PRESSE
Die Meistermacher
 

28.04.07

Morgen kommt Schalke, am Mittwoch Verl: Der SC Westfalia kann den Titelkampf maßgeblich beeinflussen. Drei Säulen fehlen: Sami El-Nounou und Michael Baum sind gesperrt, Trainer Schulz sonnt sich auf "Malle".

Auf Schalke blühen Meisterträume. Nicht nur für die Slomka-Truppe ist jetzt jedes Spiel ein Endspiel. Auch die von Eurofighter Mike Büskens trainierte "Zweite" hat Witterung aufgenommen, riecht den Titel. Aber das kann sich morgen bereits ändern, wenn sie am Schloss Strünkede (Anstoß 15 Uhr) zwei oder gar drei Punkte liegen lässt.

Mit einer großartigen Rückrunde haben sich die Schalker auf fünf Punkte an Tabellenführer SC Verl herangerobbt, der am Mittwoch zum letzten Nachholspiel der Oberliga in Herne aufkreuzt. Die Westfalia wird also im Titelkampf so etwas wie das Zünglein an der Waage. Noch im Februar hatten sich die Herner etwas anderes vorgestellt. Aber immerhin, ein Trostpreis.

"Die Schalker werden einiges aufbieten, zumal die Erste ja bereits am Freitag gespielt hat. Und sie werden bis zum Letzten kämpfen", ist Hernes Co-Trainer Horst Albert sicher. Er vertritt seinen "Chef" auf der Bank, weil Frank Schulz für einige Tage Sonne und Strände Mallorcas genießt. Eine dienstlich bedingte Reise, für die sich Schulz schon vor Monaten von Ex-Vorsitzenden Jürgen Stieneke hat freistellen lassen. Mit Gerüchten über einen bevorstehenden Abschied des Trainers hat das also nichts zu tun. Ob sie begründet sind, dazu kann Schulz erst nach seiner Rückkehr Stellung beziehen. Horst Albert aber hat einen heißen Draht nach "Malle" und wird sich nach dem Abschlusstraining noch telefonisch mit Schulz beraten, um Aufstellung und Taktik festzulegen.

Fest steht: Mit Sami El-Nounou und Michael Baum sind zwei Leistungsträger gesperrt. Während für Baum mit Stefan Urbainski adäquater Ersatz bereit steht, reißt der Ausfall des ballsicheren Sturmführers eine große Lücke. "Als Anspielstation und Vollstrecker ist Sami mit seiner Ruhe und Übersicht kaum zu ersetzen", weiß Albert. "Aber das müssen wir künftig ja öfter." Ob er mit Adrian Cetera überhaupt eine zweite Spitze bringt oder mit einem Sechser-Mittelfeld antritt, ließ er noch offen. "Yakub Köse ist nach seinem Hochzeitsurlaub wieder da und hat sehr gut trainiert", könnte sich Albert auch die defensivere Variante gut vorstellen.

Zumal sich die formstarken Schalker nicht so einigeln werden wie zuletzt Rheine. "Ich denke, die Schalker Spielweise liegt uns auch besser. Wenn wir hinten wenig zulassen und schnell nach vorne spielen, haben wir immer am besten ausgesehen", so "Hotte" Albert.

27.04.2007 Von Wolfgang Volmer
 

Quelle: WAZ Herne

 

 

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