PRESSE

Der Nebel lichtet sich
 

08.03.08

Westfalia Hernes Fußballer wissen endlich, wofür sie kämpfen. Vorstand sendet nach ersten Gesprächen positive Signale aus. Trainer Schulz erwartet in Ahlen einen heißen Kampf.

Langsam, ganz langsam lichten sich die Nebelschleier, die seit Wochen über dem Schloss Strünkede wabern. Am Donnerstag gab es ein erstes Sondierungsgespräch zwischen dem SCW-Vorsitzenden Ingo Paeske, seinem Vorgänger Jürgen Stieneke und dessen Mitstreiter Klaus Großheim, und vom diesem Treffen gehen positive Signale aus. „Jetzt können wir Gas geben. Die Vollmacht zu handeln ist da, es wird weitergehen bei der Westfalia”, spuckt Timur Camci freudig in die Hände. Ab sofort will der Sportliche Leiter voll in die Planung der neuen Saison einsteigen. „Ich werde zuerst mit dem Trainer reden und hoffe, dass wir Frank Schulz ein vernünftiges Angebot vorlegen können. Mit ihm haben wir einen Topmann, den ich sehr gerne halten möchte.”

Ganz schnell will Camci auch mit den Spielern sprechen, mit denen Trainer und Verein weiter arbeiten wollen, sowie mit potenziellen Neuzugängen. Parallel dazu will er weitere Geldqulellen erschließen. „Da haben wir schon hinter den Kulissen fleißig gearbeitet und einige gute Leute an der Hand. Ich bin sicher, dass da bald einiges passiert”, will Camci jetzt verschießen, was er an Pfeilen in seinem Köcher angesammelt hat.

Spieler und Trainer werden es gern vernehmen. Es dürfte sie noch mehr motivieren, auch die morgige Aufgabe bei RW Ahlen II (15 Uhr, Südenkampfbahn) zu lösen. Frank Schulz, dem beim Gespräch mit der WAZ die positive Entwicklung noch nicht bekannt war, macht sich in dieser Hinsicht ohnehin keine Sorgen. „Meine Mannschaft hat Charakter. Wer da ist, hängt sich immer voll rein”, kann er sich auf die Einsatzfreude und Laufbereitschaft seiner Jungs blind verlassen.

Nach zehn Spielen ohne Niederlage dürfte es der Westfalia auch an Selbstvertrauen nicht mangeln. Zumal es keinerlei personelle Sorgen gibt. Nur Spielmacher Andre´ Badur musste ein paar Tage mit dem Training aussetzen, weil er in einen Nagel getreten war. „Er wird aber dabei sein, wenn sich nichts entzündet”, glaubt Schulz, seine Bestbesetzung aufbieten zu können.

Das wird auch nötig sein, um Revanche für die unglückliche 1:2-Hinspielniederlage zu nehmen. Die Ahlener liegen nach drei knappen Niederlagen im Jahre 2008 vier Punkte hinter der NRW-Liga-Plätzen und sind schon fast zum Sieg verdammt - auch um ihrem neuen Trainer Wolfgang Holtz endlich ein Erfolgserlebnis zu bescheren. „Außerdem weiß man nie, wen sie aus der Regionalligamannschaft runterziehen”, rechnet Frank Schulz mit einem heißen Kampf auf dem Ahlener Kunstrasen.

Von Wolfgang Volmer
 

Quelle: WAZ Herne

 

 

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