Eisen kommt, Camci spricht vom Aufstieg
Nach dem die Regionalligaträume der
Westfalia endgültig geplatzt sind, laufen
die Planungen für die NRW-Klasse auf
Hochtouren. Und Hernes Sportlicher Leiter
Timur Camci, der sich in der übernächsten
Woche in seinen wohlverdienten Urlaub
verabschieden wird, nimmt das "Aus" gelassen
zur Kenntnis.
"Wir haben aufgrund der Konstellation keine
Chance mehr, aufzusteigen, aber dann holen
wir es in der neuen Saison halt nach."
Bitte? Der SCW gibt den Sprung in die
Viertklassigkeit als Ziel heraus? "Ja",
nickt Camci und nimmt eine Diskussion mit
Trainer Frank Schulz, der seine Elf am
Freitag, 4. Juli, zum Trainingsauftakt
bitten wird, gerne in Kauf. "Mein Ziel ist
der Aufstieg. Es wird natürlich schwer, wenn
beispielsweise die Sportfreunde aus Siegen
zu uns kommen sollten, aber ich habe keine
Lust, um die goldene Ananas zu spielen.
Dafür ist unser Aufwand einfach zu groß."
Derweil "wildert" die Westfalia weiter in
Erkenschwick. Nach Zouhair Allali und Martin
Setzke kommt nun auch Nils Eisen nach Herne.
Der 20-jährige Abwehrspieler, der sogar beim
Zweitliga-Aufsteiger Rot-Weiß Oberhausen zur
Probe war, hat für ein Jahr unterschrieben.
"Er ist ein richtig guter Mann", schnalzt
Camci mit der Zunge und schiebt nach: "Jetzt
geht im Kader gar nichts mehr. Wir haben
alle Leistungsträger gehalten und uns
punktuell sehr gut verstärkt. Besser kann es
gar nicht laufen."
Und auch die Auflagen, die an die Lizenz
gekoppelt sind, stellen die "Schloss Herren"
vor keine großen Probleme. "Wir haben bis
zum 31. Oktober Zeit, den technisch-
organisatorischen Bereich zu erfüllen",
berichtet Camci. "Es sind kleine Sachen zu
erledigen, die wir intern und ohne große
Anstrengungen regeln werden. Damit befindet
sich der Club auf allen Ebenen auf einem
tollen Weg."
tr