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Ein Kantersieg. Und
doch verließen die Fans beider Vereine zufrieden den
Bickernsportplatz. Die einen ob des Weiterkommens, die anderen,
weil sie sich gegen den Favoriten zumindest gut verkauften.
Die Bickeraner ahnten Übles: "Hauptsache, es wird nicht
zweistellig", hoffte ein Zuschauer kurz vor Spielbeginn. Das
Ergebnis stellte deshalb Anhänger beider Mannschaften zufrieden.
Westfalia-Coach Frank Schulz freute sich über das standesgemäße
Ergebnis, das er "sich so vorgestellt" habe. Sein DJK-Kollege
Michael Trampel war indes froh, ein "gutes Ergebnis" erzielt zu
haben. "Gerade die erste halbe Stunde hat mir gut gefallen." Da
waren die Gäste aus Herne bemüht, schnell zu spielen, was in einigen
gelungenen Kombinationen mündete. Besonders der rechte Flügel erwies
sich als effektiv; auch dem Führungstreffer von Tobias Urban ging
eine Flanke von rechts voraus, die er nach einer Kopfballvorlage aus
zwei Metern verwandelte. Dem 2:0 in der 28. Minute folgte kurz vor
dem Halbzeitpfiff die Entscheidung, als Tim Gebauer den Ball am
chancenlosen Jens Dzierqwa vorbei ins lange Eck schob.
Die zuvor zarten Angriffsbemühungen der Bickeraner fanden in Hälfte
zwei kaum noch statt. Ausnahmen: Zwei Freistöße, die letztlich
jedoch nicht für echte Torgefahr sorgten. Obwohl den Gastgebern ein
Ehrentreffer verwehrt blieb, war der Klassenunterschied beim Duell
des Kreisligisten und des Oberligisten nicht so deutlich, wie einige
DJK-Anhänger offensichtlich befürchtet hatten. Dabei spielten die
Akteure äußerst fair. Auch das Zusammentreffen von Sezgin Salli und
Nico Seelmann ging glimpflich aus: Nach kurzer Behandlungszeit
konnten beide weiterspielen. Bis die Ankündigung der Westfalia-Fans
Realität wird, stehen indes noch viele Partien auf dem Spielplan:
Offensichtlich euphorisiert vom Sieg stimmten einige den Klassiker
unter den Pokalspiel-Gesängen an: "Berlin, Berlin, wir fahren nach
Berlin."
DJK Bickern Wanne - SC
Westfalia Herne 0:6
Tore: 0:1 (20.) Urban,
0:2 (28.) Salli, 0:3 (44.) Gebauer, 0:4 (47.) Intravaia, 0:5 (52.)
Firat, 0:6 (58.) Terzic.
SCW: Bautz - Baron, Neumann, Seidel (45. Konarski), Salli, Gebauer,
Urban (45. Tanriverdi), Badur (45. Firat), Kleine, Intravaia, Terzic.
DJK: Dzierqwa - Kloss,
Schmidt, Brock, Kowalski, Schlosser (45. Konieczny), Seelmann, D.
Bellach (45. T. Bellach), Parusel (45. Muliqi), Beck, Macagnino.
01.08.2007 Von Jonas Erlenkämper
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