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Am Montag laufen
etliche Kicker letztmals im Westfalia-Trikot auf. Gäste aus Hamm
brauchen jeden Punkt für den Klassenerhalt. Schulz appelliert an den
Charakter.
Der Abschied naht. Im letzten Heimspiel der Saison gegen die Hammer
SpVgg laufen am Pfingstmontag (15 Uhr) etliche Kicker letztmalig am
Schloss Strünkede auf. An der Spitze Sami El-Nounou und Michael
Erzen, jenes Stürmer-Duo, das den SC Westfalia zurück in die
Oberliga schoss und auch dort zum Schrecken aller Abwehrreihen
avancierte. Auch Yakub Köse, Mykola Makarchuk oder Stefan Urbainski
haben sich in die Herzen der Herner Fans gespielt und suchen ihr
Glück jetzt bei anderen Vereinen. Mit Ersatzkeeper Thorben Gunkel,
dem seit Monaten verletzten Eigengewächs Sebastian Kohl, Adrian
Cetera und Christian Grüterich werden vier weitere Spieler aus dem
aktuellen Kader vor dem Anpfiff den obligatorischen Blumenstrauß
nebst vieler guter Wünsche in Empfang nehmen.
Der Abschied naht auch für die Gäste aus Hamm. Am letzten Sonntag
erstmalig auf einen Abstiegsplatz gerutscht, droht dem Team von
Wolfgang "Sandy" Sandhowe bei einer Niederlage in Herne der direkte
Rücksturz in die Verbandsliga. "Die wollen gegen uns und Hüls sechs
Punkte holen, um sich zu retten", weiß SCW-Trainer Frank Schulz.
Seine Elf muss sich also auf einen Gegner einrichten, der sich mit
Haut und Haaren wehren und um jeden Zentimeter Rasen kämpfen wird.
Mit der Einstellung, die der Trainer bei manchen seiner Schützlinge
in Lippstadt ausmachte, wird da wenig auszurichten sein. "Wir müssen
schon Leidenschaft zeigen, um einem Gegner, der mit dem Rücken zur
Wand steht, Paroli bieten zu können", hat Schulz seiner Truppe
eingetrichtert. "Ich hoffe sehr, dass sich gerade die Jungs, die uns
verlassen, richtig reinhängen. Denn der letzte Eindruck bleibt immer
in Erinnerung."
Seinen Spielern ins Gewissen reden und an ihren Sportgeist zu
appellieren, das sind die einzigen Möglichkeiten, die Schulz
bleiben. Denn personelle Alternativen sind derzeit rar gesät. Sven
Barton erholt sich zwar langsam von seiner bösen Gesichtsverletzung,
und Sebastian Kohl ist sogar wieder ins Mannschaftstraining
eingestiegen, an einen Einsatz der beiden Langzeitverletzten ist
aber in dieser Saison nicht mehr zu denken. Abgemeldet haben sich
für Montag auch Stefan Urbainski, den es im Knie zwickt, sowie
Adrian Cetera, der aus familiären Gründen in seiner polnischen
Heimat weilt. Ein Fragezeichen steht zudem hinter Norman Seidel, der
sich im Donnerstags-Training das Knie verdrehte. So werden erneut
vornehmlich Jugendspieler auf der Bank sitzen.
25.05.2007 Von Wolfgang Volmer
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