SCW muss im Halbfinale fünf Spieler
ersetzen
Wenn der SC Westfalia Herne am heutigen
Pfingstsamstag um 17 Uhr zum Halbfinale des
Kreispokals am Schweriner Grafweg aufläuft,
sind die Rollen klar verteilt. Auf der einen
Seite steht der Oberliga-Fünfte, der sogar
noch mit dem Regionalliga-Aufstieg
liebäugeln darf. Und auf der anderen
Bezirksligist SpVg BG Schwerin, der drei
Etagen tiefer um Punkte kickt, dort
allerdings die Tabelle anführt.
SCW-Trainer Frank Schulz passt der Termin
durchaus in den Kram, auch wenn er deshalb
ein schönes Turnier mit der Gladbacher
Weisweiler-Elf absagen musste. "So bleiben
wir wenigstens im Rhythmus", hat er
natürlich in erster Linie den Liga-Endspurt
im Blick. Ohne deshalb den Pokal auf die
leichte Schulter zu nehmen. "Ist doch klar,
dass wir gewinnen und in der neuen Saison
auf Landesebene dabei sein wollen", verrät
er Selbstverständliches.
Als Selbstläufer sieht er die Partie beim
Spitzenreiter der Bezirksliga 15 aber nicht.
"Wir müssen schon eine gute Leistung
abrufen, um ins Endspiel einzuziehen", weiß
er, ohne das Klischee von den "besonderen
Pokalgesetzen" zu bemühen. "Wir haben schon
zweimal im Pokal in Schwerin gespielt und
wissen, dass ein unangenehmer Gegner
wartet." Zumal gleich fünf Stammspieler
auszufallen drohen. Andreas Kluy und Michael
Baum sind verhindert, Mirko Mustroph und
André Badur plagen sich mit
Muskelverhärtungen, Edin Terzic mit einer
Fußprellung herum. So werden einige junge
Leute ihre Chance bekommen. "Ich hoffe, sie
wollen sich uns oder auch anderen Vereinen
zeigen und liefern eine tadellose Leistung",
will Schulz ganz genau hinschauen.
Auf der anderen Bank sitzt übrigens
ebenfalls ein Schulz. Helmut, so der Vorname
des Schweriner Trainers, schickt eine junge,
schnelle Truppe aufs Feld, die in Torjäger
Christian Grond und dem früheren Verler
Regionalligaspieler Daniel Kuhn ihre
bekanntesten Leistungsträger hat.