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Englische Wochen
haben beim SC Westfalia Spuren hinterlassen. Trainer Schulz
bemängelt fehlende Torgefahr seiner Mittelfeldspieler. Christian
Hallerbach steht nach langer Pause vor seinem ersten Einsatz.
Mit Ingo Anderbrügge kam der Erfolg zurück. Seit der frühere
Schalker am Badeweiher das Sagen hat, hat sich der VfB Hüls
bekrabbelt und zu seiner üblichen Spielstärke zurück gefunden. Mit
fünf Siegen in Folge haben sich die Marler aus der Gefahrenzone
gearbeitet und liegen nun schon drei Punkte vor dem SC Westfalia auf
dem siebten Platz. Eine anspruchsvolle Aufgabe also, die der SCW
heute ab 18.45 Uhr im letzten Nachholspiel der Oberligasaison zu
lösen hat.
Zumal die Schulz-Elf auf dem Zahnfleisch geht. "Nach den vielen
Spielen sind meine Jungs alle ziemlich kaputt. Der Mannschaft fällt
es schwer, das Tempo hochzuhalten", sieht der SCW-Coach die
Probleme. "Wir haben eben eine kraftraubende Spielweise." Dennoch
versucht er, die letzten Reserven herauszukitzeln. "Es hilft nichts.
Wir wollen uns unsere gute Saison ja nicht kaputt machen und müssen
sehen, dass wir in den letzten Spielen noch gegenhalten."
Allerdings warten auf den Aufsteiger noch hochkarätige Gegner. Wie
der VfB Hüls, der mit Seyfullah Kalayci den Toptorjäger der Liga
(20) aufbieten kann. Den wendigen, antrittsschnellen Kalayci füttert
ein enorm spielfreudiges Mittelfeld mit den Ballzauberern Marco
Schott und Kadir Mutluer. Auch die Viererabwehrkette ist mit dem
Ex-Sodinger Andreas Kluy (rechts) und dem früheren Wanner Ercan
Kacar (links) auf den Außenbahnen sehr offensiv besetzt.
Auf die Herner Abwehr kommt also einiges zu. Und ausgerechnet da
drückt der Schuh. Kaup und Wienroth fehlen weiter, Seidel muss also
trotz Prüfungsstress ran. Eventuell wird Christian Hallerbach nach
gut halbjähriger Pause seinen Wiedereinstand geben, auch wenn er
noch nicht bei hundert Prozent ist.
Als fast noch größeres Problem wertet Schulz aber die geringe
Torgefährlichkeit seiner Mittelfeldspieler. "Das habe ich ihnen auch
gesagt, aber nur Sürgit hat es umgesetzt. Makarchuk und Köse
erarbeiten sich viel zu wenig Chancen." So lastet alle Verantwortung
in Sachen Toreschießen auf dem angeschlagenen Sami El-Nounou und
Michael Erzen.
09.05.2006 Von Wolfgang Volmer
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