Das Pokalspiel am Sonntag gegen die
Sportfreunde Lotte kann stattfinden: Der
Einspruch des Regionalligisten wurde
abgewiesen. Bis auf Dominik Behrend sind
alle Spieler einsatzbereit.
In Herne grassiert das Pokalfieber. Und am
Sonntag darf nun auch tatsächlich der Puls
gemessen werden. Gestern Abend sind auch die
letzten Unken aus der Gemeinde zwischen dem
Teutoburger Walde und dem Wiehengebirge
verstummt. Die Sportfreunde Lotte werden
sich um 14 Uhr im Stadion am Schloss
Strünkede dem Vergleich mit dem SC Westfalia
Herne stellen müssen.
Um 17 Uhr wurde gestern der bereits dritte
Einspruch des Regionalligisten gegen die
Ansetzung des Westfalenpokal-Viertelfinales
verhandelt. Reinhold Spohn, Hernes
Fußballkreis-Chef, der als Pokalspielleiter
den 1. Februar als Spieltermin festgesetzt
hatte: "Die Verhandlung hat zwar gut
anderthalb Stunden gedauert, weil alle
formalen Gründe noch einmal geprüft werden
mussten. Aber letztlich war eine andere
Entscheidung aufgrund der Terminlage in der
NRW- und der Regionalliga gar nicht möglich.
Theoretisch stand noch das Osterwochenende
zur Verfügung, aber da ist vom
Rahmenspielplan bereits das Halbfinale
angesetzt."
Für SCW-Trainer Christoph Schlebach war das
ganze Hickhack ohnehin kein Thema: "Wir sind
immer davon ausgegangen, dass am Sonntag
gespielt wird. Und die Vorfreude auf dieses
Ereignis ist riesig. Nicht nur bei der
Mannschaft, auch bei den Fans, dem Vorstand,
im ganzen Umfeld."
Zwei Siege noch, dann stünde der SCW wieder
in der Hauptrunde des DFB-Pokals. Wie
zuletzt 2006, als es dann eine unglückliche
1:2-Niederlage gegen Erzgebirge Aue gab.
So weit sind die Strünkeder aber derzeit
noch nicht. Am Sonntag ist mit den
Sportfreunden Lotte immerhin ein
Regionalligist aus dem Weg zu räumen. "Klar,
die spielen eine Klasse höher als wir. Aber
die Chancen sehe ich trotzdem bei 50:50", so
Schlebach. Natürlich habe Lotte eine gute
Mannschaft, "aber die haben wir auch",
strahlt der SCW-Coach ein gesundes
Selbstvertrauen aus. Trotz der bekannten
Leute im Kader des Regionalligisten, vor
allem in der Offensive mit Ex-Profi Francis
Bugri, Philipp Böwing-Schmalenbrock, Thomas
Piorunek oder dem in der Winterpause
verpflichteten Marcus Fischer, fordert
Schlebach vor allem eines: "Bei den
Standardsituationen müssen wir aufpassen, da
ist Lotte sehr gefährlich."
Bis auf Dominik Behrend, der sich im
Training verletzt hat, sind beim SCW alle
Mann an Bord. Im Sturm ist neben Martin
Setzke nach seiner starken Leistung gegen
Dattenfeld auch Doppeltorschütze Marko
Onucka gesetzt, und natürlich auch Kapitän
Arben Tahiri, der letzten Sonntag sogar
dreimal traf.
Vorverkaufs-Karten sind Samstag ab 10 Uhr
auf dem Robert-Brauner-Platz und ab 14 Uhr
im Stadion erhältlich.
von Uwe Ross