PRESSE
Gipfeltreffen des Herner Fußballs
 

22.07.06

Im Stadion Wanne-Süd stehen sich DSC und SCW gegenüber. Schon nächste Woche gibt´s die Derby-Revanche.

Natürlich richten sich alle Augen heute nach Kamen, wo die Verbandsspruchkammer als letzte Instanz die Entscheidung über die Ligazugehörigkeit des DSC Wanne-Eickel fällt. Bei einem positiven Ausgang würde sich ein Herzenswunsch vieler Fußballfreunde erfüllen: Endlich wieder Derbys in der Oberliga, sportliche Festtage mit Spannung, Brisanz und vollen Stadien.

Vorerst müssen Schwarz-Gelbe und Blau-Weiße ihre Rivalität auf anderen Ebenen ausleben. Dazu haben sie binnen sieben Tagen gleich zweimal Gelegenheit. Morgen ermitteln DSC und SC Westfalia im Stadion Wanne-Süd den Sieger des Krombacherpokals auf Kreisebene, am nächsten Sonntag stehen sie sich beim Cranger-Kirmes-Cup in Sodingen erneut gegenüber.

Das richtige Derbyfieber wird sich da kaum einstellen, zumal es ohnehin heiß genug ist. Doch ein wenig liebäugeln beide Trainer schon mit den zusätzlichen Kräften, die das prestigeträchtige Duell freisetzen könnte. "Es wird schon Feuer drin sein", glaubt jedenfalls Willi Koppmann, der sich mit dem DSC schon gern den Titel schnappen und das "Double" vollenden möchte. "In erster Linie aber sehe ich das als Vorbereitungsspiel. Wir haben zuletzt gegen Kleve einen guten Test abgeliefert. Aber es gab auch Sachen, die nicht so geklappt haben, und die wollen wir verbessern."

Besonders meint der Teamchef damit den Torabschluss. "Ohne Fatih, Hakan und Kostrzewa hatten wir da doch Defizite." Unzufrieden aber war er mit seiner Offensivabteilung nicht: "Erdal Bastürk hat zum Beispiel als hängende Spitze klasse gespielt, nur der Abschluss fehlte." Morgen wird der kleine Türke wieder mehr Unterstützung haben, weil Kostrzewa und Kapitän Fatih Cimsit wieder im Kader sind. "Fatih hat aber erst einmal voll trainiert und wird wohl erstmal auf der Bank bleiben", kündigt Koppmann an. "Aber wir wollen schon nach vorne Akzente setzen und unseren Zuschauern etwas bieten. Es wird bestimmt ein interessantes Duell. Was dabei raus kommt, werden wir sehen."

Das vermag auch sein Pendant auf Herner Seite nicht vorherzusagen. Auch Frank Schulz zieht ungeachtet des für das Weiterkommen ja unbedeutenden Pokalfinales sein hartes Programm voll durch, hat für heute zwei und für Sonntag vormittag eine weitere Einheit angesetzt. Trotzdem will auch er den Titel. Stützen kann er sich auf eine schon bemerkenswert gut funktionierende Defensive. Nach vorne fehlen momentan ein wenig die Alternativen. Erst kurzfristig wird sich entscheiden, ob Michael Erzen (Leistenporobleme) und Mykola Makarchuk (krank) zur Verfügung stehen.

21.07.2006 Von Wolfgang Volmer
 

Quelle: WAZ Herne

 

 

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