|
Im Stadion Wanne-Süd
stehen sich DSC und SCW gegenüber. Schon nächste Woche gibt´s die
Derby-Revanche.
Natürlich richten sich alle Augen heute nach Kamen, wo die
Verbandsspruchkammer als letzte Instanz die Entscheidung über die
Ligazugehörigkeit des DSC Wanne-Eickel fällt. Bei einem positiven
Ausgang würde sich ein Herzenswunsch vieler Fußballfreunde erfüllen:
Endlich wieder Derbys in der Oberliga, sportliche Festtage mit
Spannung, Brisanz und vollen Stadien.
Vorerst müssen Schwarz-Gelbe und Blau-Weiße ihre Rivalität auf
anderen Ebenen ausleben. Dazu haben sie binnen sieben Tagen gleich
zweimal Gelegenheit. Morgen ermitteln DSC und SC Westfalia im
Stadion Wanne-Süd den Sieger des Krombacherpokals auf Kreisebene, am
nächsten Sonntag stehen sie sich beim Cranger-Kirmes-Cup in Sodingen
erneut gegenüber.
Das richtige Derbyfieber wird sich da kaum einstellen, zumal es
ohnehin heiß genug ist. Doch ein wenig liebäugeln beide Trainer
schon mit den zusätzlichen Kräften, die das prestigeträchtige Duell
freisetzen könnte. "Es wird schon Feuer drin sein", glaubt
jedenfalls Willi Koppmann, der sich mit dem DSC schon gern den Titel
schnappen und das "Double" vollenden möchte. "In erster Linie aber
sehe ich das als Vorbereitungsspiel. Wir haben zuletzt gegen Kleve
einen guten Test abgeliefert. Aber es gab auch Sachen, die nicht so
geklappt haben, und die wollen wir verbessern."
Besonders meint der Teamchef damit den Torabschluss. "Ohne Fatih,
Hakan und Kostrzewa hatten wir da doch Defizite." Unzufrieden aber
war er mit seiner Offensivabteilung nicht: "Erdal Bastürk hat zum
Beispiel als hängende Spitze klasse gespielt, nur der Abschluss
fehlte." Morgen wird der kleine Türke wieder mehr Unterstützung
haben, weil Kostrzewa und Kapitän Fatih Cimsit wieder im Kader sind.
"Fatih hat aber erst einmal voll trainiert und wird wohl erstmal auf
der Bank bleiben", kündigt Koppmann an. "Aber wir wollen schon nach
vorne Akzente setzen und unseren Zuschauern etwas bieten. Es wird
bestimmt ein interessantes Duell. Was dabei raus kommt, werden wir
sehen."
Das vermag auch sein Pendant auf Herner Seite nicht vorherzusagen.
Auch Frank Schulz zieht ungeachtet des für das Weiterkommen ja
unbedeutenden Pokalfinales sein hartes Programm voll durch, hat für
heute zwei und für Sonntag vormittag eine weitere Einheit angesetzt.
Trotzdem will auch er den Titel. Stützen kann er sich auf eine schon
bemerkenswert gut funktionierende Defensive. Nach vorne fehlen
momentan ein wenig die Alternativen. Erst kurzfristig wird sich
entscheiden, ob Michael Erzen (Leistenporobleme) und Mykola
Makarchuk (krank) zur Verfügung stehen.
21.07.2006 Von Wolfgang Volmer
|