Oberligist startet mit Spielen gegen die
Nordrhein-Rivalen SV Straelen und 1. FC
Kleve in die heiße Phase der Vorbereitung.
Trainer Frank Schulz verzichtet trotz
zahlreicher Ausfälle auf eine Absage.
Ein "aufgeblähter Kader", das war einmal.
Nach Onur Tanriverdi und Tim Glomb haben in
der Winterpause fünf weitere Spieler den SC
Westfalia verlassen. Abgesehen von Tobias
Urban (zu SF Lotte) war das wegen der
Finanzkrise durchaus gewollt. Im Gegenzug
aber hoffte Trainer Frank Schulz, Quantität
durch Qualität ersetzen und ein, zwei
Verstärkungen zum Schloss locken zu können.
Ein erster Erfolg zeichnet sich seit gestern
ab. Aus Eving kam die mündliche Zusage, dass
Dominik Behrend die Freigabe für den SCW
erhält. Am Montag, so Schulz, soll die
schriftliche Freigabe folgen - womit der
junge Offensivmann für die Testspiele dieses
Wochenendes gegen die Nordrhein-Oberligisten
Straelen (Sa., 15 Uhr) und 1. FC Kleve (So.,
14.30, beide Forellstraße) noch kein Thema
ist.
Nominell ist der Oberligakader somit derzeit
gerade 17 Feldspieler stark, eingerechnet
der dauerverletzte Mirko Krüger, der noch
kein Spiel für Herne gemacht hat und laut
Schulz auch keines mehr machen wird. Mehr
Freude macht dem Trainer das zweite
Sorgenkind. "Bei Sebastian Freyni sehe ich
deutliche Fortschritte. Er hat sich in den
zwei harten Trainingswochen bisher
unheimlich bemüht", lobt Schulz. Sollte der
junge Techniker einmal konstant
durchtrainieren, wäre er so etwas wie ein
weiterer Zugang.
Mindestens einen neuen Mann aber könnte der
SCW noch gebrauchen. Das zeigt schon die
aktuelle Situation. Gut ein halbes Dutzend
Spieler ist angeschlagen. Am Wochenende
fallen Edin Terzic, Tim Gebauer, Sebastian
Kleine und Andreas Kluy aus. Sven Barton,
Arben Tahiri, Andre Badur und Norman Seidel
sind ebenfalls nicht richtig fit. "Trotzdem
haben wir uns entschieden, beide Spiele
durchzuführen. Das wird uns konditionell
noch weiterbringen."
Von Wolfgang Volmer