Oberligist muss sich binnen 24 Stunden
zwei Rivalen vom Nordrhein geschlagen geben.
Müde Westfalia lässt gegen starke Klever
fünf Tore zu. Beim 0:1 gegen Straelen hapert
es vor allem im Abschluss.
Zweimal binnen 24 Stunden mussten sich
Westfalias Oberliga-Fußballer einem Rivalen
vom Nordrhein geschlagen geben. War das 0:1
gegen den SV Straelen am Samstag noch
vermeidbar, zeigte die starke Klever Truppe
von Trainer Arie van Lent den Hernern
gestern ihre derzeitigen Grenzen auf.
Frank Schulz sah es wohl, nahm es aber nicht
tragisch. "Das waren zwei gute
Konditionseinheiten", hakte er die ersten
Vorbereitungsspiele ab. Die Ergebnisse
spielten für ihn keine Rolle, auch wenn ihn
das eine oder andere dumme Gegentor schon
ärgerte. Denn nicht in allen Fällen war
fehlende Frische seiner nach zwei harten
Trainingswochen erschöpften Truppe die
Ursache.

Auf dem Kunstrasenplatz an der Forellstraße
kassierte der SCW eine 2:5-Niederlage im
Testspiel gegen Kleve.
20 Minuten hielt die Herner Abwehr gestern
dem flott und direkt kombinierenden
Nordrhein-Dritten Stand. Dann häuften sich
die Fehler, so dass Kleve per Doppelschlag
zwei Treffer vorlegte, denen Marcel Podszus
Sekunden später fast noch den dritten hätte
folgen lassen. Die Schulz-Elf kam nur nach
langen Bällen durch Andre Badur und Sezgin
Salli zu zwei Möglichkeiten, die jedoch
nichts einbrachten.
Zur Pause wechselte van Lent seine halbe
Mannschaft aus, das Klever Spiel geriet ins
Stocken. Herne wurde stärker und kam durch
zwei Salli-Tore im Anschluss an
Standardsituationen auf 2:2 heran. Selbst
die Führung schien möglich - bis Christopher
Ditterle einen Rückpass vom Fuß springen
ließ und Koep das 2:3 auf dem Silbertablett
servierte.
Auch beim 2:5 sah der Keeper schlecht aus,
während beim vierten Gegentor der
eingewechselte Dennis Konarski nicht
energisch genug nachsetzte. Lauter Fehler
also, die sich abstellen lassen. Zumal es
auch erfreuliche Aspekte gab: Andy Kluy
machte auf der ungewohnten linken Außenbahn
ein gutes Spiel, Badur strahlte jederzeit
Gefahr aus, auch Sebastian Freyni hatte gute
Szenen. Mit etwas Glück hätte auch der SCW
noch zwei, drei Tore mehr erzielen können.
Schon gegen Straelen hatten die Herner mit
dem Torabschluss ihre Probleme. Nachdem sie
schon in der 3. Minute durch Mirko Urban in
Rückstand gerieten, bekamen sie die Partie
in den Griff , versiebten durch Salli (2)
und Badur aber glasklare Möglichkeiten.
SC Westfalia Herne 1. FC Kleve 2:5 Tore: 0:1
(26.) Dehnen, 0:2 (28.) Losing, 1:2, 2:2
(50., 61.) Salli, 2:3 (67.) Koep, 2:4, 2:5
(78., 87.) Zeh.
SCW: Ditterle - Seidel (87. Baron), Mustroph,
Baum - Barton, Tahiri (64. Konarski),
Gidaszewski, Kluy - Freyni (75. Terzic),
Badur - Salli (83. Oerterer).
Von Wolfgang Volmer