Entscheidung endgültig. Nils Eisen
komplettiert den Kader.
Ihre Hand hatten die Verantwortlichen des SC
Westfalia nach dem weit entfernten
Strohhalm, der den Klub noch in die
Regionalliga bringen sollte, ausgestreckt,
doch in letzter Minute haben sie sie
zurückgezogen. Das Ziel war in zu weite
Ferne gerückt. Die Konsequenz: Der
Traditionsklub kickt in der kommenden
Spielzeit in der NRW-Liga – „genau dort, wo
wir vor der Saison auch hin wollten”, so der
Ehrenvorsitzende Jürgen Stieneke.
Vor wenigen Tagen hatte der Deutsche
Fußball-Bund (DFB) dem SCW die
Regionalliga-Lizenz verweigert, und gestern
sollte der Widerspruch der Westfalia vor dem
Zulassungsbeschwerdeausschuss nachverhandelt
werden. Doch auf Anraten des DFB kam es dazu
erst gar nicht. „Wir haben unseren
Widerspruch zurückgenommen, weil man uns
gesagt hat – und das wortwörtlich – , dass
unsere Chancen genauso groß sind wie die von
Griechenland, noch einmal Europameister zu
werden”, berichtete Stieneke.
Neben
der nun endgültigen Nachricht aus Frankfurt
gab es aber auch eine richtig gute.
Verteidiger-Talent Nils Eisen (Foto links),
der sogar beim Zweitliga-Aufsteiger RW
Oberhausen im Gespräch war und dort zur
Probe trainiert hatte, spielt in der
kommenden Saison am Schloss. Damit hat der
SCW nicht nur das Ringen um den 20-Jährigen
Erkenschwicker gewonnen, sondern die
Personalplanungen abgeschlossen. „Und das
definitiv”, sagte der Sportliche Leiter
Timur Camci.
Die letzten beiden übrig gebliebenen
Baustellen können die Verantwortlichen nun
mit aller Kraft angehen. Weil die
Ligazugehörigkeit jetzt feststeht, soll die
Vorbereitung auf die Spielzeit nun
festgezurrt werden. Und für die
erforderlichen Umbauten am Stadion haben sie
noch bis zum 31. Oktober Zeit.
Foto: Jürgen Seyb