PRESSE
Zeit des Abschieds
 

26.05.07

Am Montag laufen etliche Kicker letztmals im Westfalia-Trikot auf. Gäste aus Hamm brauchen jeden Punkt für den Klassenerhalt. Schulz appelliert an den Charakter.

Der Abschied naht. Im letzten Heimspiel der Saison gegen die Hammer SpVgg laufen am Pfingstmontag (15 Uhr) etliche Kicker letztmalig am Schloss Strünkede auf. An der Spitze Sami El-Nounou und Michael Erzen, jenes Stürmer-Duo, das den SC Westfalia zurück in die Oberliga schoss und auch dort zum Schrecken aller Abwehrreihen avancierte. Auch Yakub Köse, Mykola Makarchuk oder Stefan Urbainski haben sich in die Herzen der Herner Fans gespielt und suchen ihr Glück jetzt bei anderen Vereinen. Mit Ersatzkeeper Thorben Gunkel, dem seit Monaten verletzten Eigengewächs Sebastian Kohl, Adrian Cetera und Christian Grüterich werden vier weitere Spieler aus dem aktuellen Kader vor dem Anpfiff den obligatorischen Blumenstrauß nebst vieler guter Wünsche in Empfang nehmen.

Der Abschied naht auch für die Gäste aus Hamm. Am letzten Sonntag erstmalig auf einen Abstiegsplatz gerutscht, droht dem Team von Wolfgang "Sandy" Sandhowe bei einer Niederlage in Herne der direkte Rücksturz in die Verbandsliga. "Die wollen gegen uns und Hüls sechs Punkte holen, um sich zu retten", weiß SCW-Trainer Frank Schulz.

Seine Elf muss sich also auf einen Gegner einrichten, der sich mit Haut und Haaren wehren und um jeden Zentimeter Rasen kämpfen wird. Mit der Einstellung, die der Trainer bei manchen seiner Schützlinge in Lippstadt ausmachte, wird da wenig auszurichten sein. "Wir müssen schon Leidenschaft zeigen, um einem Gegner, der mit dem Rücken zur Wand steht, Paroli bieten zu können", hat Schulz seiner Truppe eingetrichtert. "Ich hoffe sehr, dass sich gerade die Jungs, die uns verlassen, richtig reinhängen. Denn der letzte Eindruck bleibt immer in Erinnerung."

Seinen Spielern ins Gewissen reden und an ihren Sportgeist zu appellieren, das sind die einzigen Möglichkeiten, die Schulz bleiben. Denn personelle Alternativen sind derzeit rar gesät. Sven Barton erholt sich zwar langsam von seiner bösen Gesichtsverletzung, und Sebastian Kohl ist sogar wieder ins Mannschaftstraining eingestiegen, an einen Einsatz der beiden Langzeitverletzten ist aber in dieser Saison nicht mehr zu denken. Abgemeldet haben sich für Montag auch Stefan Urbainski, den es im Knie zwickt, sowie Adrian Cetera, der aus familiären Gründen in seiner polnischen Heimat weilt. Ein Fragezeichen steht zudem hinter Norman Seidel, der sich im Donnerstags-Training das Knie verdrehte. So werden erneut vornehmlich Jugendspieler auf der Bank sitzen.

25.05.2007 Von Wolfgang Volmer
 

Quelle: WAZ Herne

 

 

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