PRESSE
Verl steht unter Druck
 

20.04.06

Nach dem Erreichen des DFB-Pokals kann der SCW beim Favoriten gelassen ins Spiel gehen. Gastgeber haben nach einer 2:3-Niederlage in Lotte die Tabellenführung und Selbstvertrauen verloren.

Der SC Westfalia Herne hat seine Saisonziele bereits erreicht. Nach dem Einzug in die Hauptrunde des DFB-Pokals müsste es in der Meisterschaft jedenfalls noch mit dem Teufel zugehen, wenn die Herner mit 37 Punkten noch in den Abstiegskampf verwickelt werden würden. Der Abstand zur Gefahrenzone ist mit zehn Punkten kompfortabel.

Die Pokalhelden werden im heutigen Auswärtsspiel beim SC Verl (18.30 Uhr, Stadion an der Poststraße) jedoch nicht davon ausgehen, ihr Polster noch zu vergrößern. Trotzdem kann das Team von Chefcoach Frank Schulz die Partie gegen den gerade gestürzten Tabellenführer mit einiger Gelassenheit in Angriff nehmen. "Nach dem Pokal ist der Druck bei uns in diesem Spiel weg. Verl darf sich gar nichts mehr erlauben", sieht SCW-Routinier Andre Dohm eine günstige Ausgangslage.

Die Platzherren haben die Tabellenführung nach einer 2:3-Niederlage bei den Sportfreunden Lotte leichtfertig verspielt. In Überzahl gelang es dem Favoriten nicht, einen 2:1-Vorsprung zu verteidigen. "Das Selbstvertrauen bei Verl ist verloren gegangen. Man sieht, dass die Mannschaft unter zunehemendem Druck insbesondere in der Abwehr anfällig wird", analysierte Dohm. Auch das Hinspiel in Herne, das nach einer 2:1-Führung noch mit 2:4 verloren ging, hat gezeigt, dass Verl zu knacken ist. Das wird aber nur möglich sein, wenn man die starke Offensive in den Griff bekommt. Mit dem Sturmduo Castilla und Dayangan sowie Ex-Profi Jörg Bode auf der rechten Seite und Schiller auf links hat der Sportclub vier Schaltstationen, die zu den stärksten der Liga zählen. "Wir müssen diese Leute bekämpfen und irgendwie in Schach halten. Dann haben wir gute Chancen, mit unserem guten Angriff Konter zu setzen."

Mit Thomas Wienroth, der sich im Training eine Bänderdehnung im Knie zugezogen hat, fällt ein Mann aus der Abteilung "Bekämpfung" jedoch aus. Bis auf Christian Kaup und Christian Hallerbach, der bald zurück kommen wird, ist der Kader aber komplett. jes

19.04.2006
 

Quelle: WAZ Herne

 

 

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