PRESSE

Punkten statt rechnen
 

26.04.08

Für Westfalia Hernes Trainer Frank Schulz geht es auch beim Tabellenvierten SF Lotte in erster Linie um Punkte für die NRW-Liga. Nur Sven Bartons Einsatz steht noch auf der Kippe.

Noch reicht der Prozessor im menschlichen Hirn nicht, alle Eventualitäten zu berechnen. Zwar nehmen sich viele Konkurrenten noch gegenseitig die Punkte ab, ob acht Zähler Vorsprung bei fünf noch ausstehenden Spielen aber reichen, sich bereits in der NRW-Liga zu wähnen, das spuckt sein Rechner noch nicht aus.

Also geht Frank Schulz auch die sonntägliche Aufgabe des SC Westfalia beim Tabellenvierten SF Lotte (15 Uhr, PGW-Arena) ganz pragmatisch an. „Acht Punkte sind ein schönes Polster. Nicht weniger, auch nicht mehr”, blickt der Herner Trainer immer noch nach unten, wo Bielefeld II Druck auf den elften Platz macht. „Erst wenn rechnerisch alles klar ist, beschäftige ich mich mit anderen Dingen. Wir werden sicher noch ein paar Punkte brauchen. Wo wir sie holen, ist mir egal. Nur möglichst schnell.”

Vielleicht kann Schulz ja bereits am Sonntag in eine neue Richtung denken. Bringt der SCW vom Autobahnkreuz einen Dreier mit, rückt er Lotte ganz dicht auf die Pelle - und das Heimspiel gegen Hamm wäre ein halbes Finale um die sportliche Regionalliga-Qualifikation.

Schöne Zukunftsmusik. Für Schulz aber zählt nur das Hier und Jetzt. „Lotte ist individuell sehr stark besetzt. Obwohl wir 4:2 gewonnen haben, war das für mich die technisch beste Mannschaft, gegen die wir in der Hinrunde gespielt haben.” Stellvertretend nennt der SCW-Coach nur zwei Namen. „Böwing-Schmalenbrock und Dondorf sind seit Jahren mit die besten Fußballer der Liga.”

Dass sich die Sportfreunde nach einer Durststrecke gefangen und in den letzten sechs Spielen nur zwei Gegentore kassiert haben, macht Schulz nicht nur am Wechsel auf dem Trainerstuhl fest, wo jetzt Manni Wölpper sitzt. „Seit Hozjak wieder fit ist, hat die Abwehr viel mehr Stabilität. Das ist ein richtig starker Abräumer im Mittelfeld.” Der Ex-Herner Tobias Urban dagegen hat seinen Stammplatz auf der Tribüne - auch ein Zeichen für die Qualität des Lotter Kaders.

Aber beileibe kein Grund, Bammel zu haben. „Wir gehen ins Spiel wie in den letzten Wochen. Mal sehen, was da zu holen ist. Vielleicht haben wir ja auch endlich wieder das Quäntchen Glück.” Während Andreas Kluy seine Blessur auskuriert hat, steht Sven Bartons Einsatz noch auf der Kippe. „Sven wird jeden Tag behandelt. Ob es reicht, werden wir am Sonntag sehen.”

Von Wolfgang Volmer
 

Quelle: WAZ Herne

 

 

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