|
Sebastian Kleine hat
sich einiges vorgenommen.
Vorbereitungen
auf die Saison macht ein Fußballer in seinem Leben mehrfach mit. So
geht es auch Sebastian Kleine, Neuzugang von Westfalia Herne.
Dennoch sind die derzeitigen Einheiten bei seinem neuen Club für den
Angreifer etwas besonderes. Schließlich rüstet er sich mit seinen
Team-Kollegen zum ersten Mal für eine Oberliga-Spielzeit.
"Das ist für mich Neuland", bestätigt Kleine, der aber selbstbewusst
an die Aufgabe dran geht: "Ich habe mir einiges vorgenommen, will
mir unbedingt einen Stammplatz erkämpfen."
Das wird nicht einfach, genauso wie das schwere Erbe des Sturmduos
Michael Erzen (Preußen Münster) und Samy El Nounou (VfL Bochum II)
anzutreten, schließlich waren die beiden Kicker bei den
Westfalia-Anhänger längst Kult geworden. "Das ist mir schon bewusst,
aber ich sehe mich nicht als Nachfolger von ihnen. Zum einen bin ich
ein ganz anderer Spielertyp, außerdem haben wir einige gute Jungs im
vorderen Bereich", stellt der ehemalige Kornharpener klar. "Wir
haben viele junge, hungrige Akteure, dazu einen André Badur, der
eine Menge Erfahrung mitbringt. Das wird schon klappen."
Kleine ist also zuversichtlich, sonst hätte er sich wahrscheinlich
auch nicht für den Sprung in die vierte Klasse entschieden. "Das
Spiel wird wieder ein bisschen schneller sein, aber vom Training her
ist es zu Kornharpen kein großer Unterschied. Unter Jörg Silberbach
waren wir auch sechs Mal in der Woche aktiv", berichtet der
Goalgetter. "Die ersten Wochen in der Vorbereitung sind immer
richtig anstrengend. Schließlich geht es darum, Ausdauer zu tanken."
Für eine Saison, in der man unbedingt unter den besten elf Teams
sein möchte, um sich für die neue NRW-Liga zu qualifizieren. "Das
muss unser Ziel sein. Ich bin recht optimistisch. Mein Eindruck sagt
mir, dass wir eine richtig gute Truppe beisammen haben", grübelt
Kleine und fügt hinzu: "Aber mir ist auch bewusst, dass unsere
Konkurrenten das Gleiche vorhaben."
Fakt ist, die Verbandsliga soll mit aller Macht verhindert werden.
Da gehört ein Verein mit einer derartigen Tradition mit Sicherheit
auch nicht hin. Kleines Schluss-Satz: "Natürlich ist es in Herne
etwas ganz anderes als in Kornharpen. Wir trainieren im Stadion,
haben dabei sogar Zuschauer. Hinter dem Club steckt schon einiges."
kru
|