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Wer Frank Schulz kennt,
weiß, dass der Ex-Profi ein Perfektionist ist. Deshalb zurrte der
Coach des SCW auch schon im September seinen Vorbereitungsplan für
die aktuelle Winterpause fest. Doch nun werden seine Vorhaben
durchkreuzt. "Obwohl wir das Spiel gegen die SSVg Velbert bereits
vor Monaten abgeschlossen haben, sagten sie uns ab und spielen
lieber gegen den VfL Bochum II. Das ist unglaublich", ärgert sich
Schulz über das Verhalten des nordrheinischen Ligakonkurrenten. "Es
kann passieren, dass man viele Verletzte hat und einen Kick lieber
nicht bestreitet. Dafür habe ich Verständnis. Aber gegen einen
anderen Verein anzutreten, das ist das Letzte." Aus diesem Grund
steht die Westfalia nun auch für den kommenden Sonntag (21. Januar)
auf dem Schlauch und sucht einen Ersatzgegner. "Wir können bei uns
spielen, da wir allen Jugendteams bereits abgesagt haben, weil wir
davon ausgegangen sind, dass alles klar ist", will Schulz unbedingt
eine praktische Einheit bestreiten.
Denn wie bei der Konkurrenz auch, ist das Training derzeit hart. Das
muss auch Arben Tahiri erfahren, der von seinem Seminar zurück ist.
"Alle sind kaputt, aber sonst ist alles klar", freut sich der
ehemalige Bochumer, der auch mit dem 2:2-Remis im Test bei TuRa
Rüdingahusen einverstanden ist. "Charly" Neumann brachte den SCW per
Foulelfmeter in Führung, Samy El Nounou erhöhte auf 2:1 für Herne.
"Es war okay", meint Schulz. Grund zur Entspannung gibt ihm auch der
Vorstand. Wurde in den letzten Jahren der Zeitpunkt für die
Vertragsgespräche immer nach hinten geschoben, macht man jetzt
bereits Nägel mit Köpfen. "Ich mache den Funktionären Vorschläge,
mit welchen Leuten sie sich unterhalten sollen, dieser Forderung
kommen sie nach", ist Schulz begeistert. "Leider habe ich noch keine
finanziellen Freiräume, sodass ich in den gewohnten Bereichen
schauen muss. An teurere Akteure kann ich leider nicht rangehen."
Schulz charakterisiert die Voraussetzung, um am "Schloss Strünkede"
aufgenommen zu werden. "Die Jungs müssen zu uns passen und die
Mentalität der Herne annehmen."
tr
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