|
Paeskes "Alibi-Job"
Die wichtigste Nachricht kam pünktlich zum Weihnachtsfest: In Herne
geht's weiter. Der Westfalia bleibt der finanzielle K.o. erspart und
es gibt auch über die aktuelle Saison hinaus eine Zukunft für den
SCW. "Zum Glück", pustet Michael Baum, Defensiv-Stratege und
Mannschaftsrats-Mitglied am "Schloss Strünkede", tief durch. Denn
das Team von Coach Frank Schulz lief am letzten Freitag mit
gemischten Gefühlen bei der Weihnachtsfeier auf.
Doch Ex-"Boss" und Ehrenrats-Präsident Jürgen Stieneke nahm den
Akteuren die Existenzängste. Zusammen mit seinem damaligen "Vize"
Klaus Großheim und Gönner Helmut Alexander hat er dem Verein eine
Perspektive ermöglicht. "Es geht nicht reibungslos über die Bühne,
aber beiden Seiten ist geholfen", fasst Baum den getroffenen
Kompromiss zusammen. Demnach beglich Stieneke am Samstag das
ausstehende November-Gehalt sowie die nichtgezahlten Prämien. Die
Dezember-Rechnung wird allerdings gestundet. "Wir schieben es nach
hinten", berichtet Baum. "Sobald es die wirtschaftliche Lage wieder
zulässt, bekommen wir die Euros dann nachgezahlt."
Zur Überraschung aller tauchte plötzlich auch der erste Vorsitzende
Ingo Paeske auf. "Er war da, hat aber nicht mit uns gesprochen",
berichtet Baum. "Er hat sich nur mal wieder etwas geleistet. Denn im
Vorfeld hatten sich Paeske und Stieneke getroffen, um alle Zahlen
auf den Tisch zu legen. Doch von den fehlenden Prämien hatte er
nichts erzählt, so dass Stieneke erst einmal vor den Kopf gestoßen
wurde. Man merkt, dass Paeske ein gebrochener Mann ist."
Und auch der dienstälteste Herner, Sven Barton, kann nur den Kopf
schütteln: "Ich dachte auch, was macht Paeske denn hier? Aber er hat
unseren Eindruck mal wieder bestätigt, nicht mit offenen Karten
gespielt. Was er aber auch macht ist mir egal, denn mein
Ansprechpartner ist zum Glück wieder Stieneke." Denn der
Außenbahnmotor erklärt, dass "Stieneke immer offen und ehrlich ist.
Das ist genau das, was wir wollten.“
Baums Schlusswort: "Wir sind Stieneke und Co sehr dankbar. Während
Paeske den Job nur als Alibi gemacht hat, sind die Jungs mit dem
Herzen dabei. Wir werden den Karren gemeinsam aus dem Dreck ziehen."
tr
|