Lob für Schlebach.
In Herne brodelt nach wie vor die
Gerüchteküche. Denn noch immer sucht der
Regionalligist BV Cloppenburg vier Spieler
für die neue Saison. Und da dort nun
Westfalias Ex-Coach Frank Schulz das Zepter
schwingt, könnten einige Spieler ihrem
Ex-Coach folgen.
Allen voran Norman Seidel. Der
Abwehrstratege hat bereits drei Gespräche
mit den Club-Verantwortlichen geführt. "Ich
habe mich bei der Firma vorgestellt, bei der
ich arbeiten könnte", berichtet der
Informatikkaufmann. "Der Eindruck ist super,
da sie mir genau das gleiche Berufsbild
offeriert haben. Zudem habe ich auch ein
konkretes Angebot des Vereins erhalten. Ich
werde mich jetzt noch einmal mit meiner
Familie unterhalten und dann meine
Entscheidung in den nächsten Tagen treffen."
Seidel, der eine mündliche Zusage über eine
Ausstiegsklausel hat, geht davon aus, dass
"es mit dem SCW keine Probleme geben würde.
Die Absprache, nach oben zu können, ist
normal und es gab noch nie Schwierigkeiten".
Schwieriger ist die Sache allerdings bei
Dominik "Apo" Behrend. Der Offensive
absolviert gerade eine Ausbildung zum Groß-
und Außenhandelskaufmann. "Und die ist erst
im Mai 2009 beendet", erzählt Behrend, der
mit Schulz bereits ein loses Gespräch
geführt hat. "Ich könnte mir natürlich
vorstellen, in der Regionalliga zu spielen.
Es gibt ja auch die Möglichkeit, dort meine
Ausbildung zu beenden. Aber der Job hat
Priorität, denn wir reden nicht über
Profibedingungen. Ich bin 25 Jahre alt und
muss abseits des Fußballs etwas aufbauen.
Wenn es mit der Arbeit nicht klappt, werde
ich auch nicht gehen."
Angetan ist Behrend derweil vom neuen Coach
Christoph Schlebach: "Christoph hat einen
durchweg positiven Eindruck hinterlassen.
Wir waren alle aufgrund der Situation zu
Beginn etwas skeptisch, aber wir haben in
den ersten Tagen gemerkt, dass er fachlich
auf einem sehr guten Stand ist." Und Behrend
schiebt nach: "Er hat natürlich andere
Vorstellungen, aber das ist legitim."
Thorsten Richter