Dohm hat Interesse, Schlebach ein
Gespräch
Lange war es bei der Westfalia ruhig. Doch
seit der Entlassung des Trainergespanns
Christoph Schlebach/Frank Plewka
überschlagen sich die Ereignisse. „Das war
nur eine oberflächliche Ruhe“, weiß Horst
Haneke.
Der „Boss“ der Westfalia hat die
Entscheidung nicht gerne getroffen, erklärt
den urplötzlichen Rauswurf allerdings mit
der sportlichen Talfahrt. Besonders schlimm
ist nämlich, dass „uns durch die Niederlage
gegen Lotte 200.000 Euro aus dem Pokaltopf
durch die Lappen gegangen sind. Und die
hätten wir dringend benötigt“.
Auch der ersehnte Aufstieg in die
Regionalliga ist in weite Ferne gerückt.
„Aber wir haben noch zwölf Spiele vor der
Brust und natürlich hoffen wir weiter“,
klammert sich Haneke an den letzten
Strohalm. „Es wäre doch fahrlässig, schon
jetzt den Kopf in den Sand zu stecken.“
Erhobenen Hauptes wird aber Schlebach am
Freitag ein Gespräch suchen. Dabei wird es
um seine im März verkündete mündliche
Vertragsverlängerung gehen. „Ich werde mit
dem Ehrenpräsidenten Jürgen Stieneke
sprechen und glaube, dass er zu seinem Wort
steht“, geht Schlebach davon aus, dass er
sein Geld, das ihm nach seiner Verlängerung
zusteht, auch bekommen wird.
Doch nicht nur dieses Thema sorgt am
„Schloss Strünkede“ für Wirbel. Denn Trainer
Frank Schulz hilft nur bis zum Sommer aus
und Manager Timur Camci weht der Wind
ebenfalls ins Gesicht. Es könnte also gut
sein, dass die Verantwortlichen nicht nur
einen neuen Coach, sondern auch noch einen
neuen Sportlichen Leiter für die kommende
Saison suchen. „Wir haben uns darüber noch
keine Gedanken gemacht“, will Haneke die
nächsten zwei, drei Wochen abwarten. „Dann
wissen wir endgültig, wohin unser Weg führen
wird. Und vorher werden wir weder mit
externen Leuten, noch mit der aktuellen
Mannschaft oder einem Verantwortlichen
sprechen.“
Doch ein Kandidat für den Posten des
Managers scheint André Dohm zu sein. Der
ehemalige Publikumsliebling, der sich am
Mittwoch die Bayern in der Champions-League
in Barcelona anschaute, ist nicht abgeneigt:
„Von meiner Seite besteht Interesse. Aber
bevor ich zusagen würde, muss noch einiges
geklärt werden“, würde Dohm nur kommen, wenn
er seine Vorstellungen umsetzen kann.
Thorsten Richter