PRESSE
Maloche + Spaß = Erfolg
 

16.07.07

Neue Mannschaft hat Schulz´sche Erfolgsformel bereits verinnerlicht. Minimalziel heißt NRW-Liga. Am Schloss Strünkede ziehen wieder alle am selben Strang. Auch der Himmel strahlt blau-weiß.

Als Ingo Paeske erstmals als Vorsitzender des SC Westfalia ans Mikro ging, um den Fans neue und alte Spieler des Oberligakaders vorzustellen, strahlte der Himmel über Schloss Strünkede in Blau und Weiß. Nichts war mehr zu spüren von den Schatten der Vergangenheit, selbst das gleißende Sonnenlicht machte keine Gräben sichtbar. Im Frühjahr hatte es noch heftig gerumst, doch das kleine Beben konnte dem Fundament des Traiditionsklubs nichts anhaben. Nach Abschluss der Aufräumarbeiten präsentierte sich bei der Saisoneröffnung ein Verein, in dem alle, Vorstand, Anhänger und Mannschaft, an einem Strang ziehen.

Und wenn so viele ziehen, geht´s in der Regel auch flott vorwärts. Das wird auch nötig sein, steht doch eine außergewöhnliche Spielzeit vor der Tür. In dieser letzten Oberligasaison geht es nicht schnöde darum, wer Meister wird und welche drei Teams ins Gras beißen. Konnte man bei dieser Konstellation mitunter schon zeitig ins breite Niemandsland der Tabelle abtauchen, so gibt es diesmal kaum ein Versteck. Die ersten Vier bleiben viertklassig, ziehen in die neue Regionalliga ein, die folgenden sieben Mannschaften (Plätze 5 bis 11) qualifizieren sich für die NRW-Liga, ab Platz zwölf rauscht der Fahrstuhl gleich um zwei Stockwerke abwärts und macht erst kurz vor der Versenkung halt.

Klar, dass jeder Verein, jeder Spieler einen solchen Absturz vermeiden möchte. Die Frage nach den Saisonzielen erübrigt sich da fast. Als Kandidaten für die Ränge eins bis vier gelten die üblichen Verdächtigen: Preußen Münster natürlich, die Bayern der Liga. Auch Gütersloh, Lotte, eventuell Rheine. Nicht zu vergessen Schalke, Bochum, Bielefeld. Die Profiklubs werden es sich nicht leisten wollen, dass ihre Talente in der fünften oder sechsten Liga versauern.

Für alle anderen kann es nur ein Ziel geben: die NRW-Liga. Auch Frank Schulz wäre mit dem Hammer getauft, würde er für den SCW etwas anderes proklamieren. Schließlich hat er nicht nur seinen Paradesturm El-Nounou/Erzen verloren, sondern auch fünf, sechs weitere erfahrene Oberligaspieler. Gekommen ist dafür fast ein Dutzend neuer Leute, ausgesucht mit viel Sachverstand, aber relativ kleinem Budget. Des Trainers Kunst wird es sein, möglichst schnell wieder eine funktionierende Mannschaft zu formen, in die jeder seine individuellen Qualitäten einbringt.

Und beim "Teambuilding", so der Eindruck, ist der SCW in den letzten 14 Tagen gut vorangekommen. Dafür bürgen neben dem Trainer-Gespann Schulz/Albert auch Leute wie Olli Bautz, Charly Neumann oder Sven Barton, junges Urgestein und Stimmungskanone zugleich. Sie haben die Schulz´sche Philosophie lange verinnerlicht, helfen mit, auch junge Spieler schnell zu integrieren. "Wir wollen Spaß haben und eine gute Saison spielen", so lauteten dann auch fast unisono die Statementsder Spieler, denen Ingo Paeske mit humorvoller Ansprache aber auch manchen Spruch entlockte. Nur einen bat Paeske nicht aufs Podium: Trainer Frank Schulz. Was der gesagt hätte, wussten die blau-weiß gewandeten Fans im rappelvollen Zelt aber längt. "Tach zusammen..."


Die Neuzugänge des SC Westfalia 04 Herne in der Oberliga-Saison 2007/2008. Mehr Infos unter Kader.             Foto: Cib

15.07.2007 Von Wolfgang Volmer
 

Quelle: WAZ Herne

 

 

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