PRESSE
Mit Spaß nach Lotte
 

06.04.07

Westfalia Herne kann Ostermontag locker aufspielen. Gastgeber sind nach schwachem Start jetzt richtig in Schwung. Einssatz von Sven Barton steht auf der Kippe.

Die Wetterfrösche sagen einen sonnigen Ostermontag voraus, und auch das Fußball-Barometer steht auf schön: Wenn übermorgen ab 15 Uhr in der PGW-Arena am Lotter Kreuz die heimischen Sportfreunde den SC Westfalia empfangen, steht einer attraktiven Partie nichts im Wege.

Beide Teams können nämlich locker aufspielen, auch wenn SF-Trainer Klaus Bienemann immer noch in Richtung Tabellenkeller schielt. Reiner Zweckpessismismus, wie die jüngsten Auftritte seiner Elf belegen. Nach dem 1:1 gegen den Topfavoriten SC Verl feierten die Lotter am letzten Sonntag einen beeindruckenden 4:1-Sieg in Oestrich und stießen schließlich am Gründonnerstag den SV Lippstadt durch ein 1:1 vom Tabellenthron. "Für mich ist das keine Überraschung. Vom Spielvermögen her ist Lotte in der Liga ganz oben anzusiedeln. Sie haben nur den Saisonstart verpatzt und sind dann immer hinterher gelaufen", weiß SCW-Trainer Frank Schulz um die Klasse des Gegners.

Herausragende Kräfte in einer kompakten Mannschaft sind Torjäger Julian Lüttmann, der kleine Spielgestalter Jörg Pahlig, der einst im Frankfurter Profikader stand, sowie der frühere Schermbecker Florian Dondorf, ein technisch versierter und torgefährlicher Mittelfeldspieler. Die Herner Defensive dürfte also richtig gefordert werden. "Wir müssen die Räume eng machen und die Zweikämpfe suchen und gewinnen", schärft Frank Schulz seiner Mannschaft ein. Verschanzen wollen sich die Herner aber nicht. "Das ist nicht unser Ding. Wir müssen nach Ballgewinn schnell umschalten und unsere Chance suchen. Und wenn wir vorne sind, werden wir auch draufgehen und versuchen, uns festzusetzen", umreißt Schulz seine Taktik.

Zuletzt in Hüls hat der SCW eine ähnliche Strategie perfekt umgesetzt. Allerdings war der VfB längst nicht so ballsicher, wie die Sportfreunde es sein dürften. Dennoch: Ihren kleinen Durchhänger nach dem Lizenzschock haben die Herner offenbar überwunden, das Thema ist abgehakt. "Wir haben jetzt einfach nur Spaß, wollen schön und erfolgreich Fußball spielen", gibt sich der Trainer entspannt.

Größere Änderungen an seiner Formation wird Schulz nicht vornehmen. Stephan Urbainski hat in Hüls stark gespielt und "positiv auf die Mannschaft ausgestrahlt", wie Schulz meint. "Er hat das Vertrauen zurück gezahlt." So bleibt lediglich die Sorge um Sven Barton, der wegen einer starken Wadenprellung nicht trainieren konnte. Die Probleme von Arben Tahiri (Erkältung) und Tobias Urban (Leiste) sollten bis Montag dagegen behoben sein.

06.04.2007 Von Wolfgang Volmer
 

Quelle: WAZ Herne

 

 

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