Der offensivstarke Erkenschwicker Kapitän
spielt für mindestens eine Saison im Stadion
am Schloss. Am Sonntag will er seinem
künftigen Klub Schützenhilfe im Kampf um den
Aufstieg leisten.
Auf der Homepage des SC Westfalia tauchte
sein Name nicht auf, es flatterte keine
Pressemitteilung vom Verein in den Postkorb,
und auch Trainer Frank Schulz mochte gestern
den Wechsel des Offensivspielers Martin
Setzke von der Spvgg. Erkenschwick zum SCW
nicht verkünden. "Ich bestätige den Wechsel
nicht", sagte Schulz. Er verriet aber
immerhin soviel: "Wenn er kommt, dann ist er
sicher eine Verstärkung." Auch im Fall des
umworbenen Nils Eisen gab es von Schulz
nichts Konkretes.
Einer
jedoch versprühte Gewissheit: Martin Setzke
kommt - sagte Martin Setzke selbst. "Ich
habe für ein Jahr unterschrieben",
bestätigte der Linksfüßer, der Vertrag gelte
für die Regionalliga und die NRW-Liga.
"Schöner wär' die Regionalliga", hofft der
Kapitän vom Stimberg, um den auch die Ober-
und Verbandsliga Spitzenreiter Münster und
Hüls gebuhlt hatten.
Das Hickhack, wer denn jetzt wie, wann und
wo Vollzug in der Personalie vermelden
wollte, war Setzke reichlich schnuppe. Er
freute sich, dass nun alles unter Dach und
Fach sei. "Wir haben des öfteren zusammen
gesessen", sagte Setzke, nur hätten beide
Seiten nicht vorzeitig an die Öffentlichkeit
gewollt. Dabei spielte sicher auch das Derby
am vergangenen Wochenende, das Westfalia mit
3:0 gewonnen hat, eine Rolle.
Gar eine entscheidende Rolle für seinen
künftigen Klub kann Martin Setzke schon am
Wochenende im Trikot seines aktuellen
Vereins spielen. Da trifft Erkenschwick auf
den Tabellenvierten Lotte, der wiederum drei
Zähler vor dem SCW rangiert. "Vielleicht
können wir in Lotte ja was ausrichten",
hofft Setzke. Seine Mitspieler und Fans
würde das mächtig freuen - und seine
künftigen Kollegen und Anhänger sicher ganz
besonders.