PRESSE
Derbyzeit im Sportpark
 

18.04.07

DSC Wanne-Eickel empfängt den SC Westfalia zur Neuauflage des letztjährigen Endspiels. Koppmann: Wir wollen den Favoriten ärgern. Schulz: Gutes Gespräch mit dem neuen Vorstand.

Schwarz-Gelb trifft Blau-Weiß: Dieses Farbspiel lässt im Fußball-Pott traditionell die Emotionen kochen. Knapp vier Wochen vor dem großen Bundesligakracher gibt´s heute den lokalen Vorgeschmack. Im Viertelfinale des Kreispokals empfängt der DSC Wanne-Eickel den SC Westfalia (18.15 Uhr, Sportpark). Einer der beiden Topklubs der Stadt bleibt schon an der vorletzten Hürde vor dem Erreichen des Landespokals auf der Strecke. Das Los hat es so gewollt.

Vielleicht ist das gar keine so unglückliche Fügung. Denn beide Teams haben sich den ersehnten Aufstieg abschminken müssen - der DSC, weil er in der Rückrunde ins Straucheln geriet, der SCW, weil er sich nicht im Stande sah, eine Lizenz zu beantragen. Da kommt das große Derby gerade recht, um das Fußballfeuer in der Stadt wieder richtig zu entfachen.

DSC-Teamchef Willi Koppmann hat seine Truppe bereits am Montag auf die Partie eingeschworen. "Ich habe die Mannschaft an das letztjährige Finale erinnert. So kampflos werden wir das nicht wieder herschenken", ist er sicher. "Wir versuchen, den Favoriten zu ärgern. Und wenn wir das Spiel lange offen halten können, gelingt uns ja vielleicht eine kleine Überraschung."

Verzichten muss Koppmann auf den angeschlagenen Pascal Sickel und auf Libero Tim Kokoska, der aus beruflichen Gründen verhindert ist. "Bei den anderen muss man sehen, wer es pünktlich zum Anstoß schafft."

Auch Frank Schulz denkt an das Endspiel des Vorjahres zurück, und auch er hat nicht nur gute Erinnerungen. "Ich hoffe, dass da nicht wieder ein paar Glatzköpfe Ärger machen und der DSC diesmal besser vorbereitet ist", will der SCW-Trainer die Rivalität ausschließlich auf dem Rasen ausleben. Dort erwartet er einen Gegner, der sich seiner Haut zu wehren weiß. "Ein Verbandsligist, der um die Spitze mitspielt, ist immer in der Lage, auch mal einen Oberligisten zu schlagen", so Schulz. "Wir wissen, was auf uns zukommt."

Bislang aber habe sein Team gegen den DSC stets die Oberhand behalten, und das soll auch so bleiben: "Ob Pokal oder Meisterschaft, ich will jedes Spiel gewinnen." Fehlen wird Flitterwöchner Yakub Köse, hinter Norman Seidel steht ein Fragezeichen.

Positiv bewertet Schulz einen ersten intensiven Gedankenaustausch mit dem neuen Vorstand um Ingo Paeske. Der wolle jetzt auch das Gespräch mit allen Spielern suchen. "Danach wird der finanzielle Rahmen abgesteckt und die Zielsetzung für die neue Saison formuliert. Und dann können wir weiter planen", sieht Schulz einen guten Anfang.

17.04.2007 Von Wolfgang Volmer
 

Quelle: WAZ Herne

 

 

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