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Geschlauchte
Westfalia ist morgen in Rheine gefordert. Schulz warnt vor schnellen
Spitzen. Chance für Stefan Oerterer.
Es war schon eine beinharte "Trainingseinheit", die der auf 15, 16
Spieler geschrumpfte und durch Wochentagssspiele geschlauchte
Westfalia-Kader am Mittwochabend überstehen musste. Ob die Akkus
nach den 120 Pokalminuten in Wanne schon so weit wieder aufgeladen
sind, um auch beim FC Eintracht Rheine zu bestehen, wird sich morgen
ab 15 Uhr am Delsen zeigen.
Die Platzherren werden jede Schwäche schonungslos nutzen, benötigen
sie doch noch den einen oder anderen Punkt, um sich endgültig in
Sicherheit zu wähnen. Schon im zweiten Jahr in Folge hat die
Eintracht den Saisonstart verpatzt, lief lange der Musik hinterher,
um sich am Ende doch aus der Gefahrenzone abzusetzen. "Vom
Spielvermögen und der Besetzung her gehört Rheine da auch gar nicht
hin", meint SCW-Trainer Frank Schulz, der besonders vor den
Eintracht-Kontern warnt. "Mit Ali Göl und Markus Fischer haben sie
zwei schnelle, torgefährliche Spitzen. Da müssen wir schon
aufpassen."
Doch niemand zwingt die Herner, ins offene Messer zu rennen. Da mit
Sami El-Nounou wegen seiner Roten Karte ein gesetzter Stürmer
ausfällt, tendiert Schulz ohnehin zu einer etwas defensiveren
Ausrichtung. Festgelegt hat er sich aber noch nicht, zumal die
Fragezeichen hinter drei Namen wohl erst bei der Abfahrt gestrichen
werden können. Norman Seidel und Arben Tahiri lagen die Woche über
mit Grippe flach, und ob Yakub Köse rechtzeitig und bei guten
Kräften von seinem Hochzeitsurlaub zurück ist, wird sich erst am
Spieltag zeigen.
Auch im Hinblick auf die nächste Saison könnte in Rheine schon die
Stunde des Stefan Oerterer schlagen. "Der Junge macht mir richtig
Spaß. Er ist frisch, gibt alles, und hat sich in Wanne sogar den
Ball fürs Elfmeterschießen geschnappt", stellt der Trainer dem
A-Jugendlichen ein gutes Zeugnis aus. Ihm die Chance zu geben, sich
einmal von Beginn an zu zeigen, dürfte auch auf der Linie des neuen
SCW-Vorstands liegen, der mit einer intensivierten Jugendarbeit
langfristig eine sprudelnde Talentquelle für die "Erste" schaffen
will.
20.04.2007 Von Wolfgang Volmer
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