PRESSE

Doppelschlag ins Glück
 

01.08.08

Westfalia Herne zieht durch ein verdientes 3:1 über RW Essen II ins Finale ein. Nach dem Ausgleich machen Setzke und Onucka binnen weniger Sekunden alles klar. Schlebach freut sich über seine sattelfeste Defensive.

Endlich wieder richtiger Fußball mit Härte, Leidenschaft und Emotionen. Nachdem der SC Westfalia bislang seine Gegner nach Belieben dominiert hatte und neben der Höhe des Sieges vor allem der interne Konkurrenzkampf für Gesprächsstoff sorgte, lieferte die zweite Halbfinalpartie des gestrigen Abends einen Vorgeschmack auf das, was uns in gut 14 Tagen erwartet.

Denn mit RW Essen II stand der Schlebach-Elf ein spielstarkes und hoch motiviertes Team gegenüber, das den Hernern einiges abverlangte. Mitte der zweiten Hälfte schien es gar, als könnten die jungen Rot-Weißen dem SCW den Finaleinzug streitig machen, doch mit einem Doppelschlag erstickten Martin Setzke und Marco Onucka das Essener Aufbegehren und bescherten sich und ihrem Team einen schönen Abend auf der Cranger Kirmes. "Aufgrund des Ergebnisses, aber auch unseres Spiels bin ich voll zufrieden. Nur hätten wir schon in der ersten Hälfte alles klar machen müssen", stellte Christoph Schlebach seinen Jungs ein gutes Zeugnis aus.

Dass Westfalia als beste Mannschaft des Turniers auch gestern als verdienter Sieger vom Platz ging, darüber gab es keine zwei Meinungen. Die Herner hatten über weite Strecken die Spielkontrolle, ohne sich aber Chancen im Drei-Minuten-Takt erarbeiten zu können. Dafür standen die Rot-Weißen zu kompakt. Geschickt stellten sie die Passwege in die Spitze zu, so dass Setzke und Onucka sich kaum in Szene setzen konnten. Die erste Möglichkeit bot sich Arben Tahiri (19.), als ihm Sven Barton den Ball fein auflegte, doch beim Außenrist-Schuss des SCW-Kapitäns aus zwölf Metern hatte RWE-Keeper Himmelmann keine Mühe. Bei seinem nächsten Vorstoß suchte Barton dann selbst den Abschluss. Nach Dennis Gidaszewskis langem Diagonalball war er schneller als Krakala und drosch das Leder herzhaft ins kurze Ecke (31.). Noch vor der Pause boten sich gute Chancen zu erhöhen. Die beste versiebte Setzke, als er den Ball nach Nils Eisens Steilpass über den Torwart heben wollte. Himmelmann aber roch den Braten und pflückte das Leder lässig herunter.


Beim Halbzeitstand von 1:0 erklärt SCW-Coach Schlebach seinen Jungs den Weg zum Sieg.               Foto: InfoSchlumpf

In der zweiten Halbzeit tat sich vor den Toren zunächst wenig. Bis Samet Alpay aus heiterem Himmel mit einer Direktabnahme nach Krakalas Flanke ausglich. Dies war aber auch die einzige Situation, in der Hernes Viererkette nicht im Bilde war. Ansonsten ließ die Defensive fast nichts zu - sehr zur Freude des Trainers, der bislang ja überwiegend Einbahnstraßenfußball sah.

Dass auch die Angreifer gegen gleichklassige Gegner treffen, zeigte sich in der Schlussphase. Zunächst verwandelte Setzke einen Handelfmeter, dann legte er mit einem Rückzieher die Kugel in den Lauf von Onucka, der sie aus zehn Metern in den Giebel jagte. Dass Michael Baum kurz darauf erst berechtigtes Gelb, noch vor der Spielfortsetzung unberechtigtes Gelb/Rot kassierte, konnte den guten Gesamteindruck nicht trüben.

SC Westfalia Herne - Rot-Weiß Essen II 3:1

Tore: 1:0 (31.) Barton, 1:1 (68.) Alpay, 2:1 (77.) Setzke (Elfmeter, Handspiel Yasli), 3:1 (78.) Onucka.

SCW: Lindenblatt - Barton, Eisen (46. Mustroph), Baum, Gidaszewski (46. Kilian) - Allali (68. Kluy), Gebauer - Tahiri (46. Behrend), Badur - Onucka (81. Oerterer), Setzke.

RWE II: Himmelmann - Arslan (46. Yavuz), Weißert, Caspers (79. Klink), Yasli - Alpay, Dutschke, Cetinkaya, Krakala - Tokat (46. Cakiroglu), Uzun.

Gelb/Rot: Baum (SCW, 82.).

SR: Cetin Sevinc (Herne).

Von Wolfgang Volmer

Foto-Album zum Spiel

Spielplan Cranger-Kirmes-Cup
 

Quelle: WAZ Herne

 

 

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