PRESSE
Westfalia im "siebten Himmel"
 

15.01.07

Oberligist lässt der Konkurrenz keine Chance. Auch Hordel beim 3:0-Finalerfolg der Strünkeder überfordert. DSC Wanne-Eickel enttäuscht. Sodingen verliert das kleine Endspiel gegen den BV Herne-Süd.

Der SC Westfalia Herne hat die inoffizielle Stadtmeisterschaft im Hallenfußball zum achten Mal gewonnen. Im Endspiel ließ die Auswahl von Trainer Frank Schulz dem Verbandsligisten DJK TuS Hordel keine Chance. Die Strünkeder ließen von der ersten Minute an keinen Zweifel an ihrer Favoritenrolle aufkommen und schafften in der Zwischenrunde gegen Arminia Holsterhausen den einzigen zweistelligen Erfolg des Turniers (10:1). "Das war wieder ein toller Auftritt von den Jungs. Wir waren absolut dominant und haben das Turnier vom ersten Spiel an diktiert", schwärmte Schulz. Sami El-Nounou und Co. ließen es sich am Ende dann auch nicht nehmen, den Erfolg mit ihrem Anhang, der an beiden Tagen das größte Kontingent stellte, ausgiebig zu feiern.

Die Überlegenheit des Oberligisten beeindruckte auch die Konkurrenz, der während der Veranstaltung bereits klar war, wer den Wanderpokal in diesem Jahr mit nach Hause nehmen wird. "Das ist doch eine ganz klare Sache. Herne spielt in einer anderen Liga. Da haben die anderen keine Chance", sagte Roger Petzke, Coach des SV Wanne 11, der mit seiner Crew in der Zwischenrunde knapp gescheitert war.

Der SCW bot als einzige Mannschaft echten Hallenfußball, hatte zwei etwa gleichwertige Viererblöcke auf dem Parkett, die Ball und Gegner ständig laufen ließen. "Wir haben gar keine Hektik aufkommen lassen, obwohl wir immer die Gejagten waren. Das haben offensichtlich auch alle honoriert", freute sich Schulz über den starken Auftritt.

Überraschungen gab es wenig. Kein Favorit musste nach der Vorrunde die Segel streichen. Erst in der Zwischenrunde wurde es spannend. Hartnäckige Duelle lieferten sich dort besonders der SV Wanne 11, TSK Herne und BV Herne Süd. Sämtliche Partien endeten 3:2, wobei die Elfer mit etwas Pech stets den Kürzeren zogen und die Koffer packen mussten.

Auch im Viertelfinale ging es gleich zur Sache. Allerdings fiel die SpVgg Horsthausen beim 3:6 gegen den SV Sodingen etwas aus der Rolle. Schiedsrichter Boris Bejmowicz lag mit der einzigen Roten Karte des Turniers gegen einen "Rowdy" der Sportvereinigung auf jeden Fall vollkommen richtig. Beim 1:8 gegen den SCW war Sascha Bohrmann, Torhüter der SG Herne 70, nicht zu beneiden. "Mir sind die Dinger nur so um die Ohren geflogen", stellte der Schnapper resignierend fest. Enttäuschend präsentierte sich der DSC Wanne-Eickel beim 2:4 gegen den BV Süd.

"Süd war nicht schlecht, aber die müssen wir im Griff haben. Aber wenn man so viele Fehler macht, darf man sich nicht wundern", rechnete Teamchef Willi Koppmann ab. In der letzten Begegnung hatte der TuS Hordel gegen den TSK das nötige Glück im Neunmeterschießen (8:7).

Mit einem 6:1 gegen den SV Sodingen, der sein bestes Spiel zeigte, zog der SCW ins Finale ein. "Wir haben unser Ziel erreicht, aber gegen Herne war nichts drin. Die waren einfach überragend", stellte SVS-Co-Trainer Predrag Crnogaj anerkennend fest. Eine knappe Kiste war dagegen der 4:2-Erfolg von Hordel gegen Süd. Beim Stande von 2:2 avancierte Youngster Mirko Krüger mit zwei Treffern zum Matchwinner für die Bochumer.

Im Spiel um Platz drei brachte SVS-Kapitän Marcus Hasecke seinen Klub per Strafstoß in Front, doch dann war es vorbei mit der Sodinger Herrlichkeit, und der BV Herne-Süd setzte sich am Ende verdient mit 3:1 durch. "Wir hätten auch Zweiter werden können, aber ich bin sehr zufrieden", frohlockte Süd-Coach Ralf Schulz.

Im Finale konnte der SCW zwar kein Ballett mehr tanzen, aber Zweifel am Sieg des Favoriten kamen nicht auf, obwohl Hordel in der ersten Hälfte gut dagegen hielt. Schließlich sorgten Michael Erzen, Sami El-Nounou und Sven Barton für klare Verhältnisse. jes


Souveräner Sieger der diesjährigen (inoffiziellen) Hallenstadtmeisterschaft: SC Westfalia 04 Herne      Foto: InfoSchlumpf

14.01.2007
 

Quelle: WAZ Herne

 

 

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