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Absage an Gütersloh
nach guten Gesprächen mit dem neuen Vorstand. Morgen geht´s zum
Abstiegskandidaten Wattenscheid.
Lange
hat er mit sich gerungen, jetzt hat er sich definitiv entschieden:
Frank Schulz bleibt auch im nächsten Jahr Trainer des SC Westfalia.
Der Architekt des neuen SCW, der nach dem Abstieg vor vier Jahren
ein Team geformt hat, das sich in die Herzen vieler Fußballfreunde
gespielt hat, sieht seinen Weg in Herne noch nicht beendet. "Ich
hänge an diesem Verein und auch an dieser tollen Mannschaft, das ist
ja bekannt." Entscheidend sei aber, dass er in zwei "sehr angenehmen
Gesprächen" mit Ingo Paeske und Wolfgang Müller den Eindruck
gewonnen habe, "dass der neue Vorstand hier langfristig viel bewegen
will." Und dass er in ihm, dem Trainer und Ex-Profi, den richtigen,
kompetenten Mann sähe, im sportlichen Bereich die Weichen zu
stellen.
Ein neuer Vertrag, erstmals schriftlich und auf ein Jahr fixiert,
ist bereits formuliert und wird bald unterschrieben. "Nach dem Jahr
sehen wir dann, ob wir auf dem richtigen Weg sind", erläutert
Schulz. Dem FC Gütersloh 2000, der besonders hartnäckig um ihn
geworben hatte, habe er bereits am Mittwoch abgesagt, bei zwei
anderen Vereinen wolle er dies umgehend tun. "Gütersloh war nah
dran, weil sie mich unbedingt wollten. Aber das ist jetzt vorbei."
Vorbei sein sollten damit auch die letzten Nachwehen der
Lizenzaffäre, ab sofort richtet sich der Blick nur noch nach vorn.
Bevor er beim gestrigen Training die Mannschaft über seine
Entscheidung informierte, rief Schulz gleich bei Mirko Mustroph an.
Um den Innenverteidiger, der im März einen Kontrakt beim SCW
gegengezeichnet hatte, buhlten inzwischen auch andere Vereine. "Kein
Thema mehr. Mirko wir Herner", beendete Schulz alle Spekulationen,
um sogleich weitere potenzielle Zugänge zu kontaktieren.
Sein Hauptaugenmerk gilt aber natürlich dem morgigen Spiel bei der
SG Wattenscheid 09 (15 Uhr). "Das wird eine heiße Kiste.
Wattenscheid wittert nach dem Sieg in Ahlen wieder seine Chance auf
den Klassenerhalt und wird alles dafür tun", erwartet Schulz in der
Lohrheide einen ganz heißen Tanz. "Da geht es zwar finanziell
drunter und drüber, aber die Mannschaft hat Moral und weiß, dass uns
ein paar Leute fehlen." Wenn die Hernern das Verl-Spiel verdaut
haben, werden sie sich aber wohl zu wehren wissen.
04.05.2007 Von Wolfgang Volmer
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