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Oberligist lässt der Konkurrenz keine Chance. Auch Hordel beim
3:0-Finalerfolg der Strünkeder überfordert. DSC Wanne-Eickel
enttäuscht. Sodingen verliert das kleine Endspiel gegen den BV
Herne-Süd.
Der SC Westfalia Herne hat die inoffizielle Stadtmeisterschaft im
Hallenfußball zum achten Mal gewonnen. Im Endspiel ließ die Auswahl
von Trainer Frank Schulz dem Verbandsligisten DJK TuS Hordel keine
Chance. Die Strünkeder ließen von der ersten Minute an keinen
Zweifel an ihrer Favoritenrolle aufkommen und schafften in der
Zwischenrunde gegen Arminia Holsterhausen den einzigen zweistelligen
Erfolg des Turniers (10:1). "Das war wieder ein toller Auftritt von
den Jungs. Wir waren absolut dominant und haben das Turnier vom
ersten Spiel an diktiert", schwärmte Schulz. Sami El-Nounou und Co.
ließen es sich am Ende dann auch nicht nehmen, den Erfolg mit ihrem
Anhang, der an beiden Tagen das größte Kontingent stellte, ausgiebig
zu feiern.
Die Überlegenheit des Oberligisten beeindruckte auch die Konkurrenz,
der während der Veranstaltung bereits klar war, wer den Wanderpokal
in diesem Jahr mit nach Hause nehmen wird. "Das ist doch eine ganz
klare Sache. Herne spielt in einer anderen Liga. Da haben die
anderen keine Chance", sagte Roger Petzke, Coach des SV Wanne 11,
der mit seiner Crew in der Zwischenrunde knapp gescheitert war.
Der SCW bot als einzige Mannschaft echten Hallenfußball, hatte zwei
etwa gleichwertige Viererblöcke auf dem Parkett, die Ball und Gegner
ständig laufen ließen. "Wir haben gar keine Hektik aufkommen lassen,
obwohl wir immer die Gejagten waren. Das haben offensichtlich auch
alle honoriert", freute sich Schulz über den starken Auftritt.
Überraschungen gab es wenig. Kein Favorit musste nach der Vorrunde
die Segel streichen. Erst in der Zwischenrunde wurde es spannend.
Hartnäckige Duelle lieferten sich dort besonders der SV Wanne 11,
TSK Herne und BV Herne Süd. Sämtliche Partien endeten 3:2, wobei die
Elfer mit etwas Pech stets den Kürzeren zogen und die Koffer packen
mussten.
Auch im Viertelfinale ging es gleich zur Sache. Allerdings fiel die
SpVgg Horsthausen beim 3:6 gegen den SV Sodingen etwas aus der
Rolle. Schiedsrichter Boris Bejmowicz lag mit der einzigen Roten
Karte des Turniers gegen einen "Rowdy" der Sportvereinigung auf
jeden Fall vollkommen richtig. Beim 1:8 gegen den SCW war Sascha
Bohrmann, Torhüter der SG Herne 70, nicht zu beneiden. "Mir sind die
Dinger nur so um die Ohren geflogen", stellte der Schnapper
resignierend fest. Enttäuschend präsentierte sich der DSC
Wanne-Eickel beim 2:4 gegen den BV Süd.
"Süd war nicht schlecht, aber die müssen wir im Griff haben. Aber
wenn man so viele Fehler macht, darf man sich nicht wundern",
rechnete Teamchef Willi Koppmann ab. In der letzten Begegnung hatte
der TuS Hordel gegen den TSK das nötige Glück im Neunmeterschießen
(8:7).
Mit einem 6:1 gegen den SV Sodingen, der sein bestes Spiel zeigte,
zog der SCW ins Finale ein. "Wir haben unser Ziel erreicht, aber
gegen Herne war nichts drin. Die waren einfach überragend", stellte
SVS-Co-Trainer Predrag Crnogaj anerkennend fest. Eine knappe Kiste
war dagegen der 4:2-Erfolg von Hordel gegen Süd. Beim Stande von 2:2
avancierte Youngster Mirko Krüger mit zwei Treffern zum Matchwinner
für die Bochumer.
Im Spiel um Platz drei brachte SVS-Kapitän Marcus Hasecke seinen
Klub per Strafstoß in Front, doch dann war es vorbei mit der
Sodinger Herrlichkeit, und der BV Herne-Süd setzte sich am Ende
verdient mit 3:1 durch. "Wir hätten auch Zweiter werden können, aber
ich bin sehr zufrieden", frohlockte Süd-Coach Ralf Schulz.
Im Finale konnte der SCW zwar kein Ballett mehr tanzen, aber Zweifel
am Sieg des Favoriten kamen nicht auf, obwohl Hordel in der ersten
Hälfte gut dagegen hielt. Schließlich sorgten Michael Erzen, Sami
El-Nounou und Sven Barton für klare Verhältnisse. jes

Souveräner Sieger der diesjährigen (inoffiziellen)
Hallenstadtmeisterschaft: SC Westfalia 04 Herne
Foto: InfoSchlumpf
14.01.2007
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