Sportlicher Leiter als Bindeglied
Nach dem Finanz- und Kommunikations-Chaos
der letzten Wochen hat die Herner
Führungsetage nun reagiert. Um den Querelen
zwischen Team und Präsidium einen Riegel
vorzuschieben, wird ab dem 1. Februar ein
neuer Manager und Sportlicher Leiter
installiert. Dieses Amt wird der ehemalige
Gladbecker Timur Camci übernehmen. "Stimmt,
wir sind uns einig geworden", nickt Camci
die RS-Information ab.
Der Kontakt kam über den neuen, alten "Boss"
Jürgen Stieneke zu Stande, der sich nach den
Auseinandersetzungen zwischen der Ersten und
dem 1. Vorsitzenden Ingo Paeske wieder beim
SCW engagiert. "Ich kannte dort einige Leute
und auf Empfehlung ist dann mein Name ins
Gespräch gekommen", berichtet Camci. "Wenn
man gute Arbeit abgeliefert hat, ist es auch
einfacher, einen neuen Job zu bekommen. Es
hat aber nichts damit tun, dass ich einen
Sponsor mitbringe. Ich werde natürlich alles
daran setzen, neue Geldquellen zu
erschließen, aber es ist nicht so, dass ich
mich dort eingekauft habe."
Einkaufen will der Funktionär womöglich auch
noch auf dem Transfermarkt. "Aber ich muss
mich erst einmal mit unserem Trainer Frank
Schulz unterhalten und die Truppe
kennenlernen", weiß Camci, dass er nur noch
bis zum 31. Januar Zeit hat, weil dann das
Transferfenster geschlossen wird, will aber
dennoch keinen Schnellschuss tätigen. Zu den
sportlichen Ambitionen hat er auch eine
klare Meinung: "Unser Ziel kann nur NRW-Liga
heißen, auch wenn der Kader abgespeckt
wurde. Wenn wir die Quali schaffen, müssen
die Planungen für die neue Saison
schnellstens angefangen werden."
tr