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Bewerbungsfrist lief
am 28. Februar aus. DFB lehnt Herner Antrag auf Fristverlängerung
ab. SCW-Boss Stieneke: "Im nächsten Jahr wollen wir unter die ersten
Vier."
Für Trainer Frank Schulz, seine Spieler, vor allem aber auch für
viele Westfalia-Fans ist es ein Schock: In der nächsten Spielzeit
wird es in Herne definitiv keinen Regionalliga-Fußball geben. Das
erklärte Vorsitzender Jürgen Stieneke gestern, nachdem ihm Anfang
der Woche ein Schreiben vom DFB zugegangen war, mit dem der Herner
Antrag auf Fristverlängerung für die Einreichung der
Lizenzierungsunterlagen abgelehnt wurde.
Erst nach dem Sieg gegen Erkenschwick Mitte Februar hatte der
Vorstand entschieden, am Zulassungsverfahren teilnehmen zu wollen.
"Vorher hätte niemand im Traum damit gerechnet, dass es sportlich
zum Aufstieg reichen könnte", gab Stieneke ehrlich zu. Schon damals
wusste er vom Steuerberater, dass bis zum Stichtag am 28. Februar in
keinem Fall eine von einem unabhängigen Wirtschaftsprüfer testierte
Bilanz für das Jahr 2006 vorliegen würde. Deshalb beantragte der
Verein beim DFB eine Fristverlängerung bis zum 15. März, dem Tag, an
dem auch die Unterlagen für die Oberligalizenz vorliegen müssen.
Diesem Antrag wurde nicht stattgegeben.
Damit ist das Thema für dieses Jahr vom Tisch. Stieneke sieht es mit
gemischten Gefühlen: "Schon der Antrag hätte eine Menge Geld
gekostet, und es ist keinesfalls sicher, dass er auch durchgegangen
wäre. In jedem Fall wäre es ein finanzieller Drahtseilakt geworden,
mit ungewissem Ausgang." Der Etat müsse auf mindestens 1,5 Mio Euro
verfünffacht werden, mit festen Zusagen von Sponsoren, die noch
nicht in Sicht sind. Von Auflagen wie Sicherheitsvorkehrungen,
Sanitärräumen, Flutlicht etc. ganz zu schweigen.
Für all´ das brauche der Verein mehr Zeit. "Im nächsten Jahr aber
wollen wir unter die ersten Vier, und langfristig heißt das Ziel 3.
Bundesliga", gibt sich der Boss kämpferisch.
02.03.2007 Von Wolfgang Volmer
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