PRESSE

Badur macht den Unterschied
 

16.04.08

Herner Regisseur bereitet das erste Tor vor und erzielt das zweite selbst. DSC hält Pokalfight über weite Strecken offen.

Keine Frage, der DSC war sicher nicht drei Tore schlechter. Dass am Ende aber mit der Westfalia die reifere und kaltschnäuzigere Mannschaft verdient ins Halbfinale einzog, darüber gab es gestern Abend im Stadion Wanne-Süd ebenfalls keine zwei Meinungen.

In der ersten Hälfte sahen die rund 400 Zuschauer ein flottes und verteiltes Spiel mit Chancen auf beiden Seiten, die jedoch allesamt ungenutzt blieben. Gleich in der siebten Minute hatte Yusuf Kaba das 1:0 für den DSC auf dem Fuß, als er mit dem Rücken zum Tor eine Reis-Hereingabe annahm, seinen Bewacher Danny Baron mit einer Drehung düpierte und sofort abschloss. Aber SCW-Keeper Oliver Bautz hatte aufgepasst und konnte per Fußabwehr zur Ecke lenken. Kurz darauf bot sich auf der Gegenseite Arben Tahiri ein ebenso dickes Ding. Muttereseelenallein konnte er eine schöne Salli-Flanke mit der Brust annehmen. Beim Versuch, die Kugel aus fünf Metern ins Tor zu befördern, senste der SCW-Kapitän aber über den Ball. "Den hätte ich normal gemacht", haderte Tahiri noch mit seiner gerade ausgeheilten Verletzung. "Die hat mich bei kurzen Bewegungen schon noch gehindert."

Das Führungstor hätte Tahiri aber auch mit einem Bein gemacht. In der 52. Minute musste er eine von Michael Baum per Kopf verlängerte Badur-Ecke nur noch über die Linie drücken. Damit war der Weg zum Herner Sieg geebnet.


Das 1:0 für Herne in der 52. Minute durch Arben Tahiri. Die Wanner Abwehr schaut nur zu.                  Foto: InfoSchlumpf

Die Gastgeber verstärkten zwar nun ihre Offensivbemühungen und hatten durch Erdal Bastürk, Yusuf Kaba, Tim Kokoska und Benni Reis, der Oliver Bautz mit einem fulminanten Kracher aus 22 Metern auf die Probe stellte, durchaus noch die Chance zum Ausgleich, doch mit zunehmender Spielzeit waren die Türen für Herner Konter sperrangelweit geöffnet.

Das rächte sich in der 83. Minute. Nach einem langen Ball aus der Abwehr schüttelte Edin Terzic im Sprintduell Yusuf Kocakaya ab, kreuzte am Sechzehner nach innen und legte ab auf Andre' Badur, der den Ball ins leere Tor schob.

"Damit war der Apfel geschält", wusste auch der diesmal pausierende DSC-Torwart und Co-Trainer Jörg Nowaczyk. "Bis dahin haben wir ordentlich gespielt und gut mitgehalten." Wirklich ärgern konnten sich die Wanner auch über das 0:3 durch Sezgin Sallis Foulelfmeter nicht mehr. Salli selbst war zuvor von den Beinen geholt worden, als ihm Dominik Behrend nach feinem Solo zum 0:3 auflegte. Dass der Gefoulte selbst ausführen durfte, konnte Salli als Belohnung für eine gute Partie in der Spitze werten.

DSC Wanne-Eickel - SC Westfalia Herne 0:3

Tore: 0:1 (52.) Tahiri, 0:2 (83.) Badur, 0:3 (90.) Salli (Foulelfmeter).

DSC: Ekici - Kokoska - Kohl, Syperrek, Kocakaya - Wolf - Sickel (84. Yilmaz), Fatih Cimsit, Bastürk (80. Gaida) - Reis, Kaba.

SCW: Bautz - Gidaszewski - Baron, Baum - Barton, Gebauer, Tahiri (77. Terzic), Kluy - Freyni (69. Behrend), Badur (88. Oerterer) - Salli.

SR: Lars Bremkens (Herne).  

Von Wolfgang Volmer
 

Quelle: WAZ Herne

 

 

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