|
Nach dem Erreichen
des DFB-Pokals kann der SCW beim Favoriten gelassen ins Spiel gehen.
Gastgeber haben nach einer 2:3-Niederlage in Lotte die
Tabellenführung und Selbstvertrauen verloren.
Der SC Westfalia Herne hat seine Saisonziele bereits erreicht. Nach
dem Einzug in die Hauptrunde des DFB-Pokals müsste es in der
Meisterschaft jedenfalls noch mit dem Teufel zugehen, wenn die
Herner mit 37 Punkten noch in den Abstiegskampf verwickelt werden
würden. Der Abstand zur Gefahrenzone ist mit zehn Punkten
kompfortabel.
Die Pokalhelden werden im heutigen Auswärtsspiel beim SC Verl (18.30
Uhr, Stadion an der Poststraße) jedoch nicht davon ausgehen, ihr
Polster noch zu vergrößern. Trotzdem kann das Team von Chefcoach
Frank Schulz die Partie gegen den gerade gestürzten Tabellenführer
mit einiger Gelassenheit in Angriff nehmen. "Nach dem Pokal ist der
Druck bei uns in diesem Spiel weg. Verl darf sich gar nichts mehr
erlauben", sieht SCW-Routinier Andre Dohm eine günstige
Ausgangslage.
Die Platzherren haben die Tabellenführung nach einer 2:3-Niederlage
bei den Sportfreunden Lotte leichtfertig verspielt. In Überzahl
gelang es dem Favoriten nicht, einen 2:1-Vorsprung zu verteidigen.
"Das Selbstvertrauen bei Verl ist verloren gegangen. Man sieht, dass
die Mannschaft unter zunehemendem Druck insbesondere in der Abwehr
anfällig wird", analysierte Dohm. Auch das Hinspiel in Herne, das
nach einer 2:1-Führung noch mit 2:4 verloren ging, hat gezeigt, dass
Verl zu knacken ist. Das wird aber nur möglich sein, wenn man die
starke Offensive in den Griff bekommt. Mit dem Sturmduo Castilla und
Dayangan sowie Ex-Profi Jörg Bode auf der rechten Seite und Schiller
auf links hat der Sportclub vier Schaltstationen, die zu den
stärksten der Liga zählen. "Wir müssen diese Leute bekämpfen und
irgendwie in Schach halten. Dann haben wir gute Chancen, mit unserem
guten Angriff Konter zu setzen."
Mit Thomas Wienroth, der sich im Training eine Bänderdehnung im Knie
zugezogen hat, fällt ein Mann aus der Abteilung "Bekämpfung" jedoch
aus. Bis auf Christian Kaup und Christian Hallerbach, der bald
zurück kommen wird, ist der Kader aber komplett. jes
19.04.2006
|