Für
den SC Westfalia Herne bestritt er eine
Unzahl von Pflicht-, Freundschafts- und
Turnierspielen. Doch jetzt ist Schluss: Im
Halbfinale des Hallenfußballturniers um den
Mitternachtscup der DJK Spvgg. Herten trug
Charly Neumann definitiv zum letzten Mal das
Trikot des SCW. „Ich glaube, ich bin jetzt
alt genug”, lautete der trockene Kommentar
der Westfalia-Ikone auf die Frage eines
Fans, der ihm vor dem mit 2:0 Toren
gewonnenen Viertelfinalspiel gegen den SV
Schermbeck ein Dankgeschenk der Fans für die
unzähligen und kampfbetonten Einsätze für
seine Mannschaft überreichte. Um gleich
anschließend wieder vollen Einsatz zu
zeigen, der sich zumindest bis ins
Halbfinale auszahlte. Danach war allerdings auch für die Westfalia Schluss: In der Neuauflage des Vorjahresfinales, in dem sie der Spvgg. Erkenschwick mit 0:2 Toren unterlegen war, gab es am Freitag zu mitternächtlicher Stunde eine 1:3-Niederlage gegen den alten Rivalen vom Stimberg. Immerhin: Es blieb noch eine Prämie von 200 Euro für die Mannschaftskasse für den dritten Platz, den sich die Herner mit dem Verbandsligisten SC Hassel teilten.
Insgesamt vier Herner Klubs waren dem Ruf des A-Kreisligisten DJK Spvgg. Herten zu dem erneut von über 1000 Zuschauern besuchten Mitternachtscup in der Hertener Gesamtschul-Sporthalle gefolgt. Doch nur zwei kamen weiter. Was speziell für den DSC Wanne-Eickel einen Hauch von Tragik verursachte. Denn trotz des absolut indiskutablen Auftaktspiels (0:5 gegen die SG Langenbochum) hatte es der DSC selbst in der Hand, sich den Einzug ins Viertelfinale zu sichern. Ein Moment der Unaufmerksamkeit im letzten Vorrundenspiel gegen den späteren Turnierzweiten VfB Hüls brachte dann aber doch das vorzeitige Aus.
Das wiederum kam für den SV Sodingen nicht
ganz unerwartet. Der hatte gegen den SC
Hassel und gegen Westfalia Herne nicht den
Hauch einer Chance. Und gegen DJK TuS Hordel
(3:1) wurden im letzten Vorrundenspiel
einfach zu wenige Tore erzielt, um sich das
Weiterkommen als Tabellendritter doch noch
zu sichern. Das allerdings schaffte
Bezirksligist BV Herne-Süd als bester
Vorrunden-Dritter mit vier Punkten (2:2
gegen FC 96 Recklinghausen, 1:0 gegen DJK
Spvgg. Herten, 1:2 gegen Spvgg. Erkenschwick).
Doch die Neuauflage des Vorrundenspiels
gegen den späteren Turniersieger Spvgg.
Erkenschwick überstanden die Mannen um André
Dohm und „Katsche” Wienroth dann nicht mehr,
mussten im Viertelfinale mit 1:3 Toren
endgültig die Segel streichen.
von Jürgen Seyb