Defensivspezialist des SC Westfalia Herne
wird zu "98 Prozent" seinem ehemaligen
Trainer Frank Schulz zum Regionaligisten BV
Cloppenburg folgen.
Zu „98 Prozent”, wie er es selbst
ausdrückte, wird Norman Seidel in der
nächsten Saison für den
Regionalligaaufsteiger BV Cloppenburg
auflaufen. Die noch fehlenden zwei Prozent
hängen davon ab, dass der Defensivmann noch
seine vertragliche Situation beim SC
Westfalia Herne klären muss.
Wie
die WAZ berichtete, hatte Seidel am
vergangenen Mittwoch ein erstes Gespräch mit
den Verantwortlichen des neuen Klubs von
Ex-SCW-Trainer Frank Schulz. Das sei
allerdings nicht „sehr positiv” verlaufen,
wie der 23-Jährige erklärte. Am Sonntag war
er nun erneut in Cloppenburg. „Ich habe ein
neues Angebot bekommen und sollte sofort
unterschreiben. Das wollte ich aber nicht,
bevor meine Vertragsauflösung mit dem SCW
klar ist”, erklärte Seidel. Die Tendenz gehe
aber klar zu einem Wechsel, zumal der BVC
dem Informatikkaufmann auch eine
Arbeitsstelle garantiert habe: „Das ist
sicher, da könnte ich auch schon am 1.
August anfangen.”
Im Gespräch mit der WAZ betonte Seidel
gestern noch einmal, dass er nicht von Frank
Schulz zu einem Wechsel animiert worden sei:
„Ich habe schon vor einem Jahr gesagt:
Frank, wenn du mal gehst, komme ich mit.
Allerdings muss für mich dann auch eine
Arbeitsstelle gesichert sein.” Nachdem der
Abschied von Schulz bei der Westfalia
offiziell war, habe er noch einmal mit
seinem Trainer telefoniert. Seidel: „Und da
habe ich Frank auch gefragt, ob er mich
nicht in Cloppenburg gebrauchen könnte und
auch arbeitsmäßig etwas für mich tun könnte.
Das war für mich eine Voraussetzung.”
Der Wechsel zum Regionalligisten hängt für
Norman Seidel, der nach eigener Aussage eine
mündliche Ausstiegsklausel hat, nun von
einem Gespräch mit SCW-Boss Jürgen Stieneke
ab. Der hatte am Rande des
Vorbereitungsspiel der Westfalia in Zweckel
am Samstag gesagt: „Wenn der Junge gehen
will und dort eine Arbeitsstelle bekommen
kann, werden wir ihm keine Steine in den Weg
legen.”
von Uwe Ross