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Vor dem morgigen
Heimspiel gegen den SC Verl sucht Westfalias Trainer Frank Schulz
Ziel und Motivation: "Was nutzt das alles, wenn der Verein nicht
mitzieht?"
Verl? Wer ist Verl? Nein, den morgigen Gegner hatte Frank Schulz
gestern nicht auf dem Schirm. Für den SCW-Trainer stand nur eine
Frage im Raum. Die Sinnfrage. "Was soll das alles, dass wir uns hier
jeden Sonntag den Hintern aufreißen, wenn andere nicht mitziehen?
Welche Ziele können wir noch haben, welche Motivation?" Fragen, die
er noch Donnerstag nacht mit seiner Frau erörterte, nachdem ihm
SCW-Boss Stieneke den Brief aus Frankfurt gezeigt hatte.
"Ich bin sehr enttäuscht. Ich kann verstehen, wenn man alles
versucht, und es klappt am Ende nicht. Aber dass man erst gar keine
Lizenz beantragt, obwohl man es vorher verkündet hat, stimmt mich
schon nachdenklich. Sehr nachdenklich."
Was am Ende des Nachdenkens herauskommt, wird man abwarten müssen.
"Ich bin ein sehr emotionaler Typ, möchte erst mal ein paar Nächte
drüber schlafen", ließ Schulz alle Möglichkeiten offen. Auch die
eines Ausstiegs. Jetzt oder später.
Völlig schleierhaft war dem Trainer auch, wie seine Mannschaft die
Nachricht aufnehmen würde. "Am Donnerstag hab ich es nicht übers
Herz gebracht, sie zu informieren. Aber das ist auch Sache des
Vorstands. Mir tat es richtig weh, zu sehen, wie sich die Jungs im
Training reingehauen haben. Wofür eigentlich?"
Ob die Mannschaft, die von ihrer Leidenschaft, ihrer Hingabe, ihrem
Teamgeist lebt, am Sonntag erneut das Letzte herauskitzeln kann, ob
sich wieder etliche Angeschlagene in den Dienst der Sache stellen -
das sind weitere offene Fragen. Gegen den auf Regionalligakurs
getrimmten SC Verl mit seinen weit besser bezahlten Spielern würde
alles andere ein böses Erwachen geben.
Aber das gab es ja bereits.
02.03.2007 Von Wolfgang Volmer
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