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Morgen kommt Schalke,
am Mittwoch Verl: Der SC Westfalia kann den Titelkampf maßgeblich
beeinflussen. Drei Säulen fehlen: Sami El-Nounou und Michael Baum
sind gesperrt, Trainer Schulz sonnt sich auf "Malle".
Auf Schalke blühen Meisterträume. Nicht nur für die Slomka-Truppe
ist jetzt jedes Spiel ein Endspiel. Auch die von Eurofighter Mike
Büskens trainierte "Zweite" hat Witterung aufgenommen, riecht den
Titel. Aber das kann sich morgen bereits ändern, wenn sie am Schloss
Strünkede (Anstoß 15 Uhr) zwei oder gar drei Punkte liegen lässt.
Mit einer großartigen Rückrunde haben sich die Schalker auf fünf
Punkte an Tabellenführer SC Verl herangerobbt, der am Mittwoch zum
letzten Nachholspiel der Oberliga in Herne aufkreuzt. Die Westfalia
wird also im Titelkampf so etwas wie das Zünglein an der Waage. Noch
im Februar hatten sich die Herner etwas anderes vorgestellt. Aber
immerhin, ein Trostpreis.
"Die Schalker werden einiges aufbieten, zumal die Erste ja bereits
am Freitag gespielt hat. Und sie werden bis zum Letzten kämpfen",
ist Hernes Co-Trainer Horst Albert sicher. Er vertritt seinen "Chef"
auf der Bank, weil Frank Schulz für einige Tage Sonne und Strände
Mallorcas genießt. Eine dienstlich bedingte Reise, für die sich
Schulz schon vor Monaten von Ex-Vorsitzenden Jürgen Stieneke hat
freistellen lassen. Mit Gerüchten über einen bevorstehenden Abschied
des Trainers hat das also nichts zu tun. Ob sie begründet sind, dazu
kann Schulz erst nach seiner Rückkehr Stellung beziehen. Horst
Albert aber hat einen heißen Draht nach "Malle" und wird sich nach
dem Abschlusstraining noch telefonisch mit Schulz beraten, um
Aufstellung und Taktik festzulegen.
Fest steht: Mit Sami El-Nounou und Michael Baum sind zwei
Leistungsträger gesperrt. Während für Baum mit Stefan Urbainski
adäquater Ersatz bereit steht, reißt der Ausfall des ballsicheren
Sturmführers eine große Lücke. "Als Anspielstation und Vollstrecker
ist Sami mit seiner Ruhe und Übersicht kaum zu ersetzen", weiß
Albert. "Aber das müssen wir künftig ja öfter." Ob er mit Adrian
Cetera überhaupt eine zweite Spitze bringt oder mit einem
Sechser-Mittelfeld antritt, ließ er noch offen. "Yakub Köse ist nach
seinem Hochzeitsurlaub wieder da und hat sehr gut trainiert", könnte
sich Albert auch die defensivere Variante gut vorstellen.
Zumal sich die formstarken Schalker nicht so einigeln werden wie
zuletzt Rheine. "Ich denke, die Schalker Spielweise liegt uns auch
besser. Wenn wir hinten wenig zulassen und schnell nach vorne
spielen, haben wir immer am besten ausgesehen", so "Hotte" Albert.
27.04.2007 Von Wolfgang Volmer
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