ganz schweres Spiel", warnt der Ex-Profi vor Überheblichkeit. Den Gegner aus Oestrich sieht er durchaus auf Oberliganiveau. Und schon in der Aufstiegssaison hatte der SC Westfalia mit den Sportfreunden große Probleme. Zuhause gab es ein 3:3, im Sauerland kassierten die Herner mit 0:4 sogar die empfindlichste Saisonschlappe.

"Meine Mannschaft weiß aber, dass jetzt eine ganze Menge möglich ist. Und die Herner Fans, die das Herz an der richtigen Stelle haben - egal, ob sie aus Sodingen oder Wanne kommen -, werden uns dabei unterstützen", freut sich Schulz auf jeden Fall auf einen großen Pokalabend, zu dem die Herner weit über 3 000 Zuschauer erwarten.

Wie sich die beiden letzten Heimniederlagen gegen Schermbeck und Siegen II auf die heutige Partie auswirken könnten, weiß auch Schulz nicht genau. "Es kann positiv, kann aber auch negativ sein. Aber wir wollen wegen dieser beiden Partien doch nicht alles in Frage stellen, was wir zuvor geleistet haben. Vor zehn Tagen gegen Schalke haben wir doch noch eine große Partie gezeigt", vertraut der Coach auf das Leistungsvermögen seiner Spieler.

Ob es personelle Veränderungen geben wird, lässt Schulz noch offen. "Es hat zuletzt ein wenig der Teamgeist gefehlt. Und Gedanken mache ich mir immer", so der Ex-Profi, der sich aber nicht weiter in die Karten schauen lässt. Der Kader steht jedenfalls. Sami El-Nounou hatte zuletzt zwar leichte Probleme, der Einsatz des Stürmers ist aber nicht gefährdet. So werden im Pokalhit nur die beiden Langzeitverletzten Christian Hallerbach und Christian Kaup fehlen.

12.04.2006 Von Uwe Ross
 

Quelle: WAZ Herne

 

 

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