Westfalia Hernes Fußballer wissen
endlich, wofür sie kämpfen. Vorstand sendet
nach ersten Gesprächen positive Signale aus.
Trainer Schulz erwartet in Ahlen einen
heißen Kampf.
Langsam, ganz langsam lichten sich die
Nebelschleier, die seit Wochen über dem
Schloss Strünkede wabern. Am Donnerstag gab
es ein erstes Sondierungsgespräch zwischen
dem SCW-Vorsitzenden Ingo Paeske, seinem
Vorgänger Jürgen Stieneke und dessen
Mitstreiter Klaus Großheim, und vom diesem
Treffen gehen positive Signale aus. „Jetzt
können wir Gas geben. Die Vollmacht zu
handeln ist da, es wird weitergehen bei der
Westfalia”, spuckt Timur Camci freudig in
die Hände. Ab sofort will der Sportliche
Leiter voll in die Planung der neuen Saison
einsteigen. „Ich werde zuerst mit dem
Trainer reden und hoffe, dass wir Frank
Schulz ein vernünftiges Angebot vorlegen
können. Mit ihm haben wir einen Topmann, den
ich sehr gerne halten möchte.”
Ganz schnell will Camci auch mit den
Spielern sprechen, mit denen Trainer und
Verein weiter arbeiten wollen, sowie mit
potenziellen Neuzugängen. Parallel dazu will
er weitere Geldqulellen erschließen. „Da
haben wir schon hinter den Kulissen fleißig
gearbeitet und einige gute Leute an der
Hand. Ich bin sicher, dass da bald einiges
passiert”, will Camci jetzt verschießen, was
er an Pfeilen in seinem Köcher angesammelt
hat.
Spieler und Trainer werden es gern
vernehmen. Es dürfte sie noch mehr
motivieren, auch die morgige Aufgabe bei RW
Ahlen II (15 Uhr, Südenkampfbahn) zu lösen.
Frank Schulz, dem beim Gespräch mit der WAZ
die positive Entwicklung noch nicht bekannt
war, macht sich in dieser Hinsicht ohnehin
keine Sorgen. „Meine Mannschaft hat
Charakter. Wer da ist, hängt sich immer voll
rein”, kann er sich auf die Einsatzfreude
und Laufbereitschaft seiner Jungs blind
verlassen.
Nach zehn Spielen ohne Niederlage dürfte es
der Westfalia auch an Selbstvertrauen nicht
mangeln. Zumal es keinerlei personelle
Sorgen gibt. Nur Spielmacher Andre´ Badur
musste ein paar Tage mit dem Training
aussetzen, weil er in einen Nagel getreten
war. „Er wird aber dabei sein, wenn sich
nichts entzündet”, glaubt Schulz, seine
Bestbesetzung aufbieten zu können.
Das wird auch nötig sein, um Revanche für
die unglückliche 1:2-Hinspielniederlage zu
nehmen. Die Ahlener liegen nach drei knappen
Niederlagen im Jahre 2008 vier Punkte hinter
der NRW-Liga-Plätzen und sind schon fast zum
Sieg verdammt - auch um ihrem neuen Trainer
Wolfgang Holtz endlich ein Erfolgserlebnis
zu bescheren. „Außerdem weiß man nie, wen
sie aus der Regionalligamannschaft
runterziehen”, rechnet Frank Schulz mit
einem heißen Kampf auf dem Ahlener
Kunstrasen.
Von Wolfgang Volmer