Camci arbeitet fix und präsentiert
Nachfolger. „Wir werden oben mitmischen!“
![]() |
Das ging ja fix. Nicht einmal 24
Stunden waren nach dem Wechsel von
Frank Schulz zum BV Cloppenburg
vergangen, da hatte die Westfalia
schon wieder einen neuen Trainer.
Christoph Schlebach wird in der
kommenden Saison den SCW coachen.
„Ich halte sehr viel von ihm“, hat
Timur Camci am gestrigen Mittwoch
rotiert, um zügig einen qualitativen
Nachfolger zu finden. „Er ist der Mann, der Franks Fußstapfen ausfüllen kann. Er hat die gleiche Philosophie und deshalb haben wir uns für ihn entschieden.“ Wir, das sind Camci, der in Herne die Fäden in der Hand hält, sowie der im Spanien-Urlaub weilende „Boss“ Jürgen Stieneke. „Unser Chef hat mit Christoph telefoniert und mir danach grünes Licht für seine Verpflichtung erteilt“, ist Camci froh, nach einem wahren Telefonmarathon Vollzug vermelden zu können. Und auch Schlebach, der bis vor drei Wochen den SC Hassel trainierte, ist glücklich, noch vor seinem Türkei-Urlaub Klarheit zu haben. |
| Neuer Trainer am Schloss: Christoph Schlebach Foto: SC Hassel |
„Es ist eine schöne Herausforderung für mich, jetzt in der NRW-Liga mit einer eingespielten Mannschaft zu arbeiten.“
Während Camci und Schulz in der vergangenen
Woche eine Meinungsverschiedenheit über die
Saisonziele austrugen (RS berichtete),
stimmt Schlebach, der den Aufstieg
allerdings auch nicht als Marschroute
herausgibt, eher Camci zu. „Ich bin mir
sicher, dass wir mit diesem Team oben
mitmischen werden. Denn schließlich kenne
ich die Jungs gut, habe beispielsweise mit
André Badur schon zusammengespielt. Das
passt.“ Ob Schlebach dadurch auch sofort
einen ähnlichen Draht zu den Akteuren finden
wird, wie es Schulz schaffte, bleibt
abzuwarten.
Fest steht jedenfalls, dass der
Trainingsauftakt vom 4. auf den 7. Juli
verschoben wurde. „Eigentlich wollte ich mit
meiner Familie bis zum 9. Juli in der Türkei
bleiben, aber jetzt breche ich die Ferien am
6. ab“, hat Schlebach mit seiner
Entscheidung bei seiner Frau Sandra und
Tochter Lena aber Verständnis geerntet.
„Die wissen, dass ich fußballverrückt bin.“
Doch für seine Schnelligkeit beim Thema
Schulz-Nachfolge erntet Camci nicht nur Lob.
„Es gibt immer Leute, die meckern müssen.
Wir haben die nötige Planungssicherheit, mit
Christoph einen kompetenten Mann und nur das
ist wichtig.“ Und als Degradierung von
Schulz, der in Herne durch seinen Erfolg
eine Art Kultstatus genießt, sieht er es
auch nicht: „Das ist Unsinn. Als Freund
freut es mich für Frank, denn er ist für
höhere Aufgaben gewappnet. Er wird dort
seinen Weg gehen. Deshalb haben wir ihm auch
keine Steine in den Weg gelegt, sondern
wünschen ihm alles Gute.“
Camci weiter: „Aber als Verein muss man
schnell sein. Und mit Christoph werden wir
die jüngste Geschichte hoffentlich weiter
schreiben.“ Und das dann fix...
tr
