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Spielergehälter nicht gezahlt - Kicker beraten über Maßnahmen.
Was ist bloß mit den Traditions-Clubs los? Die Spielvereinigung
Erkenschwick befindet sich seit fast vier Monaten in finanziellen
Schwierigkeiten. Ständige Spekulationen über die Zukunft des Vereins
machen die Runde und die Mannschaft streikte bereits zwei Mal, weil
seit Wochen die Zahlungen nur unregelmäßig oder gar nicht vollzogen
werden. Doch damit nicht genug. Jetzt scheppert es auch mal wieder
in Herne.
Seit Jahren herrschte am "Schloss Strünkede" Ruhe, der sportliche
Erfolg war da und die finanzielle Situation geklärt. Doch nun
scheint sich die Westfalia an ihr altes, hässliches Gesicht zu
erinnern. Die Akteure werden nach RS-Informationen seit eineinhalb
Monaten nicht mehr bezahlt. Absprachen sollen vom Vorstand nicht
eingehalten werden und auch sonst scheint das Klima zwischen den
Verantwortlichen wie den Aktiven mehr als gestört zu sein.
Aus diesem Grund wird sich das Team von Coach Frank Schulz am
heutigen Dienstag-Abend in einer Sitzung beratschlagen, welcher Weg
eingeschlagen werden soll. Ein Streik wie in Erkenschwick ist für
die Spieler so kurz vor den Weihnachtsferien nicht unbedingt
vorstellbar, aber auch nicht ausgeschlossen. Aus Teamkreisen ist zu
hören, dass man auf die Kommunikationsschwierigkeiten zwischen
Mannschaft und Verein aber unbedingt reagieren will. Denn nicht nur
die ausgebliebenen Zahlungen sind inakzeptabel, sondern besonders
die fehlende Transparenz seitens der Funktionäre bringt die Kicker
auf die Palme. Umso bemerkenswerter ist die Tatsache, dass sich die
Mannschaft nach dem katastrophalen Start gefangen und mit einer
Siegesserie mittlerweile auf Platz acht vorgeschoben hat.
Nicht nur die Fans sind gespannt, welche Maßnahmen die Elf treffen
wird, um ihrem Ärger Luft zu machen. Fest steht aber schon jetzt,
dass der Fußball mal wieder der Verlierer sein wird.
von Thorsten Richter
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