PRESSE

Heiß auf den Ball
 

24.01.09

Westfalia Herne will neuerlichen Spielausfall unbedingt vermeiden. Dattenfeld kommt mit dem früheren Kölner „Wunderkind” Marco Quotschalla zum Schloss. Marko Onucka stürmt neben Martin Setzke, Mirko Mustrophs Einsatz ist fraglich.

Manche richten bange Blicke zum Himmel, andere ersetzen den kurzen Draht zu Petrus durch eine Standleitung zu den Wetterportalen im Netz: Inständig hoffen sie beim SC Westfalia, dass der Regen nachlässt und das NRW-Liga-Nachholspiel gegen Germania Dattenfeld Sonntag ab 14.30 Uhr am Schloss Strünkede über die Bühne gehen kann.

Nach siebenwöchiger Abstinenz ist nicht nur der Hunger auf „richtigen” Fußball riesengroß, auch die Vereinskasse braucht frische Nahrung. Und der Terminplan ist eh schon so eng genäht, dass ihn ein neuerlicher Ausfall platzen lassen würde. Viele gute Gründe also, den Rasen mit reichlich Manpower vor und nach dem Spiel so zu präparieren, dass auch der Pokalhit am 1. Februar gegen Lotte nicht gefährdet ist.

Auch Christoph Schlebach brennt darauf, dass es los geht - ausschließlich aus sportlichen Gründen. Schließlich hat der Trainer seine Mannschaft auf den Punkt hin vorbereitet und will die Früchte der Arbeit ernten, sprich: einen Dreier einfahren. „Es wäre schon wichtig, gut aus den Startlöchern zu kommen.” Auf die Tabelle schaut er dabei ebenso wenig wie auf Lotte. „Um das Pokalspiel kümmern wir uns ab Sonntag nachmittag. Bis dahin zählt nur Dattenfeld”, fokussiert Schlebach alles auf die morgige Partie.

Der Gegner nämlich hat es in sich. Zwar rangiert die Germania derzeit nur auf Platz elf, will aber nach oben klettern und im nächsten Jahr zum 100. Vereinsjubiläum die Regionalliga angreifen. So lautet jedenfalls die ambitionierte Zielsetzung ihres jungen Trainers Michael Boris (33), der einst mit André Badur in der Jugend des VfB Kirchhellen kickte. Den Kader für solche Höhenflüge hat Boris jetzt schon. Kapitän Markus Voike und Stürmer Sebastian Schoof, der für Bayer Leverkusen schon Bundesligatore erzielte, bürgen für Erfahrung und Qualität. Im Winter angelte sich der Klub aus der 2400-Seelen-Nest in der Gemeinde Windeck zwei neue Angreifer: Jonas Wendt und den 20-jährigen Marco Quotschalla, der für Aachen bereits zwei Bundesligaspiele absolvierte und beim 1. FC Köln mal als „Wunderkind” galt. Fast so wie Prinz Poldi.

Der SCW weiß also, was auf ihn zukommt. Sebastian Freyni und Mirko Mustroph haben nach ausgestandener Grippe noch Trainingsrückstand, alle anderen sind fit. Nicht mehr dabei sind Kadir Mutluer (zum VfB Speldorf) und René Lewejohann. „Wir haben Renés Wunsch entsprochen und den Vertrag aufgelöst”, wünscht SCW-Manager Timur Camci dem Stürmer alles Gute. So wird Marko Onucka nach einer starken Vorbereitung mit Martin Setzke das Angriffs-Duo bilden.

Von Wolfgang Volmer

 

Quelle: WAZ Herne

 

 

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