PRESSE

Keine Angst vor dem Absturz
 

05.04.08

Westfalia Herne will seinen Höhenflug auch beim SV Lippstadt 08 fortsetzen. Trainer Frank Schulz kann bis auf Arben Tahiri seine beste Besetzung aufbieten und stellt Issa Issa einen Schattenmann zur Seite.

Seit 14 Spielen ungeschlagen, beste Mannschaft der Rückrunde, zuletzt Tabellenführer Schalke klar beherrscht – die Liga hat Grund, vor Westfalia Herne zu zittern. Auf ihrem imponierenden Höhenflug wirkt die Truppe von Frank Schulz derart stabil, dass ein abrupter Absturz fast undenkbar erscheint. Auch vom Lippstädter Waldschlösschen, wo der SCW morgen um 15 Uhr gastiert, sollte die Westfalia etwas mitnehmen können.

Trainer Schulz weiß allerdings um die Tücken des Fußballs. „Auch in Lippstadt fangen wir bei Null an. Und wir wissen, was uns dort erwartet. Die Lippstädter haben durch ihren Sieg in Bielefeld Lunte gerochen und sind wieder dran an den NRW-Liga-Plätzen. Aber sie müssen jetzt unbedingt einen Heimsieg nachlegen”, bimst er seinen Jungs ein. Selbstvertrauen ja, Überheblichkeit nein – dies ist seine Botschaft an die Mannschaft.

Auch der Euphorie im Umfeld, das den SCW schon fast in der Regionalliga sieht, setzt Schulz seine nüchterne Sicht entgegen. „Ich schaue nur auf die nächsten beiden Spiele in Lippstadt und gegen Bielefeld. Hier müssen wir sehen, dass wir den Abstand zu Platz zwölf halten. Das war und ist unser Ziel.” Erst wenn das gesichert sei, werde er nach oben blicken. „Vor den Spielen gegen Münster und Lotte werden wir wissen, was möglich ist.”

Die Risiken liegen nämlich klar auf der Hand. Seit Monaten profitieren die Herner davon, dass sie von Verletzungen weitgehend verschont geblieben sind. Bis auf Arben Tahiri, der nächste Woche ins Lauftraining einsteigen will, gibt es keine Ausfälle. Sofern nichts mehr passiert und Sven Barton die Ausläufer seiner Grippe auskuriert hat, kann Schulz also seine bewährte Formation aufs Feld schicken.

Auch das System steht. Es ist kompakt, aber auch so flexibel, dass sich die Herner auf jeden Gegner einstellen können. Ein Lippstädter wird sich einer Sonderbehandlung erfreuen: Issa Issa. Der libanesische Nationalspieler hat dem SCW nicht nur beim unglücklichen 2:3 im Hinspiel enorme Probleme bereitet. Spielt er für den verletzten Horz im Mittelfeld, wird er es mit Tim Gebauer zu tun bekommen. Rückt er in die Spitze, wartet mit Norman Seidel ein nicht minder unbequemer Begleiter.

Von Wolfgang Volmer
 

Quelle: WAZ Herne

 

 

© SC Westfalia 04 Herne e.V. 2008