|
Westfalia Herne kann
Ostermontag locker aufspielen. Gastgeber sind nach schwachem Start
jetzt richtig in Schwung. Einssatz von Sven Barton steht auf der
Kippe.
Die Wetterfrösche sagen einen sonnigen Ostermontag voraus, und auch
das Fußball-Barometer steht auf schön: Wenn übermorgen ab 15 Uhr in
der PGW-Arena am Lotter Kreuz die heimischen Sportfreunde den SC
Westfalia empfangen, steht einer attraktiven Partie nichts im Wege.
Beide Teams können nämlich locker aufspielen, auch wenn SF-Trainer
Klaus Bienemann immer noch in Richtung Tabellenkeller schielt.
Reiner Zweckpessismismus, wie die jüngsten Auftritte seiner Elf
belegen. Nach dem 1:1 gegen den Topfavoriten SC Verl feierten die
Lotter am letzten Sonntag einen beeindruckenden 4:1-Sieg in Oestrich
und stießen schließlich am Gründonnerstag den SV Lippstadt durch ein
1:1 vom Tabellenthron. "Für mich ist das keine Überraschung. Vom
Spielvermögen her ist Lotte in der Liga ganz oben anzusiedeln. Sie
haben nur den Saisonstart verpatzt und sind dann immer hinterher
gelaufen", weiß SCW-Trainer Frank Schulz um die Klasse des Gegners.
Herausragende Kräfte in einer kompakten Mannschaft sind Torjäger
Julian Lüttmann, der kleine Spielgestalter Jörg Pahlig, der einst im
Frankfurter Profikader stand, sowie der frühere Schermbecker Florian
Dondorf, ein technisch versierter und torgefährlicher
Mittelfeldspieler. Die Herner Defensive dürfte also richtig
gefordert werden. "Wir müssen die Räume eng machen und die
Zweikämpfe suchen und gewinnen", schärft Frank Schulz seiner
Mannschaft ein. Verschanzen wollen sich die Herner aber nicht. "Das
ist nicht unser Ding. Wir müssen nach Ballgewinn schnell umschalten
und unsere Chance suchen. Und wenn wir vorne sind, werden wir auch
draufgehen und versuchen, uns festzusetzen", umreißt Schulz seine
Taktik.
Zuletzt in Hüls hat der SCW eine ähnliche Strategie perfekt
umgesetzt. Allerdings war der VfB längst nicht so ballsicher, wie
die Sportfreunde es sein dürften. Dennoch: Ihren kleinen Durchhänger
nach dem Lizenzschock haben die Herner offenbar überwunden, das
Thema ist abgehakt. "Wir haben jetzt einfach nur Spaß, wollen schön
und erfolgreich Fußball spielen", gibt sich der Trainer entspannt.
Größere Änderungen an seiner Formation wird Schulz nicht vornehmen.
Stephan Urbainski hat in Hüls stark gespielt und "positiv auf die
Mannschaft ausgestrahlt", wie Schulz meint. "Er hat das Vertrauen
zurück gezahlt." So bleibt lediglich die Sorge um Sven Barton, der
wegen einer starken Wadenprellung nicht trainieren konnte. Die
Probleme von Arben Tahiri (Erkältung) und Tobias Urban (Leiste)
sollten bis Montag dagegen behoben sein.
06.04.2007 Von Wolfgang Volmer
|