Der Kreisligist tritt am Samstag, 19.
Juli, beim SC Westfalia Herne zum
Kreispokal-Endspiel an und will den
Favoriten so lange wie möglich ärgern.
Der Vergleich mit dem Kampf „David gegen
Goliath” wird genau so gerne herangezogen
wie die These, dass Pokalspiele ihre eigenen
Gesetze hätten. Nichtsdestotrotz gibt es im
Endspiel des Kreispokals 2007/2008 einen
haushohen Favoriten. Und das ist NRW-Ligist
SC Westfalia Herne, der um 18 Uhr im Stadion
am Schloss Strünkede auf den in der
Kreisliga A spielenden Lokalrivalen SV
Fortuna Herne trifft.
SCW-Trainer Christoph Schlebach sieht dem
Finale gelassen entgegen: „Für mich ist das
ein Vorbereitungsspiel wie jedes andere. Ein
Sieg ist dabei allerdings Pflicht, alles
andere wäre schon eine Riesenüberraschung.”
Nach dem Absprung von Norman Seidel und Edin
Terzic muss Schlebach wahrscheinlich auch
auf Arben Tahiri (Oberschenkelprobleme)
verzichten, aber noch bereitet ihm der
Personalstand keine Probleme: „Wir haben
noch viele Alternativen.” Eine davon ist der
20-jährige Neuzugang Marko Onucka, der seine
Verletzung auskuriert hat und im Angriff auf
jeden Fall erste Spielpraxis sammeln soll.
An seiner Zielsetzung lässt Schlebach keine
Zweifel: „Ich erwarte einen Sieg, und zwar
einen klaren.”
Die Position als krasser Außenseiter bekommt
der Fortuna recht gut. Die Schützlinge von
Spielercoach Christian Braukmann fiebern
ihrem „Spiel des Jahres” entgegen und wollen
sich im Stadion ordentlich präsentieren.
„Wir wollen den NRW-Ligisten so lange wie
möglich ärgern und zeigen, dass wir Woche
für Woche hart arbeiten”, so Braukmann. Der
Kreisligist, der sich für die kommende
Saison den Aufstieg in die Bezirksliga auf
die Fahne geschrieben hat, sieht das
Pokalfinale in erster Linie als Bonusspiel.
„Wenn es uns gelingt, nach zwanzig Minuten
nicht schon mit zwei, drei Toren hinten zu
liegen, dann können sich die Zuschauer auf
ein schönes Pokalspiel freuen”, ist sich
Christian Braukmann sicher. „Dann werden wir
alles in die Waagschale werfen und zeigen,
dass wir auch laufen und Fußball spielen
können.“
Doch bei aller Zuversicht der Fortunen, die
bis auf den angeschlagenen Mario Palermo
sowie Urlauber Marcel Pries alle Mann an
Bord haben werden, die Favoritenfrage ist
natürlich eindeutig geklärt. Braukmann:
„Alles andere als eine deutliche Niederlage
wäre gegen Westfalia schon eine
Riesensensation.“ ur/Laut