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DSC Wanne-Eickel
empfängt den SC Westfalia zur Neuauflage des letztjährigen
Endspiels. Koppmann: Wir wollen den Favoriten ärgern. Schulz: Gutes
Gespräch mit dem neuen Vorstand.
Schwarz-Gelb trifft Blau-Weiß: Dieses Farbspiel lässt im
Fußball-Pott traditionell die Emotionen kochen. Knapp vier Wochen
vor dem großen Bundesligakracher gibt´s heute den lokalen
Vorgeschmack. Im Viertelfinale des Kreispokals empfängt der DSC
Wanne-Eickel den SC Westfalia (18.15 Uhr, Sportpark). Einer der
beiden Topklubs der Stadt bleibt schon an der vorletzten Hürde vor
dem Erreichen des Landespokals auf der Strecke. Das Los hat es so
gewollt.
Vielleicht ist das gar keine so unglückliche Fügung. Denn beide
Teams haben sich den ersehnten Aufstieg abschminken müssen - der DSC,
weil er in der Rückrunde ins Straucheln geriet, der SCW, weil er
sich nicht im Stande sah, eine Lizenz zu beantragen. Da kommt das
große Derby gerade recht, um das Fußballfeuer in der Stadt wieder
richtig zu entfachen.
DSC-Teamchef Willi Koppmann hat seine Truppe bereits am Montag auf
die Partie eingeschworen. "Ich habe die Mannschaft an das
letztjährige Finale erinnert. So kampflos werden wir das nicht
wieder herschenken", ist er sicher. "Wir versuchen, den Favoriten zu
ärgern. Und wenn wir das Spiel lange offen halten können, gelingt
uns ja vielleicht eine kleine Überraschung."
Verzichten muss Koppmann auf den angeschlagenen Pascal Sickel und
auf Libero Tim Kokoska, der aus beruflichen Gründen verhindert ist.
"Bei den anderen muss man sehen, wer es pünktlich zum Anstoß
schafft."
Auch Frank Schulz denkt an das Endspiel des Vorjahres zurück, und
auch er hat nicht nur gute Erinnerungen. "Ich hoffe, dass da nicht
wieder ein paar Glatzköpfe Ärger machen und der DSC diesmal besser
vorbereitet ist", will der SCW-Trainer die Rivalität ausschließlich
auf dem Rasen ausleben. Dort erwartet er einen Gegner, der sich
seiner Haut zu wehren weiß. "Ein Verbandsligist, der um die Spitze
mitspielt, ist immer in der Lage, auch mal einen Oberligisten zu
schlagen", so Schulz. "Wir wissen, was auf uns zukommt."
Bislang aber habe sein Team gegen den DSC stets die Oberhand
behalten, und das soll auch so bleiben: "Ob Pokal oder
Meisterschaft, ich will jedes Spiel gewinnen." Fehlen wird
Flitterwöchner Yakub Köse, hinter Norman Seidel steht ein
Fragezeichen.
Positiv bewertet Schulz einen ersten intensiven Gedankenaustausch
mit dem neuen Vorstand um Ingo Paeske. Der wolle jetzt auch das
Gespräch mit allen Spielern suchen. "Danach wird der finanzielle
Rahmen abgesteckt und die Zielsetzung für die neue Saison
formuliert. Und dann können wir weiter planen", sieht Schulz einen
guten Anfang.
17.04.2007 Von Wolfgang Volmer
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