Nichts ist beständiger als der Wechsel. Ein
Satz, der natürlich auch für den Fußball
seine Gültigkeit hat.
Mehr als 14 Jahre bei einem
Bundesligaverein, wie Otto Rehagel es als
Trainer beim SV Werder Bremen praktiziert
hat, sind absolute Ausnahmen. Auch im
Amateurfußball ist die "Haltbarkeit" eines
Übungsleiters heutzutage eher begrenzt.
Die sechs Jahre von Frank Schulz beim SC
Westfalia Herne zeugen von einem hohen
Vertrauensverhältnis zwischen Trainer und
Verein. Schulz hat für den Klub, an dem sein
Herz hängt, alles gegeben. Hat die
Strünkeder von der Landesliga zurück in die
Oberliga geführt, hat mit "seinen Jungs"
zuletzt heftig ans Tor zur Regionalliga
geklopft.
Klar, dass das große Fußstapfen sind, in die
nun Christoph Schlebach treten will, ja
sogar muss. Für den neuen Coach wird es mit
Sicherheit nicht einfach. Er trifft auf ein
für ihn neues Umfeld, bekommt es mit
gestandenen Spielern zu tun und muss sich
zudem an den hohen Ansprüchen der Fans
messen lassen.
"Wir trauen ihm das zu", hat Timur Camci,
der Sportliche Leiter des SCW, gesagt. Keine
Lobhudelei, einfach eine schlichte Aussage,
die aber Vertrauen signalisiert. Frank
Schulz hat seine Marke in Herne gesetzt, ist
nun aber Vergangenheit. Christoph Schlebach
hat eine faire Chance verdient.
KOMMENTAR von Uwe Ross