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Westtfalia Herne und
der SV Lippstadt 08 haben die Konkurrenz in Atem gehalten. Jetzt
stehen sich die beiden besten Hinrundenmannschaften wieder auf dem
Boden der Tatsachen gegenüber.
Wenn in der Oberliga in dieser Saison von Herne und Lippstadt die
Rede ist, wird damit automatisch das überraschend erfolgreiche
Abschneiden der beiden Teams, insbesondere in der Hinrunde in
Verbindung gebracht. Während Lippstadt gar die Herbstmeisterschaft
davontrug, stand für die Westfalia zur Halbzeit sensationell Platz
drei zu Buche. Auf beiden Seiten wurde der Erfolg an Personen
festgemacht. Mit Heinz Knüwe und SCW-Coach Frank Schulz waren zwei
Ex-Profis, die gemeinsame Bundesligajahre beim VfL Bochum
verbrachten, federführend am jeweiligen Höhenflug beteiligt.
Knüwe hat den Zauberstab bei den Lippstädtern inzwischen jedoch
abgegeben, um eine neue sportliche Herausforderung in Angriff nehmen
zu können. Von dieser Möglichkeit hat der heiß umworbene Frank
Schulz keinen Gebrauch gemacht und unter anderem ein gutes Angebot
vom FC Gütersloh zugunsten des SCW ausgeschlagen. Am Sonntag wird
Schulz damit nicht mehr seinem alten Weggefährten Knüwe, sondern
dessen Nachfolger und SV-Interimscoach Ralf Lietz an der Seitenlinie
gegenüberstehen.
Der neue Mann beim SVL hatte sich am letzten Spieltag mit einem 2:2
in Ahlen eingeführt und kennt Westfalia offenbar wie seine
Westentasche. "Vom System und der Spielanlage treffen am Sonntag
zwei ähnliche Mannschaften aufeinander. Kämpferisch stark, mit
schnellen Leuten in der Offensive. Wir müssen unsere spielerischen
Qualitäten abrufen und, was fast noch wichtiger ist, erneut den
Kampf annehmen", so Lietz.
Auf Seiten der Herner ist man auf eine tadellose Einstellung der
Akteure momentan wohl noch dringender angewiesen. Beim 2:1-Erfolg im
Pokal gegen den Sodingen hatten Schulz und sein Co-Trainer Horst
Albert gerade noch zwei Spieler auf der Bank. Immerhin hat sich
Tobias Urban nach dreiwöchiger Montage zurück gemeldet. "Wir wollen
nicht jammern, aber das ist im Moment sehr schwer für uns. Trotzdem
wollen wir uns vernünftig verabschieden, insbesondere von unseren
tollen Fans, und nach Möglichkeit jedes Spiel gewinnen. Wir werden
alles geben, auch wenn es schwer fällt", erklärt Albert.
18.05.2007 Von Jens Schumann
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