PRESSE
Pokalkrimi steckt noch in den Knochen
 

21.04.07

Geschlauchte Westfalia ist morgen in Rheine gefordert. Schulz warnt vor schnellen Spitzen. Chance für Stefan Oerterer.

Es war schon eine beinharte "Trainingseinheit", die der auf 15, 16 Spieler geschrumpfte und durch Wochentagssspiele geschlauchte Westfalia-Kader am Mittwochabend überstehen musste. Ob die Akkus nach den 120 Pokalminuten in Wanne schon so weit wieder aufgeladen sind, um auch beim FC Eintracht Rheine zu bestehen, wird sich morgen ab 15 Uhr am Delsen zeigen.

Die Platzherren werden jede Schwäche schonungslos nutzen, benötigen sie doch noch den einen oder anderen Punkt, um sich endgültig in Sicherheit zu wähnen. Schon im zweiten Jahr in Folge hat die Eintracht den Saisonstart verpatzt, lief lange der Musik hinterher, um sich am Ende doch aus der Gefahrenzone abzusetzen. "Vom Spielvermögen und der Besetzung her gehört Rheine da auch gar nicht hin", meint SCW-Trainer Frank Schulz, der besonders vor den Eintracht-Kontern warnt. "Mit Ali Göl und Markus Fischer haben sie zwei schnelle, torgefährliche Spitzen. Da müssen wir schon aufpassen."

Doch niemand zwingt die Herner, ins offene Messer zu rennen. Da mit Sami El-Nounou wegen seiner Roten Karte ein gesetzter Stürmer ausfällt, tendiert Schulz ohnehin zu einer etwas defensiveren Ausrichtung. Festgelegt hat er sich aber noch nicht, zumal die Fragezeichen hinter drei Namen wohl erst bei der Abfahrt gestrichen werden können. Norman Seidel und Arben Tahiri lagen die Woche über mit Grippe flach, und ob Yakub Köse rechtzeitig und bei guten Kräften von seinem Hochzeitsurlaub zurück ist, wird sich erst am Spieltag zeigen.

Auch im Hinblick auf die nächste Saison könnte in Rheine schon die Stunde des Stefan Oerterer schlagen. "Der Junge macht mir richtig Spaß. Er ist frisch, gibt alles, und hat sich in Wanne sogar den Ball fürs Elfmeterschießen geschnappt", stellt der Trainer dem A-Jugendlichen ein gutes Zeugnis aus. Ihm die Chance zu geben, sich einmal von Beginn an zu zeigen, dürfte auch auf der Linie des neuen SCW-Vorstands liegen, der mit einer intensivierten Jugendarbeit langfristig eine sprudelnde Talentquelle für die "Erste" schaffen will.

20.04.2007 Von Wolfgang Volmer
 

Quelle: WAZ Herne

 

 

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